
Renate Welsh auf dem Basar in Urfa
Als ich die Einladung des Goethe-Instituts bekam, musste ich Şanlıurfa auf der Landkarte suchen.
Wenn ich jetzt den Namen der Stadt sage, sehe ich Augen, warme, aufmerksame Augen von Menschen, die wunderbar zuhören können. Ich sehe aber auch den schwarzsteinernen Blick des Mannes von Şanlıurfa im Museum, der mir solchen Eindruck machte. Ich hatte keinen Fotoapparat und habe offenbar umso mehr Bilder hinter der Netzhaut gespeichert.
Seit ich zurückgekommen bin, erzähle ich überall von Şanlıurfa. Gestern zum Beispiel wieder in einem kleinen bayrischen Ort. Ein Junge saß plötzlich kerzengerade, nickte huldvoll nach links und nach rechts, dann meldete er sich und verkündete, dass sein Großvater aus Şanlıurfa stamme und Ibraim heiße. Es war schön zu sehen, wie die ganze Klasse sich ihm voll Bewunderung zuwandte.
Übrigens habe ich Granatapfelsaft gekauft, weil ich unbedingt die köstliche Salatsauce für meinen Mann machen musste, die wir jeden Tag in Şanlıurfa aufgetischt bekamen.

Renate Welsh auf dem Marktplatz in Urfa

Ihr Beitrag hat mir gefallen. Ich arbeite derzeit an einem Film zur Geschichte der Türkei.
Urfa ist auch für mich eine wundervoll interessante Stadt. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, wann der "Urfa Mann" gefunden wurde und aus welchem Jahrtausend er stammt. Wissen Sie es ?
Leider habe ich auch kein Foto von ihm nur Filmaufnahmen.
Mit freundlichen Grüssen
Silvia Schippers