
Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war die Tatsache, nun immer in zwei Zeiten zu reisen, die sich auch noch bei jeder Station verschieben sollten. In Krasnojarsk sind wir noch mit 4-stündigem Zeitunterschied zu Moskau abgereist, der sich dann von Stadt zu Stadt verkleinert hat. Da alle Fahrkarten und Bahnhöfe entlang der Transsib Strecke auf Moskauer Zeit stehen hatten wir also immer die ständig wechselnde Ortszeit und unsere Moskauer Uhr im Auge, woran man sich aber schnell gewöhnen kann.

Unsere erste Station war Novosibirsk. Der Weg war ein bisschen anstrengend. Erstmalig hatte ich im „Platzkart“ Wagen nur noch die seitlichen Plätze bekommen und entweder war die Strecke besonders ruckelig, oder man wird auf diesen Plätzen besonders durchgeschüttelt.
Der Start unseres Abenteuers „Wir surfen durch Russland“ lief nicht ganz glatt: unsere Gastgeber hatte
Ohne ihn wäre es mir in „Novo“ denke ich etwas öde geworden, für Touristen hat es (so erschien es mir) nicht sehr viel zu bieten. Doch wir wurden Freunden vorgestellt und machten einen Spaziergang über beide Flussseiten auf dem er uns „sein“ Novosibirsk zeigte. Wir unterhielten uns mit ihm über alles Mögliche, was denke ich vor allem für Micha interessant war, für den es das erste Mal Russland ist. Am nächsten Vormittag verschliefen wir, und so blieb nur noch Zeit für den Zoo, bevor der nächste Zug auf uns wartete.
Der „Zoopark Novosibirsk“ ist, zu meiner Beruhigung, viel grüner, freundlicher und weiter als der in Krasnojarsk. Es war wirklich gut das zu sehen, ich dachte vorher dass es überall so traurig und deprimierend im Zoo ist wie dort. Nachdem Pascha uns noch auf dem Akkordeon begeistert, Tee gekocht und uns mit Buchweizen und Salat für die Fahrt ausgerüstet hatte ging es auf die nächste Etappe, einen Kontinent, eine Zeitzone und 23 Stunden Zugfahrt nach Jekaterinburg.

