Auf den Schweriner Straßen fallen einem sofort die fröhlich-bunten Nashörner ins Auge. Der erste Gedanke dazu ist: Diese Nashörner sind wohl ein Symbol Schwerins, so wie der Bär ein Symbol für Berlin ist.
Aber dem ist absolut nicht so. Denn all das liegt an Clara.
Im Jahre 1741 kaufte der holländische Kapitän Van der Meer in Kalkutta das Nashornbaby Clara und brachte es per Schiff nach Rotterdam. Von Holland aus machte er sich mit seinem Nashorn auf eine lange siebzehnjährige Reise durch ganz Europa, größtenteils in einem speziellen Wagen, den acht Pferde zogen. Clara war das erste lebendige Nashorn, das vor dreihundert Jahren in Europa zu sehen war.
Der französische Künstler Jean-Baptiste Oudry malte im 18. Jahrhundert ein drei Meter hohes und viereinhalb Meter breites Leinwandportrait von Nashorn Clara. 2008 wurde dieses Bild zusammen mit anderen Gemälden mit Tiermotiven im Schweriner Museum ausgestellt, nachdem es in Amerika aufwendig restauriert worden war. Außerdem wurde dem Schweriner Zoo in diesem Jahr für das Nashorn Limpopo eine Partnerin aus Afrika gebracht, die den Namen Clara bekam. Durch dieses doppelte Ereignis hat Schwerin die Claramanie erfasst.
Vom 23. April bis zum 11. Oktober findet in Schwerin unter dem Motto „Sieben Gärten mittendrin“ die BUGA (Bundesgartenschau) 2009 statt.
Die erste Bundesgartenschau Deutschlands wurde im Jahr 1951 in Hannover gezeigt. Seitdem wird die Ausstellung alle zwei Jahre präsentiert. Das vorangegangene Festival fand in der Stadt Gera statt, nach Schwerin wird die nächste Ausstellung im Jahre 2011 in Koblenz zu sehen sein. Da wir nun schon einmal in Schwerin waren, konnten wir uns dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Für nur 14 Euro fanden wir uns in einer faszinierenden Welt von Blütenphantasien und unbeschreiblicher Schönheit wieder.
In einigen Gärten ersetzen Glassplitter das Gras:
Der Schlosspark ist in der Bundesgartenschau die größte von sieben Gartenflächen. Hier kann man auch durch eine Ausstellung historischer Denkmäler und Grabgestaltung spazieren.
Ein Blumenmeer
Ein Blumenschühchen:
Birnen- und Apfelgiganten:
Deswegen lohnt es sich schon, nach Schwerin zu fahren: Das Schweriner Schloss