I´m alive...
Schon das zweite Jahr wohne ich in der Pankower Gegend und erst vor kurzem habe ich dieses russische Ehrenmal entdeckt...
Und so sieht der Protest gegen Bäumefehlen aus, wenn dort neue Häuser gebaut werden sollen.
Im Sommer 2006 hatte mich auf einem Seminar in Polen eine Teilnehmerin aus Deutschland einige deutsche Bands hören lassen: „Wir sind Helden“, „2raumwohnung“, „Klee“ und andere. Ich suchte mir aus all diesen Gruppen die Kleingeldprinzessin aus und überspielte sie auf meinen Player. Das Lied „Kuchen“ z.B. könnte ich von morgens bis abends hören. So habe ich also die Sängerin Dota, oder eben die Kleingeldprinzessin, kennen gelernt.
Im Winter 2006 war dann die Band Dota und die Stadtpiraten auf Einladung des Goethe-Instituts in Sibirien. Ich hatte zuerst von ihrem Auftritt in Tomsk gehört und schon vor, mir ein Ticket für den Bus dorthin und für das Konzert zu kaufen. Dann fand ich aber im Internet ganz zufällig die Information, dass die Band gleich nach Omsk auch noch ein Konzert in Nowosibirsk geben sollte, im Club „Truba“. Auf dem Konzert in Nowosibirsk sang Dota allerdings nur ein paar Lieder. Sie hatte Halsschmerzen, weil sie sich in Omsk erkältet hatte. Deswegen übernahmen die Jungs von den Stadtpiraten den Rest des Konzerts.
Letztes Jahr erinnerte ich mich an einem Dezemberabend in Berlin daran, dass ich mir ja noch ein T-Shirt von dieser Band kaufen wollte, und ging auf deren Website. Dort habe ich dann gelesen, dass am nächsten Tag im Café Aufsturz ein Konzert mit Dota stattfinden sollte!!!!! Ich beschloss sofort, hinzugehen. Allerdings hatte keiner von meinen Berliner Freunden Lust, mich zu begleiten.
Zwei Stunden lang stand ich da, angelehnt an eine Säule, und erfreute mich wirklich am Talent und den spanischen und deutschen Titeln der Kleingeldprinzessin. Zwischen den Liedern unterhielt sie sich mit dem Publikum, machte Witze und blödelte mit ihrem Gitarristen herum.
Nach dem Konzert kaufte ich mir ihr letztes Album Schall und Schatten und bat die Kleingeldprinzessin um ein Autogramm. Wir wechselten ein paar Sätze über ihren Auftritt in Nowosibirsk. Am 9. Januar tritt sie wieder im gleichen Club in Berlin auf, doch ich kann schon nicht mehr hingehen, weil ich dann wieder in Russland bin. Aber ich rate allen Gästen und Einwohnern Berlins, sich dieses Konzert in den Terminkalender einzutragen. Ein netter Abend ist garantiert! Viel Spaß dabei!
Im Rahmen meines Praktikums organisiere ich das Projekt „Lerne Deutsch im Vorbeigehen“.
Die Idee des Projekts ist hier beschrieben: http://kreativesschreiben.wordpress.com/
Ich lade die Berliner unter euch herzlich ein, am ersten Seminar teilzunehmen: Berlin, 18. Dezember 2009, 10 bis 18 Uhr
Ich freue mich über Kommentare und Wünsche, und genauso über eine aktive Teilnahme. Das Projekt „Lerne Deutsch im Vorbeigehen“ wird im Rahmen und mit den Mitteln des Vereins MitOst realisiert.
Der wohlverdiente Urlaub ist zwei Wochen lang. Vor dir liegt ganz Europa, und du hast gleich den Impuls, es zu umarmen – oder zumindest die neun Länder, die direkt an Deutschland angrenzen. Polen streiche ich sofort von der Liste, denn von dort bin ich ja erst kürzlich zurückgekommen. Nach Paris haben wir vor zwei Jahren mal einen zweitägigen Abstecher gemacht, aber es blieb dennoch eine unbekannte Größe: Wegen des damals dort stattfindenden bekanntesten und prestigereichsten Radrennens der Welt, der Tour de France, habe ich es noch nicht einmal geschafft, mir den Arc de Triomphe (Triumphbogen) anzusehen. Und Paris kann man schließlich auch ewig genießen, ohne dass es einem zu viel wird. Besonders dann, wenn man sich ein paar Mal die Filme „Paris, I love you“ und „Paris“ mit Juliette Binoche angesehen und Remarques Buch „Liebe deinen Nächsten“ gelesen hat.
Das Kapitel Luxemburg ist für mich seit April abgehakt. Drei Stunden hatten ausgereicht, um nachvollziehen zu können, wie betucht dort die Rentner leben, wie teuer das Mittagessen ist – und wie lohnenswert, sich hier mit billigem Berlin einzudecken. Die Schweiz zogen wir wegen ihrer Kostspieligkeit gar nicht erst in Betracht. Belgien, Österreich und Liechtenstein haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben. Dänemark wird hoffentlich im Dezember im Rahmen der Klimakonferenz klappen.
Der erste Kandidat für einen Besuch war Amsterdam mit seinen berüchtigten, verqualmten Gässchen und seinen Coffee-Shops. Die nächste Variante, die aussichtsreichste und hoffnungsvollste, war Prag: Ganz in der Nähe von Berlin, und die Hotelpreise wärmen einem das Herz. Nachdem wir uns im Internet die Wettervorhersage angesehen hatten, verabschiedeten wir uns auch von Amsterdam: Für die ganze Woche war Regen vorausgesagt. Daraufhin fingen wir an, Touren nach Italien oder Spanien zu suchen. Also: Prag und eine dazu gekaufte Last Minute-Reise nach Italien.
Nach Prag haben wir uns mit der Mitfahrgelegenheit aufgemacht, einer Seite, die sich vom Trampen dahingehend unterscheidet, dass man sich im Vorhinein verabredet und Geld bezahlt. Früher war das eine günstige Möglichkeit, billig von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Aber selbst den Deutschen fällt inzwischen auf, dass die Fahrer zunehmend gerissener werden: Früher haben sie ihre Benzinkosten gedeckt, aber jetzt verdienen sie wie Taxifahrer am Transfer von Leuten. Wir hatten Glück: Ein netter Ungar hat den ungefähren Benzinpreis ausgerechnet, der für den Weg von Berlin nach Prag anzusetzen ist, und uns ein faires Angebot gemacht.
Drei Tage in Prag haben uns gereicht, um auf den üblichen Pfaden eines Prag-Touristen zu wandeln und dazu noch an einigen Orten zu sein, die nicht im Reiseführer standen. Prag in Bildern und die Fortsetzung zu Rom und seiner „Servicekultur“ gibt es in naher Zukunft.
Unsere Städteblogger sind junge Berufstätige und Austauschstudenten. Sie arbeiten in Kultureinrichtungen, studieren, machen ein Praktikum oder absolvieren einen Freiwilligendienst in Russland, Osteuropa, Zentralasien beziehungsweise in Deutschland. Im Städteblog berichten sie über ihren Alltag fernab der Heimat.
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