
„Und was machst du in Deutschland?“
„Ich mache ein Praktikum bei E.ON!“
Das habe ich meinen neuen deutschen Bekannten jedes Mal stolz geantwortet. Doch meine wunderbaren sieben Wochen in Deutschland sind so schnell vorbei gegangen – ich würde sogar sagen: vorbei geflogen – wie sieben Tage. Und jetzt sitze ich schon wieder Zuhause und erinnere mich sehr gerne an das, was ich dort alles erlebt habe.
Insgesamt gesehen stand die Reise für mich unter dem Zeichen „erstes Mal“: Der Flug, die Reise nach Deutschland, ein Praktikum in einem deutschen Unternehmen, und überhaupt war in Deutschland auch absolut alles neu für mich (Nahverkehr, Leute, Essen, Komfort, Sauberkeit und Sicherheit).

Die erste Woche meiner Reise habe ich in Berlin verbracht, wo im Rahmen meines Stipendiums ein Seminar stattfand. Außerdem sind wir auch noch einmal in der Mitte und am Ende unseres Praktikums nach Berlin gefahren. Das Programm war vollgestopft mit Erlebnissen.

Wir hatten nicht eine freie Minute, aber das gefiel mir auch gut so. Ich habe viel Neues über die deutsche Medienlandschaft erfahren und nette Leute kennen gelernt. Wir waren beim RBB, beim FAZ-Verlag, bei Axel Springer (WELT) und vielen anderen.
Mein sechswöchiges Praktikum habe ich bei E.ON in der PR-Abteilung gemacht. Als ich zum ersten Mal in das Unternehmen kam, hatte ich große Angst, weil ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Aber als ich dann dieses helle, hohe Gebäude sah, und mein helles Büro, dachte ich nur „Wow“, was habe ich für ein irres Glück gehabt, dass ich gerade hier mein Praktikum machen kann. Wie sich herausstellte, hatte ich ein nettes Team.Mir hat gefallen, dass man mit mir wie mit einer

Kollegin und nicht wie mit einer Praktikantin umgegangen ist. Ich war bei allen Meetings dabei. Auf einem habe ich eine Präsentation zum Thema „Massenmedien in Russland“ gehalten. Außerdem habe ich jeden Tag einen kurzen Text darüber verfasst, was Zeitungen und Zeitschriften in aller Welt über den Konzern geschrieben hatten.
Außerdem war ich noch in Essen, wo die Vertretung von “E.ON Ruhrgas“ sitzt,

die mit Russland zusammen arbeitet. Ehrlich gesagt hat mir dieses Büro besser gefallen, denn dort arbeiten nette, aufgeschlossene und kommunikative Leute, die mir immer helfend zur Seite gestanden haben. Alle haben sich ständig miteinander unterhalten, nicht so wie bei mir in Düsseldorf, wo jeder in seinem Büro saß und man sich dann eben bei Meetings oder in der Mittagspause traf. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Praktikumsplatz.
Und abgesehen von der Arbeit bin ich natürlich auch noch gereist. Es wäre schließlich eine Sünde, in Deutschland zu sein und nicht in die umliegenden Städte zu fahren, vor allem dann, wenn man in NRW wohnt! Selbstverständlich konnte ich diese Möglichkeit nicht verstreichen lassen. Ich bin also in der näheren Umgebung herumgefahren, und nicht nur das: Sogar nach Sachsen hat es mich verschlagen.

Aber dann habe ich festgestellt, dass es nichts Schöneres und Besseres als mein mittlerweile schon heimatliches Düsseldorf gibt. Sollen es doch ruhig alle für eine Industriestadt halten – es ist einfach großartig. Seine Altstadt, die Uferpromenade, der Rhein, all die Parks (und schon breitet sich wieder ein Lächeln auf meinem Gesicht aus – beim bloßen Gedanken an diese Orte). Ich will sehr gerne noch mal zurück dorthin.

Obwohl es in der ersten Zeit furchtbar hart war – denn da wurde ich mit diesen ganzen neuen und für mich unverständlichen Sachen konfrontiert und musste mich schnell an alles gewöhnen – aber das hat dann, wie ich jetzt sagen kann, alles gut geklappt.
Danke an das Deutsch-Russische Forum e.V. und an E.ON für die Möglichkeit, mein Praktikum gerade in dieser PR-Abteilung zu machen. Das war wirklich eine unvergessliche Erfahrung für mich. Vielen Dank!