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    <title>to4ka-treff - Städteblog - Wolgograd</title>
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    <pubDate>Tue, 19 Jun 2012 06:03:52 GMT</pubDate>

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    <title>&quot;Ich war neunzehn&quot; ob nun in Berlin oder Stalingrad...</title>
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    Es war alles vorbereitet: richtig schicke Flyer waren in einer Nacht- und Nebelaktion in Zusammenarbeit mit einer Grafikerin noch flink entstanden, ein Veranstaltungshinweis wurde erfolgversprechend in den social media im Netz gestreut, Freunde und Bekannte provisorisch, aber herzlichst eingeladen und am Vortag zur Ausstellungseröffnung war ich auch anwesend, um noch ein paar Flyer dem einen älteren oder anderen jüngeren Ausstellungsbesucher in die Hand zu drücken. Und dann sollte alles doch fast ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 231px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1726 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;231&quot; height=&quot;244&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/doppelseitigerFlyer_Ichwarneunzehn_Wolgograd.jpg&quot; title=&quot;doppelseitigerFlyer_Ichwarneunzehn_Wolgograd.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der zweiseitige Flyer mit Infos zur Wanderausstellung &quot;Juni 1941 - Der tiefe Schnitt&quot; und zum Film &quot;Ich war neunzehn&quot; von Konrad Wolf aus dem Jahre 1968.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Ausstellung „Juni 1941 – Der tiefe Schnitt“ des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, die seit 2011 durch diverse russische Städte tourt und den Juni über im Wolgograder Panorama Museum Stalingrader Schlacht gezeigt wird, wollte ich gern den DEFA-Film „Ich war neunzehn“ des Regisseurs Konrad Wolf zeigen. Die Biografie des Regisseurs wird neben weiteren 23 Lebensgeschichten im Rahmen der Ausstellung gezeigt und so sollte sein Film aus dem Jahre 1968 eine passende Ergänzung sein. Der Film lockte damals mehr als 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos der DDR und wurde auch in ausgewählten Kinos der Sowjetunion gezeigt. Auf den ersten Blick irgendwie ein typischer Ostfilm für seine Zeit, aber auf den zweiten Blick wird klar, dass es die Nuancen und Nebenhandlungen sind, die erstmals auch ein differenziertes Bild auf die Deutschen, deren Biografien und persönliche Motivation werfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 282px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1722 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;282&quot; height=&quot;212&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IMG_3767.JPG&quot; title=&quot;IMG_3767.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eröffnung der Wanderausstellung &quot;Juni 1941 - Der tiefe Schnitt&quot; des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst am 5. Juni 2012 im Panorama Museum Stalingrader Schlacht in Wolgograd.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 338px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1723 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;338&quot; height=&quot;254&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IMG_3776.JPG&quot; title=&quot;IMG_3776.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ausstellungskoordinatorin und Ausstellungsbanner am Tag der Eröffnung der Wanderausstellung &quot;Juni 1941 - Der tiefe Schnitt&quot; in Wolgograd.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte ist die Konrad Wolfs, dessen Familie 1932 vor den Nazis in die Sowjetunion geflüchtet war und zwei Jahre später dortiger Staatsbürger wurde. Konrad Wolfs Alter  Ego  in  „Ich war neunzehn“ ist Leutnant Gregor Hecker,  Angehöriger  einer sowjetischen Aufklärungseinheit, die nach dem Durchschlag der deutschen Verteidigungslinien an Oder und Neiße  zur  Reichshauptstadt  Berlin  vorstößt.  Gregor –von seinen russischen Kameraden nur freundschaftlich Grischa gerufen- fordert  von  einem Lautsprecherwagen die zurückweichenden Truppenteile der deutschen Wehrmacht zur Kapitulation auf. In Dörfern und Kleinstädten erlebt er  widersprüchliche Begegnungen  mit  seinen  einstigen  Landsleuten, deren Sprache er wohl versteht, oft aber nicht deren Denkweisen. Als er in Bernau – einer Kleinstadt bei Berlin- kurzzeitig zum Stadtkommandanten ernannt wird, öffnet  sich  ihm  ein  differenzierteres  Bild  von der  Zivilbevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=LFFuxKRLjfA&quot; title=&quot;AusschnittausdemFilmIchwarneunzehn&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;AusschnittausdemFilmIchwarneunzehn&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte nicht gedacht, dass die Mitarbeiter des Museums, deren Führungen wie jeher detaillierte Statistiken, welcher sowjetische Held wie viele Faschisten damals umgelegte, beinhaltet, dieser Filmvorführung so ohne Weiteres zustimmen würden und war überrascht, dass die verantwortliche Bildungsreferentin des Panorama Museums Elena sogar zwei Schulklassen organisieren wollte, so dass wir auch ja sicher gehen konnten, dass zu dieser unmöglichen Tageszeit und frisch angelaufenen Datschensaison auch Zuschauer zu erwarten seien. Aber Pustekuchen: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn entpuppten sich die versprochenen Elfklässler als Elfjährige, denen man einen fast zweistündigen deutsch-russisch Kriegsfilm mit Untertiteln nun nicht zumuten konnte. „Anne-Kathrin, vielleicht verschieben wir die Veranstaltung einfach in den Herbst. Sie kommen doch nach der Sommerpause zurück nach Wolgograd, nicht wahr?“ versuchte meine Ansprechpartnerin die geplante Veranstaltung abzublasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auf keinen Fall!“ war meine erste Reaktion und murmelte vor mich hin: „Wir haben gute Werbung gemacht und ich glaube an den individuellen Besucher, der kommt, weil er die Veranstaltung interessant findet und nicht weil man ihn geschlossen mit einer Gruppen für eine höhere Teilnehmerzahl an einer Veranstaltung „bestellt“. Außerdem wusste ich, dass zwei Freunde, die fünf Minuten vorher ihr Kommen bestätigt hatten, ganz sicher kämen. Naja, macht ja schon mal eine kleine Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 240px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1721 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;240&quot; height=&quot;210&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/ichwarneunzehn_01.jpg&quot; title=&quot;ichwarneunzehn_01.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Ich war neunzehn&quot; von Konrad Wolf, DDR, 1968, 115 min.&lt;br /&gt;
Die DEFA-Produktion erzählt die Geschichte eines jungen Deutschen, Gregor Hecker (Jaecki Schwarz), der im Frühjahr 1945, als Leutnant der Roten Armee nach Deutschland zurückkehrt. &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich prüfe mit dem Techniker Alexej den Film, den Sound, die Untertitel und sitze bis kurz vor zwei Uhr fast allein im Kinosaal. Aber dann kommt ein Veteran mit Stock langsam hinein geschlurft und setzt sich wortlos, eine kleine Gruppe junger Studenten folgt, zwei Familien, eine Oma mit Enkelin, ein paar Schüler und andere Besucher. Letztendlich haben sich fast 60 Zuschauer versammelt vor denen ich mit pochendem Herzen eine kleine Einführung zum Film gebe. Ich bin aufgeregt, da ich nicht einschätzen kann, wie der Film beim Wolgograder Publikum ankommt. Das Licht geht aus und fast zwei Stunden ist es mucksmäuschenstill. Als gutes Zeichen werte ich, dass fast alle bis zum Schluss bleiben. Ich hatte eingangs ein kleines Publikumsgespräch im Anschluss angeboten, aber während einige Zuschauer nach dem Film betroffen und meist schweigend den Saal verlassen, suchen andere lieber das persönliche Gespräch. Ein ältere Dame mit Tränen in den Augen sagt schlichtweg danke, drückt mir die Hand und sagt nochmal danke, dass ich diesen Film gezeigt habe. Sie geht ohne eine Antwort von mir abzuwarten, aber ihre Tochter tritt an ihre Stelle. „Sehen Sie es nicht als Gleichgültigkeit, dass die meisten Leute nicht bleiben. Sie sind berührt und so manch einer hat seine eigenen Erinnerungen an den Krieg jetzt wieder vor sich. Es ist toll, dass wir diesen Film heute gesehen haben. Warum hat man uns den nicht schon früher gezeigt?“ Die Oma mit ihrer jungen Enkelin bleibt auch noch und erzählt, dass sie Konrad Wolf in den 70er Jahren in Moskau persönlich kennen gelernt und damals diesen Film zum ersten Mal gesehen hat. „Nach fast 40 Jahren habe ich ihn heute zum zweiten Mal gesehen und bin wieder tief bewegt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch einige Mitarbeiter des Panorama Museums stehen am Ende noch mit mir zusammen und sind sowohl vom Film als auch davon, dass er so viele Einzelbesucher in ihre Hallen gelockt hat, mehr als angetan. „Anne-Kathrin, können Sie morgen und übermorgen bitte wiederkommen? Und was hat denn das Filmarchiv des Goethe Instituts noch zur Auswahl? Vielleicht machen wir im Herbst gleich ein Kinofestival draus?!“ Da ist er wieder, der Größenwahn der lieb gewonnenen Massenveranstaltung im Kulturbereich, denke ich mir und ärgere mich, dass ich den Veteran mit Stock nach Ende des Films nicht mehr gesprochen habe. Er hatte meinen Blick vom anderen Ende des Saales aus gesucht, war dann aber genau so langsam wie er hinein geschlurft war wieder hinaus geschlurft. Ich glaube, er wollte gern etwas sagen. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 13 Jun 2012 22:16:32 +0200</pubDate>
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    <title>Auf Schnäppchenjagd an einem Sonntag im Juni in Wolgograd</title>
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    „Ich hole Dich morgen um 9 Uhr ab und dann zeige ich Dir was. Ist ´ne Überraschung. Ich versuche das an einem Sonntag nie zu versäumen,“ rief mir mein Kumpel Pawel bei der Verabschiedung am Abend zu. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, aber einigermaßen pünktlich hüpfe ich am nächsten Morgen in seinen alten Lada und wir fahren ans andere Ende der Stadt zum &lt;em&gt;ptichij rynok&lt;/em&gt;. Der so genannte Vogelmarkt, auf dem es neben Vögeln so ziemlich alle anderen nützlichen und unnützen Dinge, geklaute Fahrräder, Katzenbabys, Lenin in Aluminium, Marx in Bronze und unzählige Ersatzteile für wirklich alles gibt, ist ein echtes Kulturereignis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 338px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1716 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;338&quot; height=&quot;254&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Ersatzteile.JPG&quot; title=&quot;Ersatzteile.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zwischen Metallschrot und endlosen Ersatzteilen verbergen sich wahre Fundstücke. Hier habe ich ein etwas verrostetes Eisenbügeleisen erstöbert.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Anka, glaub mir, wir sind die einzigen Normalen hier. Die meisten hier sind irgendwelche Trinker, die ihren Hausstand verramschen, um sich die nächste Pulle leisten zu können,“ erklärt mir Pawel meiner Meinung nach etwas übertrieben, als ich gerade einen total schönen Samowar entdecke. So einen wollte ich schon immer haben! „Was soll denn der kosten?“ frage ich den älteren Herrn mit dem struppigen Schnauzer. Als dieser 1000 Rubel verlangt, zieht mich Pawel weiter und erklärt mir, dass es am anderen Ende des Marktes günstiger werden würde. Und überhaupt, am besten verhandelt er mit den Verkäufern, damit man mir bei meinem deutschen Akzent nicht noch den Ausländerpreis drauf schlägt. Und so ziehen wir, ich mit großen Augen und geschlossenen Lippen und Pawel mit Verhandlungsgeschick, weiter über den Markt, auf welchem es vor allem die letzten Reliquien blühender Sowjetzeiten zum Schnäppchenpreis gibt. Für eine Historikerin der sowjetischen Kulturgeschichte ein Augenschmaus! &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 395px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1717 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;395&quot; height=&quot;297&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Milchknnchen.JPG&quot; title=&quot;Milchknnchen.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Milchkännchen, Alluminin-Fischnetz-Körbchen und meine russische Verhandlungsdelegation&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 297px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1719 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;297&quot; height=&quot;395&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Omchens.JPG&quot; title=&quot;Omchens.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alt und Jung auf dem Wolgograder Vogelmarkt an einem Sonntag im Juni&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Ich krame zwischen großen und kleinen Abakusen mit Inventarnummer, alten Komsomolorden, Leninstatuen, Wimpeln, Bibeln für den Gläubigen und Ungläubigen und erstöbere so manch ein Fundstück. Bei einem alten Omchen ergattere ich einen Abakus aus den 70er Jahren für unschlagbare 20 Rubel. Sie wittert ihre Chance und will mir bei 28 Grad Mittagstemperatur gleich noch eine Wolldecke für einen Hunderter andrehen. Aber da bin ich schon beim nächsten Händler, der zwei Samowars anbietet: „Ja, wisst Ihr, einer meiner Bekannten hat damals gleich mal zwei bei einem Wettbewerb gewonnen, aber nie benutzt. Beide funktionieren ganz wunderbar, haben ja auch Jahre lang im Schrank gestanden.“ &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 362px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1718 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;362&quot; height=&quot;272&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Schachspieler1.JPG&quot; title=&quot;Schachspieler.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;король (♔), ферзь (♕), две ладьи (♖), два слона (♗), два коня (♘) и восемь пешек (♙)...eine Partie Schach bitte!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sehr authentisches Bild liefern auch zwei Männer, die auf winzigen Hockern mit angezogenen Knien vor einem Schachspiel brüten und sich nur beiläufig um ihre Kundschaft kümmern. Neben einem originellen Metall-Fischnetz-Beutel und Aluminium Kuchenförmchen erwerbe ich auch ein schnuckeliges Milchkännchen, einen kaputten aber voll schicken Wecker a la heutigem Retrolook der Marke &lt;em&gt;Jantar &lt;/em&gt;und eine flippige orange Kaffeetasse mit großen weißen Punkten. In der hintersten Ecke kippt Kostja seinem Kumpel noch einen kleinen Wodka ein und verkauft mir dann zwei alte Eisenbügeleisen mit Hammer und Sichel und dem Sowjetstern für je einen Hunderter. Ich habe keine Ahnung, was ich mit all dem Zeug eigentlich anstellen will, aber die Bekanntschaften mit den Profi- und Hobbyhändlern machen Spaß, lassen aber auch so manche tragische Biografie in einzelnen Gestalten des Flohmarktes vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 212px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1714 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;212&quot; height=&quot;282&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/AbzeichenundWimpel.JPG&quot; title=&quot;AbzeichenundWimpel.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Abzeichen, Anstecker, Auszeichnugen aus alten Zeiten&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Sollte ich jemals auf Plan B mit dem eigenen Café in irgendeiner netten Nebenstraße Europas zurückgreifen, dann habe ich schon mal einen Teil des Inventars zusammen. Da drüben steht man ja auf solchen Retro Krimskrams. Wenn die das da nicht so mit dem Rauchverbot in Kneipen und Cafés hätten, hätte ich glatt auch noch für ein paar Rubel ein ganzes Restlager der Marke &lt;em&gt;Belomor&lt;/em&gt;, dem sowjetischen Anascha oder Hasch, wie eine Frau mittleren Alters mir grinsend erklärt, erstanden.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 226px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1713 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;226&quot; height=&quot;169&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Fundstcke.JPG&quot; title=&quot;Fundstcke.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Einige meiner Fundstücke: der funktionsuntüchtige, aber schicke Jantar-Wecker, eine flippige Tasse, das rostige Eisenbügeleisen und für die lieben Kollegen zu Hause der Herr Lenin aus Uljanowsk gleich in fünf Weltsprachen aus dem Jahre 1976.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Paradox ist übrigens, dass es neben dem ganzen Krams aus Sowjetzeiten zum Schnäppchenpreis auch verrostete Stahlhelme und Gürtelschnellen von Wehrmachtssoldaten mit den in altdeutschen eingravierten Lettern &lt;em&gt;Gott mit uns&lt;/em&gt; auf dem Markt zu finden gibt. Aber dafür muss der Sammler dann schon einiges mehr hinblättern. Unter 2000 Rubel kann man sich so einen Stahlhelm, den es an einem Ort wie dem ehemaligen Stalingrad traurigerweise wie Sand am Meer gibt, nicht mit nach Hause nehmen. Eine eigensinnige Art der Geschichtsreflexion…&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Mon, 11 Jun 2012 20:24:28 +0200</pubDate>
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    <title>Ein bisschen Pionier, ein bisschen Krieg, ein bisschen Kirche - Museumsnacht in Wolgograd</title>
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    Pünktlich um 18 Uhr schallt die Stimme des Museumsdirektor durch den südlichen Zipfel des Lenin-Prospekts: „ Die Museumsnacht im Heimatkundemuseum ist feierlich eröffnet.“ Laute Musik begleitet seine Festrede und eine Menge geladener Gäste, durch das sommerliche Wolgograd flanierende Fußgänger und neugierige Kollegen drängen sich am Eingang. Es ist Freitag, der 18. Mai und man feiert bereits heute den internationalen  Tag des Museums, der wie mir Wikipedia später verrät, an jedem dritten Sonntag im Mai international begangen wird, um auf die Vielfalt und Bedeutung der Museen hinzuweisen. &lt;br /&gt;
Die Wolgograder Museen nutzen diesen Anlass, um eine Museumsnacht zu initiieren.  Die laute Musik und die treibenden Massen locken mich ins Heimatkundemuseum. Zuerst lande ich in der frisch fertiggestellten Ausstellung „90 Jahre Pioniere“, die voll ist mit lauter Jugendlichen mit roten Halstüchern, dessen Pioniersknoten zu einem perfekten Dreieck gebunden sind und die in Reih und Glied das Pionierswesen nachahmen. Die 1922 gegründete Organisation der Leninpioniere wäre dieses Jahr neunzig Jahre alt geworden, wenn man sie 1990 nicht genau wie die Jugendorganisation &lt;!-- s9ymdb:1708 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;346&quot; height=&quot;461&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/90Pioniere.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Man feiert heute trotzdem ein bisschen. Menschen zwischen 30-50 Jahre alt betreten den Ausstellungssaal mit leuchtenden Augen, erzählen von ihrer Kindheit, probieren sich an der Trommel und demonstrieren inbrünstig den Pioniersgruß „Seid bereit - Immer bereit“. Nur einen kleinen Schuljungen juckt es nicht. Er verwechselt die Trompete mit einem Fernrohr, sucht den Raum damit nach nicht vorhandenen Sternen ab, um letztendlich von der Pioniersleiterin eines Besseren belehrt zu werden. Im benachbarten Saal kann man sich einen Einblick in das Leben der „Goldenen“ 60er Jahre in der Sowjetunion verschaffen. Ein junger Student dudelt auf seiner Gitarre vor der Kulisse einer echten &lt;em&gt;Chruschtschowka&lt;/em&gt;-Wohnungseinrichtung „Wassja, stiljaga iz Moskvij“, während ich vor einer Collage mit Bildern und Dokumenten aus dem Jahre 1967 hängen bleibe.&lt;!-- s9ymdb:1709 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;308&quot; height=&quot;410&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/1967MemorialErffnung.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;In diesem Jahr wurde der Erinnerungskomplex mit der Mutter-Heimat-Statue auf dem Mamaew Hügel unter Beisein des ZK-Generalsekretärs Leonid Breschnew in Wolgograd eingeweiht. Das Problem dieser wie so vieler anderer Zeugnisse des Heimatkundemuseums: Sie haben weder eine angegebene Quelle, noch eine Beschreibung, ganz zu schweigen von einer reflektierten Bewertung. Und so stehe ich vor einem Bild, das Breschnew mit zwei anderen Herren zeigt und streite mich mit meiner Begleitung, ob der eine von ihnen nun der kahlköpfige Nikita Chruschtschow sei oder nicht, bis ein weiterer Besucher hinzukommt, der mir dann endlich auf die Sprünge hilft und sämtliche Personen auf den Bildern mit Namen versieht. „Podgornij, Kosygin, Kulischenko, Borodin. Ja, ich erinnere mich an 1967, damals war ich dreizehn.“ Wir plaudern ein bisschen und ich denke mir, dass die in meinen Augen minimale mit gar nicht vorhandene Beschreibung der Exponate doch auch etwas Gutes mit sich bringt. An sowjetischem Kinderspielzeug, Retrofahrrad und Gagarinjubel vorbei, gerate ich zunächst in einen Saal mit ausgestopften Tieren der Wolgograder Flora und Fauna und lande schließlich am Anfang des 20. Jahrhunderts, wo eine ältere Dame mit hochgesteckten Dutt auf der Singer Nähmaschine fröhlich in die Pedale tritt: „Diese Maschine hat meine Mutter 1945 bekommen. Ich nähe bis heute auf dieser, “ und zeigt auf ihr pastellfarbenes Kostüm, das akkurat gesäumt ist. Cool, denke ich mir und will auch, dass Nadeschda Antoljewna für mich etwas auf der Singer näht. Mit dem Holzzeigestock erklärt sie, wie die Maschine funktioniert und was man alles beachten muss.&lt;!-- s9ymdb:1710 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;308&quot; height=&quot;410&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/FrauundSingerMaschine.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Wenige Meter weiter wird das traditionelle russische &lt;em&gt;Tschaijepitje&lt;/em&gt; demonstriert und man schlürft Tee aus schicken Porzellantassen des frühen 20. Jahrhunderts. Weiter geht´s zu den Neandertalern nebenan, wo sich in einem weiteren Saal der Ausstellungsraum zum Großen Vaterländischen Krieg anschließt. Wehrmachtsuniformen betrachtend grölt mir Wyssozkijs Stimme „Rettet unsere Seelen“ ins Ohr. Als Soldaten verkleidete Schauspieler lassen einen kleinen Jungen mit der Gewehrsattrappe spielen.&lt;!-- s9ymdb:1712 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;369&quot; height=&quot;278&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/KindundWaffe.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Wolgograder Eparchie der Russisch-orthodoxen Kirche wurde ein prachtvoller Saal zur Kirchengeschichte und –praktiken eingeweiht. Man kann neben Aktenbildern repressierter Priester aus den 30er Jahren auch Fotos von der feierlichen Teilnahme heutiger Geistlicher am Tag des Sieges sehen. Auf eine Erklärung muss man jedoch wie gewohnt verzichten. Schade, denn mich hätte schon interessiert, wie man die Beziehungen zwischen Kirche und Staat –damals wie heute- erklärt. Am Ausgang wieder angekommen, stelle ich fest, dass ich gut zwei Stunden im Museum verbracht habe. Das bunte Sammelsurium von Ausstellungsexponaten, das zeitlich gern mal springt, auslässt, zwecks irgendeiner Auskunft meistens schweigt und nicht immer zur Geschichte Wolgograds passt, ist nichtsdestotrotz einen Besuch wert. Es ist 22 Uhr, die Nacht ist über die Stadt gekommen und die leuchtenden Funken der Kunsthandwerkertruppe am Schmiedeamboss vor dem Museum geben meiner Museumsnacht einen netten Abschluss. Am Vorabend zum internationalen Tag des Museums hat das Wolgograder Heimatkundemuseum ganz sicher auf seine Vielfalt und Bedeutung aufmerksam gemacht.&lt;!-- s9ymdb:1711 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;231&quot; height=&quot;308&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Schmied.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 22 May 2012 07:43:38 +0200</pubDate>
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    <title>Vom Marsch durch einige Wolgograder Kulturinstitutionen</title>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    „Vom unterschriebenen und gestempelten Dokument, machst Du eine Kopie und trägst das ganze handschriftlich in unserer Mappe für Dokumentenverkehr  mit einer fortlaufenden Nummer ein. Am besten rufst Du dann in der Einrichtung, wohin Dein Brief gehen soll persönlich vorher an. Oder noch besser: schick das Dokument per Fax vor und dann bringst Du es anschließend persönlich vorbei. Von der Sekretärin, die das Dokument in Empfang nimmt, lässt Du Dir auf die angefertigte Kopie einen Eingangsstempel mit einer Empfangsnummer geben, so dass Du dann in ein paar Tagen persönlich anrufen kannst, um zu erfragen, wie die Antwort auf das Schreiben ist,“ schickt mich eine meiner Kolleginnen auf den Marsch durch die Kulturinstitutionen des eisigkalten, winterlichen Wolgograds. &lt;br /&gt;
Oh Gott, denke ich und schaue völlig entmutigt auf die fünf Briefe, die ich persönlich mit oder ohne vorherigen Anruf bei der Gorki-Bezirksbibliothek, dem universitären Gästehaus, der Bezirksverwaltung des zentralnij rajons, der Kunsthochschule Serebrjakow und der Wolgograder Philharmonie abzuliefern habe. Aber gut, wenn man so Schriftverkehr po-russki betreibt, dann will ich mich auf die Socken machen. Auf die warmen Wollsocken, wohl bemerkt. Bei Minusgraden geht es auf zur ersten Station. „Ihren Ausweis bitte,“ grummelt der Pförtner vor sich hin. „Deutschland?!“ schaut er sich ungläubig meinen Pass an und verwickelt mich prompt in ein Gespräch darüber, dass er vor 30 Jahren auch mal Deutsch gelernt hätte, aber nichts mehr könne, denn ihm würde die Praxis fehlen, und sein Bruder und überhaupt und so…. Irgendwie entkomme ich ihm und lasse mich von einem Büro ans nächste verweisen. Am Ende habe ich aber einen Eingangsstempel mit entsprechender Telefonnummer, die ich doch bitte in etwa zwei Tage anzurufen habe. Na bitte, geht doch. &lt;br /&gt;
Zweite Station: Gorki-Bezirksbibliothek. Von der stellvertretenden Direktorin habe ich die Handynummer. Was für ein Glück, denke ich, dann habe ich den Brief Nummer zwei auch gleich abgeliefert. Elena Aleksandrowna sammelt mich bei der Fernsehen schauenden Pförtnerin persönlich ein. Als ich in ihr Büro komme, kocht das Teewasser bereits, ein Berg Kekse ist aufgetischt und ein Schälchen Honig vom Dorf gibt es auch im Angebot. So schnell soll ich auch die Bibliothek nicht verlassen. Nach einer Weile mache ich mich mit der gerade frisch abgestempelten zweiten Kopie  dann doch wieder auf den Weg. Draußen liegt dicker Schnee, ein eisiger Wind pfeift und die Kälte kribbelt mir fürchterlich in der Nase. Auf zur Philharmonie, wo die Sache ausnahmslos flink verläuft: die Frau Pförtnerin winkt mich durch, im Sekretariat gibt es einen kleinen Schnack, einen schicken Stempel und viele Grüße an meine Chefin. 10 Minuten später stapfe ich auch schon wieder durch das Wolgograder Stadtzentrum, überquere den Leninprospekt, um in die uliza Mira zur Kunsthochschule Serebrjakow abzubiegen. „Nee, im Rektorat ist niemand mehr, aber Sie können mir den Brief ja geben. Ich reiche ihn dann morgen weiter,“ bietet der dortige Pförtner seine Kurierdienste an. „Nein,“ sage ich ganz entschlossen und kralle mich an meinen Papieren fest,“ ich brauche doch einen Eingangsstempel auf der Kopie!“ „Ja, dann müssen Sie morgen ab 8 Uhr wieder kommen,“ antwortet der Mann im fortgeschrittenen Alter gleichgültig. Das gleiche sollte mir auch einige Zeit später beim Gästehaus der Universität passieren. So muss ich meine Auslieferungsaktion für diesen Tag einstellen und gönne mir auf drei erfolgreich verteilte und abgestempelte Dokumente eine heiße Schokolade im Café um die Ecke. Drei von fünf Briefen, murmel ich vor mich hin, ist keine schlechte Ausbeute für zwei Stunden bei einer Gesamtlänge von zwei Kilometern Fußweg. &lt;br /&gt;
Am kommenden Tag habe ich dann auch die restlichen Pförtner, Sekretärinnen und Hausmeister kennen gelernt und kehre schließlich stolz mit den gestempelten und mit Eingangsnummern versehenen Kopien in meine Kulturagentur zurück. „Molodez Anjuta, das waren jetzt die Anfragen. Nächste Woche müssen dann die genauen Absprachen an die Projektpartner raus und dann die Verträge,“ lobt mich meine Kollegin. Auf meine Frage, ob man das nicht auch auf andere Weise den entsprechenden Einrichtungen zustellen könnte, ernte ich nur schiefe Blicke. Na gut, eigentlich hat sie ja recht. Es geht auch nichts über persönlichen Kontakt, wo es von heißem Tee, aktuellen Nachrichten aus aller Welt in der Pförtnerwache bis hin zu den neuesten Infos von der Sekretärin alles gibt…. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 09 Feb 2012 23:09:43 +0100</pubDate>
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    <title>Stell Dir vor, es ist kein Krieg mehr und dennoch gehen alle hin…</title>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    &quot;Поздравляю Вас с днём контрнаступления советских войск под Сталинградом!&quot;, begrüßt der Gouverneur des Wolgograder Oblast alle Einwohner und Gäste der Heldenstadt Wolgograd an diesem Tage. Die Schützengräben sind aufgebaut, das 1942 nicht rechtzeitig evakuierte Stadtvolk steht etwas abseits  an einem Pferdekarren für seinen Auftritt bereit und die als Wehrmacht verkleideten Soldaten stehen auf der einen, die als Rotarmisten verkleideten Soldaten auf der anderen Seite des Wolgabeckens. Schnell spricht auch noch ein Veteran des Großen Vaterländischen Krieges ein paar Grußworte an die Anwesenden. Es folgt eine Schweigeminute, während welcher selbst die  zahlreich anwesenden Fürsprecher für &lt;em&gt;Einiges Russland&lt;/em&gt; ihre blauen Wahlkampffahnen einziehen. Dann fällt im wahrsten Sinne des Wortes der Startschuss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1519 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;240&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/comp_SchlingraderSchlachtundEinigesRussland.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Historische Nachahmung der Schlacht um Stalingrad und aktueller Wahlkampf an einem Ort&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen des 19. November 1942 gelang der Roten Armee mit der Operation Uranus der erfolgsversprechende Gegenangriff auf die deutschen Truppen und deren rumänische und italienische Verbündete. Zu dem Zeitpunkt hatte die Wehrmacht bereits 9/10 der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die sowjetische Armee hielt etwa nur noch einen Streifen Land von 200 Meter Breite bis zum Wolgaufer unter ihrer Kontrolle. Doch an diesem gesagten Datum wendete sich das Blatt in der Schlacht um Stalingrad. In den kommenden Tagen schafften es die Rotarmisten die 230 000 Mann starke 6. Armee des Feindes einzukesseln. Ein monatelanges Massensterben folgt darauf hin auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1522 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;240&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/comp_StalingraderSchlachtPublikum.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachahmung der Schlacht um Stalingrad&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Für die historische Inszenierung scheint dieser Fakt an dieser Stelle nebensächlich, denn es gilt an den heroischen Gegenangriff der Sowjets zu erinnern. Die Wehrmachtsoldaten greifen an, bedrohen die lokale Bevölkerung und rücken gen sowjetische Frontlinie vor. Anfangs vermag es der einzige sowjetische Panzer nicht die Deutschen zurückzudrängen. Es wird ein bisschen sowjetische Kriegspropaganda gespielt, um die deutschen Truppen zum Aufgeben bzw. Überlaufen zu animieren. Nichts scheint zu wirken.  Der Sprecher, der den heroischen Gegenangriff über Lautsprecher nacherzählt, ist vor lauter künstlichem Granaten- und Pistolenfeuer kaum zu hören. Es knallt an allen Enden, es fliegen unzählige Papierdokumente und Armeeklamotten durch die Luft und nach anfänglichen Schwierigkeiten schaffen es die sowjetischen Soldaten die deutschen Truppen zurückzudrängen. Ein tollkühner Sowjet stürzt sich auf ein Maschinengewehr des Feindes. Er zahlt für seine Heldentat mit dem Leben, aber ungeachtet dessen schaffen es seine Kameraden den Feind zurückzudrängen. Eine weiße Fahne ist zu sehen. Die Wehrmachtssoldaten werden gefangen genommen und abgeführt. Am Ende schreit der Sprecher noch &quot;Ура ура, слава русским солдатам, русским войскам!&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1521 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;240&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/comp_StalingraderSchlachtPanzer.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachahmung der Schlacht um Stalingrad&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Dass zwischen Gegenangriff und Schlachtende weitere drei Monate, in denen 700 000 Menschen auf beiden Seite ihr Leben lassen, vergehen, dass noch viele Jahre nach Kriegsende die Stadt von einem bestialischen Leichengeruch durchtränkt ist und es etliche Tonnen Chlor bedarf, um auf dem Massengrab von Stalingrad neues Leben entstehen lassen zu können, davon spricht man nicht. Das Lied &quot;За победу&quot; ertönt. Dann gehen alle wieder nach Hause. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Weile schwingt eine ältere Dame noch die rote mit Hammer und Sichel versehene sowjetische Flagge. &lt;em&gt;Einiges Russland&lt;/em&gt; verteilt noch ein paar Kärtchen für den anstehenden Wahlkampf und macht sich dann auf den Heimweg. Es ist an diesem Tag auch viel die Rede von der so genannten patriotischen Erziehung und davon, dass die junge Generation in Russland nicht vergessen darf wofür ihre Großväter gekämpft haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, es soll natürlich nichts und niemand vergessen werden, aber Erinnern und Gedenken darf auch zu keinem unreflektierten Ritual werden, das man der jungen Generation abverlangt. Jeder Krieg bedeutet menschliches Versagen. Zweifelslos kreiert Krieg politische Gewinner, menschlich schafft er jedoch nur Leid, Schmerz und Verlust über jede Frontlinie hinweg. Irgendwie fehlen solche Worte an diesem Tag jedoch…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1520 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;427&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/comp_SiegimHerzen.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Bewahre den Sieg im Herzen&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sun, 27 Nov 2011 10:26:01 +0100</pubDate>
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    <title>Unterwegs auf zwei Rädern in Wolgograd</title>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Anne-Kathrin Topp)</author>
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    „Wo kann ich denn auch so ein Fahrrad bekommen?“, hielt ich einen jungen Fahrradfahrer an, der meinen Weg kreuzte, als ich gerade meinen Einkauf nach Hause schleppte. Ein bisschen verwundert schaute mich der Fahrradbesitzer an, schmunzelte über meinen fremden Akzent, zückte aber dennoch sein internetfähiges Telefon. Innerhalb weniger Minuten zeigte er mir ein, wenn auch gebrauchtes, dennoch flottes Mountain Bike, das hier irgendwo in Wolgograd zum Verkauf stehen sollte. „Sollen wir da gleich mal anrufen?“, fragte mich Anton, meine neue Fahrradbekanntschaft. Ich witterte meine Chance auch ein Transportgefährt auf zwei Rädern zu erstehen und so dem Stau des Wolgograder Berufsverkehrs zu entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1514 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IMG_0339.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolgograd, eine Stadt im Süden Russlands mit rund einer Million Einwohnern, erstreckt sich entlang des Flusses Wolga auf einer Länge von fast 100 km. Das Problem daran: es gibt je nach Standort nur eine große Verkehrsstraße, auf welcher sich die Autos, russischen &lt;em&gt;Marschrutkis&lt;/em&gt; (Kleinpersonenbusse) und stöhnenden Lastwagen mal schneller und mal langsamer durchfädeln. Während des morgendlichen Berufsverkehrs bedeutet das für mich, dass ich für meinen 5 km langen Arbeitsweg etwa 30 Minuten mit dem Trolleybus einplanen muss. Darauf hatte ich bereits nach einer Woche hier vor Ort keine Lust mehr und so schaute ich jeden, der sporadisch auftauchenden Fahrradfahrer mit ganz neidischen Augen an. Ich wollte auch mit dem Radel am stockenden Verkehr  vorbeirollen! Darüber hinaus fand ich die Vorstellung meinen Tag morgens auf dem Boulevard des Wolgaufers auf meinem eigenen Radel zu beginnen viel charmanter als meine Zeit auf dem dröhnenden  und verstopften Leninprospekt zu vergeuden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am nächsten Tag fuhren Anton und ich in den Westen der Stadt und trafen uns mit dem Fahrradbesitzer, welcher sein Gefährt gern weiterverkaufen wollte. Auf dem riesigen REAL Parkplatz fuhren wir das Fahrrad Probe und Anton, der sich als wahrer Fahrradexperte entpuppte, untersuchte das Zweirad auf Herz und Nieren. Es war alles funktionstüchtig und ich fand es ganz herrlich meine ersten Kreise auf dem Parkplatz zu ziehen. Ein tolles Gefühl! Das Rad war in gutem Zustand, der Preis stimmte auch und so wechselte es den Besitzer innerhalb kürzester Zeit. Die Fahrradkultur steckt in Russland in den Kinderschuhen und so ist die Gruppe der radelnden Bevölkerung bisher recht übersichtlich. Von Fahrradwegen oder gar öffentlichen Fahrradständern bzw. –parkplätzen  kann man bisher nur träumen und so nehme ich jedes Schlagloch und jeden hupenden Autofahrer hier in Wolgograd als sportliche Herausforderung. Trösten tut mich die Vorstellung, dass wenn ich es durch das Nadelöhr, die Brücke zwischen dem Zentral- und dem Woroschilowskij Bezirk, geschafft habe, hinter der nächsten Ecke bereits der friedliche Blick auf &lt;em&gt;Matuschka&lt;/em&gt; Wolga wartet. Am dortigen Flussufer flaniert am Abend Jung und Alt, zirpen die Grillen und die untergehende Sonne spiegelt sich so schön im Wasser wider…&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1513 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/WolgauferinWolgograd_2011.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 25 Sep 2011 09:58:04 +0200</pubDate>
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    <title>Ein kleiner Nachtrag...</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/384-Ein-kleiner-Nachtrag....html</link>
            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    Frühling lässt sein blaues Band… Das war die Überschrift des letzten Eintrages aus Wolgograd. Und das ist schon einige Monate her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sommer &lt;!-- s9ymdb:1480 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/XI.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Baden in und an der Wolga&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; ist mit seinen über 40°C im Süden Russlands längst angekommen. Vermutlich hängen schon die reifen Pfirsiche an den Bäumen, wachsen die Auberginen, Tomaten und Paprika in den Gärten und an den Straßenrändern werden die Wassermelonen in großen Haufen gestapelt&lt;br /&gt;
Den Frühling mit seinem blauen Band gab es dabei eigentlich gar nicht. Die ersten Sonnenstrahlen – bäng! – die Natur ist förmlich explodiert und nach zwei Tagen Frühlingsjacke wurde auch schon das Sommerkleidchen ausgepackt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… Doch, das ist schon ganz schön lange her. Und doch denke ich fast jeden Tag an diese schöne Zeit zurück, die wir so intensiv mit Ausflügen in die buddhistische Republik Kalmykien, eine Zelttour an den Elton, einem der größten Salzseen mit dem gigantischsten Sonnenuntergang, den ich je gesehen hab (und das ist wahrlich keine Übertreibung!), Besuchen auf der Datscha (ja… auch am 9. Mai um dem ganzen Trubel in der Stadt zu umgehen…), netten Gesprächen an lauen Sommerabenden an der Wolga und Badetagen im schönen Wolshskij genutzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasend schnell verging die Zeit, am Ende blieben ein paar Abschiedstränchen und Erfahrungen und Erinnerungen, die mich noch lange prägen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein paar sommerliche Impressionen… &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1470 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/I.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Die große Eiche...&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Nach dem ganzen 9. Mai Stress in der Stadt lässt sich der Feiertag auch wunderbar im Wald verbringen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lavendel &lt;!-- s9ymdb:1471 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/II.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; soweit das Auge reicht..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnte &lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1472 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/III.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; man vermutlich auch ein kleines Länderratespiel draus machen - Herzlich willkommen in Kalmykien! &lt;!-- s9ymdb:1473 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IV.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;Der Gebetstempel auf dem Leninplatz&quot; /&gt; &lt;!-- s9ymdb:1474 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/V.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Nichts als Steppe...&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1475 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/VI.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; ... nichts als Steppe... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und einem wunderschönen buddhistischen Tempel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... Dschinghis Khan - &lt;!-- s9ymdb:1476 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/VII.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; der Khan der Mongolen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1477 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/VIII.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Sonnenuntergang...&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Ein traumhaft schöner Sonnenuntergang am Elton - einem der größen Salzseen Südrusslands! &lt;!-- s9ymdb:1478 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IX.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...Salz, Salz  soweit das Auge reicht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1479 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/AusschnittausdemFilmIchwarneunzehnX.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Eltontshik&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langer Suche haben wir dann auch endlich das Kamel gefunden! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 18 Aug 2011 15:55:54 +0200</pubDate>
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    <title>Frühling lässt sein blaues Band…</title>
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:1451 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo1.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Die Wolga&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Lange hat er auf sich warten lassen, lange konnte man den Kampf der Jahreszeiten auf den Straßen, Wiesen und auf der Wolga beobachten. Tückische Eisplatten, morgendlicher Tau und ein eisiger Wind. Doch während es in anderen Teilen Russlands noch schneit, ist nun endlich ist auch der Frühling in Wolgograd mit seiner ganzen strahlenden und wärmenden Kraft in angekommen! Pünktlich zum Osterfest könnte man fast sagen. &lt;br /&gt;
Ist es nicht verwunderlich, wie sich jedes Jahr nach dem langen Winter die Straßen füllen, die Menschen wieder viel mehr zu lachen scheinen und sich die Stadt immer irgendwie in ihrem langen Winterschlaf verändert zu haben scheint? Blumenfelder werden angelegt (bald ist ja auch großer Festtag…), &lt;!-- s9ymdb:1452 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo2.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Vorbereitung auf den 9.Mai&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;die Cafébesitzer fahren die Markisen aus, selbst Fahrradfahrer sind auf den Straßen keine Seltenheit mehr, bald blühen die Obstbäume und in die Datschen in den Vororten kehrt das Leben zurück. &lt;!-- s9ymdb:1453 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo3.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Datscha&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wo anders könnte man den Sommer besser begrüßen als auf der Datscha? Als wir ankamen, brutzelte schon die Schaschliki auf dem Feuer und der Geruch nach fertigem, knusprigem Fleisch lag in der Luft, dass einem das Wasser im Mund zusammenlief. Der Tisch reichlich gedeckt – Salate, Brot, Eingelegtes, noch mehr Salate und noch mehr Eingelegtes. &lt;!-- s9ymdb:1456 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo6.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;gedeckter Tisch mit Samowar&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Dazwischen Platz für die heißen, brutzelnden Spieße, eingelegt im hauseigenen Wein. Welches Essen könnte besser schmecken, als das an einem Sonntagnachmittag, mit Freunden, zum ersten Mal, nach einer gefühlten Ewigkeit, im Freien? &lt;br /&gt;
Ein kleines Verdauungsnickerchen unter der Sonne, die Zitronenmelisse duftend und das sattgrüne Gras geschmückt mit kleinen gelben Tupfen. Auch das kleine&lt;!-- s9ymdb:1454 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;97&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo4.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Eselchen Jaschka&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Eselchen Jaschka hat sich nebenan gefreut…&lt;br /&gt;
Und im Wald – hach, diese Frische, diese Stille! Einfach mal den Lärm der Stadt vergessen können und tief durchatmen… Eigentlich sollte so ein Tag am besten nie ausklingen! Aber er tut es, natürlich am besten am österlich gedeckten Esstisch.  Eier, Osterkuchen, Kuchen, Konfetki,… und dazu den selbstgetrockneten Tee aus Himbeer- und Traubenblättern, aufgegossen aus dem kochenden Wassers des Samowars. &lt;!-- s9ymdb:1455 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo5.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;gechilltes Leben auf der Wiese&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wir haben sie vermisst, die Sonne, die Wärme und die Leichtigkeit die der Frühling irgendwie mit sich bringt und freuen uns nun umso mehr auf die sonnigen und warmen Stunden, die noch vor uns liegen! &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 28 Apr 2011 08:22:48 +0200</pubDate>
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    <title>Zug um Zug...</title>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    Russland ist ein weites Land, Russland ist ein schönes Land. Um die ganze Größe und Schönheit des Landes &lt;!-- s9ymdb:1340 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug6.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;richtig begreifen, zu fassen, zu verstehen zu können, sollte man das Land bereisen. Verschiedene Ecken entdecken, verschiedene Städte sehen, verschiedene Leben kennen lernen… und auch dann wird es wahrscheinlich nie möglich sein, die Weite, Größe zu fühlen, diese gigantischen Entfernungen, die verschiedenen Landschaften, die unterschiedlichen Lebensrealitäten. &lt;!-- s9ymdb:1342 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug8.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen Weihnachten und Semesterbeginn hat sich die Möglichkeit ergeben eine kleine Reise durch dieses bombastisch riesige Land zu machen. Einmal Sibirien und zurück. Es war schön! Es war traumhaft! Es war… zugegebenermaßen vielleicht auch ein wenig kalt. &lt;!-- s9ymdb:1339 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug5.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; Aber das war es wert! Jede einzelne der Zugstunden, jede Stadt, die sibirische Schönheit im Winter – hätte ich die Möglichkeit, würde ich es sofort wieder tun!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russland ist nicht nur ein weites Land, Russland ist vor allem ein interessantes, spannendes Land. Um dies richtig begreifen, zu fassen, zu verstehen zu können, sollte man das Land… genau: bereisen! Und zwar im Zug. Wie viele Zugstunden ich zurückgelegt habe, kann ich nicht mehr ganz genau sagen. Alles in allem waren es an die 180 Stunden… Das macht etwa 7,5 Tage. Eine von sechs Wochen im Zug. Coupé obenPlatzkart oben, Korridorplatz sitzend oben und unten, alles dabei. Und das Beste… jede Menge interessanter, guter Eindrücke, Geschichten und Erfahrungen. Ein kleiner Auszug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geschichte 1&lt;/em&gt;. Zugfahrt Moskau-Wolgograd. Coupé oben. Fahrtzeit etwa 20 Stunden.:, &lt;!-- s9ymdb:1336 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;82&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug2.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Schon beim Einstieg hatte ich das Gefühl, dass dies eine ganze angenehme Fahrt werden könnte. Meine Mitreisenden: Zwei Dozenten aus Volzhshkij und deren Bekannte. Die zwei Dozenten zufälligerweise die Kollegen der hierigen Boschlektorin. Natürlich. Die Goethe Kollegin in Volzhshkij war natürlich auch bekannt. Sooo groß ist die Welt ja auch wieder nicht.&lt;br /&gt;
Die drei hatten gerade Urlaub in Prag gemacht. Nach hunderten von Fotos und ausgiebigen Erzählungen wusste ich dann auch nicht mehr, ob ich nicht vielleicht sogar selbst dabei war. &lt;br /&gt;
Ein weiteres Mitbringsel: tschechischer Becherovka. Sehr lecker und mit einem kleinen Schwipps geht die Fahrt auch gleich viel schneller rum. &lt;br /&gt;
Aber das Abendessen war nicht mehr weit – unter Hühnchen, Kartoffelecken, griechischem Salat und Süßigkeiten hat sich nicht nur der Zugtisch gebogen, mit meinen etwas angegammelten Brezeln und meinem Curry-Ingwer-Dipp kam ich mir auch etwas verloren und mickrig vor. Zum Glück wurde brüder- bzw. schwesterlich geteilt und die Freude über meine Mundvorräte war ebenso groß, wie meine über das russische Mahl…&lt;br /&gt;
Ausklang fand der Abend mit Rockmusik aus dem Handylautsprecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geschichte 2&lt;/em&gt;. Zugfahrt Wolgograd-Sibirien. Platzkart oben. Fahrzeit 60 Stunden.:&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1337 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug3.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Wolgograd - Novosibirsk&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;60 Stunden. Kein Scherz! Und jetzt bitte kein Mitleid! 60 Stunden Zugfahrt, Platzkart – super!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die unterschiedlichen Gefühlsphasen während der Zugfahrt:&lt;br /&gt;
Phase 1. Ohje, wie überleb ich diese Zugfahrt nur ohne mich&lt;!-- s9ymdb:1338 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug4.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;Reisen mit Platzkart&quot; /&gt; zu Tode zu langweilen. Phase 2: Oha, ist ja doch ganz interessant hier und die Mitfahrenden scheinen ganz nett zu sein. Phase 3: Mal wieder frische Luft wäre super! Ein kleiner Spaziergang. Bahnsteig hoch, Bahnsteig runter… Wann kommt noch mal der nächste längere Halt? Phase 4: mhmh…. Smalltalk abgehakt. Über was kann man denn noch reden? Und mein Buch… Auch schon ausgelesen. Dann halt essen und schlafen… Phase 5: Neues Buch. Jetzt kann die Fahrt weitergehen. Phase 6: Wie schon wieder ein Stopp? Neeee… ich bleib sitzen… Wegen `ner halben&lt;!-- s9ymdb:1341 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Zug7.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; Stunde Aufenthalt zieh ich mir doch jetzt nicht extra Schuhe und Jacke an…  Phase 7: Und was war nochma der Grund für meine Zugreise? Phase 8: Was..??!! wir sind schon da? Och neee…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geschichte 3&lt;/em&gt;: Wieder eine kleine Geschichte übers Essen. Zugfahrt Jekaterinburg – Wolgograd. Coupé oben. Fahrtzeit: 40 Stunden. Diesmal mit meiner Volzhskijer Kollegin. &lt;br /&gt;
Mit uns ein tadschikischer mittelälterlicher Herr und eine ältere Dame. &lt;br /&gt;
Erste Nacht: Alles ruhig (bis auf das &lt;!-- s9ymdb:1343 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/zug9.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;So nett kann ein Zugabteil sein - man bemerke die Blümchen!&quot; /&gt;gleichmäßige Schnarchen, aber da muss man wohl durch). Morgens: Hunger überfällt uns. Unten noch alles ruhig. Na gut, gibt’s halt ein Frühstück ans Bett, als ob uns das was ausmachen würde. Mmh, lecker, Ei mit Brot. Und weil’s so lecker war. Gleich noch ein Ei. Unten regt sich was und es kommt Leben ins Abteil. Mädels, hei, aufstehen, es gibt Frühstück! Lecker, gekochte Eier! Mmmh… man möchte ja nicht unhöflich sein. Und weil’s so lecker war, esst doch gleich noch eins! Der Tisch biegt sich unter Teekanne, Ei, Kuchen, Brot und Schokolade. Das nenn ich mal ein ausgedehntes Frühstück. Und weil’s so gut schmeckt, gleich noch ein paar Kekse hinterher. Das viele Essen macht schläfrig, das Schlafen hungrig. Und weil man nicht unhöflich sein möchte, na gut, dann eben noch ein Tässchen Tee. Lecker Zitrone. Ach Hühnchen, ja äh.. ne, ah, ja ok, ich ess’ ja schon. Man möchte ja nicht unhöflich sein. Und den Fisch, na gut, den Fisch auch noch. Ach zum Käsebrot? Naja, wenn’s sein muss. Und weil das viele Essen so schläfrig mach und das viele Schlafen so hungrig und man ja nicht unhöflich sein möchte… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank an alle Mitreisenden für diese bleibenden Eindrücke!&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 02 Mar 2011 23:21:58 +0100</pubDate>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:1305 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;98&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenII.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;strong&gt;Guten Morgen Sonnenschein &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;oder:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Wolga schönste Tageszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt; &lt;!-- s9ymdb:1302 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;67&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenIII.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele würden vielleicht sagen, die schönste Tageszeit, das ist der Abend. Besonders die Sommer- und Herbstabende, an denen sich Bekannte und Freunde an der Uferpromenade treffen um sich über die Neuigkeiten des Tages und der Woche auszutauschen. Um der Gitarre zu lauschen. Um sich ein kühles Getränk aus dem Kiosk um die Ecke zu gönnen oder einfach zum Spazierengehen mit Freunden, mit dem Freund oder der Freundin. Der Sommer war schön. Die Abende waren mild, in der Wolga haben sich die Lichter der Stadt und der Sternenteppich gespiegelt. Gefühlt, war es die gesamte Stadt die auf den Beinen war um den Sommer und die Abende in ihrer vollen Länge auszukosten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sagen vielleicht, die Tageszeit sei die schönste Zeit. Denn hier bin ich unterwegs, treffe mich mit Freunden, treffe Freunde und Bekannte bei einem Kaffee nach dem Mittagessen. Kann mich mit meinen Kollegen bei der Arbeit, bei einem Kaffee oder einem Tee austauschen. Hier entstehen Ideen und neue Planungen. Ich bin auf der Arbeit, an der Uni, an der Schule, lerne, lehre, begreife, verstehe und setze um. Der Tag – das ist die Tageszeit, an der ich wirklich lebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1304 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;90&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenI.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Doch, der Wolga schönste Tageszeit, das ist für mich der Morgen. Die Morgenstunden,&lt;!-- s9ymdb:1306 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenIV.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; wenn die Stadt langsam erwacht. Die Sonne sich über die Wolga erhebt und der Morgennebel sich entweder verzieht oder sich erst zu einer dichten Nebeldecke zusammenzieht, die den ganzen Tag über der Stadt liegen wird und die Sonnenstrahlen in dicken Waden verschlucken wird. Doch dann war sie schon einmal da, die Sonne.&lt;br /&gt;
Zu dieser Tageszeit sind vermutlich die meisten damit beschäftigt gerade aufzuwachen, zu frühstücken oder zu Arbeit, zur Uni, zur Schule zu eilen. An der Uferpromenade sind nur wenige unterwegs, der Weg liegt fast leer und verlassen. Nur ein paar Sportler &lt;!-- s9ymdb:1307 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenVI.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt; sind unterwegs, schwitzend in schnellen Schritten oder beim Yoga zwischen den Bäumen und Sträuchern. &lt;!-- s9ymdb:1303 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Wolgo_MorgenV.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;Und ein paar wenige Spaziergänger mit ihren Hunden.&lt;br /&gt;
Das Licht ist in diesen Stunden am eindrucksvollsten und die Farben scheinen an manchen Tagen zu unwirklich. Ja, der Morgen, das ist für mich der Wolga schönste Tageszeit. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Dec 2010 19:58:41 +0100</pubDate>
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    <title>Родина мать</title>
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:1196 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;52&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Rodina.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;&amp;quot;Auf unsere Sowjetische Heimat&amp;quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;In den letzten Wochen bin ich schon einige Male den Mamaj-Hügel hinauf gegangen, aber das mulmige Gefühl schon beim Betreten der ersten Stufen, auf denen in großer Schrift zum Stolz auf die sowjetische Heimat aufgerufen wird, wird wahrscheinlich auch bei den kommenden Besuchen der Mutter Heimat bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man auf den Hügel gelangt, schreitet man zunächst eine lange mit Pappeln gesäumte Allee entlang. Ich erinnere mich gut daran, als ich das erste mal dort war. Ein alter Mann saß am Rand des Weges und spielte auf seiner Ziehharmonika ein altes russisches Lied. Gleich, ob dies nun für Touristen inszeniert war oder auch nicht – seine Wirkung hat es jedenfalls nicht verfehlt und beim Blick auf das riesige Denkmahl bekam ich am ganzen Körper Gänsehaut…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch bevor man unmittelbar an das kolossale Denkmal gelangt, durchquert man einen Platz, wo in Stein gehauene Soldaten den Namen des Platzes „Bis zum Tode stehen“ verkörpern. &lt;!-- s9ymdb:1187 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;108&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/Rodina_I.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;&amp;quot;Bis zum Tode&amp;quot;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Weg führt weiter durch die Ruinenmauern. Kampfparolen und Soldaten im Wahn des Kampfes zieren die Mauer, aus in die Wand integrierte Lautsprecher ertönen Stimmen, die zum Kampf aufrufen. „Auf nach Berlin“ „Für unsere Mutter Heimat“ „Alle an die Front, auf zum Sieg“ sind nur ein paar der unzähligen Kampfesansagen. &lt;!-- s9ymdb:1191 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;94&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/RodinaIII.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Weiter, vorbei am „Heldenplatz“, am „Platz der Trauer“ und an dem monumentalen Basisrelief gelangt man in den Saal des Soldatenruhmes, wo sich ein Arm mit der Fackel des ewigen Feuers in der Mitte erhebt. Dazu klingt die leichte Musik von Schuhmanns „Träumereien“ – ein deutscher Komponist in der wohl größten Russischen Soldatengedenkstätte… &lt;br /&gt;
An den goldglänzenden, mit Mosaiken überzogenen Wänden sind Tafeln angebracht. Unzählige Namen von über 7000 Verteidigern der Stadt sind dort zu lesen, von dem ewigen Feuer stehen Soldaten Wache. &lt;br /&gt;
Durch das Dach der Halle ist das monumentale Schwert der Mutter Heimat zu sehen…&lt;!-- s9ymdb:1192 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;89&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/RodinaIV.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Gedenkhalle mit dem ewigen Feuer&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl wissend, dass der Hügel, auf dem Mutter Heimat die Soldaten aus dem Hinterhof zum Kampf aufruft, ein Massengrab für fast 35 000 Soldaten bietet, bleibt das seltsame Gefühl im Bauch, das so schwer zu &lt;!-- s9ymdb:1193 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/RodinaV.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Mutter Heimat&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;beschreiben ist. 35 000 Soldaten, egal ob Deutsche oder Russen, haben in dem riesigen Hügel ihre letzte Ruhe gefunden, gestorben in der entscheidenden, ewig dauernden Schlacht um eine strategisch wichtige Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedenktafeln säumen den Weg, der den Hügel hinauf führt. Da steht sie nun, Rodina Mat, das größte freistehende Monument der Welt. Alleine die Fußzehen und Finger haben kaum vorstellbare Ausmaße. Trotz ihrer Größe, scheint der Umhang doch im Wind zu schweben und das Schwert sich wie ein leichtes über den Hügel zu erheben. Auch von unten sieht man auf ihrem Gesicht den Ausdruck von Willenskraft, der wohl symbolisch für die bei der Schlacht um Stalingrad von den zehntausenden von Soldaten aufgebrachte Willenskraft stehen werden kann&lt;!-- s9ymdb:1189 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;83&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/RodinaVI.serendipityThumb.JPG&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich, dass es, als ich zum ersten Mal den Mamaj-Hügel besuchte, ein heißer Tag war. Ich hatte Durst, kaufte mir am Kiosk eine Cola. Da stand ich nun. Am größten Kriegsdenkmal der Welt und hatte ausgerechnet eine amerikanische Getränkedose in der Hand. Eine absurde Situation. &lt;br /&gt;
Aber vielleicht kann man es auch als kleines Symbol sehen, dass Geschichte, Geschichte ist. Das sich Zeiten ändern, dass Grenzen überwunden werden und dass aus Feinden, Freunde werden können. &lt;br /&gt;
Aber auch dafür, wie wichtig es ist, über Geschichte zu sprechen, die Grausamkeit von Kriegen für die Zukunft in Erinnerung zu halten.  &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 06 Oct 2010 12:28:00 +0200</pubDate>
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    <title>Privjet Rossija!</title>
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            <category>Wolgograd</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Judith Wiedemann)</author>
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    Seit fast einer Woche – mein Gott, wie die Zeit vergeht! – bin ich nun schon hier in Wolgograd. In meiner netten kleinen, feinen Wohnung direkt im Zentrum der Stadt: Blick auf die Wolga, Deluxe Balkon (wahlweise umfunktionierbar zum Wintergarten…) dem zur Vollendung nur noch ein paar Blümchen fehlen, 3 Minuten bis zur Uni, Internet, Telefon, Radio,… Hach! Dazu strahlend blauer und wolkenloser Himmel, eine angenehme Brise aus Richtung Kasachstan und ein leichter Sonnenbrand bei etwa 25 Grad. So schön sommerlich kann Russland sein! Wenn da der Herbst nur noch ein bisschen auf sich warten lässt…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anreise war auch lange genug. Mit dem Zug ging’s zunächst von Würzburg via Berlin, Frankfurt/Oder nach (huch, da war sie ja auch schon, die Grenzen) Warschau, weiter zur Weißrussischen Grenze. Grenze! Паспорт! Migrationskarte ausfüllen! спасибо. Danke dir, lieber Visumsdienst für deine Zuverlässigkeit! Bliny und Himbeeren zum &lt;!-- s9ymdb:1167 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/2_Wolgo_Proviant.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Reiseproviant&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Wechsel des Fahrgestells (wie auf einem Friedhof für Räder lagen die Zugunterteile in, um und neben der Montagehalle. Ein bizarres Bild gab das ab!). Die Weite des Landes zieht an der vom Regen verschmutzten Scheibe vorbei. Und wieder ein Bahnhof. In großen Lettern MINSK bei Nacht und Regen. Mit dem Sonnenaufgang ging es in die nächste Hauptstadt. Und da war sie auch schon. Schon von weitem erblickt man zunächst die Datschen, dann die Trabantenstädte, dann die werbetragenden Hochhäuser. Gut eine Stunde nach den ersten städtischen Anzeichen, endlich die Ankunft am Bahnhof, wo ich auch schon herzlich von einem Freund erwartet werde. Macht so eine weit vernetzte Welt nicht wirklich Spaß? Nach &lt;!-- s9ymdb:1168 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/3_Wolgo_Moskau.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Der Rote Platz&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;gut 24 Stunden in Moskau, mit Museum, Spaziergang und endlich wieder einem richtigen Bett, ging’s am nächsten Tag weiter nach Wolgograd. Wieder in den Zug. Wieder das richtige Coupé finden, wieder Gepäck verstauen. Wieder Buch raus, MP3 Player rein und weiter geht’s. Wieder eine Fahrt durch die Nacht und die endlose Steppe dieses Landes. Wieder Ankunft am frühen Morgen und wieder werde ich herzlich empfangen von der Leiterin des Sprachlernzentrums. So eine vernetzte Welt macht wirklich Spaß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Ankunft in Wolgograd war glücklicherweise pünktlich zum Stadtgeburtstag, der Samstag &lt;!-- s9ymdb:1169 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;93&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/4_Wolgo.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Die Stadt feierlich geschmückt&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; und Sonntag mit großen Feierlichkeiten begangen wurde. Wir verbrachten den ganzen Tag draußen in der Sonne, &lt;!-- s9ymdb:1170 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;83&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/6_Wolgo_SchickeAutos.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Schicke Autos beim Stadtgeburtstag&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; schauten in fröhliche Gesichter und ließen es uns bei Kaffee, Eis und einer ersten Fahrt über die Wolga gut gehen.&lt;br /&gt;
Einer der Höhepunkte war sicherlich die Flugshow zu Ehren 100 Jahre Flugwesen in Russland, die über der Wolga stattfand, bei der meine Gefühlslage zwischen Faszination, Bewunderung und fast schon sowas wie... vielleicht Angst? schwankte. Wirklich beeindruckend! &lt;br /&gt;
Zum Abschluss, ein Feuerwerk über der Stadt mit einem kalten Getränk in der Hand. &lt;br /&gt;
Ja, so schön sommerlich kann Russland sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugshow über Wolgograd, medial aufbereitet...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;380&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/00_b_mQfaa8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/00_b_mQfaa8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;380&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 07 Sep 2010 18:58:07 +0200</pubDate>
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