An Jekaterinburg… Du bist ein Märchen, ein Traum, ein Wunder!!!
Ich fange mal damit an, dass ich euch erkläre, wieso ich plötzlich auf Jekaterinburg komme. Na ja, meine Freunde sagen immer: „Das ist deine Stadt!“. Und wirklich: sie ist, wenn man nach dem Namen geht, die Stadt von Jekaterina (allerdings nicht nach mir benannt, denn solche Berühmtheit habe ich bisher noch nicht erreicht=))). Aber es ist nicht nur der Name. Auch von der Stimmung her, die in dieser Stadt herrscht, ist sie meine! Hier atmet alles Freiheit und Glück, überall leuchten bunte Farben, man wird, wohin man auch geht, angelächelt, und Traurigkeit und Unglück haben hier keinen Platz.
Jekaterinburg ist eine jugendliche Stadt. Es gibt hier viele junge Leute – aktiv, talentiert, progressiv denkend und zielstrebig. Und viele Neubauten: Wolkenkratzer genauso wie elitäre und sehr schöne Wohn- und Bürokomplexe. Trotzdem gibt es in der Stadt auch sehr viele alte Gebäude, die in einem hervorragenden Zustand sind. Jekaterinburg ist eine Stadt der Kontraste, in der die Kultur des Vergangenen, des Gegenwärtigen und Zukünftigen gleichermaßen miteinander verwoben ist. Die Kultur des Vergangenen ist das kulturelle Erbe, das die Einwohner der Stadt seit den Lebzeiten V. Tatischtschevs und V. de Genins, den Gründervätern der Stadt, behutsam bewahren.
Die Kultur des Gegenwärtigen: das sind die Bauten, die zu unseren Zeiten entstanden sind. Kleine, aber sehr prägnante Skulptur-Kompositionen, die man praktisch an jeder Ecke finden kann. Die Kultur des Zukünftigen besteht aus der Jugend, dem Potential, das sie in sich trägt und den Zielen und Aufgaben, die sie sich setzt. Und man muss hinzufügen, dass – nach dem zu urteilen, was ich gesehen habe – Jekaterinburg in der Zukunft nur noch weiter erblühen kann. Hier sind wirklich wunderbare junge Leute zu Hause, die ich das Glück hatte, im Rahmen des 2. Eurasischen Jugend-Wirtschaftsforums, zu dem ich nach Jekaterinburg gefahren war, kennen zu lernen. Das Eurasische Jugend-Wirtschaftsforum ist eine großformatige wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltung, die junge Leute aus allen Ecken des Erdballs für ein paar Tage zusammen bringt – damit sie nicht nur neue Freunde finden, sondern auch mit vereinten Kräften Lösungswege für die globalen Probleme, mit denen unser Planet zu kämpfen hat, suchen und diskutieren können.
Hiermit sind genauso die Problematik von Krieg und Frieden wie auch wirtschaftliche Probleme, Probleme der Globalisierung und die Frage nach der Entwicklung einer internationalen Zusammenarbeit gemeint. Und nicht grundlos gab es im Rahmen des Forums einen ökologischen und einen ökonomischen Bereich, einen für internationale Beziehungen und einen zur touristischen Entwicklung, in deren Rahmen auch diese globalen Probleme diskutiert worden sind. Das Eurasische Forum ist eine offene Plattform, auf der alle Teilnehmenden ihre Meinung sagen und ihr Interesse am Schicksal der Menschheit und des Planeten zum Ausdruck bringen können.
Die hauptsächliche Mission des Forums ist die Entwicklung eines Dialogs zwischen den unterschiedlichen Zivilisationen. Und hier, auf Jekaterinburger Boden, kommt dieser Dialog ziemlich erfolgreich zustande. Schließlich sind alle Bedingungen dafür vorhanden: Engagierte junge Leute, wunderbare WissenschaftlerInnen und SpezialistInnen, eine Atmosphäre der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Handelns. Und selbst die Geographie lässt die Stadt nicht im Stich: Jekaterinburg liegt an einer Stelle, wo zwei Erdteile – Europa und Asien – aufeinandertreffen, ist also genau die Mitte des Eurasischen Kontinents. Und es gibt hier sogar eine Grenzmarkierung: „Die Grenze zwischen Europa und Asien“. Wir sind an dieser Grenze gewesen. Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, was das für ein Glücksgefühl ist, mit einem Bein in Europa und mit einem in Asien zu stehen. In diesem Moment habe ich mich wirklich wie jemand aus Eurasien gefühlt – als ein Mensch, der ehrlich offen ist für den Dialog mit VertreterInnen anderer Länder.
Und während des Eurasischen Forums ist es mir auch wirklich gelungen, in einen Dialog mit anderen Nationen und Völkern zu treten: Denn jetzt habe ich Freunde aus den USA, Namibia, Kasachstan, Kirgisien, China, Vietnam und vielen anderen Staaten.
Und das ist eben auch ein Weltwunder: Dass du weißt, dass jedes Volk und jede Nation zu deinen Freunden zählen. Vielen Dank an die OrganisatorInnen des Eurasischen Forums dafür, dass sie es mir ermöglicht haben, mit diesem Weltwunder Kontakt aufzunehmen!!!=)))))


