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Anne-Kathrin Topp, Wolgograd

2000 hat es mich gemeinsam mit meiner Russischklasse zum ersten Mal nach Russland verschlagen. Aber zwei Wochen Schüleraustausch in der russischen Hauptstadt reichten mir nicht. So verbrachte ich dank AFS 2002-2003 ein ganzes Schuljahr im russischen Provinzstädtchen Uglitsch (Jaroslavler Oblast).
Ab dem Zeitpunkt war mir klar, dass ich Russland auf den Fersen bleiben wollte. Gesagt, getan. Mein Studium der Integrierten Europastudien mit Schwerpunkt Russland (B.A.) und das der Russischen und Osteuropäischen Literaturen und Kulturen (M.A.) und diverse Projekte und Praktika haben mich die letzten Jahre immer wieder gen Osten geführt. So verbrachte ich unter anderem ein tolles Auslandssemester in Ischewsk, der Hauptstadt der Udmurtischen Republik.
Für die nächsten zwei Jahre bin ich im südlichen Russland in der Stadt Wolgograd zu Hause. Hier arbeite ich als Robert Bosch Kulturmanagerin in Kooperation mit dem Goethe Institut in der Agentur für Kulturinitiativen. Die „Heldenstadt“ zehrt bis heute vom historischen Großereignis der Schlacht um Stalingrad in den Jahren 1942-1943. Das Bild der Stadt ist geprägt von der gigantischen Skulptur Mutter-Heimat und dem Panaromamuseum zu Ehren der Stalingrader Schlacht, welches mitten im Wohngebiet unzählige Panzer in der Dauerausstellung präsentiert. Nichtdestotrotz weht in der Stadt auch ein frischer Wind mit all seinen Theatern, Kunstmuseen und Kulturinitiativen. Ich bin gespannt, was die Synthese aus beiden Richtungen ergeben wird…
Cornelius Stiefenhofer, Archangelsk

