Ist es leicht für Studenten, in Perm eine Arbeit zu finden? Genau das musste ich herausfinden, als klar wurde, dass mein Stipendium nicht zum leben reicht, und dass ich unbedingt eine zusätzliche Einnahmequelle brauche. In meiner Erinnerung stiegen die Anzeigen mit Arbeitsangeboten für Studenten auf, die ich an den Türen von Cafés gesehen hatte und die ein verlockendes Gehalt von bis zu 10.000 Rubeln im Monat versprachen. Allerdings zerschlugen sich diese Hoffnungen, nach der Uni als Kellnerin oder als Kassiererin und Bliny-Bäckerin zu arbeiten und dafür mehr als 5.000 Rubel im Monat zu bekommen, sehr schnell, nachdem ich einige dieser Nummern angerufen hatte.
In einem der Cafés war man nicht besonders erfreut über Direktstudenten, weil dort um spätestens 14.00 Uhr die Arbeit beginnt. Diese Variante kam für mich nicht in Frage. In anderen sollte man am Wochenende den ganzen Tag über arbeiten, und das für 45 Rubel pro Stunde. In wieder anderen brauchte man überhaupt keine Kellnerinnen und Kassiererinnen…
Insgesamt gesehen musste ich die Version mit den Cafés und Restaurants verwerfen. Umso mehr, weil ich von Verdienstmöglichkeiten erfahren hatte, die direkt von unserer Stadtverwaltung angeboten werden. Auch zu Krisenzeiten scheint es genug Möglichkeiten zu geben, die Bürger zu beschäftigen: Die Straßen sauber halten, Blumen pflanzen, Archive auswerten… all das unter den Fittichen des Staates, nicht unter der Führung eines Privatunternehmers, und außerdem mit einem stabilen Gehalt von 4.330 Rubeln im Monat.
Aber damit war meine Suche noch nicht abgeschlossen. Aus allen Jobs, die von der Verwaltung angeboten wurden, gefiel mir nur das Auswerten von Archiven. Als ich alle „Pro“ und „Contra“ gegeneinander abgewogen hatte, kam ich zu dem Ergebnis, dass ich nicht so viel Zeit Zuhause vor dem Computer verbringen will (denn genau das erfordert diese Arbeit).
Im Endeffekt kam ich zu dem Schluss, dass mir eigentlich eine Arbeitsvermittlung für Studenten am meisten zusagt. Zum Glück wird auch in dieser Hinsicht in Perm einiges gemacht. Ich habe mich also einer studentischen Arbeitsgruppe angeschlossen, der Außenstelle einer Moskauer Organisation. Ich bin dieser Gruppe auch schon beigetreten. Bald soll eine Schulung stattfinden, danach ein Praktikum, und dann kann ich wahrscheinlich schon in einer Woche mit der Arbeit anfangen… als Kassiererin im Supermarkt.
Ja, das ist natürlich nicht das Höchste der Gefühle, aber ich bin zufrieden mit dem, was man dort verdienen kann, und außerdem passen mir als Studentin die Arbeitsbedingungen gut: Kein voller Arbeitstag, 50 Rubel pro Stunde, und den Stundenplan kann ich mir jede Woche selbst zusammenstellen.
Samstag, 12. September 2009
Studieren, studieren - und dann auch noch… arbeiten!
Freitag, 4. September 2009
Wie ich den Sommer verbracht habe

Auf der Aussichtsplattform der Siegessäule
Schon ist der Sommer zu Ende gegangen, und das neue Studienjahr beginnt. Ich liebe Deutsch und will Übersetzerin werden, deswegen gefällt mir mein Studium. Zwar ist man nicht immer in der Stimmung, die geforderten Aufgaben auch zu erledigen… aber egal, schließlich hat niemand behauptet, dass Studieren leicht ist. Außerdem sollte ich mich echt nicht beschweren, denn heute ist der Unterricht ausgefallen, und ich habe einen freien Tag! ... Nein, eigentlich nur einen freien Morgen. Aber das freut mich trotzdem)
Ich sollte wohl kurz erzählen, wie ich den Sommer verbracht habe. Genau wie ich es vorhatte, bin ich die ganze Zeit umhergereist. Zuerst war ich eine Woche in Bayern auf dem Jugendparlament, danach einen Monat in Norddeutschland und in Moskau. Neue Begegnungen, neue Orte, interessante Bekanntschaften und natürlich vor allem Eindrücke, Eindrücke und noch mehr Eindrücke.
Ende Juli habe ich die letzten Stunden im Deutschen Lesesaal abgearbeitet und mich in den Zug nach Moskau gesetzt. Von da aus ging es mit dem Bus nach Berlin. Fast zwei Tage im Sitzen, über die Straßen des Baltikums holpernd (ein ungerechtfertigter Umweg in die Hauptstadt Deutschlands, dafür aber eine ziemlich billige Lösung). Diese Heldentat habe ich zum zweiten und, wie ich mir selbst geschworen habe, zum letzten Mal vollbracht, denn die Busfahrt hat mich doch ziemlich erschöpft.

Der westlichste Stadtteil Berlins, Spandau. Dort befindet sich das BMW-Werk, in dem Motorräder hergestellt werden
In Berlin habe ich bei Verwandten gewohnt, die im Bezirk Spandau leben, ganz im Westen der deutschen Hauptstadt. Dadurch, dass ich mich mit ihnen und ihrem Bekanntenkreis austauschte, tauchte ich in das Leben der Berliner Russlanddeutschen ein. Die sprechen hauptsächlich russisch und haben vor allem Kontakt mit anderen Russen. Mit Deutschen nur wegen des Jobs, des Studiums und natürlich, weil sie unter ihnen, den Deutschen, leben. In das deutsche Umfeld haben sich eigentlich nur die Kinder der Russlanddeutschen, die noch sehr klein waren, als die Familie nach Deutschland kam, wirklich integriert. Sie sprechen mit ihren Altersgenossen Deutsch und im Familienkreis Russisch. Eine echte Bilingualität, für jeden Übersetzer ein Objekt des Neides, seufz…

In Berlin war ich ein paar Tage vor und nach dem Freiwilligenlager. Und obwohl ich mir alle Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt angeschaut habe, habe ich es trotzdem nicht ganz geschafft, zu realisieren, dass ich mich in Deutschland befinde – aus den schon beschriebenen Gründen: durch den Austausch mit Russlanddeutschen. Umso abrupter war das Eintauchen in das sprachliche Umfeld des Freiwilligenlagers, wo alle um mich herum ausschließlich Deutsch sprachen. Das Lager selbst (ein Baucamp) befand sich in Mecklenburg-Vorpommern, im Dörfchen Hermannshagen.

Die Arbeit im Baucamp der Organisation „Internationaler Bauorden“
Wir haben am Gutshaus gearbeitet, das unter Denkmalschutz steht; deshalb wird es nicht abgerissen, sondern es werden regelmäßige Renovierungsarbeiten durchgeführt. Die Arbeiten hätte nicht unterschiedlicher sein können: Lehm für das Verputzen der Decke zusammen rühren, einen Anbau abreißen, das Dach ausbessern, Kabel unter dem Straßenpflaster verlegen und sogar ein Schaf ausweiden. Trotzdem muss ich sagen, dass der Arbeitstag nicht besonders anstrengend war: Wir haben Kaffeepausen gemacht, leckeren Kuchen gegessen und abends verschiedene Spiele gespielt, unter anderem mit Zirkusrequisiten (Ich habe fast gelernt, mit drei Bällen zu jonglieren!).

Das Schäfchen, aus dem wir sehr leckeres Gulasch gemacht haben
Am Wochenende hatten wir Freizeit, und wir haben einen tollen Ausflug nach Kühlungsborn an die Ostsee gemacht. Wir sind abends angekommen und haben am Meerufer in Schlafsäcken übernachtet. Das war unvergesslich! Der einzige Nachteil waren die vielen Sachen, die wir mit uns herumschleppen mussten. Das Schwerste davon war das Zelt, das wir dann doch nicht aufgebaut haben, weil es noch nicht besonders kalt war.

Am Ufer der Ostsee
Auf dem Rückweg aus Deutschland habe ich mich mit meinen Freunden in Moskau getroffen, wo ich noch eine Woche der Ferien verbrachte, die sich schon ihrem Ende zuneigten. Wir sind auf eine Datscha in den Moskauer Speckgürtel gefahren und haben Pilze gesammelt, sind aber auch durch Moskau gestreift, und ich habe mich wieder in diese ungewöhnlich große und facettenreiche Stadt verliebt. Viele mögen Moskau nicht, aber mir gefällt dieses Gefühl des weiten Raums um dich herum. Wenn ich Moskau mit Berlin vergleiche, komme ich zu dem Ergebnis, dass die beiden Städte absolut unterschiedlich sind. Berlin zieht es nicht an den Wipfeln hoher, mit Pathos beladener Gebäude zum Himmel, es ist ruhiger (wie auch sonst! Auf seiner Fläche, die fast genauso groß ist wie die Grundfläche Moskaus, wohnen dreimal weniger Menschen!). Trotzdem verlierst du in Berlin nie das Gefühl, in der Hauptstadt zu sein.
Dienstag, 21. Juli 2009
Das 5. Deutsch-Russische Jugendparlament in München
Die Reise kam etwas unerwartet. Vieles von dem, was ich für den Sommer geplant hatte und wohin ich Bewerbungen für die Teilnahme geschickt hatte, war mir nicht gelungen. Vom Deutsch-Russischen Jugendparlament hörte ich durch einen guten Menschen, dem ich sehr dankbar bin. Die Unerwartetheit der Reise hing auch noch mit einer unangenehmen Situation beim Abschicken der Dokumente zusammen, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern will. Das Wichtigste ist, dass ich das Visum bekommen habe und zusammen mit den anderen Teilnehmern nach München geflogen bin!
Die Erinnerungen an das Jugendparlament kommen mir wie ein farbenfrohes Mosaik vor. Woraus setzt es sich zusammen? Heute erzähle ich von einem dieser Mosaikteile.
In erster Linie ist es natürlich das, was den wichtigsten Programmpunkt ausmachte: Die Arbeit in den Komitees, Sitzungen und Wahlen. Schon vor der Reise hatte ich die Aussage gehört, dass das Jugendparlament ein Politikspiel ist. Gleichzeitig gefielen mir die Worte, die Esther, ein cooles Mädchen aus Passau (das gut russisch spricht) gesagt hatte. Genau kann ich mich nicht an ihre Worte erinnern, aber sie hatte etwas in die Richtung gemeint, dass wir natürlich kein legitimes, richtiges Regierungsorgan sind, was uns aber nicht davon abhalten sollte, Entscheidungen zu treffen und uns zu bemühen, das Leben zum Besseren zu verändern

Wir gaben uns Mühe. Im Rahmen unseres Komitees „Innovationen und Modernisierungen“ haben wir einige Gebiete herausgestellt, in denen unserer Meinung nach Innovationen nötig sind, und haben konkrete Lösungen für die von uns sichtbar gemachten Probleme ausgearbeitet. Allerdings hätten wir uns wirklich gewünscht, mehr Zeit zu haben. So haben uns ständig die Deadlines eingeschränkt, in denen man Kandidaten vorstellen und Beschwerden schreiben musste. Insgesamt mussten wir uns auf das wirkliche Tempo politischer Arbeit einstellen. Ach, Politiker haben es schon nicht leicht! ...
Außerdem haben wir wie richtige Politiker im Bayrischen Landtag und in der Münchner Residenz getagt. Es war interessant, sich in das politische Leben zu stürzen, besonders, wenn man die Vorbereitungen des Petersburger Dialogs live beobachten kann. Und unsere Vorsitzenden hatten sogar das Glück, Dmitrij Medwedjew und Angela Merkel real zu treffen. Unsere tollen Sprecher Theresa und Wadim haben der politischen Elite beider Länder die von uns ausgearbeiteten Projekte und Lösungen vorgestellt. Man muss sagen, dass das nachher auch seine Rolle gespielt hat. So hat die Regierung unsere Initiative zur Vereinfachung der Organisation von klein- und mittelständischen Unternehmen für Jugendliche zur Kenntnis genommen, und es wurde zugesagt, Gelder für den Jugendaustausch bereit zu stellen.
Die Erinnerungen an das Jugendparlament kommen mir wie ein farbenfrohes Mosaik vor. Woraus setzt es sich zusammen? Heute erzähle ich von einem dieser Mosaikteile.
In erster Linie ist es natürlich das, was den wichtigsten Programmpunkt ausmachte: Die Arbeit in den Komitees, Sitzungen und Wahlen. Schon vor der Reise hatte ich die Aussage gehört, dass das Jugendparlament ein Politikspiel ist. Gleichzeitig gefielen mir die Worte, die Esther, ein cooles Mädchen aus Passau (das gut russisch spricht) gesagt hatte. Genau kann ich mich nicht an ihre Worte erinnern, aber sie hatte etwas in die Richtung gemeint, dass wir natürlich kein legitimes, richtiges Regierungsorgan sind, was uns aber nicht davon abhalten sollte, Entscheidungen zu treffen und uns zu bemühen, das Leben zum Besseren zu verändern

Wir gaben uns Mühe. Im Rahmen unseres Komitees „Innovationen und Modernisierungen“ haben wir einige Gebiete herausgestellt, in denen unserer Meinung nach Innovationen nötig sind, und haben konkrete Lösungen für die von uns sichtbar gemachten Probleme ausgearbeitet. Allerdings hätten wir uns wirklich gewünscht, mehr Zeit zu haben. So haben uns ständig die Deadlines eingeschränkt, in denen man Kandidaten vorstellen und Beschwerden schreiben musste. Insgesamt mussten wir uns auf das wirkliche Tempo politischer Arbeit einstellen. Ach, Politiker haben es schon nicht leicht! ...
Außerdem haben wir wie richtige Politiker im Bayrischen Landtag und in der Münchner Residenz getagt. Es war interessant, sich in das politische Leben zu stürzen, besonders, wenn man die Vorbereitungen des Petersburger Dialogs live beobachten kann. Und unsere Vorsitzenden hatten sogar das Glück, Dmitrij Medwedjew und Angela Merkel real zu treffen. Unsere tollen Sprecher Theresa und Wadim haben der politischen Elite beider Länder die von uns ausgearbeiteten Projekte und Lösungen vorgestellt. Man muss sagen, dass das nachher auch seine Rolle gespielt hat. So hat die Regierung unsere Initiative zur Vereinfachung der Organisation von klein- und mittelständischen Unternehmen für Jugendliche zur Kenntnis genommen, und es wurde zugesagt, Gelder für den Jugendaustausch bereit zu stellen.
Dienstag, 7. Juli 2009
Uraler Extreme, oder ist die Kama über die Ufer getreten?...
Das ist natürlich nicht so) Aber genau diesen Eindruck hatte ich, als ich abends von der Arbeit nach Hause kam. Ich habe 15 Minuten dagestanden und darüber nachgedacht, wie ich auf die andere Seite herüber kommen soll, zu meinem Haus. Neben mir standen auch andere Leute. Einer fotografierte, und ein anderer zog kurz entschlossen seine Sandalen aus und machte sich daran, dieses Naturwunder wie eine Furt zu durchqueren. Ich folgte seinem Beispiel nicht sofort, weil ich Turnschuhe anhatte.

Ich bin noch links und rechts an der Straße entlang gelaufen und dann zu dem Schluss gekommen, dass es einfach unrealistisch ist, rüber zu gehen, ohne nasse Füße zu bekommen. Dennoch habe ich eine Stelle gefunden, wo der Wasserstrom dünner war. Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Turnschuhe nass werden, und habe sie also doch noch ausgezogen. Und so, einfach nur in Socken durch die wie Gebirgsflüsse fließenden Strömungen watend, habe ich mich bis zu meinem Haus durchgeschlagen.
Bei uns im Ural hat der Sommer also, wie ihr seht, seinen Höhepunkt erreicht. Tagsüber ist es bestenfalls 17 Grad, und es schüttet wie aus Kübeln. Ob man wohl irgendwo noch mal schwimmen kann, außer in Pfützen? …

Ich bin noch links und rechts an der Straße entlang gelaufen und dann zu dem Schluss gekommen, dass es einfach unrealistisch ist, rüber zu gehen, ohne nasse Füße zu bekommen. Dennoch habe ich eine Stelle gefunden, wo der Wasserstrom dünner war. Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Turnschuhe nass werden, und habe sie also doch noch ausgezogen. Und so, einfach nur in Socken durch die wie Gebirgsflüsse fließenden Strömungen watend, habe ich mich bis zu meinem Haus durchgeschlagen.
Bei uns im Ural hat der Sommer also, wie ihr seht, seinen Höhepunkt erreicht. Tagsüber ist es bestenfalls 17 Grad, und es schüttet wie aus Kübeln. Ob man wohl irgendwo noch mal schwimmen kann, außer in Pfützen? …
Montag, 22. Juni 2009
Café Europa erobert die Region Perm
Als Mitarbeiterin des deutschen Lesesaals nahm ich am Café Europa teil. Café Europa ist eine Kulturveranstaltung, die über die Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs aufklärt. Die Veranstaltung bietet ein Meer an Informationen und Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen. Sie dauert fast einen halben Tag: Die ganze Zeit erwarten die Zuschauer Präsentationen bzw. Vorträge, Quiz und interessante Menschen.
Café Europa findet nicht nur in Perm statt, sondern seit kurzem auch in verschieden Gegenden der Region Perm – wie zum Beispiel in diesem Jahr. In den vergangenen Jahren habe ich bereits zwei Mal als Besucher teilgenommen und nun wurde ich eingeladen als Referentin teilzunehmen. Ich stellte den deutschen Lesesaal vor, um genau zu sein das Internationale Informationszentrum des Gebiets Perm, das zur Gorkij-Bibliothek gehört.

Im Rahmen seines kulturellen Auftrags besuchte Café Europa Barda, Otschjor und Lysva. Ursprünglich sollte ich nur nach Barda fahren, aber mir gefiel es so, dass ich mich dazu entschied auch am 3. Tag mitzufahren, und zwar nach Lysva
Die Eindrücke der Fahrt waren einmalig! Selbst die Fahrt an sich war weder anstrengend, noch ermüdend. Während man drinnen im Bus saß, sich mit interessanten Leuten unterhielt und der deutschen Sprache lauschte, zeigte sich durch die Scheiben die malerische Landschaft der Region Perm.

Am Café Europa nahmen Vertreter des Goethe-Instituts Moskau, der Robert Bosch Stiftung, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA), des Sprachzentrums „Modo Vivere“, der Permer Staatlichen Gorkij Universität, der Alliance Francaise Perm, der Permer Staatlichen Landwirtschaftlichen Akademie, der Permer Staatlichen Polytechnischen Universität, des Clubs „Internationale Bildung“ und der EU-Kommission teil.

All diese Menschen waren gekommen, um junge Menschen, die fernab Moskaus leben, über ihre Bildungschancen aufzuklären und ihnen zu erzählen, dass es ein Leben außerhalb von Barda, Lysva und dem Ural gibt. Sie luden die jungen Leute ein, nach Europa zu kommen und versicherten ihnen, dass man dazu keine reichen Eltern braucht. Alles ist möglich, wenn man den Willen und etwas Köpfchen hat.
Mit diesem kulturellen Auftrag, 108 Kilo Informationsmaterial (das die EU zur Verfügung gestellt hat), technischer Ausrüstung und – das Wichtigste – guter Laune machten wir uns auf den Weg in die Tiefe Russlands. Wartete man dort auf uns? Braucht diese Infos überhaupt jemand? Die Erfahrung der letzten 15 Fahrten in die Region – 25 junge Leute schlugen sich mit verschiedenen Stipendien und Programmen bis nach Europa durch – macht deutlich, dass sich der Einsatz lohnt.

Man kann nicht behaupten, dass sich Menschenmassen um uns herum versammelten, aber auf Interesse stieß die Veranstaltung schon. Nicht umsonst ist Café Europa Teil der „tur twortscheskoj molodjoschi“ (Tour der kreativen Jugend), in deren Rahmen Konzerte stattfinden und die Teilnehmer es sich in unserem gemütlichen Zelt bequem machen oder einfach nur reinschauen.
Ingesamt verlief alles Bestens. Auf den Fotos kann man unsere Arbeit sehen.
Café Europa findet nicht nur in Perm statt, sondern seit kurzem auch in verschieden Gegenden der Region Perm – wie zum Beispiel in diesem Jahr. In den vergangenen Jahren habe ich bereits zwei Mal als Besucher teilgenommen und nun wurde ich eingeladen als Referentin teilzunehmen. Ich stellte den deutschen Lesesaal vor, um genau zu sein das Internationale Informationszentrum des Gebiets Perm, das zur Gorkij-Bibliothek gehört.
Wir machen uns auf den Weg
Im Rahmen seines kulturellen Auftrags besuchte Café Europa Barda, Otschjor und Lysva. Ursprünglich sollte ich nur nach Barda fahren, aber mir gefiel es so, dass ich mich dazu entschied auch am 3. Tag mitzufahren, und zwar nach Lysva
Die Eindrücke der Fahrt waren einmalig! Selbst die Fahrt an sich war weder anstrengend, noch ermüdend. Während man drinnen im Bus saß, sich mit interessanten Leuten unterhielt und der deutschen Sprache lauschte, zeigte sich durch die Scheiben die malerische Landschaft der Region Perm.
Blick aus dem Fenster des Buses
Am Café Europa nahmen Vertreter des Goethe-Instituts Moskau, der Robert Bosch Stiftung, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA), des Sprachzentrums „Modo Vivere“, der Permer Staatlichen Gorkij Universität, der Alliance Francaise Perm, der Permer Staatlichen Landwirtschaftlichen Akademie, der Permer Staatlichen Polytechnischen Universität, des Clubs „Internationale Bildung“ und der EU-Kommission teil.

„Bau“ des Cafés
All diese Menschen waren gekommen, um junge Menschen, die fernab Moskaus leben, über ihre Bildungschancen aufzuklären und ihnen zu erzählen, dass es ein Leben außerhalb von Barda, Lysva und dem Ural gibt. Sie luden die jungen Leute ein, nach Europa zu kommen und versicherten ihnen, dass man dazu keine reichen Eltern braucht. Alles ist möglich, wenn man den Willen und etwas Köpfchen hat.
Mit diesem kulturellen Auftrag, 108 Kilo Informationsmaterial (das die EU zur Verfügung gestellt hat), technischer Ausrüstung und – das Wichtigste – guter Laune machten wir uns auf den Weg in die Tiefe Russlands. Wartete man dort auf uns? Braucht diese Infos überhaupt jemand? Die Erfahrung der letzten 15 Fahrten in die Region – 25 junge Leute schlugen sich mit verschiedenen Stipendien und Programmen bis nach Europa durch – macht deutlich, dass sich der Einsatz lohnt.

Und so sieht unser Café aus
Man kann nicht behaupten, dass sich Menschenmassen um uns herum versammelten, aber auf Interesse stieß die Veranstaltung schon. Nicht umsonst ist Café Europa Teil der „tur twortscheskoj molodjoschi“ (Tour der kreativen Jugend), in deren Rahmen Konzerte stattfinden und die Teilnehmer es sich in unserem gemütlichen Zelt bequem machen oder einfach nur reinschauen.
Ingesamt verlief alles Bestens. Auf den Fotos kann man unsere Arbeit sehen.

Präsentation des Deutschlehrers Marcus Engel
(Seite 1 von 4, insgesamt 16 Einträge)
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Cornelius Stiefenhofer, Archangelsk

