Am Samstag, den 11. September, waren Verena und ich wieder in Moskau unterwegs, doch diesmal bis spät in die Nacht hinein. Wir hatten vor das Nachtleben in Moskau zu erkunden und waren deswegen wieder mit Olga und Vitali unterwegs.
Erster Stop: DJ-Abend.
Nachdem wir vom Goethe-Institut Freikarten für dieses Event bekommen hatten, sollte der DJ-Abend zum Startpunkt unserer Night-Tour werden. Wir trafen uns zunächst mit Olia an der Metrostation "Kurskaja". Von dort aus ging es dann mit dem Auto in Richtung "AvantClub (ARTPLAY)" weiter. Dort angekommen, sahen wir uns zunächst etwas um, denn es schien so, als wenn nicht so viele Leute vom Event mitbekommen oder gehört hätten. Es waren nämlich nur ca. 30 Leute da. Schock (!!!): so ein aufwendig organisiertes Event und keine Gäste? Wir sprachen mit den Organisatoren und diese sagten uns, dass die meisten, die da sind, keine Eintrittskarten hätten und dass der Rest (mit Eintrittskarten) wohl irgendwie nicht wirklich mitbekommen hat, wann wo wie warum wer... Schade. Doch das sollte kein hindernis sein.
Zweiter Stopp: Ein Lokal in dem man uns anfangs nicht reinlassen wollte, weil wir keinen Tisch reserviert hatten (so ein Blödsinn).
In der zweiten Location waren mehr Leute da. Die Stimmung passte auch. Nachdem Vitali den Türsteher dazu überredet hatte uns reinzulassen (es hat sich herausgestellt, dass man keinen Tisch reservieren muss, um reinzukommen; der Türsteher war einfach nur schlecht drauf), bestellte sich jeder etwas zu trinken... nach einem Getränk begaben wir uns dann auf die Tanzfläche.
Doch im Lokal fehlte etwas. Ich weiß nicht was es war, doch Olia schlug uns gleich einen Lokalwechsel vor, was sich nicht so schlecht anhörte. Vitali und der Rest unserer Gruppe blieben noch. Wir fuhren weiter ins Propagande, wo sonst :-) . Dort konnten wir zwar nicht bestellen, da die Nachfrage an Getränken und die menschenmenge zu groß war, aber dafür herrschte eine super Stimmung. Der DJ war super drauf, die Leute um uns waren super drauf und wir hatten auch schon wieder unser Partylevel erreicht.
Es war bereits nach drei Uhr, als wir dann schon müde wurden und beschlossen heimzufahren (EIN GROßES DANKE AN OLIA AN DIESER STELLE, DA SIE SICH ALS FAHRERIN FÜR DIESEN ABEND BEREITGESTELLT HAT!!!).
Dritter Stop: Lomonosovskij Prospekt (Zuhause).
Und da war der Abend auch schon vorbei. Durch das Tanzen entkräftet aßen wir noch einen "after-midnight-snack" und gingen zu Bett. Am nächsten Tag ging es uns nicht einmal schlecht und wir hatten auch nicht die geringsten Anzeichen von einem Kater vom Vorabend...
Friday, 10. September 2010
Samstag am Lubjanka Platz mit Verena, Olga und Vitali
Am Samstag, dem 4. September, waren Verena, Olga, Vitali und ich auf dem Dj-Laurent Garnier Konzert (hier einpar Eindrücke: http://de.rian.ru/photolents/20100906/257227917_8.html) und es war fantastisch. Ich habe zwar nicht immer ein Ohr für Techno-Musik, jedoch hat es dieses Mal ein französischer DJ so geschafft das Publikum zu begeistern, dass auch ich nicht dem Drang zu jubeln widerstehen konnte.
Wir trafen uns an der Metrostation Lubjanka, wo sich auch schon Leute gruppenweise in Richtung Eventplatz begaben. Da das Konzert aber erst etwas später anfing, saßen wir uns in ein Lokal das „Bilingua“ hieß. Toll! Nämlich nicht nur der Name, sondern auch das Lokal selbst (schade, dass es in Graz nicht solche Bars und Bistros gibt). Jeder von uns hatte ein kühles Bier (als Stimmungsmacher für das Konzert).
Nach einer Stunde Geplauder im Bilingua gingen schließlich auch wir zum Lubjanka-Platz. Dort stellten wir uns an der Schlange zur Sicherheitskontrolle an. Interessanterweise waren Leute aller Altersgruppen vertreten, wie wir bemerkten. Wir kamen rein und das Konzert hatte schon begonnen. Es waren laute Basstöne zu hören und DJ Laurent Garniers Stimme, leise in das Mikrofon zischend und begrüßend: „Hello Moscow!“.
Er legte Lieder auf, die ich leider nicht kannte. Nichtsdestoweniger waren es coole sounds und beats. Wir standen direkt vor ihm, anfangs etwas weiter hinten, dann wagten wir uns weiter nach vorne, um mehr von der Musik zu spüren. Es war nämlich nicht nur laut, man konnte die Bassvibrationen der Anlage direkt im Magen spüren. Sicherlich nichts für schwache Nerven, aber trotzdem großartig.
Doch leider war der Spaß nach ca. 100-120 min. vorbei. Der DJ verabschiedete sich und wir gingen noch in das Lokal „Propaganda“. Von dieser Tanzbar hatte ich nämlich schon von Freunden erzählt bekommen, dass sie eines der beliebtesten Fortgehlokale in Moskau ist (leider sind auch Lokale dieser Art in Graz vertreten). Die Stimmung war super, es herrschte kein Gedrängel an der Bar, die Bedienung war toll und die Musik passte auch, die Leute sowieso.
Dann ging es wieder ab nachhause. Müde, aber um einige tolle Erfahrungen reicher. Fotos kommen noch... :-)
Wir trafen uns an der Metrostation Lubjanka, wo sich auch schon Leute gruppenweise in Richtung Eventplatz begaben. Da das Konzert aber erst etwas später anfing, saßen wir uns in ein Lokal das „Bilingua“ hieß. Toll! Nämlich nicht nur der Name, sondern auch das Lokal selbst (schade, dass es in Graz nicht solche Bars und Bistros gibt). Jeder von uns hatte ein kühles Bier (als Stimmungsmacher für das Konzert).
Nach einer Stunde Geplauder im Bilingua gingen schließlich auch wir zum Lubjanka-Platz. Dort stellten wir uns an der Schlange zur Sicherheitskontrolle an. Interessanterweise waren Leute aller Altersgruppen vertreten, wie wir bemerkten. Wir kamen rein und das Konzert hatte schon begonnen. Es waren laute Basstöne zu hören und DJ Laurent Garniers Stimme, leise in das Mikrofon zischend und begrüßend: „Hello Moscow!“.
Er legte Lieder auf, die ich leider nicht kannte. Nichtsdestoweniger waren es coole sounds und beats. Wir standen direkt vor ihm, anfangs etwas weiter hinten, dann wagten wir uns weiter nach vorne, um mehr von der Musik zu spüren. Es war nämlich nicht nur laut, man konnte die Bassvibrationen der Anlage direkt im Magen spüren. Sicherlich nichts für schwache Nerven, aber trotzdem großartig.
Doch leider war der Spaß nach ca. 100-120 min. vorbei. Der DJ verabschiedete sich und wir gingen noch in das Lokal „Propaganda“. Von dieser Tanzbar hatte ich nämlich schon von Freunden erzählt bekommen, dass sie eines der beliebtesten Fortgehlokale in Moskau ist (leider sind auch Lokale dieser Art in Graz vertreten). Die Stimmung war super, es herrschte kein Gedrängel an der Bar, die Bedienung war toll und die Musik passte auch, die Leute sowieso.
Dann ging es wieder ab nachhause. Müde, aber um einige tolle Erfahrungen reicher. Fotos kommen noch... :-)
Monday, 30. August 2010
Mein erstes Wochenende in Moskau
Es war ca. 15 Uhr als mich Verena am Moskauer Flughafen „Domodedovo“ empfing. Wir fuhren mit dem Zug nachhause, wo auch schon unsere Gastgeberin Julia auf uns wartete. Ich wurde herzlich mit einer Borsch-Suppe empfangen und da dauerte es nicht auch nicht lange als Verena bereits vorschlug, einen kleinen Erkundungsspaziergang durch das Viertel, in dem wir wohnen, zu machen. Es war auch eine gute Gelegenheit gleich einpaar Sachen für zuhause einzukaufen. Und da war auch der erste Tag in Moskau vorbei. Übermüdet ging ich zu Bett und wachte am nächsten Morgen um ca. 9 Uhr auf. Das sollte nun ein vielversprechender Tag werden.
Als erstes stand die Fahrt zur Christi Erlöser Kathedrale (Храм Христа Спасителя) auf dem Plan. (PHOTO links).
Was ich bereits über die Christi Erlöser Kirche wusste, war die Tatsache, dass die eigentliche, originale Kirche zur Zeit Stalins (1930) abgerissen wurde, um an ihrer Stelle ein kommunistisches Denkmal zu errichten. Allerdings (und hier setzt mein Allgemeinwissen aus) konnte dieses Unterfangen nicht erfolgreich abgeschlossen werden – es wurden keine sowjetischen Denkmäler errichtet. Eine Weile verging und in den 1990ern wurde die Kirche wieder neu errichtet. Sie gehört heute zu den höchsten orth. Bauten auf der Welt und liegt am Ufer der Moskwa neben dem Kreml.
Da das Photographieren in der Kathedrale untersagt war, kann ich nur vor Erstaunen darüber schreiben, wie sie von innen aussieht. Wie jedoch dem Bild oben entnommen werden kann, eröffnete sich uns auf dem Platz vor dem Gebäude der Blick auf eine weiße Kathedrale mit vergoldeten Kuppeln (das Photo hat übrigens Verena geschossen) – wow!
Innen ist die Kathedrale mit ihren Ikonen und Fresken ein Genuss für das Auge. Kunstvolle, fein gearbeitete Bilder aus biblischen Zeiten ließen uns klein aussehen. Es herrschte aber eine angenehme und warme Atmosphäre, in der man sich nicht, wie in manchen gotischen Kathedralen in Europa der Fall ist, unterdrückt fühlt.
Wir sind einpaar Runden durch die Kirche gegangen und stellten dann bald fest, dass das, was wir innen zu sehen bekamen, nur ein Teil der Kathedrale war. Nach unten führte uns eine kleine Treppe, welche in einen Raum endete, in dem ein riesiger Kronleuchter für Licht sorgte. Zufällig fand zur gleichen Zeit auch eine Taufe statt, da die Schreie eines genervten Säuglings zu hören waren.
Aus der Kirche raus, ging es dann weiter zum roten Platz, wo zurzeit Proben zum Internationalen Militärkonzert stattfinden. Vorbei am ewigen Feuer (PHOTO rechts), durch einen großen Bogen hindurch, kamen wir schließlich dort an. Am Platz hatten sich Leute gesammelt, welche den Proben zu den Paraden zusahen. Das Gefühl, das einen überkommt, wenn man am roten Platz steht, ist einfach überwältigend!
Weiter ging es dann mit Olaf zu einer Ausstellung der etwas anderen „Art“ – „The Feast of Trimalchio – AES+F „. Modern, schräg und provokant handelt diese Ausstellung von den Reichen und Schönen, deren Selbst- und Habsucht. Der Höhepunkt der Ausstellung ist ein speziell eingerichtetes rundes Zimmer, welches fast zur Gänze mit Leinwänden bestückt ist, und auf denen man sich einen sehr aufwendig gedrehten digitalen Film ansehen kann. Neun Leinwände, die verschiedene Bilder von reichen Menschen zeigen, die sich in einem paradiesischen Hotel verwöhnen lassen, sorgen für fragende Gesichter.
An der Ausstellung nehmen KünstlerInnen wie Tatiana Arzamasova, Lev Evzovich, Evgeny Svyatsky und Vladimir Fridkes teil. Sie alle arbeiten mit Video, Photographie, Skulturen und noch vieles mehr. Des Weiteren sind digitale Bilder mit Szenen aus dem Film auf den weißen Wänden der Halle zur Bestaunung aufgehängt.
Diejenigen, die sich die Ausstellung noch ansehen möchten, haben Glück. Denn diese läuft noch bis 2. September 2010 in der Garage – Zentrum für moderne Kunst und Kultur (Гараж – выставочный центр культуры).
Danach fuhren Verena und ich nachhause, aßen noch eine Kleinigkeit und sahen uns einen Film an…
Was ich bereits über die Christi Erlöser Kirche wusste, war die Tatsache, dass die eigentliche, originale Kirche zur Zeit Stalins (1930) abgerissen wurde, um an ihrer Stelle ein kommunistisches Denkmal zu errichten. Allerdings (und hier setzt mein Allgemeinwissen aus) konnte dieses Unterfangen nicht erfolgreich abgeschlossen werden – es wurden keine sowjetischen Denkmäler errichtet. Eine Weile verging und in den 1990ern wurde die Kirche wieder neu errichtet. Sie gehört heute zu den höchsten orth. Bauten auf der Welt und liegt am Ufer der Moskwa neben dem Kreml.
Da das Photographieren in der Kathedrale untersagt war, kann ich nur vor Erstaunen darüber schreiben, wie sie von innen aussieht. Wie jedoch dem Bild oben entnommen werden kann, eröffnete sich uns auf dem Platz vor dem Gebäude der Blick auf eine weiße Kathedrale mit vergoldeten Kuppeln (das Photo hat übrigens Verena geschossen) – wow!
Innen ist die Kathedrale mit ihren Ikonen und Fresken ein Genuss für das Auge. Kunstvolle, fein gearbeitete Bilder aus biblischen Zeiten ließen uns klein aussehen. Es herrschte aber eine angenehme und warme Atmosphäre, in der man sich nicht, wie in manchen gotischen Kathedralen in Europa der Fall ist, unterdrückt fühlt.
Wir sind einpaar Runden durch die Kirche gegangen und stellten dann bald fest, dass das, was wir innen zu sehen bekamen, nur ein Teil der Kathedrale war. Nach unten führte uns eine kleine Treppe, welche in einen Raum endete, in dem ein riesiger Kronleuchter für Licht sorgte. Zufällig fand zur gleichen Zeit auch eine Taufe statt, da die Schreie eines genervten Säuglings zu hören waren.
Aus der Kirche raus, ging es dann weiter zum roten Platz, wo zurzeit Proben zum Internationalen Militärkonzert stattfinden. Vorbei am ewigen Feuer (PHOTO rechts), durch einen großen Bogen hindurch, kamen wir schließlich dort an. Am Platz hatten sich Leute gesammelt, welche den Proben zu den Paraden zusahen. Das Gefühl, das einen überkommt, wenn man am roten Platz steht, ist einfach überwältigend!
An der Ausstellung nehmen KünstlerInnen wie Tatiana Arzamasova, Lev Evzovich, Evgeny Svyatsky und Vladimir Fridkes teil. Sie alle arbeiten mit Video, Photographie, Skulturen und noch vieles mehr. Des Weiteren sind digitale Bilder mit Szenen aus dem Film auf den weißen Wänden der Halle zur Bestaunung aufgehängt.
Diejenigen, die sich die Ausstellung noch ansehen möchten, haben Glück. Denn diese läuft noch bis 2. September 2010 in der Garage – Zentrum für moderne Kunst und Kultur (Гараж – выставочный центр культуры).
Danach fuhren Verena und ich nachhause, aßen noch eine Kleinigkeit und sahen uns einen Film an…
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