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    <title>to4ka-treff - Städteblog - Kiel</title>
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    <pubDate>Tue, 03 Jul 2012 13:58:57 GMT</pubDate>

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    <title>Windjammerparade</title>
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            <category>Kiel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gleb Kazakov)</author>
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    Gerade regnet es draußen vor meinem Zimmerfenster, und dunkle Wolken kriechen langsam über den Himmel. Ein für Kiel ziemlich typisches Bild, aber dennoch will man sehr darauf hoffen, dass das alles in drei Stunden vorbei ist und man wieder raus auf die Straße gehen kann, um das sonntägliche Feuerwerk zu genießen. Der Anlass dafür ist das Ende der „Kieler Woche“, des größten hiesigen Stadtfestes und der bedeutendsten Segelregatta der Welt. Eine Woche lang kommen die bekanntesten Segler aus den unterschiedlichsten Ländern in Kiel zusammen, um Gäste auf eine Ausfahrt mitzunehmen, an den Anlegestellen das Blütenweiß ihrer Segel zu präsentieren und – das ist am Wichtigsten – an der traditionellen Windjammerparade teilzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1757 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;123&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche10.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ist nämlich meiner Meinung nach das bemerkenswerte Ereignis auf der ganzen Segelwoche, sozusagen ihr „Rosinchen“. Denn schließlich kann man sich auch in anderen Städten Musik auf einer Bühne anhören oder alle möglichen asiatischen Leckerbissen probieren, aber so tief in die Atmosphäre der Segelepoche einzutauchen und die berühmtesten Segelschiffe der Welt live zu erleben – diese Gelegenheit hat man nicht oft. Mit dem Wetter haben wir jedenfalls absolut Glück gehabt: seit dem Morgen schien die Sonne, es wehte eine frische Brise, und die Ufer der Kieler Bucht fingen so ab etwa 9 Uhr an, sich mit Zuschauern zu füllen. Die Parade selbst begann erst um 11, und es glitten mehr als 100 große Segelschiffe und 20 Segelboote majestätisch über das Wasser; die Zahl der einfachen Yacht-Liebhaber wird dabei noch nicht einmal erfasst.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1748 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt wurde diese Prozession durch den Dreimaster „Alexander von Humboldt II“, der gerade erst im letzten Jahr als Kopie des berühmten gleichnamigen Schiffs gebaut worden war. Der „echte“ „Alexander von Humboldt“, der aus dem Jahr 1906 stammte, war schon zu alt und hat seinen Meeresdienst abgeleistet, zumindest, was die Gewässer der Ostsee angeht. Traditionell sollte am Kopf der Parade das Schulsegelschiff „Gorch Fock“ (1958) aus der deutschen Kriegsflotte fahren, doch in diesem Jahr befand sich das Schiff in der Reparatur. Unter den russischen Gästen der Kieler Bucht waren die „Mir“ und die „Sedow“ mit dabei. Das letztere Schiff war übrigens im Jahre 1921 noch in Kiel gebaut worden, allerdings als „Magdalene Vinnen II“, doch nach dem Krieg hatte man es an die UdSSR übergeben und umgetauft. Heute ist diese Bark, ein Viermaster, das weltweit größte Schulsegelschiff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben im Grunde noch Glück gehabt – ich konnte mir die Parade ansehen und war gleichzeitig auch ihr Teilnehmer, denn ich befand mich an Bord der kleinen Universitäts-Yacht „Albertina“. Auf dieser werden normalerweise an den Wochenenden Gäste ausgefahren – zum Beispiel Studierende aus dem Ausland. Denn schließlich ist der Segelsport doch das, was man in Kiel auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte. Solche Ausflüge bietet das internationale Zentrum an (hier ist der Link für mögliche Interessenten), doch die Yacht wird eben direkt von Hobby-Seglern, und zwar auf ehrenamtlicher Basis, gefahren. Seit dieser Woche bin ich einer davon, obwohl ich mich bisher allerdings nur als Hilfskraft einbringen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat die „Albertina“ mit einer Equipe von 4 Personen gestern auch an der Parade teilgenommen. So ungefähr von 11.30 bis 14.00 Uhr haben wir uns zwischen den anderen Schiffen durchmanövriert und in Begeisterung für die Schönheit der Segelflotten geschwelgt. Der Wind, der zu Anfang ziemlich schwach war, hatte sich in dieser Zeit auf 18-20 Knoten erhöht, und deswegen fuhren die Segelschiffe nicht mit vollen Segeln, sondern lediglich mit der gehissten Fock (dem vorderen Segel) in die Bucht, damit die Zuschauer das Schauspiel länger genießen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1752 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche4.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1750 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche2.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1751 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche3.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1756 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche9.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1749 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche1.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1755 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;225&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche8.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit an Bord schlaucht. Das merkt man gar nicht, solange man noch auf dem Wasser ist, aber sobald der Fuß auch nur das Festland berührt, kommt die Erschöpfung über einen wie ein schweres Gewicht. In den drei Stunden Segelzeit hat unsere kleine Equipe alle möglichen nur denkbaren Operationen ausgeführt – wir haben den Kurs geändert, zweimal aufgrund der Windstärke die Segel eingeholt und wieder gehisst, das große Segel wieder gesetzt, gerafft (und somit die Segelfläche verringert) und so weiter. Und dabei ständig die Seile bedienen – genau das ist es ja, was man größtenteils auf einem Segelschiff macht – ist keine ganz einfache Sache! &lt;br /&gt;
Nach der Parade machte sich ein Großteil der Segelschiffe auf den Weg, um schon vor anderen Zuschauern und in anderen Häfen zu glänzen. Die „Albertina“ legte derweil ganz ruhig in ihrem universitären Hafen an. Morgen wird sie wieder Gäste herumfahren, aber dann schon nicht mehr in Begleitung ihrer „großen Brüder“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1754 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;237&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KielerWoche7.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 24 Jun 2012 19:26:48 +0200</pubDate>
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    <title>Segel und Schiffe</title>
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            <category>Kiel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gleb Kazakov)</author>
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    In Kiel zu leben, heißt, am Meer zu leben – und am Meer zu leben, heißt, darin zu schwimmen. Oder es zu befahren. Ähnliche Schlüsse hat man auch an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gezogen. Und deswegen gibt es für all diejenigen, die lernen wollen, wie man sich auf dem Meer oder Ozean fortbewegt, das Segelzentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kann ich wirklich sehr empfehlen. Es befindet sich zwar nicht im Zentrum von Kiel, sondern im Vorort Schilksee, wo der größte Stadthafen für Yachten und Segelschiffe liegt. Der Ort an sich ist schon malerisch und ein idealer Ausgangspunkt für eine Fahrradtour an freien Tagen. Und vor allem ist der Segelsport eine ziemlich teure Angelegenheit – doch die Kurse im Segelzentrum sind eine erschwingliche Möglichkeit für Studierende, sich Basiswissen anzueignen. Denn schließlich weiß man nie, wann man das mal brauchen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://lh6.googleusercontent.com/-7oZvmIuK5Gc/T6QepyPPGXI/AAAAAAAAANg/NBi9Qbjbd_M/s683/IMG_0373.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man von vorne anfangen will, dann wohl damit, dass die Neueinsteiger nicht auf großen Yachten lernen, sondern auf deren „kleinen Brüdern“: Auf sogenannten Jollen, Segelschiffen mit einer Länge von fünf Metern und mit zwei Segeln – Groß und Fock. Wir lernen alles im Laufe der praktischen Übungen, und natürlich lässt einen auch niemand sofort auf die fast offene Ostsee rausfahren. Aber es gibt eben auch keine einzelnen, langweiligen Theorieeinheiten. In den ersten zwei Stunden lernt man gleich die Basissachen – nämlich, wie man Seeknoten bindet. Und von denen gibt es in etwa so viele, wie Yachten am Anleger von Schilksee. Aber das kommt dann schon alles mit der Übung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://lh4.googleusercontent.com/-R6RP4A18KUw/T7aUu14fO8I/AAAAAAAAAQM/IxMbW_wYtvA/s683/IMG_0512.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann zu zweit oder zu dritt auf den Jollen fahren, und umkippen kann man damit übrigens auch, denn sie liegen nicht besonders tief im Wasser. Aber so einfach passiert das nicht, und Angst muss man auch keine davor haben – obwohl natürlich ein Bad im zehn Grad kalten Wasser keinen besonderen Optimismus hervorruft. Aber ich musste damit noch keine Bekanntschaft machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Kurs geht über zehn Wochen, einmal pro Woche und jeweils vier Stunden. Dann kann man es im Sommer schon schaffen, das zweite Modell abzuschließen, eine kleine Prüfung ablegen, einen „Führerschein“ für das Wasser bekommen und damit das Recht haben, sich an den Wochenenden Boote auszuleihen. Die Ostsee kann man mit einer Jolle zwar nicht überqueren, aber in der Bucht mit dem Wind herumzuschippern, ist auch schon mal viel wert. Und für alle Fälle hat die Universität auch Yachten für acht Leute, mit denen man immerhin schon Dänemark umsegeln kann; insofern weiß man, worauf man hinarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://lh6.googleusercontent.com/-5iPkDOqvSZc/T7aUbZ8_uFI/AAAAAAAAAP0/BUfMqrGDwYs/s683/IMG_0387.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es mir noch so vor, dass die Leute, die Segelsport betreiben, von Natur aus ruhige, freundliche, geduldige und kontaktfreudige Wesen sind. Schließlich kann man auch gar nicht anders sein, wenn man bei einer langen Tour auf einer Yacht mit, sagen wir, 12 Metern Länge ein paar Tage lang zusammenhängt, oder sich auch wochenlang konstruktiv mit anderen Leuten arrangieren und mit ihnen zusammenarbeiten muss. Unser Lehrer Ulrich ist genau so ein Typ. Und übrigens findet er, dass von all den Orten, an denen er schon unterrichtet hat, die Ostsee der geeignetste Ort ist, um das Segeln zu lernen. Der Wind ist ziemlich gleichmäßig, und es gibt keinen hohen Wellengang und keine starken Stürme. Da wäre es doch eine Sünde, diese Möglichkeit verstreichen zu lassen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 18 May 2012 22:14:57 +0200</pubDate>
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    <title>Acht Fakten, die man über Kiel wissen sollte</title>
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            <category>Kiel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gleb Kazakov)</author>
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    Kiel also. Eine Stadt, die sich leicht auf der Landkarte und ein bisschen schwerer im Touristenführer finden lässt. Auch wenn Kiel nicht zu den größten und bekanntesten Städten Deutschlands gehört, ist es auf seine eigene Weise attraktiv und hat noch ein paar Trümpfe in der Tasche. Um den Gegenstand meiner Betrachtung hier irgendwie vorzustellen, fange ich einfach mal mit den acht wichtigsten Fakten an, die man über die Stadt wissen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Kiel – das ist Norddeutschland. Bis 1864 hatte das Gebiet, in dem Kiel liegt – Schleswig-Holstein – noch zu Dänemark gehört, obwohl es hauptsächlich von Deutschen besiedelt gewesen war. Als Deutschland sich unter der Führung des „Eisernen Kanzlers“ vereinigte, wurde Kiel ausschließlich deutsch – obwohl mal auch heute noch auf den Straßen der Stadt viel häufiger schwedisch oder dänisch hören kann als irgendwelche südeuropäischen Sprachen. Die Deutschen hier sprechen ziemlich sauber und haben keinen stark ausgeprägten Dialekt, nur mischen sie manchmal ein paar Wörtchen oder Laute aus dem Plattdeutschen, einem alten Volksdialekt aus Norddeutschland, dazwischen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Kiel ist die Hauptstadt eines Bundeslandes, nämlich des schon genannten Schleswig-Holsteins. Für russische Begriffe ist die Stadt nicht besonders groß – sie hat um die 240.000 Einwohner – doch für Deutschland ist sie durchaus keine kleine Stadt. Hier sind eine große Anzahl der administrativen Gebäude und -Dienste angesiedelt, und überhaupt liegt Kiel von seiner Bedeutung her immerhin in ganz Norddeutschland nach Hamburg und Bremen auf dem dritten Platz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Kiel ist eine Hafenstadt. Sie liegt in einer gemütlichen Bucht an der Ostsee. Das Meer spürt man hier überall: Über dem Teich an der Universität kreisen die Möwen, die Souvenirläden sind voll mit Spielzeugsegelbooten, und durch das Fenster von Bussen, die ins Stadtzentrum fahren, sieht man fast immer die riesigen Liner der touristischen Schifffahrtsgesellschaft „Stena Line“. Übrigens kann man auf diesen Schiffen ganz einfach nach Oslo oder Stockholm fahren, und wenn man Glück hat, sogar für gar nicht viel Geld. Außerdem gibt es noch ganz wunderbare Sandstrände auf beiden Seiten der Bucht. Nur sind die eher für langsame, in tiefe Gedanken versunkene Spaziergänge geeignet, und nicht unbedingt dafür, im Hawai-Hemd auf der Luftmatratze rumzuliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das aufsehenerregendste Ereignis des Jahres hängt in Kiel ebenfalls mit dem Meer zusammen. Es ist die sogenannte „Kieler Woche“, die in der letzten Juniwoche stattfindet und deren Hauptattraktionen eine Segelregatta und die „Windjammer-Parade“ sind. In dieser Woche dreht die ansonsten ruhige Stadt einmal komplett durch, füllt sich mit Touristen und wirft alle möglichen Segelschiffe, Yachten und anderen Schwimmgeräte in solchen Mengen auf das Meer, dass man aus dem Staunen darüber, wo das alles im Winter versteckt gewesen sein soll, gar nicht mehr herauskommt. Ich schreibe auf jeden Fall im Juni noch mal was dazu und präsentiere euch diese Aktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Das Leben am Meer hat auch seine eher negativen Seiten. Na ja, was heißt negativ – es ist auf jeden Fall etwas für Liebhaber. Die Natur kennt kein schlechtes Wetter, sagt ein russisches Sprichwort, aber da kennt sie das Kieler Wetter nicht. Das Ganze bedeutet dann Folgendes: Das Wetter kann sich hier mehrmals am Tag ändern. Wolken, Wind, Sonne und Regen wechseln sich wie auf einem Karussell miteinander ab. Wegen der kühlen Meeresluft liegen die Temperaturen hier unter dem deutschen Mittelwert, und auf einen richtigen heißen, sonnigen Sommer kann man lange warten. Aber nun bekommt mal nicht gleich Angst. Eigentlich ist die Sache an sich gar nicht so schlimm – Sonnentage gibt es in ausreichender Anzahl, außerdem ist der Frühling hier einfach wunderschön und beginnt schon Mitte Februar, das Gras ist schon grün – was will man mehr!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Kiel ist zwar eine alte Stadt, doch es hatte erst im neunzehnten Jahrhundert angefangen, sich aktiv zu entwickeln. Im Kaiserreich und im Nationalsozialismus war Kiel der Hauptstützpunkt der Kriegsflotte. Deswegen hat es im Krieg sehr unter den Alliierten gelitten, die uns gegenüber freundlich eingestellt waren, den Deutschen aber nicht. So ist in Kiel fast keine alte Architektur erhalten geblieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. In Kiel liegt eine der größten Universitäten Deutschlands. Sie ist natürlich nicht die älteste im Land, da liegt selbst Rostock noch weiter vorn, zählt aber dennoch 25.000 Studierende und übertrifft mit ihrem Ausbildungsangebot die Hochschulen in Hamburg, Lübeck und sogar Bremen. Ich denke, dass es keine Übertreibung ist, zu sagen, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die bedeutendste Uni in Norddeutschland ist. Und die Hauptsache ist, dass es dort im Unterschied zu Niedersachsen keine Studiengebühren gibt. Eine Reihe an Disziplinen, insbesondere alles, was mit der Erforschung der Meere und Ozeane zu tun hat, wird ohnehin nirgendwo sonst in diesem Umfang angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Durch seine Lage am Meer, und dann noch im flachen Norden der Bundesrepublik, ist Kiel einfach ein Paradies für Fahrradfahrer. Wie übrigens auch ganz Schleswig-Holstein. Es gibt praktisch keine Berge und Hügel (ich persönlich kenne in ganz Kiel höchstens zwei Hügelchen). Dafür gibt es hervorragende Fahrradwege und rücksichtsvolle Autofahrer. Wenn ihr also mal nach Kiel kommt, dann kauft euch gleich mutig ein Fahrrad – so ist es nicht nur angenehmer, sondern auch umweltfreundlicher und sportiver, sich fortzubewegen. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 10 Apr 2012 14:55:22 +0200</pubDate>
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