Adriana Altaras

Über diesen Blog

Herzlich willkommen beim Blog „Literaturstadt Reykjavik – von innen betrachtet“.
In Zusammenarbeit mit der UNESCO-Literaturstadt Reykjavik bietet das Goethe-Institut deutschen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, zwei Monate in der isländischen Hauptstadt zu verbringen, zu schreiben und zu recherchieren. Auf diesem Blog schreiben unsere Writers-in-Residence über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke in Island und teilen ihre Beobachtungen „von innen“.

Adriana Altaras

Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren. Drei Jahre lang lebte die Tochter zweier jüdischer Partisanen bei Verwandten in Italien, bevor die Familie 1967 gemeinsam nach Deutschland zog. Nach dem Abitur in Marburg studierte Adriana Altaras Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin und an der New York University.

Nach zahlreichen Theater- und Filmengagements als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin, für die sie unter anderem mit dem Bundesfilmpreis und einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde, erschien 2011 ihr literarisches Debüt. Titos Brille erzählt unterhaltsam und unerschrocken Altaras‘ eigene Familiengeschichte. Den Ausgangspunkt für die Erzählung bildet die Ordnung des Nachlasses von Adriana Altaras‘ Eltern, Jakob und Thea. Von der Wohnung ihrer verstorbenen Eltern aus springt die Erzählerin an Schauplätze in ganz Europa, um mal in witzigen, mal in tieftraurigen Episoden die Geschichte ihrer Familie zu beleuchten. Dabei bewahrt sie stets Wärme und Leichtigkeit und erschafft auf diese Weise eine kluge Autobiographie, der es nicht an Selbstironie mangelt. Titos Brille wurde 2014 von Regina Schilling erfolgreich verfilmt.

Auch in Adriana Altaras‘ zweitem Buch Doitscha (2014) ist ihre Familie der Hauptgegenstand der Erzählung. Ebenso scharfsinnig wie einfühlsam berichtet sie dieses Mal aus dem Alltag im deutsch-jüdischen Haushalt. Im Zentrum des Geschehens steht der älteste Sohn David, der sich in pubertärem Eifer nach Israel absetzt. Wieder beweist Adriana Altaras ihren Sinn für Humor und ihre Fähigkeit zur Analyse unserer Zeit und behandelt tiefsinnig die Themen Familie, Identität und Religion. Im März dieses Jahres erschienen mit Das Meer und ich waren im besten Alter neue Geschichten von Begegnungen des Alltags, in denen geistreich wie humorvoll den großen Fragen des Lebens nachgegangen wird.

Für die Wochenzeitung Die Zeit schreibt Adriana Altaras im Rahmen der Schriftsteller-Plattform Freitext regelmäßig über das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und andere aktuelle gesellschaftliche Themen. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Berlin.
Adriana Altaras
2018-04-13


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