<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    <title>to4ka-treff - Städteblog - Greifswald</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/</link>
    <description></description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 1.5.2 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Mon, 23 Jul 2012 10:20:54 GMT</pubDate>

    <image>
        <url>http://blog.goethe.de/staedteblog/templates/staedteblog_ALT/img/s9y_banner_small.png</url>
        <title>RSS: to4ka-treff - Städteblog - Greifswald - </title>
        <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/</link>
        <width>100</width>
        <height>21</height>
    </image>

<item>
    <title>„Der Osten ist eine knifflige Sache!“ (aus dem Kinofilm „Die weiße Sonne der Wüste“)</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/290-Der-Osten-ist-eine-knifflige-Sache!-aus-dem-Kinofilm-Die-weisse-Sonne-der-Wueste.html</link>
            <category>Greifswald</category>
    
    <comments>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/290-Der-Osten-ist-eine-knifflige-Sache!-aus-dem-Kinofilm-Die-weisse-Sonne-der-Wueste.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.goethe.de/staedteblog/wfwcomment.php?cid=290</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.goethe.de/staedteblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=290</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Tatjana Peljuchowa)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Wie sich herausstellte, wohnen in Deutschland nicht nur Deutsche&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner Straße in Greifswald gibt es vier Studentenwohnheime. Wenn mich jemand fragt, in welchem von ihnen ich wohne, antworte ich immer: „In dem mit den vielen Arabern“. Und alle wissen sofort Bescheid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Wohnheim hat jeder ein eigenes Zimmer, aber im Zimmer fast jeden Arabers wohnen noch zwei bis… zu einer unbegrenzten Anzahl Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:1028 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/staedteblog/uploads/IMG_1732.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausgehend von der Anzahl der Schuhe vor einer Tür... kann man die Schlussfolgerung über die Anzahl der Leute, die dort wohnen, selbständig ziehen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf meiner Etage gibt es drei „ständige“ Araber, die allerdings in zwei Zimmern wohnen, und ständig wechselnde Arabermassen, die ich mir nicht einmal schnell genug merken kann. Fast alle studieren Medizin. Außerdem haben sie einen „Küchenbeauftragten“ (jeder reihum), der einen riesigen Topf Essen für alle kocht. Und sie singen sehr gerne! Egal, was – ihre nationalen Lieder oder einen Hit von Britney Spears – ihnen gefällt der Prozess als solcher! Und wenn sie hören, dass jemand vorbei geht, fangen sie an, noch lauter zu singen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind echt nette Typen – sehr kontaktfreudig, manchmal aber wirklich etwas zu aufdringlich. Zum Beispiel fragen sie, wenn sie sehen, dass ich etwas koche, auf jeden Fall nach, was das ist und woraus es gemacht wird, erzählen, wie sie es machen würden, und versuchen sogar, in den Topf zu gucken. &lt;br /&gt;
Und natürlich ist ihre Lieblingsfrage, ob ich einen Freund habe – und ob ich nicht will, dass einer von ihnen mein Freund wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fragen sie jedes Mädchen, das sie treffen – in der Küche, auf dem Flur, in der Eingangshalle... „Hallo – Wie heißt du – woher bist du – hast du einen Freund?“.&lt;br /&gt;
Ich habe einem von ihnen einmal geantwortet, dass ich verheiratet bin, und meinen Bekannten aus einem anderen Wohnheim gebeten zu sagen, dass er mein Mann ist.  Danach sind die Fragen für eine ganze Woche ausgeblieben! Allerdings hatten alle Araber großes Mitgefühl mit mir, weil ich keine prunkvolle Hochzeit hatte, die nach ihren Bräuchen mindestens drei Tage dauern muss.&lt;br /&gt;
Zuerst habe ich gar nicht verstanden, was das soll, aber dann hat einer von ihnen mir erklärt, dass in ihren Ländern  (der Großteil von ihnen ist aus dem Jemen, aber es gibt auch welche aus anderen Ländern) schon einfach mit einem Mädchen zu sprechen derart seltsam und ungewohnt ist,  und einfach unmöglich, dass es für sie jedes Mal ein richtiges Abenteuer ist,  von dem sie später mit Stolz ihren Freunden in der Heimat berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz in der Nähe von unserem Wohnheim liegt eine Moschee. Sie ist nicht ganz gewöhnlich, oder richtiger: Sie ist total ungewöhnlich. Denn sie befindet sich in einem Gebäude mit dem Namen „Kiste“ – und es sieht auch wirklich aus wie eine große, rechteckige Kiste. Auf der einen Seite ist ein Nachtclub, auf der anderen sind Lehrräume für die Campus-Seminare, auf der dritten ist die muslimische Moschee. Und schon seit vielen Jahren kommen sie unter einem Dach miteinander aus. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 02 May 2010 02:25:07 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/290-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Feiertage und Werktage</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/282-Feiertage-und-Werktage.html</link>
            <category>Greifswald</category>
    
    <comments>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/282-Feiertage-und-Werktage.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.goethe.de/staedteblog/wfwcomment.php?cid=282</wfw:comment>

    <slash:comments>4</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.goethe.de/staedteblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=282</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Tatjana Peljuchowa)</author>
    <content:encoded>
    Deutschland und ich kommen einfach nicht zusammen, was den Lebensrhythmus und das Zeitgefühl überhaupt angeht.  &lt;br /&gt;
Die Lebensmittelgeschäfte öffnen hier um 7 Uhr morgens. Alle anderen Läden (zum Glück trifft das auf die Lebensmittelgeschäfte schon nicht mehr zu, aber erst seit relativ kurzer Zeit) schließen abends um 6. Ich weiß nicht, ob das der Einfluss von Europa ist, oder einfach zu den Besonderheiten des Kleinstadtlebens gehört – klar ist jedenfalls, dass mir ein solcher Tagesablauf überhaupt nicht zusagt  &lt;br /&gt;
Wenn ich morgens nicht zur Vorlesung muss, schlafe ich genüsslich bis 12, manchmal auch länger. Einer meiner deutschen Bekannten nennt das „den russischen Stil“. Offensichtlich hat er irgendwann einmal „Onegin“ gelesen, zumindest gefällt mir die Vorstellung  &lt;br /&gt;
Verständlicherweise sind die Geschäfte – wie in allen europäischen Städten – sonntags geschlossen. Daran kann man sich ja noch gewöhnen, und sich darauf einstellen. Unerwartete Feiertage aber verwandeln sich mitunter in Naturkatastrophen. Der erste Notfall ereignete sich am 31. Oktober – für alle „normalen“ Menschen ist das Halloween, aber bei den Deutschen war dieser Tag irgendein geheimnisvoller kirchlicher Feiertag, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, und natürlich waren alle Geschäfte geschlossen. Selbstverständlich gab es in keinem einzigen Geschäft einen Hinweis darauf, dass so etwas zu erwarten sei – natürlich nicht, warum auch? Es wird doch wohl niemandem in den Sinn kommen, an einem Feiertag Lebensmittel einkaufen zu wollen? Angesichts dessen, dass das ein Samstag war, waren zwei Tage ohne Essen schon ziemlich unangenehm. Am härtesten hat es die Leute getroffen, die an diesem Tag eine Halloween-Party schmeißen wollten – sie mussten zum Essen und Getränke kaufen nach Polen fahren   Zum Glück ist man von Greifswald aus schon in ein paar Stunden dort. &lt;br /&gt;
Na ja – und heute bin ich in eine ähnliche Situation geraten. Gestern war ich aus Dänemark zurück gekommen, hatte zum Abendessen die letzten Nudelreste vertilgt – das Einzige, was ich nach meiner einmonatigen Abwesenheit im Schrank gefunden hatte – und  mich darauf eingestellt, am nächsten Tag ausgiebig zu frühstücken. Wie groß war dann meine Enttäuschung, als sich herausstellte, dass sich die Feiertage (Ostern) noch rücksichtslos verlängern. Heute war immer noch alles zu – im Sinne von: wirklich alles. Mit Mühen habe ich eine wie durch ein Wunder geöffnete Bäckerei mit einer riesigen Menschenschlange davor entdecken können – anscheinend hatten sich alle hungrigen Einwohner unserer Stadt dort versammelt. Ich hoffe jedenfalls, dass die Feiertage morgen vorbei sind, obwohl es natürlich nirgendwo irgendwelche Hinweise darauf gibt. Ich will einfach nur so gerne wieder was essen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Apr 2010 04:08:41 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/282-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Von Petersburg nach Berlin in zwei Stunden, und von Berlin nach Greifswald in 22</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/265-Von-Petersburg-nach-Berlin-in-zwei-Stunden,-und-von-Berlin-nach-Greifswald-in-22.html</link>
            <category>Greifswald</category>
    
    <comments>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/265-Von-Petersburg-nach-Berlin-in-zwei-Stunden,-und-von-Berlin-nach-Greifswald-in-22.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.goethe.de/staedteblog/wfwcomment.php?cid=265</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.goethe.de/staedteblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=265</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Tatjana Peljuchowa)</author>
    <content:encoded>
    Handlungszeitraum: 10. und 11. Januar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg war das Flugzeug (einer deutschen Fluggesellschaft) eine Stunde lang festgehalten worden – weil es nirgendwo parken konnte!!! So erklärte der Pilot die Verspätung des Fluges und entschuldigte sich bei den Passagieren, nachdem man uns endlich ins Flugzeug gesetzt hatte. In Deutschland herrschte Panik. Dabei schien dort gar nicht so viel Schnee zu liegen (bei uns in Petersburg gibt es bis heute viel, nein: VIEL mehr davon, aber was man mit dem Schnee in unserer Stadt anstellt – das ist ein anderes Thema). Na ja, jedenfalls fuhren die Züge und Busse nicht mehr. Meine drei Bekannten und ich hätten eigentlich von Berlin nach Greifswald weiterfahren sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch an der ganzen Küste hatte es Schneeverwehungen gegeben, wie man uns später erklärte. Fast alle Schneeräumgeräte waren im Süden Deutschlands eingesetzt, noch dazu brachte ein starker Wind die ganze Zeit neuen Schnee auf die Gleise und Autobahnen, so dass es sinnlos war, sie weiter frei zu räumen. Der Hauptbahnhof in Berlin war also voller Menschenmassen, und keiner wusste, was er machen sollte. In der Eingangshalle wurden zusätzliche Informationsstände aufgebaut, und wer mochte, konnte heißen Tee oder Kaffee bekommen.  Im Service-Center wollte man uns zuerst nach Stralsund schicken, ein Städtchen,  das in der Nähe von unserem Greifswald liegt und das man noch auf Nebenstrecken erreichen konnte –aber auf meine Frage, was wir denn in Stralsund machen sollten, wenn wir irgendwann nach Mitternacht dort ankämen, erbarmte sich der Schalterbeamte und gab uns einen Übernachtungsgutschein für ein Hostel ganz in der Nähe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wir gingen natürlich noch los und schlenderten durch das nächtliche Berlin. Die fast komplette  Abwesenheit von Menschen auf den Straßen (mitten im Zentrum der Stadt) war erstaunlich, und man hatte so ein Gefühl völliger Ruhe und Sicherheit – die Anwesenheit eines Polizeibeamten an jedem Denkmal und jeder Sehenswürdigkeit, aber vor allem… die Hasen!!! Riesige „Hasenmassen“, die direkt am Reichstag, in der Nähe vom Alexanderplatz  und am Marx-und-Engels-Denkmal herumrannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag fuhren immer noch keine Züge nach Greifswald, und unser Ticket wurde verlängert, in dem „gültig bis zu dem Tag, an dem wieder Züge fahren können“ darauf geschrieben wurde. Wir hatten übrigens das billigste Ticket – ein Schönes-Wochenende-Ticket, eins für vier Leute, und mittlerweile war schon Montag. Wir beschlossen trotzdem, uns bis Greifswald durchzuschlagen und setzen uns in einen IC, für den unser Ticket im Prinzip gar nicht gültig war, aber allen Schaffnern war das mittlerweile egal – vor allem, weil sowieso nichts mehr fuhr. Innerhalb von dreieinhalb Stunden (zu normalen Bedingungen braucht man ungefähr zweieinhalb Stunden für die Strecke) waren wir in Stralsund, und dort hatte die Deutsche Bahn kostenlose Busse organisiert, mit denen die Reisenden, die wie wir „steckengeblieben“ waren, nach Hause in ihre Städte gebracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon oft ziemlich unschmeichelhafte Bemerkungen über die Deutsche Bahn gehört, aber mir gefällt sie. Klar kommen die Züge manchmal zu spät, aber dafür entschuldigt man sich jedes Mal bei uns. Und das Wichtigste ist: Sie trägt die Verantwortung für ihre Passagiere – einmal bin ich mit dem Taxi nach Hause gebracht worden, weil wegen eines Unglücksfalls keine Züge mehr aus Hamburg abfuhren, und dieses Mal hat man sich um Verpflegung und Übernachtung bemüht. In Russland kosten Zugtickets vielleicht weniger, aber es käme niemandem in den Sinn, sich im Falle eines Zugausfalls oder irgendwelcher Verspätungen um die Reisenden zu kümmern. Das ist einfach nicht üblich. Leider. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 05 Mar 2010 18:25:56 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/265-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Busfahren in Greifswald - eine Wissenschaft</title>
    <link>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/243-Busfahren-in-Greifswald-eine-Wissenschaft.html</link>
            <category>Greifswald</category>
    
    <comments>http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/243-Busfahren-in-Greifswald-eine-Wissenschaft.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.goethe.de/staedteblog/wfwcomment.php?cid=243</wfw:comment>

    <slash:comments>1</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.goethe.de/staedteblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=243</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Tatjana Peljuchowa)</author>
    <content:encoded>
    In Greifswald fahren alle Studenten Rad. Bei jedem Wetter. Und die alten Omas Bus. Natürlich gibt es auch Ausnahmen – zum Beispiel alte Omas auf Fahrrädern (diese Variante trifft man übrigens öfter an als Studenten im Bus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir auch ein wunderbares fliederfarbenes Fahrrad angeschafft, aber mit dem Eintreten des Herbstes und bei Kälte und Regen wurde es absolut unangenehm, damit zu fahren. Daher war ich gezwungen, mir ein Ticket, oder – wie man in Petersburg sagt – ein Kärtchen für den Bus kaufen. Das übrigens anderthalb Mal mehr kostet als eine Studentenkarte in Petersburg, die dort außerdem für alle Verkehrsmittel gilt. Und auch die Stadt Petersburg ist „etwas“ größer als Greifswald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die deutschen Studenten erfahren, dass ich aus Russland bin, wundern sie sich meistens darüber, wie es mir denn beim Fahrradfahren bei diesem Wetter kalt sein kann (Ihrer Meinung nach dürfte es Leuten aus Russland überhaupt nie kalt sein. Oder aber wir wärmen uns mit Wodka auf, während wir in Fellmützen mit Ohrenklappen unsere Bären auf den Straßen spazieren führen ) Und ich versuche immer wieder zu erklären, dass in Petersburg, wenn es kalt ist (und auch, wenn es warm ist) sehr wenig Leute Fahrrad fahren, unabhängig von der Jahreszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, und Busse sind eben das einzige Verkehrsmittel in Greifswald. Und das Interessante ist: Sie fahren nicht auf einer bestimmten Strecke vom Anfangs- bis zum Endpunkt, sondern im Kreis und mit den unverhofftesten Wendungen. So kann ich zum Beispiel, wenn ich ins Zentrum will, mit dem Bus Nr. 4 fahren, und zwar in jede beliebige Richtung – und in 5, 15 oder 50 Minuten bin ich dann da, wo ich hinwollte. Die Fahrtzeit wird nicht dadurch bestimmt, in welche Richtung der Bus losfährt, sondern dadurch, wo er sich auf dem Weg dahin entscheidet, vorbei zu fahren – und das kann eine Bahnstation sein, ein Wohnviertel auf der anderen Seite der Stadt oder auch ein Schwimmbad. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind diese Fahrstrecken im Vorhinein festgelegt, deswegen sieht der Fahrplan folgendermaßen aus: „Ankunftszeit des Busses“, und danach der Vermerk „a,b,c,d und so fast bis zum Ende des Alphabets“. Jeder Vermerk wird dann einzeln erklärt. Außerdem fährt der Bus an Wochentagen anscheinend so, an Wochenendtagen aber völlig anders, und außerdem muss man einkalkulieren, dass an geraden und ungeraden Daten und sogar in den unterschiedlichen Monaten die Fahrtroute völlig verschieden sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtige Nutzung der Busse in Greifswald zu erlernen, ist eine Wissenschaft für sich. Aber es ist auch nett – sie fahren immer nach Plan, es gibt immer freie Plätze, sie senken sich an den Haltestellen ab, damit das Einsteigen bequemer ist, sie haben spezielle Rampen für Rollstühle, und der Fahrer grüßt immer, wenn man in den Bus einsteigt. Und das Wichtigste ist: Es gibt hier überhaupt keine Staus! 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Nov 2009 00:34:47 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.goethe.de/staedteblog/index.php?/archives/243-guid.html</guid>
    
</item>

</channel>
</rss>