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    <title>to4ka-treff - Städteblog - Irkutsk</title>
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        <title>RSS: to4ka-treff - Städteblog - Irkutsk - </title>
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    <title>Свобода это рай</title>
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
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    <pubDate>Thu, 03 Jun 2010 23:41:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ulan Ude</title>
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            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1037 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/lenin-gro.jpg&quot;  alt=&quot;Lenin groß, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wahrzeichen von Ulan Ude: Der größte Lenin-Kopf der Welt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Da ich jetzt ernsthaft im Uni-, Abfahrts-, Zwangsurlaubs- und Abschiedsstress bin, diesmal nur das allernötigste - Name der Stadt und Einwohnerzahl &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;. Ulan Ude liegt im Südosten von Irkutsk und ist mit knapp 400.000 Einwohnern &quot;zwar eine Großstadt von enormer Ausdehnung&quot;, wie es im Reiseführer so nett heißt, und die Hauptstadt der Republik Burjatien, wirkt aber eher wie eine kulturell und geschäftemäßig erstaunlich gut bestückte Kleinstadt mit sehr großen Vororten. Die Stadt besticht durch &quot;relative Sauberkeit&quot; und eine gewisse Exotik, die ihr durch den hohen burjatisch-mongolischen Anteil in der Bevölkerung und die vielen burjatischen Ornamente an den sowjetischen Plattenbauten verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1049 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/lenin-im-schnee.jpg&quot;  alt=&quot;Lenin mit Schneehaube, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1046 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/opernpaar.jpg&quot;  alt=&quot;Blick auf Platz der Räte, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Blick von der Oper auf den Platz der Räte&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1047 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/oper.jpg&quot;  alt=&quot;Oper, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Oper...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen in Ulan Ude machten irgendwie (wie eigentlich überall) einen aufgeschlosseneren Eindruck, als in Irkutsk. Beim Einkaufen sagte zum Beispiel jemand Hallo zu mir. Folglich nahm ich an, dass ich ihn kennen müsste (was nicht ganz so doof ist, wie es vielleicht klingt; es ist ja nicht so, dass es in Russland zum guten Ton gehören würde, unbekannte Zeitgenossen freundlich zu grüßen), und kombinierte blitzschnell: da ich in Ulan Ude niemanden kenne, muss es wohl der Typ von gestern sein, der uns freundlicherweise beim stundenlangen Warten auf die Marschrutka Gesellschaft geleistet hatte und mit dessen Partizipation wir dann doch noch das Geld für ein im Grunde spottbilliges Taxi zusammenbrachten (er: &quot;Ich hab aber nur 40 Rublel&quot; - Christine anerkennend:&quot;Nicht schlecht!&quot;). So wurden wir dann völlig zusammengefroren gemütlich von einem, wie mir schien, äußerst attraktiven jungen Mann in einem wünderschönen dunkelblauen schnuckligen alten Auto nach Hause gefahren. Je näher wir unserem Vorort kamen, umso dichter wurde der Nebel, bis schließlich überhaupt nichts mehr zu sehen war. Das war der Moment, in dem sich der Fahrer umdrehte und grinsend fragte, wo wir eigentlich genau wohnen. Langer Rede kurzer Sinn: der Typ, der uns diesen charismatischen Taxifahrer beschert hat, war nicht der Typ, der mich im Geschäft grüßte, wie sich nach kurzer Rücksprache mit Christine herausstellte. Allerdings hatte ich da schon zugesagt, auf ein Bier bei ihm vorbeizuschauen. So verbrachten wir den letzten Abend gemütlich bei Bier und Fisch und irgendeinem abstrusen Musiksender (&quot;Was gefällt dir denn für Musik?&quot; - &quot;Ach, mir gefällt eigentlich alles&quot;), der durch eine aus Dosen gebastelte Antenne übertragen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1052 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Hammer-und-Sichel.jpg&quot;  alt=&quot;hammer und sichel, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Turn to the left&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1057 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ltere-Dame.jpg&quot;  alt=&quot;Dame, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1054 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/haltestelle.jpg&quot;  alt=&quot;Bushaltestelle, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1058 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Alles-fr-die-Frau.jpg&quot;  alt=&quot;Alles für die Frau, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Alles für die Frau&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1056 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Einkaufszentrum.jpg&quot;  alt=&quot;Einkaufszentrum, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bin ich in Ulan Ude zum ersten Mal im Leben in einer Marschrutka gefahren, die einen Klingelknopf (?) hat, auf den man drücken kann, wenn man aussteigen will, woraufhin der Fahrer auch wirklich anhält. Faszinierend. Stadt-Fazit: Klein aber oho! &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1045 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/optika-1.jpg&quot;  alt=&quot;Optiker 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1044 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/optika-2.jpg&quot;  alt=&quot;Optiker 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1043 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/optika-3.jpg&quot;  alt=&quot;Optiker 3, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1038 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/massage.jpg&quot;  alt=&quot;Massage-Reklame, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Reklame für Massage und Physiotherapie&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1053 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/garmonija.jpg&quot;  alt=&quot;Harmonie, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Harmonie&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1055 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/fussgaengerzone-ulan-ude.jpg&quot;  alt=&quot;Fußgaengerzone Ulan Ude, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1051 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/contemporary-architecture.jpg&quot;  alt=&quot;walls, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;mixed-architecture construction project&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1035 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/fensterverzierung.jpg&quot;  alt=&quot;Fensterverzierung, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;domestic architecture&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1034 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC09362.jpg&quot;  alt=&quot;Ziege, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1033 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/bus.jpg&quot;  alt=&quot;Bus, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1060 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ausblick-2.jpg&quot;  alt=&quot;Zentrumsrand 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zentrumsrand 1&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Hier standen wir und betrachteten den Sonnenuntergang, im Rücken das Zentrum, als unser Blick nach links fiel, wo eine Gruppe junger Männer damit beschäftigt war, eine in den Bäumen hängende Kuh zu schlachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1059 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ausblick-1.jpg&quot;  alt=&quot;Zentrumsrand 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zentrumsrand 2&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1040 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/tor-und-berge.jpg&quot;  alt=&quot;Vorstadt, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Vorstadt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 13 May 2010 23:25:00 +0200</pubDate>
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    <title>Drei mal Neujahr und andere Feiertage</title>
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            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
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    Hier ein kurzer Einblick in die Kaskade von Feiertagen, die ich hinter mir habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neujahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:868 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/neujahrsbaum-1.jpg&quot;  alt=&quot;Neujahrsbaum, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl seit Sovjetzeiten der Hauptfeiertag ist Neujahr am 31.12. Er hat logischerweise auch einen Stellenwert wie Weihnachten und Neujahr zusammen. Angeblich werden alle 11 Zeitzonen gefeiert. Bei uns würde Neujahr dem ent - &lt;br /&gt;
sprechend um 20:00 Uhr anfangen und um 6 Uhr enden. In der Praxis habe ich das allerdings noch nicht erlebt -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:867 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/zum-neuen-jahr.jpg&quot;  alt=&quot;Zum neuen Jahr, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier im asiatischen Teil Russlands ist das Leitmotiv für das neue Jahr das jeweilige Zeichen des chinesischen Tierkreises. Kalender, Neujahrskarten, Kuscheltiere, Eisskulpturen u.ä. zeigen dieses Jahr also den Tiger (Charaktereigenschaft: &quot;verwegen&quot;). Der Schokoweihnachtsmann findet sein Äquivalent im &quot;Neujahrstiger&quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:871 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/tiger.jpg&quot;  alt=&quot;Eisskulptur 2010, Foto und Copyright: Christine Glank&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eisskulptur am Skver&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ganzen Winter über stehen an mehr oder weniger zentralen Plätzen der Stadt Eisskulpturen und Rutschbahnen aus Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:991 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;301&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/gorka-3.jpg&quot;  alt=&quot;gorka 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:990 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Fuballeistor1.jpg&quot;  alt=&quot;Variation: Fußballtor aus Eis, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Fußballtor aus Eis&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altes Neues Jahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Russische Weihnachten kann ich leider nicht viel sagen, da es bei uns wie gesagt ausgefallen ist.&lt;br /&gt;
„Altes Neues Jahr“ erfreute sich dagegen größerer Beliebtheit. Bei der Gelegenheit könnte ein bekanntes russisches Prinzip Erwähnung finden: man trinkt nicht, ohne zu essen, bzw. zu &quot;degustieren&quot;, und auch nicht ohne Grund, bzw. Anlass. Jeder Tag kann so zum Feiertag werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:878 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/zumfeiertag.jpg&quot;  alt=&quot;Zum Feiertag, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zeitlos: Plakat &quot;Zum Feiertag!&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EPIPHANIAS-FEST am 19. Januar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Spektakel ist die alljährlich am 19.01. stattfindende Erneuerung der Taufe, bei der man sich &quot;gleichsam&quot; von seinen Sünden reinwäscht &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;. &lt;br /&gt;
Hierzu steigt man in das „eiskalte“ Wasser (Wörter sind so schwach) eines nahe liegenden, geweihten Gewässers und taucht, sich zwischendurch bekreuzigend, dreimal zhelatelno komplett unter Wasser. &lt;br /&gt;
Danach ist es einem (bei -30 Grad Außentemperatur) angeblich wärmer als vorher (wohlbemerkt, es handelt sich hierbei um Informationen aus zweiter Hand) und man wird das ganze nächste Jahr nicht krank. &quot;Главное, чтобы в сердце тепло было&quot; - &quot;Hauptsache im Herzen ist es warm&quot;.&lt;br /&gt;
Witzig ist, dass das Wasser so dampft, dass das Eisloch den Eindruck einer heißen Quelle erweckt. Das täuscht.&lt;br /&gt;
Abgesehen davon muss ich aber zugeben, dass die Sibirjaken bei weitem nicht so hart sind, wie es die Beschreibung solcher Bräuche vielleicht vermuten lässt. Es herrscht zwar dichtes Gedränge auf dem Eis, die meisten sind aber nur zum Abtrocknen, Anziehen-Helfen und Weihwasser-Abfüllen da. &lt;br /&gt;
Apropos Weihwasser-Abfüllen: das ist unter Umständen riskanter, als das Badengehen selber. Infolge des Genusses des &quot;heiligen Wassers&quot; erkrankten dieses Jahr in Irkutsk über 200 Menschen an akuter Darminfektion. Die Kirche weist solche Behauptungen zurück.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:989 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;333&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/taufe.jpg&quot;  alt=&quot;Taufe im Eisloch, Foto und Copyright: Christine Glank&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgten im Verlauf der nächsten Wochen eine Reihe von Geburtstagen, unter anderem mein eigener, sowie die Hochzeit meiner Mitbewohner.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
14. Februar: Valentinstag, Sagaalgan, &quot;Sonntag der Verzeihung&quot;, Masleniza&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann geht es am 14. weiter mit dem Valtentinstag, der in Russland mindestens so ernst genommen wird wie bei uns. Alle fragen mich immer ganz beeindruckt: &quot;Du hast am Tag der Verliebten Geburtstag? Toll…&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Tag fiel dieses Jahr noch eine Reihe weiterer Feiertage, u.a. Sagaalgan, das burjatische Neue Jahr. Seit der Perestrojka in den 80-ern wird versucht, alte Traditionen und Bräuche, die in der Sovjetunion verboten waren, wiederzubeleben. So auch hierzulande in und um die autonome Republik Burjatien, wo das scheinbar ganz gut gelingt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Sagaalgan kommt von &quot;саган&quot; (&quot;weiß&quot;). Früher wurde es im Herbst gefeiert, nachdem die Vorräte an Milchprodukten angelegt waren. Typisch für das Festessen sind daher neben mindestens zehn verschiedenen Gerichten aus Hammelfleisch (darunter dessen Kopf, der dem Ehrengast vorbehalten ist) raue Mengen an Milchprodukten. Man bezeichnet deshalb die Neujahrstage, die sich an das 3-tägige Neujahrsfest anschließen und einen ganzen Monat andauern, als &quot;weißen Monat&quot;. Die Farbe &quot;weiß&quot; gilt bei den mongolischsprachigen Völkern als besondere Farbe. Sie ist Symbol für guten Anfang, Reinheit und Einsicht.&lt;br /&gt;
Erst ein Enkel Tschingis Khans verlegte das Neue Jahr unter dem Einfluss von Buddhismus und chinesischer Astrologie auf das Winterende (Februar = erster Frühlingsmonat nach dem Mondkalender). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Neujahrstag, aber auch den ganzen weißen Monat über, besucht man, angefangen bei den Ältesten, Verwandte und Feunde und beschenkt sich gegenseitig. Männern wird zur Begrüßung als Zeichen der Ehrerbietung oft ein Chadak (Seidenschal) überreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:876 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/sagaalgan-empfang.jpg&quot;  alt=&quot;Burjatische Begrüßungszeremonie, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Burjatisch-mongolische Begrüßungszeremonie mit weißem Chadak&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Bewirtung der Familienmitglieder und Gäste ist sehr wichtig und äußerst üppig, da sie magische Bedeutung hat: je reicher die Bewirtung, umso besser das neue Jahr. Am Vorabend wirft jedes Familienmitglied als Opfer für den Feuergott ein kleines Stück von jeder Speise in den Ofen. Das eigentliche Festmahl beginnt, indem der Hausherr mit scharfem Messer das Fleisch zerteilt (die Güte des Familienoberhaupts wird gewissermaßen an der Güte der geschliffenen Klinge gemessen).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant finde ich auch, dass der Neujahrstag früher scheinbar soetwas wie der Geburtstag aller Burjaten war. Bis zur Revolution wurden an Sagaalgan alle ein Jahr älter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:875 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/sagaalgan-autorin.jpg&quot;  alt=&quot;Junge Burjatinnen vor einer Aufführung während des Weißen Monats, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sonntag der Verzeihung&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzter Sonntag vor Beginn der großen österlichen Fastenzeit und mein persönlicher Favorit unter den Feiertagen. Hier entschuldigen sich alle für das, was sie sich unter dem Jahr ohne mit der Wimper zu zucken angetan haben: &quot;Verzeih mir!&quot; - &quot;Verzeih du mir!&quot;. Und zwar in russischer Manier mit einem so einnehmenden Grinsen, dass man einfach alles verzeihen muss. Eigentlich ein kirchlicher Feiertag, der an die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies aufgrund von Ungehorsam und Zügellosigkeit erinnert. Um die Vergebung der Sünden durch Gott zu erhalten, muss man zuerst selbst verzeihen. Solchermaßen gereinigt beginnt man die Fastenzeit, in der man sich auf ein geistigeres Leben konzentriert, um dann mit reinem Herzen die Auferstehung Jesus zu feiern. Über diesen Hintergrund sind sich natürlich nur die Gläubigsten unter den Gläubigen klar. Alle anderen entschuldigen sich &quot;prosto tak&quot; (&quot;einfach so&quot;) &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Masleniza&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem markierte der 14. Februar dieses Jahr auch das Ende der &quot;Butterwoche&quot; - &quot;Masleniza&quot; -, während der vor Beginn der &quot;Großen Fastenzeit&quot; Unmengen von &quot;Blini&quot; (russ. Pfannkuchen) verzehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1017 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/tschutschlo.jpg&quot;  alt=&quot;Puppe, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Masleniza-Puppe&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Frühlingsanfang wird der letzte Tag der Butterwoche ausgelassen mit einer Reihe von Bräuchen und Wettbewerben zelebriert. Für mich, die ich, wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, im Augenblick ziemlich aufgeschlossen für Demonstrationen männlichen Durchhaltevermögens, Abgebrühtheit, Kraft und Coolness bin (zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass meine Dauer-Hausarbeit über den &quot;Geist der Sibirjaken&quot; ja quasi einer kompletten Gehirnwäsche gleichkommt), am eindrucksvollsten das in-der-Unterhose-auf-einen-10m-hohen-Mast-klettern der sibirischen Jungs bei sibirischen Temperaturen – wer es schafft bekommt ein Handy. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:898 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/mast.jpg&quot;  alt=&quot;Mastklettern, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Если вы ещё мужчины, вы кое в чём сильны...&quot; (Машина Времени)&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man verrät glaub ich nicht zu viel, wenn man sagt, dass es nicht jeder schafft. Ehrgeiz gehört ja nicht zu den berühmtesten Eigenschaften der Träger der russischen Seele... Die Tatsache, dass nur die wenigsten das Ziel erreichen, tut der Sache aber keinen Abbruch, sondern steigert nicht nur die Komik, sondern auch die Spannung und Anteilnahme am Schicksal der Helden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spektakulär sind auch die Faustkämpfe, die mit solchem Ernst ausgetragen werden, dass einem teilweise das Lachen im Hals stecken bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:901 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kampf-1.jpg&quot;  alt=&quot;Faustkampf 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1016 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;452&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kampf-HF.jpg&quot;  alt=&quot;Zweikampf 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:902 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Aufstellung.jpg&quot;  alt=&quot;Aufstellung, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Aufstellung...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:905 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kampf2.jpg&quot;  alt=&quot;Everyone fighting, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Und los!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, ich finde Russland auch deshalb so interessant, weil es in mancher Hinsicht so &quot;roh&quot; ist. Wir Deutschen sind so &quot;vergeistigt&quot; und auf Rücksichtnahme bedacht, dass wir uns gerade was einfache Gefühle betrifft, völlig in irgendwelchen (wenn auch teilweise abgefahrenen) Theorien verlieren. Die Russen dagegen haben sozusagen diesen &quot;direkten Draht zu den Gefühlen&quot;. Die schenken sich nichts. Das ist natürlich auch ein wenig archaisch, aber ich glaube uns Deutschen kann es nicht schaden, sich mal auf einer weniger theoretischen Ebene mit &quot;Trieben&quot; auseinanderzusetzen. Daher finde ich zum ersten mal in meinem Leben auch Schlägereien gut. Falls das irgendeinen Sinn macht. &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Als direkte, unmissverständliche Manifestation von Gefühl, sozusagen. Die dann sehr konkrete Folgen hat, mit denen man zurechtkommen muss.&lt;br /&gt;
Wie schon Napoleon sagte: &quot;Главное ввязаться в бой - а там видно будет!&quot; - &quot;Das wichtigste ist, sich in die Schlacht zu mischen. Da zeigt es sich dann schon&quot; (sehr frei übersetzt) (bzw. sehr nah am russischen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:900 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Verbrennung.jpg&quot;  alt=&quot;Brennende Puppe, Foto und Copyright: Christine Glank&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Tag endet im begeisterten Anzünden der Puppe (&quot;Tschutschelo&quot;)&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuer, Himmel, Erde, Wasser. Alle Elemente und Fressen bis zum Geht-nicht-mehr. Ein ur-russisches Fest. &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.02. Tag der Vaterlandsverteidiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo allen „Vaterlandsverteidigern“, bzw. solchen, die es noch werden wollen oder auch mit Sicherheit nie werden (die Tücken der russischen Armee sind ja bekannt; dementsprechend hoch ist die Motivation, ihnen auf die eine oder andere Weise zu entgehen), aus ganzem Herzen gratuliert wird.&lt;br /&gt;
Das Pendant ist der 8. März, wo die Frauen ebenso herzlich gefeiert werden. &lt;br /&gt;
In Deutschland hat sich der Sinn von Feiertagen für mich ja bisher immer darin erschöpft, dass man frei hat. In Russland sind die Feiertage irgendwie wirklich Feier-Tage, auf die man sich regelrecht freut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit komme ich zum Ende meiner Feiertagsberichterstattung. Das dritte neue Jahr müsst ihr euch selber vorstellen. Ich geh jetzt schlafen.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:39:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Hochzeit auf russisch</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/286-Hochzeit-auf-russisch.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    Seit Wochen will ich über die Feiertage schreiben, aber ich kriege es irgendwie nicht gebacken. Es sind einfach zu viele. Also diesmal wieder nur ein „Feiertag“, und zwar die Hochzeit meiner Mitbewohner in Bratsk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Standesamt, umgeben von Mamor, Kronleuchtern, blauem Licht und sanft plätschernder Life-Keyboard-Musik, war alles so hochoffiziell, dass mich im ersten Moment fast der Schlag traf und uns Trauzeugen beim Unterschreiben förmlich die Hände zitterten (die Braut dagegen unterschrieb völlig routiniert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:979 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/standesamt.jpg&quot;  alt=&quot;Standesamt, Foto und Copyright: Christine Glank&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:978 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/vor-denkmal.jpg&quot;  alt=&quot;Denkmal, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ljoscha, der Bruder von Zhenya, dem Bräutigam, hatte nach der Zeremonie im Zags den Anschluss an die traditionelle Fototour zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt verpasst, und ging betrübt nach Hause. Nachdem wir seine Abwesenheit endlich bemerkt hatten, haben wir ihn sofort angerufen und irgendwo auf ihn gewartet. Zum Ausgleich durfte er sich ins Hochzeitsauto dazusetzen. Inniges Gespräch zwischen Bräutigam und Bruder, Tränen der Rührung. Vlad - Trauzeuge und Chauffeur - grinsend: &quot;Fotografier sie!&quot;. Worauf hin ich zögernd zum Fotoapparat griff, weil es mir irgendwie unangenehm war, einen „weinenden Mann“ zu fotografieren. Vlad: „Ты что – это же чувства!“ – „Komm schon, das sind doch GEFÜHLE!“. Genau. Wir Deutschen sind schon seltsam. Versuchen immer unsere Gefühle zu verbergen, dabei hat doch jeder Gefühle. Deutschland könnte von Russland einiges lernen, was die Gefühlsebene anbetrifft. (Und umgekehrt. Aber im Gegensatz zu den Deutschen ist den Russen das ja schon lange klar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:973 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/brueder.jpg&quot;  alt=&quot;Brueder, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Brüder&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:965 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC06497.jpg&quot;  alt=&quot;schnee 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:988 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/vlad.jpg&quot;  alt=&quot;schnee 2, Fotos und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:969 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/jelka.jpg&quot;  alt=&quot;jelka, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich nach dem Abbiegen ins &quot;Schneeland&quot; sind wir volle Kanne in den Graben gerutscht, was natürlich nicht dazu führt, dass man wieder umdreht. Alle Mann raus, schieben, weiter in den nächsten Graben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:987 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/schieben.jpg&quot;  alt=&quot;auto schieben, Foto und Copyright: Sarah Fullmer&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:970 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/running.jpg&quot;  alt=&quot;running 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:985 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/in-his-arms.jpg&quot;  alt=&quot;in your arms, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:975 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/prinzessin-in-wei.jpg&quot;  alt=&quot;prinzessin in weiß, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Prinzessin in weiß&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Süß war, wie stolz alle auf die &quot;amerikanische Braut&quot; waren. Zhenyas Bruder Ivan meinte, jetzt habe die ganze Stadt etwas, auf das sie stolz sein kann - eine einzige solche Braut in der ganzen Geschichte der Stadt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:976 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/valenki.jpg&quot;  alt=&quot;valenki, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Braut in Valenki (Filzstifel)&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:974 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/brautpaar-und-weite.jpg&quot;  alt=&quot;bratsker meer, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auf dem &quot;Bratsker Meer&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:977 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/versteck.jpg&quot;  alt=&quot;versteck, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend fuhren wir ins Restaurant „Bierhaus“ (sprich: Bier-cháus), was an sich schon leicht grotesk war. Dazu kam, dass ich russische Hochzeiten nur aus „Brigada“ (Fernsehserie über die 90er in Russland) kannte. Dort ist die Hochzeit mit Blick auf die U-förmige Tafel gefilmt. Zentral natürlich das Brautpaar, die Trauzeugen (sprich: Vlad und ich) und die Eltern. Daher fand ich es den ganzen Abend irritierend, aus der entgegen gesetzten Blickrichtung auf das Spektakel zu blicken. Der ganze Tisch voll gestellt mit Hecht usw. Für mich als Vegetarierin (Vegetarier, die Fisch essen, heißen „Piskarier“) kam sozusagen nur Sekt und Fruchtsalat in Betracht. Der immerhin wurde aber extra und nur für mich zubereitet, was komischerweise auch sofort jedem auffiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:980 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/hecht.jpg&quot;  alt=&quot;hecht, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:983 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/hochzeitstorte.jpg&quot;  alt=&quot;hochzeitstorte, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hochzeitstorte&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann den ganzen Abend hindurch volles Programm der Alleinunterhalterin. Spiele aller Art, an denen selbstverständlich teilgenommen werden muss. Der Bräutigam wurde zur allgemeinen Begeisterung zu einer Art Striptease genötigt (der allerdings &quot;vovremja&quot; abgebrochen wurde &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:982 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/vorbereitungen.jpg&quot;  alt=&quot;vorbereitungen, Foto und Copyright: A.A. Zuev&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abend endete logischerweise mit dem Heimfahren. Meine Schuhe waren unauffindbar (was nicht an dem vielen Trinken auf sozusagen vollkommen nüchternen Magen lag, sondern, wie sich freilich erst anderntags herausstellte, daran, dass sie fürsorglich eingepackt worden waren), so dass ich, typisch russisch gentlemen-like, vom Restaurant ins Auto, vom Auto in den Lift und vom Lift in die Wohnung getragen wurde.  &lt;br /&gt;
Also kurz gesagt, selbst ich, die ich heiraten eigentlich &quot;total doof&quot; finde, fand die Hochzeit dermaßen nett, dass ich mir jetzt zumindest vorstellen kann, &quot;russisch&quot; zu heiraten. Wenn auch hauptsächlich, weil es so unwahrscheinlich ist.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 22 Apr 2010 23:29:00 +0200</pubDate>
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    <title>Kjachta - &quot;Venedig des Sandes&quot;</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/285-Kjachta-Venedig-des-Sandes.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    Endlich war ich in Kjachta. Neben Bratsk die zweite Stadt, in die ich mich schlicht aufgrund der Beschreibung in Heike Malls und Roger Justs Reise-Know-How-Handbuch &quot;Baikal - See und Region&quot; verliebt habe. Das Buch ist sowas wie die Bibel jedes Ostsibirien-Reisenden, weil neben dem Internet einzige Informationsquelle, denn die Sibirjaken reisen nicht. (&quot;Wozu?&quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:917 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/haus.jpg&quot;  alt=&quot;Wohnhaus in Kjachta, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:942 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/sloboda.jpg&quot;  alt=&quot;Wohnhaeuser, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher eine wichtige Handelsstadt, von der aus Tee aus China nach Europa geliefert wurde und in der daher Mitte des 19. Jahrhunderts nur Millionäre gelebt haben sollen, ist es heute einfach ein sympathisches, quirliges, kleines Städtchen an der Grenze zur Mongolei. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht aber doch eher mehr. Ich persönlich habe auf jeden Fall selten irgendwo so das Gefühl gehabt &quot;vom Geist alter Zeiten umweht&quot; zu sein wie hier. (Also irgendwie werde ich, was deutsche Redewendungen betrifft, immer unsicherer. Naja, ihr wisst schon, was ich meine-)&lt;br /&gt;
Durch die eigenartige und sehr charmante Mischung aus europäischem und russischem Baustil (keine Ahnung, warum sich in der Literatur nirgends die Bezeichnung &quot;Rom Sibiriens&quot; findet) mit russisch-burjatisch-mongolischer Bevölkerung und einem ganzen Haufen Soldaten und Militäranlagen ist Kjachta schlagartig zu meiner 3.-liebsten russischen Stadt - hinter Moskau und Bratsk, auf einer Ebene mit Irkutsk - aufgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:949 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/auto1.jpg&quot;  alt=&quot;Autowrack, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:943 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/1Wurst.jpg&quot;  alt=&quot;Wurstwaren, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wurstwaren&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:944 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/2wein-wodka-saefte.jpg&quot;  alt=&quot;wein - vodka - saefte, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wein Wodka Säfte&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:945 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/3bonbons-aus-moskau.jpg&quot;  alt=&quot;Bonbons aus Moskau, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bonbons aus Moskau&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:951 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kuh.jpg&quot;  alt=&quot;Kuh, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu Irktusk gibt es in Kjachta noch viele Zeugnisse des Kommunismus. Aber Irkutsk ist anscheinend sowieso eine der &quot;unkommunistischsten&quot; Städte überhaupt. (Abgesehen vom Bürgermeister &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;. Aber der wurde nicht weil, sondern obwohl er der kommunistischen Partei angehört, gewählt. Außerdem ist er kein Kommunist.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:955 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/satellitenschssel.jpg&quot;  alt=&quot;Satellitenschuessel, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:957 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kriegsdenkmal.jpg&quot;  alt=&quot;Kriegsdenkmal, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:952 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/denkmal.jpg&quot;  alt=&quot;Denkmal, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:927 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/lenin-1.jpg&quot; title=&quot;Lenin und die Kirche&quot; alt=&quot;Lenin und die Kirche, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Lenin und die Kirche&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des völlig unerwarteten Übernachtungsengpasses (Achtung Komandirovka) waren wir gezwungen, uns in einem verhältnismäßig teuren &quot;Hotel&quot; in Sloboda, im alten Teil der Stadt, einzuquartieren (17 Euro). In der Folge wohnten wir als einzige Gäste direkt gegenüber der Auferstehungskirche, in etwa 200 m Entfernung zum alten Handelshof. So unmittelbar umgeben von zentralen Sehenswürdigkeiten habe ich glaube ich noch nie geschlafen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:946 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/auferstehungskirche-2.jpg&quot;  alt=&quot;Auferstehungskirche 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auferstehungskirche wird im oben erwähnten Reiseführer folgendermaßen beschrieben: &quot;auch hier fehlen Fenster, der Wind weht durch die hohen Kirchenräume. Es ist schwer, sich vorzustellen, dass die Auferstehungskirche seit ihrer Fertigstellung (ca. 1838) wohl die reichste Kirche im Baikalgebiet war. Die Kaufleute von Kjachta überbaten einander an Großzügigkeit, sie spendeten eine prächtige Ikonenwand, eine silberne Kanzel und viele andere prunkvolle Ausstattungsstücke. Teilweise wurde dieser Reichtum bereits im Bürgerkrieg Opfer von Plünderungen. Endgültig wurde auch diese Kirche 1930 geschlossen&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:953 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/dom.jpg&quot;  alt=&quot;Dom, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Dom ist leider nicht mehr zu retten&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:954 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/dom-detail.jpg&quot;  alt=&quot;Dom Detail, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dom, Detail&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem sehr interessanten Heimatmuseum und der Besichtigung sämtlicher militärischer Anlagen in der Umgebung, die uns von drei jungen russischen Soldaten, die wir in einem Imbiss kennengelernt hatten, aufgedrängt wurde (daher auch der Mangel an &quot;normalen&quot; Stadtfotos), war für mich die Hauptattraktion der Handelshof, der im alten Teil der Stadt ungestört dem Verfall überlassen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:937 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/handelshof1.jpg&quot;  alt=&quot;Handelshof 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:931 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/handelshof2.jpg&quot;  alt=&quot;Handelshof 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:920 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC09029-HH-berg-mauer1.jpg&quot;  alt=&quot;Innenhof, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:959 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Aublick-1.jpg&quot;  alt=&quot;Ausblick 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bläuliche Abendlicht und eine mehr als eigenartige Geräuschkulisse (aus der Ferne klangen Töne herüber, die man wohl als Arbeitsgeräusche bezeichnen muss, wenn ich auch nicht die geringste Vorstellung davon habe, was für eine Arbeit solche Geräusche verursacht) erzeugten in den endlosen Gängen in Kombination mit Dutzenden von Torbögen, die sich scheinbar ins Unendliche erstrecken, eine Atmosphäre, die sich allenfalls als tarkovskij-mäßig beschreiben lässt. Als würde man in einem Spiegellabyrinth durch die Spiegel hindurch gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:961 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Torbogen-1.jpg&quot;  alt=&quot;Torbogen 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:960 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/HH-TB-weit.jpg&quot;  alt=&quot;Torboegen, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:964 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Ruine.jpg&quot;  alt=&quot;Ruine, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:963 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Ausblick-2-Ruine.jpg&quot;  alt=&quot;Ausblick auf Ruine, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:962 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Torbogen-2.jpg&quot;  alt=&quot;Torbogen 2, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun zur Auflösung des durch die Kollision von Titel und &quot;Artikel&quot; entstandenen Rätsels:&lt;br /&gt;
Kjachta wird &quot;Venedig des Sandes&quot; genannt, weil es dort sandig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 15 Apr 2010 17:43:00 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Ostern ohne Osterhase</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/281-Ostern-ohne-Osterhase.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:889 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ostereier.jpg&quot;  alt=&quot;Ostereier - auch in Russland ein Symbol der Auferstehung, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ostereier - auch in Russland ein Symbol der Auferstehung&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Ostern hat in Russland eine viel größere Bedeutung als in Deutschland. Während es beim Weihnachtsfest schon mal passieren kann, dass man es glatt vergisst (wie die Familie, bei der ich dieses Jahr an Weihnachten zu Gast war), bekommt man selbst von jungen Leuten an Ostern SMS mit dem traditionellen Osterausruf: &quot;Christós voskrésje!&quot; (Christus ist auferstanden!) zugesandt, auf die man oder zumindest ich dann brav mit &quot;Voístinu voskrése!&quot; (Er ist wahrhaftig auferstanden!) antwortet. Das sind auch die Worte, die man sich in der Osternacht nach dem Gottesdienst zuruft, in dessen Verlauf die Kirche dreimal in einer feierlichen Prozession umrundet wird. &lt;br /&gt;
Untertags werden auch vor der Kirche Lieder gesungen und dazu getanzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:894 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kosake.jpg&quot;  alt=&quot;Tanz 1, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:879 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/tanz-1.jpg&quot;  alt=&quot;Tanz 5, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:880 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/tanz-2.jpg&quot;  alt=&quot;Tanz 6, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:895 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kreis.jpg&quot;  alt=&quot;Tanz 4, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faszinierend war, dass die Kirchenglocken teilweise die Melodie der Lieder aufgriffen und begleiteten. Mein Gott, wie harmonisch bei uns alles ist.&lt;br /&gt;
Später ging es dann vorübergehend weniger harmonisch zu, denn es bestand die Möglichkeit, sich in den Glockenturm zu begeben, und selber die Glocken zu läuten. So lang bis irgendwann der Glöckner kam und alle rausschmiss: Also Leute jetzt wirklich... wir müssen hier arbeiten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:887 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kind-laeutet-glocken.jpg&quot;  alt=&quot;Mädchen läutet Glocken, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss geht man glücklich nach Hause, um dort die in der Kirche gesegneten Speisen aufzuessen. Ich bilde mir ein, die Leute wirken hier wirklich glücklich darüber, dass Jesus auferstanden ist. AUFERSTANDEN! Ich meine, man stelle sich das mal vor. Vielleicht liegt es aber auch einfach am Ende der 7 Wochen dauernden „Großen Fastenzeit“ (Neben der es noch viele kleine Fastenzeitchen gibt. Soweit ich das überblicke ist das orthodoxe Kirchenjahr eine einzige Fastenzeit. Etwas übertrieben, aber mit Ausnahme von knapp 5 Wochen im Jahr, in denen man bedenkenlos essen und trinken kann, läuft man ansonsten ständig Gefahr, irgendwas Verbotenes bei der Zubereitung der Speisen zu verwenden. Wie z.B. Fett oder Milch. Jeder Allergiker hat ein einfacheres Leben. Seit meine Mitbewohner vom Protestantismus zur Orthodoxen Kirche übergetreten sind essen wir jedenfalls getrennt.) oder am Frühlingswetter, das dieses Jahr an Ostern herrschte. Und zwar exklusiv an Ostern. Danach setzte wieder der &quot;sibirische Frühling&quot; ein. Schneefälle und Matsch. So schließt sich der Kreis. Wie der Winter anfängt, endet er...&lt;br /&gt;
Und alles ist wie immer GENAU SO, wie es Viktor Zoj beschreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Над землёй - мороз, &lt;br /&gt;
что не тронь, всё - лёд, &lt;br /&gt;
лишь во сне моём поёт капель.&lt;br /&gt;
А снег идёт стеной, а снег идёт весь день, &lt;br /&gt;
а за той стеной стоит апрель. &lt;br /&gt;
он придёт и приведёт за собой весну (..) &lt;br /&gt;
а когда мы все посмотрим в глаза его, &lt;br /&gt;
на нас из глаз его посмотрит тоска.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И умрёт апрель, &lt;br /&gt;
и родится вновь,&lt;br /&gt;
и придёт уже навсегда.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
кино - апрель&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzen kann ich das leider nicht. Dafür müsste man schon Paul Celan sein, oder so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:890 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kulitsch.jpg&quot;  alt=&quot;Hefekuchen, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hefekuchen, Draufsicht&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Aber zurück zum Essen. Traditionell wird ein runder Hefekuchen (&quot;Kulitsch&quot;) entweder in einem zeitintensiven Zeremoniell mit mehreren Intervallen selbst gebacken oder einfach die etwas trockenere Variante im Supermarkt gekauft. Er wird - wie eigentlich so ziemlich alles - mit den Anfangsbuchstaben des Auferstehungsgrußes &quot;ХВ&quot; verziert. Dazu gibt es eine Zucker-Quarkspeise mit Rosinen, die ziemlich interessant schmeckt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genial sind meiner Ansicht nach die praktischen &quot;Eihüllen&quot;, die man einfach über das Ei stülpt, das man anschließend eine Sekunde in heißes Wasser hält - fertig. Sieht toll aus, ist witzig (die Bandbreite der Motive reicht von verträumten Blumenkindern bis zu Ivan dem Schrecklichen) und idiotensicher. Das Ergebnis ist ein Effizienzquotient, mit dem sich Quantität und Qualität des Projektes messen lassen.  Marktlücke in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja: nach Sibirien bringt der Osterhase keine Eier. Als ich letztes Jahr meiner Mitbewohnerin erzählte, dass in Deutschland der Osterhase die Ostereier bringt, konnte ich ihr lange nicht begreifbar machen, dass ich mir sehr wohl im klaren bin, was ein „Hase“ ist, und was ein „Huhn“. Hasen legen schließlich keine Eier. Als sie es mir dann endlich geglaubt hat, hat sie gleich ein Referat darüber gehalten und damit viel Verblüffung und Begeisterung geerntet. Gott sind die Sibirjaken naiv. Was denken die denn, wo die Ostereier herkommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 08 Apr 2010 11:24:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Liga der letzten Gentlemen - Männer in Russland</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/271-Die-Liga-der-letzten-Gentlemen-Maenner-in-Russland.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    Schade, dass heute in Russland kaum noch französisch gesprochen wird (um nochmal das Thema meines vorletzten Eintrags aufzugreifen..). Ich finde, es würde ihnen gut stehen und allem diesen besonderen Glanz alter Zeiten verleihen.&lt;br /&gt;
Für mich sind die russischen Männer („наши пацаны“) sowieso „die Liga der letzten Gentlemen“. &lt;br /&gt;
Sie erinnern mich aus irgendeinem Grund immer an Hunde. Obwohl sie glaub ich nicht besonders treu sind &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; zumindest werde ich ständig gewarnt, den russischen Jungs &quot;nicht zu sehr zu vertrauen&quot;. &lt;br /&gt;
Namentlich an Giovanni, einen riesigen, weißen, italienischen Hirtenhund. Wie er liebevoll &quot;unsere Dolly“, eine kleine graue Hündin undefinierbarer Abstammung, als sie beide aufs Eis geraten waren und plötzlich keinen Schritt mehr vorwärts kamen, sanft an Land beförderte, indem er sie, selbst ständig ausrutschend, so lang anstupste, bis sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte..&lt;br /&gt;
Die zweite Parallele besteht darin, dass sie sich, wie eben Hunde, um jede Tages- und Nachtzeit einfach hinlegen können und sofort einschlafen. Das kommt wohl von dem anstrengenden Leben, nehme ich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:814 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kinder-1.jpg&quot; alt=&quot;Waiting, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Waiting&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Höflichkeit ist in Russland „wenn sie beachtet wird (…) hinreißend `altmodisch`“, wie es Barbara Löwe in ihrem übrigens sehr empfehlenswerten Buch „Kulturschock Russland“ ausdrückt. &lt;br /&gt;
Handküsse zum Abschied, er begleitet sie heim bzw. wartet völlig selbstverständlich, bis ihre Marshrutka (Mikrobus) kommt (bei sibirischen Temperaturen, wohlgemerkt), Taschen trägt grundsätzlich der Mann, Schneehänge aller Art werden gemeinsam Hand in Hand bewältigt, wenn der Mann Geld hat (und ein „echter Mann“ hat Geld), kauft er alles, was die Angebetete auch nur ANSCHAUT (man sollte also im Supermarkt - wie man es ja schon von der Straße und den Bussen gewohnt ist &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; - nicht zu viel rumschauen, wenn einem am finanziellen Wohlergehen des Bekannten etwas liegt). Nicht zu vergessen das Umrühren des Zuckers in der Tasse Tee...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:815 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/kinder-2.jpg&quot; alt=&quot;Running, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Running&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 01 Apr 2010 07:43:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ganz Gallien? - Nein!</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/280-Ganz-Gallien-Nein!.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    Wir befinden uns im Jahre 2010 n. Chr. Ganz Russland ist besetzt… Ganz Russland? Nein! Ein von unbeugsamen Sibirjaken bevölkertes Dorf hört nicht auf, Widerstand zu leisten…&lt;br /&gt;
Die Bürgermeisterwahlen am 14. März lieferten in Irkutsk ein erstaunliches, um nicht zu sagen skandalöses Ergebnis. Völlig wider Erwarten (Die ganze Stadt war voll gepflastert mit Werbung für Edinaja Rossija, so dass dem äußeren Schein nach wenig Anlass zu Spekulationen über den Ausgang der Wahl bestand) verlor „die“ Partei mit nur etwa 27 Prozent hinter den Kommunisten (ca. 62 %).&lt;br /&gt;
Wie konnte das nur passieren? Mitschuld an dem desaströsen Ergebnis ist wohl die Tatsache, dass der Hauptkandidat der herrschenden Partei via Gerichtsbeschluss kurz vor den Wahlen seines Amtes enthoben und ersetzt wurde. Es besteht daher die Möglichkeit, dass es im Herbst zu Neuwahlen kommt, die den Ausrutscher korrigieren sollen. Die Entscheidung zugunsten der Kommunisten mag zwar vielleicht eine Protest-Aktion sein, sie zeigt aber doch die hiesige Enttäuschung über die Machthaber. &lt;br /&gt;
&lt;br clear=all /&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- s9ymdb:896 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/staat-und-kapitalismus.jpg&quot;  alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Staat und Kapitalismus töten den Baikal&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Und mit seiner Entscheidung, das Zellulose-Papierverarbeitungswerk (BZBK) in Baikalsk am Baikalsee wieder zu öffnen, hat sich mindestens der Herr Premier ernsthaft in die Nesseln gesetzt, wie mir scheint (auf der Seite www.babr.ru rangiert er bei der Abstimmung &quot;Hauptfeind Sibiriens&quot; mit großem Abstand als Nummer eins).&lt;br /&gt;
Der See gilt als heiliger Ort - was jedem einleuchtet, der auch nur einmal diese geradezu mythisch überhöhte Schönheit gesehen, bzw. gefühlt hat &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;  -, dem mit Achtung begegnet wird (zur Begrüßung des Sees verspritzt man ehrfürchtig ein paar Tropfen Vodka), bzw. begegnet werden sollte (wenn man die wilden Müllhalden an seinen Ufern in Betracht zieht). &lt;br /&gt;
&lt;br clear=all /&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- s9ymdb:897 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/itisntfuturism.jpg&quot;  alt=&quot;it isn`t futurism, it`s the future, foto und copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br clear=all /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Ausmaße der Verschmutzung durch das BZBK sind laut Augenzeugen und Daten enorm. Putin selbst soll sich seinerzeit, als er in Baikalsk Skifahren war, über den bestialischen Gestank beschwert haben. Dazu kommt, dass das Werk an sich eigentlich überflüssig ist, da es veraltet und marode ist und die Arbeitslosigkeit in der Stadt seit seiner Schließung sogar gesunken ist, da das dort gelegene Skigebiet sich zunehmend touristisch ausrichtet, sodass die in dieser Branche entstehenden Arbeitsplätze die Schließung des Werks auf Dauer also mehr als kompensieren würden. Umgekehrt zerstört seine Wiedereröffnung natürlich alle Pläne bezüglich eines wachsenden Tourismus, für den die einzigartige Reinheit des Baikalwassers ja ebenso wesentlich ist wie für die neu entstehenden Firmen, die Baikalwasser in Trinkflaschen abfüllen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also lasst uns hier nicht im Stich und unterschreibt die Forderung zur Schließung des BZBK:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://savebaikal.ru/en/&quot; title=&quot;Keep Baikal Alive!&quot;&gt;Brief an UNESCO&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=http://babr.ru/baikal/ target=_blank&gt;&lt;img src=http://babr.ru/baikal/bnr/zgibaikal.gif border=0&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://babr.ru/?pt=baikal&quot;&gt;Голосуй против БЦБК!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 20:58:50 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Olchon und das Eis, Baikal im Winter</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/270-Olchon-und-das-Eis,-Baikal-im-Winter.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Almut Karl)</author>
    <content:encoded>
    Olchon und das Eis, Baikalsee im Winter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:806 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/auto.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eventuelle Erwartungen „in einer bestimmten Richtung“ nicht zu enttäuschen und so den Großteil meiner potenziellen Leserschaft vorzeitig zu verschrecken, beginne ich meine Berichterstattung aus Sibirien ganz konventionell mit einer kleinen Fotoreihe über Eis und Schnee…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:810 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Schaman-Kamen-u-Gesicht.jpg&quot; alt=&quot;Felsengesicht, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:811 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/berg.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:813 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/schiff-u-landschaft.jpg&quot; alt=&quot;Schiff und Landschaft, Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten kann ich über unser Wellness-Wochenende auf Ol`chon (der größten Insel des insgesamt über 600 km langen und bis zu 1637 m tiefen Baikalsees, der 20 % der Süßwasservorräte der Welt enthält und sich „selbst reinigt“, bzw. von einem kleinen bakterienfressenden Krebs namens Epischura Baicalensis Sars aus der Familie der Ruderfüßer gereinigt wird) nicht viel sagen. Zu konfus und überwältigend waren die Eindrücke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:827 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/weite.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:803 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/eisformationen2.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:824 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/hhle-3.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon auf der Hinfahrt verwirrte mich das unerwartete Auftauchen - gleichsam aus dem Nichts - des französischen Fotografen Michel (allein der Name löst sofort eine Vielzahl Assoziationen zweiter und dritter Reihe aus &lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;). Ich bin anscheinend schon so lang hier, dass Ausländer auf mich einen ähnlich starken Eindruck machen, wie auf die Sibirjaken, die wir dafür vor einem halben Jahr noch mitfühlend belächelt haben. &lt;br /&gt;
In einer verwegenen Mischung aller ihm zur Verfügung stehenden Sprachen erzählte er - wesentlich cooler, als die übrigen Europäer (Ol`chon ist ja neben Listvjanka der Touristenmagnet der Region), die in ihrem perfekten „You know, he´s the kind of guy that…“-08/15-„Amerikanisch“ mühelos aalglatte stundenlange Monologe halten - von seinen Erlebnissen am Nordbaikal: &lt;br /&gt;
„incroyable“ schlechte Organisation, Schiffbruch irgendwo vor Severobaikalsk, glückliche Rettung durch ein Marineschiff, dann irgendwo an der Nordküste ausgesetzt und dort blöd in der Wildnis herumgeirrt, da der &quot;Guide&quot; nicht den blassesten Dunst hatte, wo sie sich befanden. Kurzum: „Koschmaa… (russisch für Alptraum) La peur de ma vie!“ („Die Angst meines Lebens“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:821 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/eisformationen-7.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:820 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/eisformationen-6.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:802 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/eisformationen1.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russisch und Französisch sind irgendwie überhaupt eine unwiderstehliche Mischung.&lt;br /&gt;
- Je vous prie…&lt;br /&gt;
- Твою мать…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:817 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/felsen-1.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:808 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Eisrisse-1.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Herbststürme bekommt das Eis Risse, ist aber meterdick, und daher angeblich so stabil, dass man &quot;mit dem Panzer drüberfahren kann&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:816 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/eisrisse-3a.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:809 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Eisrisse-2.jpg&quot; alt=&quot;Foto und Copyright: Almut Karl&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja also an der Dramaturgie muss ich eindeutig noch feilen, das wird ja sonst die reinste Farce hier. Die &quot;Geschichte&quot; läuft vollkommen abgekapselt und sinnentleert parallel neben den Bildern her, um dann unvermittelt, quasi unmittelbar nach der Einleitung zu enden... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 18 Mar 2010 07:18:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/270-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>West Side Story</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/168-West-Side-Story.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
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    &lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01815.JPG&quot; alt=&quot;Brunnen. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine erste Reise in westliche Sibirienrichtung seit meines Aufenthaltes - 18 Std. Zugfahrt - Zielbahnhof Krasnojarsk! Irkutsk und Krasnojarsk- zwei Kronjuwelen in sibirischer Nachbarschaft, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Wenn ein Vergleich überhaupt möglich ist, dann kann Irkutsk wohl eher als der kleine charmante Rohdiamant bezeichnet werden, der mit bewundernden Worten von seinem schicken Nachbarn am Jennissej erzählt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Irkutsker berichten mit Begeisterung von dieser modernen und sauberen Stadt, wobei mir das Pro-Argument Sauberkeit für die Bewertung einer Stadt noch nie so richtig einleuchten wollte – zumal ich bisher das Gefühl hatte, dass die Irkutsker so ziemlich jede Stadt sauberer finden als ihre eigene.&lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
Nun ja, doch, jetzt verstehe ich was sie meinen- Krasnojarsk ist in der Tat sauber, ebenso sauber wie im Sinne von ordentlich...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;318&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P5080999.JPG&quot; alt=&quot;Mira. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war mit einem Mal vor der Haustür- richtige Bürgersteige und Straßen, logisch durchdachte Ampelanlagen und sogar extra markierte Parkplätze habe ich mit ungewohnter Aufmerksamkeit bewundernd zur Kenntnis genommen.&lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Springbrunnen-, sowie kleine Parkanlagen erhielten liebevolle Bepflanzung  und der „Prospekt Mira“, Hauptallee der Stadt, wurde pünktlich zum Siegestag mit wildesten Lichterketten an Bäumen und Laternen zu einem wahrhaften Farberlebnis „verdekoriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01782.JPG&quot; alt=&quot;Gaumenfreuden. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für waschechte Gaumen- und Konsumfreude sorgte das reiche Angebot an Restaurants und Cafés mit europäischem Menüplan, sowie kleine bzw. große Einkaufsparadiese in Form von top modischen „Shopping-Malls“. Ja,doch, auch das Wetter löste fast Heimatgefühle aus - nach einem gefühlten Kielwettertag mit ordentlich Wasser von oben war ich also schon fast zu Hause angekommen;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;301&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P5091007.JPG&quot; alt=&quot;Parade. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besuchten wir die Militärparade auf den Straßen von Krasnojarsk bei launischen Aprilscherzen aus Himmelsrichtung und erfreuten uns schließlich am Folgetag herrlichstem Kaiserwetter bei der Erkundung des bekannten Ausflugsziels „Stolby“ - Bergregion vor den Türen der Stadt. Der sich dort befindende Freizeitpark begrüßte uns mit einer rasanten Rodelbahnfahrt in Sommerversion (nennt sich dann also Bobbahn) und bot einen herrlichen Blick auf die Stadt mit ihrer berühmten 10-Rubel-Schein-Brücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;289&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC01816.JPG&quot; alt=&quot;Rodelbahn. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Rodelbahn“ hat sichtlich internationale Verwendung gefunden – was ich einfach grandios finde! „Eine Fahrt na rodel´bane, pozhaluysta“- herrlich;) Krasnojarsk- eine Stadt die alle Sinne in vollster Zufriedenheit bedient und meinen persönlichen Blick für das Gebiet Sibirien wieder einmal verändert hat. Sibirien ist groß, einfach riesig und unglaublich verschieden - vielleicht ist mir auch deshalb wieder bewusst geworden, aus welchen Gründen wir „unser“ kleines dreckiges Irkutsk dennoch so gerne haben - die verhältnismäßige „Kleinstadt“ Irkutsk hat es bisher nicht geschafft europäische Konzepte in ihre Stadtplanung aufzugreifen und bleibt deshalb auf ihre ganz eigene Weise so herrlich spannend und authentisch, auch wenn so ne geile Rodelbahn hier definitiv noch fehlt!&lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 29 May 2009 22:25:25 +0200</pubDate>
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    <title>Stadt-Land-Fluss</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/145-Stadt-Land-Fluss.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
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    &lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC016342.JPG&quot; alt=&quot;Vergnügt. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die abenteuerliche Berg- und Talfahrt scheint überwunden, das Thermometer hat sich nun endgültig für die obere Hälfte entschieden und Irkutsk zeigt sich bestens gelaunt- die Uferpromenaden sind gut besucht, Eisstände verzeichnen ordentlich Umsatz und die ersten Überhitzten wagen einen mutigen Sprung in die  frisch bis eisig temperierte Angara. &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC013665.JPG&quot; alt=&quot;Promenade. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die Stadt befreit sich von der Farbe und dem Dreck des Winters, organisiert groß angelegte Aufräumaktionen und glänzt mit frischem Farbanstrich an Zäunen und Gebäuden. &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;295&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P4240446.JPG&quot; alt=&quot;Irkutsk. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
Was jedoch bleibt ist das Hauptproblem dieser Stadt: der Verkehr- laut, stinkend und stressig! Mit den steigenden Temperaturen wird neben der Luft sichtlich auch die Konzentrationsfähigkeit russischer Verkehrsteilnehmer schlechter- wenn ich bereits von italienischem Flair durch lautes Einsetzen von Hupen berichtet habe, dann ergänze ich diesen Eindruck nun noch durch hitziges und temperamentvolles Fahrverhalten- hier kracht es und zwar gewaltig! Das Geräusch, wenn Blech aufeinander trifft könnte fast heimisch werden- eine meiner zukünftig persönlichen Erinnerungen an den sibirischen Frühling;)&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;305&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P4040361.JPG&quot; alt=&quot;Verkehr. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Mehr denn je wünsche ich mir eine kleine Frischluftoase in Form einer Datscha am Rande der Stadt- mit eigenem Gemüse gleich dazu, denn das aus China importierte Grünzeug kann wirklich, außer dass es dem Gemüse vielleicht ähnlich sieht, als solches nicht bezeichnet werden. Zum Glück gibt es die ehrlichen Marktfrauen, die sehr stolz auf ihre kleinen aber feinen Gürkchen aus dem eigenen Gewächshaus hinweisen;)&lt;br /&gt;
Da die eigene Datscha wohl ein kleiner Traum bleibt, geht es zur Zeit jedes Wochenende zum tief Durchatmen ab in die Natur. &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P4260566.JPG&quot; alt=&quot;Omul. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Baikal grüßt bisher noch mit eisigem Wind, die Möwen hopsen noch auf den letzten verbleibenden Eisschollen herum und vereinzelte Eisangler versammeln sich in Ufernähe- Picknick mit frisch geräuchertem Omul, Lagerfeuer und Sonnenbad gehören nun zum jahreszeitlichen Erholungsprogramm und lassen die eisigen Zeiten recht schnell vergessen. Wenn ich daran denke, dass der Baikal vor genau einem Monat noch fest in der Hand von Väterchen Frost war und wir vor nicht allzu langer Zeit mit einem der abenteuerlichen Luftkissenboote über eine geschlossene Eisdecke gerauscht sind, dann zeige ich mich wieder einmal von dem vielseitigen Naturschauspiel Baikal mehr als beeindruckt. &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;318&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P5030889.JPG&quot; alt=&quot;Arschan. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Nicht weniger erlebnisreich erwies sich auch unser letzter Wochenendausflug in die formvollendet  frühlingshafte Gebirgslandschaft-wenn ich könnte, ich würde mir dieses Wochenende einrahmen und an die Wand hängen, Frühling wie aus dem Bilderbuch!&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSCF1120.JPG&quot; alt=&quot;Arschan2. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Fröhlich vor sich hin wachsende Blümchen, rauschende Wasserfälle, strahlend blauer Himmel und sportliche Wandertouren machten die Rückkehr in die Stadt nicht unbedingt einfacher;)&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/P5020766.JPG&quot; alt=&quot;Blümchen. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Allerdings unternehmen wir ja schon in den nächsten Tagen wieder einen kleinen Fluchtversuch und besuchen die, wie die Irkutsker schwärmen, saubere Nachbarstadt Krasnojarsk. Dann soll Steffi mal ihre sibirische Perle zeigen;)&lt;br /&gt;
Krasnojarsk, mach dich schick, wir kommen;)&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 04 May 2009 18:57:18 +0200</pubDate>
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    <title>Bananenbootstimmung im Eisparadies!</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/101-Bananenbootstimmung-im-Eisparadies!.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
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    Nun kann ich es endlich sagen: Der Baikal ist nicht nur Olchon und ich hab es gesehen! Damit schlägt mein Herz nun eindeutig für den östlichen und damit burjatischen Teil des Baikals und ich melde eisparadiesische Zustände auf der „Heiligen Nase“!!! &lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00672.JPG&quot; alt=&quot;Baikal.Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt;Wenn ich mir gerade die Schneeschmelze in Irkutsk angucke und alles wieder in einem einheitlichen Grau übergeht, so wünsche ich mir tatsächlich den Winter zurück - und das, glaube ich, sage ich das erste Mal in meinem Leben.&lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
Leichter Wehmut macht sich bemerkbar, wenn ich darüber nachdenke, dass der schöne Winter in Sibirien mit seiner klaren Luft und weißen Pracht nun tatsächlich vorbei ist und die trostlosen Dreckberge und Staubwolken dafür bleiben - aber beschweren möchte ich mich nicht, der Frühling kommt unaufhaltsam und die Wetterprognosen für das Wochenende sagen 22 Grad (plus wohlbemerkt, endlich muss man das Vorzeichen mal wieder erwähnen) voraus - kann in Kiel durchaus Hochsommerfeeling bedeuten;) &lt;br /&gt;
Für die Baikalreise war glücklicherweise noch tiefer Winter angesagt und so haben wir uns schließlich bei –20 Grad in einem kleinen, tief im Winterschlaf steckenden, Fischerdörfchen namens Ust-Bargusin wiedergefunden. Unterkunft fanden wir bei einer sehr netten und ortskundigen Familie, die uns mit Holzhäuschen, Kachelofen und Banja echte Sibirienromantik verschaffte. &lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 10px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00572.JPG&quot; alt=&quot;Ust-Bargusin. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt; Ein erster Spaziergang durch das Dorf kann durchaus als Erlebnis bezeichnet werden - nichts erinnert an den Alltagsstress in Irkutsk mit seinen nervenraubenden Rivalitätskämpfen im Straßenverkehr. Unglaubliche Seelenruhe und keine Menschenseele in Sicht - einzig die tierischen Wächter sorgten für ordentlich Alarm, um gewissenhaft Informationen auch in die Nachbarschaft zu tragen. Hätten die vielen Satellitenschüsseln und Verkabelungen nicht verraten, dass wir uns im Zeitalter der modernen Stromversorgung befinden, so  hätten wir uns nicht zuletzt aufgrund der Ziehbrunnen am Straßenrand in das 18. Jahrhundert zurückversetzt fühlen müssen. Der von den Bewohnern selbst so genannte „Mc Donald´s“ Ust- Bargusins brachte mit Abstand die leckerste Borschtsch-Suppe meines Aufenthaltes zutage und was an dieser Stelle erwähnt werden muss- Suppen in Russland sind einfach großartig! &lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 10px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00599.JPG&quot; alt=&quot;Heilige Nase.Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt; Nach diesem ersten kulinarischen Hochgenuss führte der Weg schließlich kilometerweit aufs Eis! Mit dem Hintergrund der schneeverhangenen Gebirgslandschaft der Halbinsel und den vereinzelten Fischerbuden auf eisigem Untergrund war dieser Eisspaziergang definitiv einer der Höhepunkte meines hiesigen Russlandaufenthaltes! &lt;br /&gt;
Welche Naturgewalten zu Winterzeiten tatsächlich am Baikal herrschen, wurde erst begreifbar, als wir uns auf dem scheinbar ewigen Eis befanden und dem metertiefen, hart arbeitenden Untergrund Gehör schenkten- dumpfe, mächtige, an Explosionen erinnernde Geräusche, sowie sich unmittelbar vor uns entlangziehende Risse im Eis, ließen die entspannte Spaziergangstimmung allerdings schnell in absolute Ehrfurcht übergehen – wer will da schon seine Hand aufs Eis legen und sagen, dass der Baikal keine Launen hat;)&lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 10px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00615.JPG&quot; alt=&quot;Eis. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt;Allerdings wurden wir schon am nächsten Tag von der zuverlässigen Tragfähigkeit des Eises überzeugt, als wir mit Jeep und Fahrer in Richtung „Schlangenbucht“ querfeldein auf Eisstraßen an dem erhöhten Verkehrsvorkommen teilnahmen.&lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 10px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00728.JPG&quot; alt=&quot;Eisangler. Copyright:Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt;Programmpunkt: Eisangeln! Zu Gast bei Sergej und Freunden wurden zunächst die Geflogenheiten russischer Anglertraditionen geklärt- gefrorener Omul, Speck und Zwiebeln, sowie ausreichend „Perezovka“ (Wodka mit Pfeffer) - Anglerstimmungsbarometer ganz oben! Entsprechendes „Wellnessfeeling“ brachte der anschließende Besuch 40 Grad heißer Mineralquellen! Bei 60 Grad Temperaturgefälle freut sich das Immunsystem! Der bis dahin schon vollends erlebnisreiche Tag wurde schließlich noch mit sibirischer Bananenbootstimmung erfolgreich zum Abschluss gebracht! Begleitet von einem abenteuerlustigen Lächeln zauberte unser Fahrer aus dem Kofferraum tatsächlich einen Schlitten hervor, um uns anschließend mit ordentlich Tempo über Eis zu befördern.&lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 10px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00768.JPG&quot; alt=&quot;Schlitten. Copyright: Juliane Fritzsche&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt;Was soll ich sagen - die Schlittentour auf dem Baikal gehört nun wohl mit zu den einzigartigsten Erlebnissen, die ich auf Reisen jemals hatte;)&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 05 Apr 2009 17:51:26 +0200</pubDate>
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    <title>Die kleine Geschichte einer Kopflampe</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/77-Die-kleine-Geschichte-einer-Kopflampe.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
    <content:encoded>
    Ich befinde ich gerade mitten im Prozess des Packens für den anstehenden Baikalbesuch und muss mit Erschrecken feststellen, dass ich mein wichtigstes Reiseutensil namens Kopflampe in den vorigen Berichten nicht ein mal am Rande erwähnt habe! Dabei habe ich meinem treuen Gefährten doch so einiges zu verdanken und es kann nur jedem ans Herz gelegt sein sich einen solch praktischen Kopfschmuck vor Reisebeginn zuzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste „Aha- ist- ja- wirklich- ne- feine- Sache- Effekt“ erreichte mich schon gleich nach Ankunft im Irkutsker Wohnheim. Unlogischerweise haben russische Elektriker des Öfteren die Angewohnheit den „Saft“ um 9 Uhr morgens abzudrehen, um scheinbar sicher zu gehen, dass sich der Großteil der Bewohner garantiert beschweren wird- schließlich wird das Aufsuchen der Sanitäranlagen ohne Licht ja doch recht beschwerlich. Aufgrund des batteriebetriebenen Leuchtschmuckes konnte ich den Vorfällen bisher entspannt trotzen und die Dusche bei romantischem Lampenschimmer dennoch uneingeschränkt nutzen. Zudem war die Beleuchtung bei Außentoilette in ungestörter Dunkelheit in den Bergen des Kurortes „Arschan´s“ überlebenswichtig! &lt;br /&gt;
&lt;br clear=“all“ /&gt;&lt;img width=&quot;219&quot; height=&quot;164&quot; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 10px; padding-right: 0px;&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/DSC00109.jpg&quot; alt=&quot;Kopflampe in der Mongolei. Copyright: Juliane Fritzsche.&quot; /&gt;&lt;br clear=“all“ /&gt;Aber die kurioseste Erfahrung habe ich wohl in der Mongolei machen dürfen, als die, im Prinzip, doch recht gewöhnlich erscheinende, Kopflampe in den Mittelpunkt des Jurtenabends rückte und die Dame des Hauses sich so sehr über die praktische Beleuchtung freute, dass sie sofort zu ihrer Nähmaschine griff, um einige Kleidungsstücke prompt von ihren Löchern zu befreien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heißt: Steppe, Transib, Plumsklo, oder einfach im Wohnheim- auf Kopflampe kann nicht mehr verzichtet werden!&lt;img src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 14 Mar 2009 18:57:54 +0100</pubDate>
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    <title>Tauwetter!</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/76-Tauwetter!.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
    <content:encoded>
    Das Tauwetter nimmt Einzug und alles verschwindet unter einer grauen Matschdecke - die tagsüber entstanden Pfützen entwickeln sich über Nacht zu gefährlichen Hindernissen für das weibliche Schuhwerk und die Plakatwände schmücken sich mit neuen Angeboten für die Frühjahrskollektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erwacht jedoch aus dem Winterschlaf und das Schlammwaten wird eindeutig zu einer Nebensache. Auf den Gängen der Uni wird es wieder lebhafter und in den Straßen verbreitet sich vermeintliche Italienstimmung, wenn sich die Irkutsker Männerwelt mit fahrbarem Untersitz vergnügte Hupkonzerte liefern, um den vorbeilaufenden Damen ihre Aufmerksamkeit zu bekunden. Unverhofft finden auf der Straße nette und freundliche Gesprächssituationen statt und ich kann durchaus sagen, dass sich der zeitweilige Eindruck der Missmutig- und Unfreundlichkeit der Irkutsker angenehm relativiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem werde ich mich nächste Woche wieder auf Reisen begeben und das östliche Baikalgebiet für mich entdecken. Da die Zufahrt mit dem Bus über das Eis auf die Insel „Olchon“ aufgrund der hohen Temperaturen bereits geschlossen ist, hoffe ich doch mal inständig, dass von den grandiosen und vielversprechenden Eisformationen dennoch einige Schauspiele zu sehen sind! Ich berichte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 21:38:55 +0100</pubDate>
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    <title>Zwischenbilanz=Kulturschock?</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/58-ZwischenbilanzKulturschock.html</link>
            <category>Irkutsk</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Juliane Fritzsche)</author>
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    Ich habe bisher viel über meine Reiserlebnisse außerhalb von Irkutsk berichtet, obwohl die alltäglichen Momente manchmal die Schatzkiste neuer und lehrreicher Erfahrungen noch viel reichlicher füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Irkutsker Alltag ist alles andere als schnöde und jeden Tag bekommt man wieder einen neuen Einblick in das Leben der „Sibirjaki“, was natürlich mit positiven wie auch weniger positiven Eindrücken einhergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist interessant, wie einige Russlandreisende von einem anfänglichen Kulturschock reden, wo ich das Gefühl habe, dass sich dieser erst jetzt so langsam einschleicht, in dem ich versuche Land und Leute mit seinen vielen Facetten nur ansatzweise zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wie komme ich jetzt gerade darauf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern haben wir mit den anderen wenigen ausländischen Studenten ein kleines „Bergfest“ unseres Aufenthaltes zelebriert und gewissermaßen eine Zwischenbilanz gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist mir doch sehr deutlich geworden, dass unsere Alltagserfahrungen trotz unterschiedlichen Lebensweisen (in Wohnheimen und Gastfamilien) ziemlich ähnlich ausfielen und ich von den kleinen Schwierigkeiten, die sich nun mal unweigerlich bei einem längeren Russlandsaufenthalt einstellen, bisher nicht berichtet habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei muss ich unbedingt von der alltäglichen &quot;Marschrutka&quot;(Mikrobus)-Fahrt berichten, da diese zu einer wirklichen Mutprobe werden kann! &lt;br /&gt;
Wenn man sich für einen der hinteren Sitzplätze entscheidet und wie üblich seinen Ausstieg für die nächsten Haltestelle lauthals ankündigen muss, dann dreht sich gerne mal die ganze Fahrgemeinschaft nach einem gesagten „na sledjuschi“ um und unterzieht den Rufenden einer sehr genauen Musterung. Wie oft haben wir gehofft, dass jemand anderes uns zuvor kommt, dem aber nicht der Fall war und wir gezwungen waren eine Haltestelle später auszusteigen;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise entstehen dabei sehr skurrile und witzige Situationen, aber ich muss dazu sagen, dass das zäh und langsam wachsende sprachliche Selbstbewusstsein des Öfteren gefühlt in den Boden gerammt wird und man lange mit einer Berg- und Talfahrt zu kämpfen hat. Zumal die Russen manchmal gnadenlos ehrlich sind (was ich andererseits auch sehr an ihnen schätze) und dir gerne mal ins Gesicht sagen, dass dein Russisch noch nicht so wirklich gut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die nähere Kontaktaufnahme betrifft, so haben wir alle ähnliche Erfahrung gemacht, was in Anbetracht der Umstände durchaus verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen leben die meisten Studenten in Wohnheimen, wo das gegenseitige Besuchen im Grunde genommen untersagt ist (es sei denn man hat einen guten Draht zu den Wächtern am Haupteingang- der große Vorteil eines Ausländerstatus). &lt;br /&gt;
Allerdings ist auch hier die Besuchszeit klar begrenzt, man hat schon vorher anzugeben, wie viel Zeit für den Besuch eingeplant wird. Um elf wird schließlich die Ausländeretage abgeschlossen, da kennt die Etagenfrau keine Ausnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen liegt das Immatrikulationsalter bei 17 und man kann sich vorstellen, dass dieser Altersunterschied enorm sein kann. Es kann als gewöhnungsbedürftig bezeichnet werden, wenn man gesagt bekommt, was man besser anders oder gar nicht erst machen sollte, wohingegen man sich nicht mal mehr daran erinnern kann, wann die eigene Mutter einen solchen Rat erteilt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gemeinsame Besuch einer Cafes oder einer Diskothek ist des öfteren auch nicht ganz so einfach zu  organisieren, denn stellt man sich vor, dass ein Irkutsker Student umgerechnet gerade mal 100 Euro im Monat zu Verfügung hat, ist es vollkommen klar, dass das öffentliche Leben im Winter eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wohingegen Irkutsk in den warmen Sommermonaten ein ganz anderes Bild vermittelt, da in den schönen Parkanlagen oder an der Uferpromenade ein wahrhaft buntes Treiben zu beobachten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich könnte die Liste der kleinen und großen Stolpersteine durchaus weiterführen, auch wenn ich absolut nicht die Absicht habe ein negatives Bild von dem Leben ins Irkutsk zu vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber genau diese Erfahrungen gehören zu dem Leben in Irkutsk und müssen unbedingt Erwähnung finden!&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 22 Feb 2009 22:49:45 +0100</pubDate>
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