Unterwegs in Almaty gewesen...Die Stadt der Äpfel, der Berge und eine Stadt, die sich in ihrer Mentalität deutlich von der Hauptstadt Astana abhebt.Wie in Paris oder in St. Petersburg fühle sie sich, sagt Bagit, die Lehrerin aus dem SlZ. Ich stelle mir dabei die Frage, wer wen prägt, die Sadt ihre Bewohner oder umgekehrt...
Erstaunlich...In Deutschland bin ich es gewohnt zu sagen, ich gehe in die Stadt, einkaufen, Kaffee trinken usw. Es gibt immer einen Marktplatz oder eine Fußgängerzone, in der sich mehr oder weniger das städtische oder dörfliche Leben konzentriert. Hier existiert keine Stadtmitte, kein Zentrum, keine Fußgängerzone und Stadtpläne, ach, dafür habe ich einen Extrakurs gebraucht...Ich bin vollkommen orientierungslos geworden...Was für ein Glück, dass man am Staßenrand seine Hand ausstrecken kann und die meisten Fahrer wissen auch, wo es lang geht.
In Almaty konnte ich mich wenigstens an den Bergen orientieren...Hoch zu den Bergen, runter von den Bergen...Durch Straßen tigern und nicht wissen wohin...Auf der Suche nach Geschäften, Kneipen, Restaurants. Überall ist irgendetwas und manchmal gar nichts...
Die Bewohner Almatys sind anders...Höflicher und entspannter...
Aber zurück in Astana, und irgendwie bonjour tristesse, obwohl die Sonne scheint! Die Menschen sind in Pelzmäntel gehüllt, sehen dabei aus wie Tiere und ich sehe kaum Gesichter...Alles schweigt und starrt aus dm Fenster...Zum Glück siehts hinter den Kulissen anders aus, zumindest auf der Arbeit, wo alle mit rotgefärbten Wangen näher zusammen rücken, um sich auf den langen, harten Winter vorzubereiten....
Sonntag, 15. November 2009
Bestandsaufnahme
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks


