Die Zeit vergeht, viel schneller als man denkt. Nun steht das Ende meines Aufenthaltes hier in Zentralasien schon vor der Tür!
Bevor mein Freiwilligendienst offiziell Mitte August endet, möchte ich noch einige Gedanken formulieren, die mich in den letzten Monaten beschäftigt haben.
Ein kleines Fazit
Meine Arbeit im Goethe-Institut ist nun zu Ende. Ich habe in den Monaten sehr viel gelernt und erfahren und habe mich unglaublich wohl gefühlt. Die Arbeit war immer abwechslungsreich und hat mir viel Freude bereitet. Jedem Interessierten sei ein Praktikum an einem Goethe-Institut von meiner Seite wärmstens empfohlen!
An dieser Stelle sei auch jedem Interessierten der Freiwilligendienst "kulturweit" empfohlen, der meine Zeit in Zentralasien überhaupt ermöglicht hat und mit einer wunderbaren Betreuung und Organisation das Gefühl von Sicherheit und Rückhalt bietet und dank dem ich sogar Georgien mit seiner Hauptstadt Tbilisi kennenlernen konnte.
Meine Russisch-Kenntnisse sind in den Monaten "лучше и лучше" (besser und besser) geworden und meine Umgebung wurde in allen passenden (und manchmal unpassenden) Momenten mit meiner positiven Lebensformel "Всё хорошо и всё будет хорошо!" (Alles ist und wird gut) beglückt.
Ich hatte das große Glück in einer wunderbaren WG zu leben, bei der zwar alle Probleme mit Klebstreifen gelöst wurden, in der ich aber sehr glückliche Momente verleben durfte und meine neugewonnenen Erkenntnisse (Danke an Tatjana!) direkt in die Tat umsetzen konnte.
Ich hatte die Möglichkeit, nicht nur in Kasachstan meine Erfahrungen zu sammeln, sondern auch in dem kleinen Nachbarland Kirgistan für einen Monat zu leben und zu arbeiten. Dort habe ich an einer PASCH-Sommerschule zum Thema "Naturwissenschaften und Deutsch" mitgewirkt. Sehr spannend war für mich der Kontakt mit den kirgisischen Schülern und Betreuern, mit denen ich viele interessante Gespräche geführt habe durch die ich viel erfahren habe.
Mir scheint es, als wäre in Bischkek die kirgisische Sprache noch viel präsenter und im Alltag noch mehr gebräuchlicher als die kasachische Sprache in Almaty. Der Einblick in diese beiden Vertreter der Familie der Turksprachen war für mich sehr interessant und bereichernd. Viel habe ich zwar bei dem Geplauder der Schüler nicht verstanden, aber dafür kann ich mittlerweile zumindest bis zehn zählen.
Bischkek ist eine schöne Stadt mit vielen Grünflächen und ist etwas kleiner und dem Anschein nach ruhiger als Almaty. Kirgistan hat ebenso wie Kasachstan auch eine wunderbare Natur zu bieten! Der Nationalpark Ala-Artscha ist wunderschön und der Issyk-Kul ist eine atemberaubende Schönheit, die den Badenden mit einem Panorama auf die umgebenden Berge verwöhnt.
Und auch wenn Kasachstan und Kirgistan direkte Nachbarn sind, so war für mich doch anfangs einiges gewöhnungsbedürftig- wohl deswegen, weil ich in Almaty in einer WG und in Bischkek im Wohnheim gelebt habe. Zum Beispiel Pelmeni und Reis mit Würstchen zum Frühstück, die etwas anderen Sanitäranlagen und das Wetter, das nach den ersten sehr kalten Tagen doch unglaublich heiß geworden ist.
Die Menschen, die ich kennengelernt habe, waren sehr freundlich und interessiert und im Wohnheim hatten wir immer sehr viel Spaß bei Mafia und späten Mahlzeiten! Ich hoffe sehr, dass ich einige in Deutschland, Kirgistan oder anderswo auf der Welt wiedersehen werde! Die Zeit in Kirgistan hat mir sehr gut gefallen und vielleicht komme ich eines Tages wieder, um noch mehr von diesem Land zu entdecken.
Almaty habe ich sehr ins Herz geschlossen und die Stadt ist für mich zu einer kleinen Heimat geworden. Bei der Rückkehr aus Bischkek habe ich mich sehr über das Wiedersehen gefreut und es war schon ein kleines Stück "Nachhausekommen", bevor übermorgen die Heimreise in die deutschen Gefilde ansteht.
Auch wenn, oder gerade weil, ich vor meiner Zeit hier sehr wenig über Zentralasien gewusst habe, habe ich es keinen Tag bereut, meine Zusage zu diesem Abenteuer gegeben zu haben. Ich habe hier eine sehr glückliche Zeit verlebt, habe viele wundervolle Menschen kennengelernt und spüre schon vor meiner Abreise eine Sehnsucht, wieder zurückzukommen.
An alle Menschen, die mir diesen Aufenthalt ermöglicht und versüßt haben, möchte ich hiermit Danke, Спасибо, Рахмет und Рахмат sagen!
Montag, 8. August 2011
Ein kleines Fazit
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