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    <title>to4ka-treff - Städteblog - Astana</title>
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    <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:42:09 GMT</pubDate>

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    <title>Wer hat an der Uhr gedreht?</title>
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            <category>Astana</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Natalie Keller)</author>
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    Gleich zu Beginn musste ich begreifen, dass im Sprachgebrauch der Astanaer zwar das Wort weekend vorkommt, doch die Existenz dessen suche ich vergeblich. &lt;br /&gt;
Das fängt bereits mit Samstag an; dieser Tag  hier gehört keineswegs zum Wochenende dazu. Die Studenten haben Vorlesungen bis acht Uhr abends, die Läden haben bis zehn Uhr geöffnet und die Diskotheken sind sowieso seit Montag beleuchtet. Meine Wenigkeit ist dabei mit dem kulturellen Austausch Deutschland-Kasachstan beschaeftigt.&lt;br /&gt;
In Deutschland hieβe Samstag: ausschlafen, frühstücken, in die Stadt gehen, einkaufen, Kaffee trinken, in den Buchhandlungen stöbern, ins Kino gehen, Freunde treffen, na gut vielleicht auch Putzen...Mein Samstag in Kasachstan heiβt: Arbeiten, Arbeiten und Arbeiten... &lt;br /&gt;
Am lang erwarteten Sonntag fahren dann zwar weniger Autos hier, aber die Stadt genieβt keineswegs Pausen abseits der wöchentlichen Routine. Die Astanaer strömen begeistert in die riesigen Einkaufszentren, in denen die sonst so gelangweilten Verkäuferinnen sie mit offenen Armen empfangen...Ich füge mich ein in diesen Strom, liebe es, nein nicht nur durch die Geschäfte zu stöbern, sondern insbesondere die Menschen zu beobachten, sich mitflieβen zu lassen...&lt;br /&gt;
Vor wenigen Tagen war ich auf Kurzurlaub in Deutschland und musste die sonntägliche gähnende Leere meines Kühlschranks mit Einkäufen vom Bahnhof füllen...  
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    <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 09:36:01 +0100</pubDate>
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    <title>Natalie im Spiegelland</title>
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            <category>Astana</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Natalie Keller)</author>
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    „Spieglein, Spieglein an der Wand! Wer ist die Schönste in diesem Land?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiegel ist ein unabdingbarer Alltagsgegenstand in dieser Stadt. Kein Wunder, denn der Wind ist unbarmherzig hier; zersaust das pechschwarze oder strohblonde Haar der Frauen, treibt Tränen in die sorgfältig getuschten Wimpern und trocknet die blutroten Lippen aus… Doch nicht verzweifeln! Denn in fast jedem Aufzug gibt es einen Spiegel, manche komplett damit verkleidet; und in den Eingangsbereichen jeglicher Institutionen stehen Frisurtische mit überdimensionalen Spiegeln bereit. Hat man, pardon, Frau, es nicht geschafft, einen Blick in den Spiegel zu erhaschen, so gibt es also die nächste Möglichkeit im Aufzug; das spart Zeit. Die nächste Möglichkeit ist sogleich im Büro oder der Handtaschenspiegel im Bus. Es könnte sich ja eine Strähne falsch hingelegt haben..Wie, du besitzt keinen Handtaschenspiegel? Kein Problem, das lässt sich beheben. Die gute Fee eilt in Form einer Kosmetikvertreterin, die hochwertige Kosmetikprodukte ins Büro bringt und sehr galant anpreist. Wasserfest, windsicher, gegen Hurrikans und Ozonstrahlen abgesichert. Keine Sorge, es stammt auch nicht aus China. Falls es doch mal sehr windig sein sollte, kommt gerne Chalida vorbei, die fein gestrickten Schals in ihrer überdimensionalen, karierten  Plastiktasche verstaut..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bleibt mir nach so einem Tag, an dem ich mich in Spiegeln betrachten musste, sich mit Wimperntusche und Lidschatten  eingedeckt habe und meine Stiefel auf Hochglanz poliert? Die Erkenntnis, dass das Geheimnis, warum Frauen hier stets perfekt erscheinen, gelüftet zu sein scheint.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Nov 2009 17:42:58 +0100</pubDate>
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    <title>Bestandsaufnahme</title>
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            <category>Astana</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Natalie Keller)</author>
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    Unterwegs in Almaty gewesen...Die Stadt der Äpfel, der Berge und eine Stadt, die sich in ihrer Mentalität deutlich von der Hauptstadt Astana abhebt.Wie in Paris oder in St. Petersburg fühle sie sich, sagt Bagit, die Lehrerin aus dem SlZ. Ich stelle mir dabei die Frage, wer wen prägt, die Sadt ihre Bewohner oder umgekehrt...&lt;br /&gt;
Erstaunlich...In Deutschland bin ich es gewohnt zu sagen, ich gehe in die Stadt, einkaufen, Kaffee trinken usw. Es gibt immer einen Marktplatz oder eine Fußgängerzone, in der sich mehr oder weniger das städtische oder dörfliche Leben konzentriert. Hier existiert keine Stadtmitte, kein Zentrum, keine Fußgängerzone und Stadtpläne, ach, dafür habe ich einen Extrakurs gebraucht...Ich bin vollkommen orientierungslos geworden...Was für ein Glück, dass man am Staßenrand seine Hand ausstrecken kann und die meisten Fahrer wissen auch, wo es lang geht.&lt;br /&gt;
In Almaty konnte ich mich wenigstens an den Bergen orientieren...Hoch zu den Bergen, runter von den Bergen...Durch Straßen tigern und nicht wissen wohin...Auf der Suche nach Geschäften, Kneipen, Restaurants. Überall ist irgendetwas und manchmal gar nichts...&lt;br /&gt;
Die Bewohner Almatys sind anders...Höflicher und entspannter...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zurück in Astana, und irgendwie bonjour tristesse, obwohl die Sonne scheint! Die Menschen sind in Pelzmäntel gehüllt, sehen dabei aus wie Tiere und ich sehe kaum Gesichter...Alles schweigt und starrt aus dm Fenster...Zum Glück siehts hinter den Kulissen anders aus, zumindest auf der Arbeit, wo alle mit rotgefärbten Wangen näher zusammen rücken, um sich auf den langen, harten Winter vorzubereiten.... 
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    <pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:43:18 +0100</pubDate>
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    <title>Operette</title>
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    <author>nospam@example.com (Natalie Keller)</author>
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    Das Busfahren hier ist eine vollendet komponierte Operette. Da sitzt man auf seinem Sitz, hoert Musik und beobachtet faszinierend, wie die Menschen ein- und aussteigen:junge Menschen gleiten sanft von ihren Sitzen um den Aelteren den Platz zu ueberlassen...Den Kontrolleuren strecken sich Haende mit Kleingeld entgegen, waehrend der Busfahrer seinen hustenden Bus durch den dichten Verkehr lotst... 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 01 Oct 2009 18:43:41 +0200</pubDate>
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    <title>Von Mueltrennung, Pfandflaschen und Fleischesgeluesten</title>
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            <category>Astana</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Natalie Keller)</author>
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    Ok, in der Ferne merke ich, wie sehr ich von diesem Land, in dem ich seit meinem 10. Lebensjahr aufgewachsen bin, erzogen worden bin. Ich bin ein Kind der Mueltrennung, der Pfandflaschen und des &lt;blockquote&gt;Wenn moeglich, kaufe ich nur BIo&lt;/blockquote&gt;.&lt;br /&gt;
Die ersten tage in Astana suche ich immer einen gelben Sack und Papiertonnen im Buero. In meiner Wohnung sammeln sich die Wasserplastikflaschen, den ich habe vor diese abzugeben. Im Supermarkt verharre ich minutenlang vor den Regalen und studiere die Zutatenlisten, was ich besser lassen sollte. Aber die zwei Jahre jobben im Bioladen haben einfach ihre Spuren hinterlassen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile bin ich Stammgast im Plovzentrum und kriege schon wortlos und mit einem Laecheln! meine abgepackten Portionen. Dabei werde ich natuerlich auch ein wenig bedauert, denn ich bin offensichtlich eine alleinstehende und allein wohnende dewuschka, die wahrscheinlich auch nicht kochen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Lust auf Fleisch (in Deutschalnd esse ich das mal im Sommer beim Grillen) waechst hier und das staendige Teetrinken mit Keksen und irgendwelchen suessen Teilchen machen mir Angst. Als Konsequenz dessen habe ich auf den Kauf einer Karte fuer den Lift (sonst faehrt der nicht) verzichtet und steige nun taeglich mehrmals in den fuenften Stock..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute auf dem weg zur Arbeit bin ich vom Bus aus gleich zum zweiten Fruehstueck entfuehrt worden... es gab Oladji, Suppe und selbstgemachten Kompott, von welchem sich nun auch in meiner Tasche ein Rieseneinmachglas befindet. 
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    <pubDate>Thu, 24 Sep 2009 12:58:25 +0200</pubDate>
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