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    <title>to4ka-treff - Städteblog - Tscheljabinsk</title>
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    <pubDate>Sun, 19 Aug 2012 14:42:51 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: to4ka-treff - Städteblog - Tscheljabinsk - </title>
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    <title>Umweltfreundlich durch Tscheljabinsk</title>
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            <category>Tscheljabinsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lisa Ose)</author>
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    Wenn man in einer russischen Großstadt Fahrrad fährt, ist man nicht einfach nur Fahrradfahrer, man ist Velosipedist. Da schwingt Überzeugung mit und Innovationsgeist, Mut für den Kampf mit der Bordsteinkante und Lust auf kreative Routengestaltung. Während bei uns in Deutschland schon jedes zweijährige Kind aufs Laufrad gesetzt wird, ist Fahrradfahren in der russischen Großstadt ein kleines Wagnis: Es gibt keine speziellen Fahrradwege und auch kaum verkehrstaugliche Fahrräder. Und so schlängeln sich die meisten Radler zwischen den Fußgängern durch, zwar ohne Klingel und Licht, dafür aber mit Handschuhen und Supermountainbikegabelfederung für offen stehende Gullideckel. In den regen Straßenverkehr hingegen traut sich kaum jemand. Viele meiner Bekannten in Tscheljabinsk haben erst in den letzten Jahren Fahrradfahren gelernt , als es immer populärer wurde – als Kind fuhr man höchstens mal bei Verwandten auf dem Dorf ein Stückchen, in der fahrradunfreundlichen Großstadt machte das wenig Sinn. Jetzt allerdings erkämpfen sich die Radfahrer in den russischen Städten mehr und mehr ihren Raum. So hatte ich am Wochenende die schöne Gelegenheit, an einer ehrenamtlich organisierten Fahrradstadtführung zur Tscheljabinsker Industriearchitektur teilzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1770 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1671klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Architektin Nadja begann ihre Führung mit ein paar allgemeinen Infos über die Geschichte der Industrie in Tscheljabinsk. Einst vor allem mit Schwerpunkt auf Brot und Kornwirtschaft entwickelte sich die Stadt durch den Anschluss an die Transsibirische Eisenbahn ab dem Ende des 19. Jahrhunderts sehr schnell zu einem Warenumschlagsplatz. Alles was aus Fernost hierher kam, wurde gewogen, umgefüllt und für 8 Kopeken pro Pfund teurer weiter verkauft, wodurch die Stadt von einer einfachen Holzbautensiedlung innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Großstadt anwachsen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1767 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1650klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der „Elevator“, 1914 im Jugendstil erbaut, diente früher als Mehl- und Kornspeicher. Er steht unter Denkmalschutz, wird aber nicht sonderlich vor dem Zerfall bewahrt. Mehrere Renovierungs- und Umnutzungsvorschläge junger Architekten für das Gebäude als Bürokomplex blieben bisher unrealisiert. Für Nadja scheint es so, als warteten die Behörden darauf, dass das Haus von selbst zerfällt, um es dann endgültig abreißen und etwas komplett Neues an seiner Stelle bauen zu dürfen. Noch meint sie, sei es aber nicht zu spät für eine Renovierung.&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1768 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1652klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Wasserturm. 15.000 Eimer Wasser passen dort angeblich hinein. Nadja machte uns auf den „pseudorussischen“ Stil des Gebäudes aufmerksam. Viele Industriebauten der Stadt zeigten Verzierungselemente wie zum Beispiel zusätzliche Backsteinreihen und Reliefs, die einen altslawischen Architekturstil imitierten. Die Route ging noch weiter zur ehemaligen Teewiege-Fabrik und zur Tabakfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1769 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1663klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Wenn sich fünfzig Fahrradfahrer gleichzeitig im Pulk durch die Stadt bewegen, kann man nur schwer verloren gehen. Außerdem sorgt das auch für neugierige Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer. &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1771 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1674klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Mit viel Neugier wurde auch dieses Gefährt begutachtet, als es neulich in Tscheljabinsk Zwischenstopp machte, passenderweise direkt vor dem Denkmal zu Ehren Kurtschatows, des Süduraler Atomphysikers:&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1763 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01906klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Das Solarworld GT, ein Solarauto entwickelt von Studenten der Hochschule Bochum, ist zurzeit auf Weltumrundungstour und befindet sich auf seiner letzten Etappe: Durch Russland und Asien zurück nach Australien, wo sie ihre Reise im Oktober 2011 bei einer Solarauto-Rallye gestartet haben. &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1765 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01946klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Das Auto ist komplett verkehrstauglich und schafft bis zu 120 km/h. Wenn es regnet, halten die eingebauten Solarbatterien noch etwa 350 km. Wenn die Sonne dann immer noch nicht draußen ist, muss eben eine Pause eingelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1766 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01969klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Projektleiter Tim Skerra und sein Team haben schon an die 18000 km zurückgelegt. Mit ihrer Weltumrundung zeigen sie, welch großes Potential Solarautos haben und wie alltagstauglich sie eigentlich sind. &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1764 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01914klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite könnt ihr sehen,  &lt;a href=&quot;http://www.hochschule-bochum.de/solarcar.html&quot; title=&quot;wo das Solarauto gerade ist&quot;&gt;wo das Solarauto gerade ist&lt;/a&gt; und dem Team vielleicht auch einen netten kleinen Empfang in eurer Stadt bescheren.&lt;br /&gt;
Durch den regen Tscheljabinsker Stadtverkehr wurde das Auto übrigens aus Sicherheitsgründen in einem speziellen Anhänger transportiert. Bis umweltfreundliche Fortbewegungsmittel in der Großstadt tatsächlich als gleichwertige Verkehrsteilnehmer ernst genommen und berücksichtigt werden, muss wohl leider noch ein bisschen Zeit vergehen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 08 Aug 2012 00:08:11 +0200</pubDate>
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    <title>Zu Besuch in Magnitogorsk </title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/425-Zu-Besuch-in-Magnitogorsk.html</link>
            <category>Tscheljabinsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lisa Ose)</author>
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    Ganz im Süden der Tscheljabinsker Oblast, fünf Stunden mit dem Bus von Tscheljabinsk entfernt und inmitten einer weiten Steppenlandschaft, liegt Magnitogorsk, eine Stadt, die bekannt ist für ihre Stahlproduktion. Man hatte mir den Ort als graue Industriestadt beschrieben, mit der am stärksten belasteten Luft in der ganzen Region und zuweilen orangefarbenem Schnee im Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich kürzlich von der Staatlichen Pädagogischen Universität in Magnitogorsk eingeladen wurde, den Studierenden dort zwei deutsche Filme zu zeigen, konnte ich mir ein eigenes Bild von der Stadt machen. Hier ein paar Eindrücke meiner Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1690 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Tankstelleklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seiner fünfstündigen Fahrt zwischen Tscheljabinsk und Magnitogorsk macht der Überland-Bus seine einzige Pause bezeichnenderweise am Rastplatz „Stepnoe“. Ringsum Steppe, soweit das Auge reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1691 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Steppeklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Magnitogorsk: Hinter den Hügeln steigt der Dunst der Fabrikschornsteine auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1694 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Stadtrandklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geteilt durch den Fluss Ural liegt die Stadt auf zwei Kontinenten. Als touristische Attraktion verkauft sie das allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1701 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Europa-Asienklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlfabriken auf der asiatischen Seite des Flusses Ural. Wer hier arbeitet und sich den hohen körperlichen und gesundheitlichen Belastungen aussetzt, hat einen sehr angesehenen Beruf und wird entsprechend gut bezahlt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1695 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Schornsteineklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Weltkrieg war Magnitogorsk einer der wichtigsten Zulieferer der sowjetischen Rüstungsindustrie. Die Statue des Schmiedes der dem Soldaten das Schwert für die Front übergibt, erinnert daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1696 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Tylfrontuklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1700 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/WeiterHimmelklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter Himmel, hügelige Landschaft und entspannte Menschen. Der Schnee ist übrigens genauso weiß oder dreckig, wie in anderen Großstädten auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1693 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Palataklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Betonzelt erinnert an die ersten Siedler, die die Stadt 1929 mitten in der Steppe gründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здания на улице Строителей были построены немецкими военнопленными.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude in der Uliza Stroitelej wurden von deutschen Kriegsgefangenen gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1698 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ulizaStroitelejklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;!-- s9ymdb:1699 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/UlizaStroitelej2klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1705 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Tscheburaschka.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbesuch: Die Brüder Farid und Amir Timergasin sind Schmiede in dem kleinen Magnitogorsker Vorort Agapovka. Ihre Wohnung ist voll mit Eisenskulpturen, die sie gemeinsam entworfen und gebaut haben, wie das Lesepult mit Uhu…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1692 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/FaridundAmirTimergasinklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder der Drache mit integrierter Lampenkonstruktion …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1697 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Dracheklein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amir bleibt nicht mehr lange in Magnitogorsk. Er will sein Glück als Kunstschmied in Moskau versuchen. Wenn es nicht klappt, werden es eben erstmal wieder eiserne Hoftore für neureiche Hausbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergnügungspark im Zentrum der Stadt ist noch im Winterschlaf. Falls sich doch jemand hierher verirrt, wird er vor der Geisterbahn großformatig von einer Versicherungsgesellschaft angeworben. &quot;Wir sind immer bei Ihnen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1704 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Schwne.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1703 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Geisterbahn.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz trüben Wetters macht der Gemüsesamen-Verkäufer guten Umsatz. Und wenn die Tomaten in ein paar Wochen groß genug zum Einpflanzen auf der Datscha sind...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1702 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;533&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Blumensamen.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... wird niemand zu Thomas Anders gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1706 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Thomaskommt.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Stadt hat mich tatsächlich manchmal ganz schön zum Husten gebracht. Aber auch zum Staunen, über schöne alte Häuser zum Beispiel, darüber, in welch kurzer Zeit sich Magnitogorsk entwickelt und vergrößert hat, ohne zugebaut und dunkel zu sein. Über die herzlichen Menschen und das lebendige Wesen dieser Stadt unter dem Rußschleier, über die weite Landschaft in der sie liegt. Ich komme wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1707 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Prchen.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 06 May 2012 23:07:05 +0200</pubDate>
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    <title>Kleiner Rückblick: Weihnachten in Tscheljabinsk</title>
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    <author>nospam@example.com (Lisa Ose)</author>
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    „In der letzten Woche vor dem 31. Läuft eigentlich nix mehr hier“, hat mir eine russische Bekannte gesagt. „Alle gehen nur noch zu den „Korporativen“, den Betriebsweihnachtsfeiern und betrinken sich, und in den Theatern sind überall «ёлки», die Kinderweihnachtsspektakel mit Ded Moros und Snegurotschka. Das solltest du dir unbedingt  anschauen, ich war da letztes Jahr und war so gerührt! Die machen das wirklich ganz zauberhaft.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich das Foyer des großen Saals der Philharmonie betrete, muss ich eine kurze Schockstarre überwinden. Der Raum ist voll mit tausenden kleinen Menschen, die alle laut um einander rum wuseln, drängeln, schubsen, kreischen, lachen, Nase bohren, Zopf-Enden um Zeigefinger drillern, blinkende Leuchtstäbe wedeln und große Augen machen. Manche Mädchen in Prinzessinnenkleidchen und mit goldenen Schleifen im Haar, die Jungs mit Pullundern über gebügelten Hemden. Verteilt irgendwo dazwischen stehen die dazugehörigen Klassenlehrerinnen, wie Badende, den Oberkörper über Wasser und die Arme ausgebreitet, mit konzentriertem Blick die wogende Oberfläche absuchend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt Snegurotschka, die Nichte des Weihnachtsmanns, in ihrem hellblauen Samtkleid die große Treppe am Ende des Foyers herunter und begrüßt zusammen mit ihren Freunden Schneemann und Drache die Kinder. Die brüllen eine geballtes „Sdravst-vui-tje!“ zurück, Kaspertheater ist nichts dagegen.&lt;br /&gt;
Als der Weihnachtsmann dazu kommt, bemerken alle mit Schreck, dass der Tannenbaum noch nicht erleuchtet ist. Weil das nur über Stromübertragung geht, müssen sich alle Kinder an den Händen halten und eine Leitung bilden. Beim dritten gemeinsamen Ruf „Tanne, brenn!“ gehen die Lichter an und wir singen gemeinsam „В лесу родилась ёлочка“ (im Wald wurde eine Tanne geboren) – ich kann immerhin die erste Strophe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann endlich wird die Tür zum großen Saal geöffnet und jeder sucht sich kletternd und schlängelnd seinen Platz in einer der Reihen. Drei Jungs in der Reihe vor mir präsentieren sich stolz ihre gekauften Chipstüten und Coladosen. Ein Mädchen mit pfirsichfarbenem Kleid und Lametta im Haar fotografiert sich mit ihrer Digitalkamera. Dann wird es dunkel im Saal und die Musik setzt ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begleiten Snegurotschka und den Weihnachtsmann alias Väterchen Frost auf ihrer Reise rund um die Erde und unterstützen sie bei ihren Abenteuern. Auf der Station in Frankreich beschwert sich der dortige König darüber, dass er nichts Ordentliches anzuziehen hat. Als Geschenk des Weihnachtsmanns werden von hinten riesige Stoffballen ins Publikum geworfen und nach vorne weitergegeben – hoch engagierte Kämpfe zwischen den Zuschauern um die herunterhängenden Fetzen verzögern die Übergabe ein wenig. In Afrika fehlt den Eingeborenen im Baströckchen Wasser für die Weihnachtspalme, die nach erfolgreichem Regentanz durchs Publikum wieder zu wachsen beginnt. Und als den Mexikanern die Knaller fürs Silvester-Feuerwerk fehlen, müssen die Kinder mit zeitgemäßen Mitteln aushelfen. Snegurotschka zählt bis drei. Dann gehen 800 Mobiltelefone an. Das Fest ist gerettet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auf der Bühne noch das große Finale gefeiert wird, stellen sich schon die ersten Lehrerinnen mit ihren Klassen an die Ausgänge. Wenn gleich das Licht angeht, muss es schnell gehen: Erinnerungs-Klassenfoto vorm Weihnachtsbaum im Foyer, sich gemeinsam zur Garderobe im Keller vorkämpfen, die Jackenberge abholen, Handschuhe und Schals verlieren und wiederfinden, Freunde verlieren und wiederfinden, Lackschuhe aus, Filzstiefel an, Mütze auf, Jacke zu. Draußen wartet schon der Busfahrer. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1570 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IMG_0042klein.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 21:20:00 +0100</pubDate>
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