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    <title>Victoria Voll - Sprachen ohne Grenzen - Blog</title>
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    <pubDate>Wed, 23 Sep 2009 23:01:34 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Victoria Voll - Sprachen ohne Grenzen - Blog - </title>
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    <title>Wie viel Sprache braucht es zur Integration?</title>
    <link>http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/16-Wie-viel-Sprache-braucht-es-zur-Integration.html</link>
            <category>18.09.2009, Freitag</category>
            <category>Integration</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;„Sprache und Integration“ lautete der Schwerpunkt, der heute Vormittag im Plenarsaal der Akademie der Künste diskutiert wurde. Viele der Redner stellten sich die Frage, wie die beiden Titelbegriffe zusammenhängen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Drei Prozent der Weltbevölkerung, nämlich die Gruppe der Migranten, sieht sich aktuell in vielen Ländern Europas mit Sprachprüfungen und Staatsbürgerschaftstests konfrontiert, sobald sie sich um eine Einbürgerung im aufnehmenden Land bemühen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viel Sprache braucht es nun also zur Integration? In der Posterpräsentation der ALTE war zu lesen, dass das geprüfte Sprachniveau in den europäischen Ländern von A1 bis B2 des &lt;a href=&quot;http://www.goethe.de/z/50/commeuro/deindex.htm&quot; title=&quot;http://www.goethe.de/z/50/commeuro/deindex.htm&quot;&gt;Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER)&lt;/a&gt; reicht, je nach dem, ob es sich um die Zusammenführung von Familien, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder den Erwerb der Staatsbürgerschaft handelt. Dabei unterscheiden sich die Bestimmungen auch unter den einzelnen Ländern noch sehr (siehe auch die &lt;a href=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/24-Sprachliche-Integration-ein-westeuropaeisches-Phaenomen.html&quot; title=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/24-Sprachliche-Integration-ein-westeuropaeisches-Phaenomen.html&quot;&gt;Übersicht des Europarats&lt;/a&gt;, in „Sprachtests für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Staatsbürgerschaft“, 2009, 13).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Exklusion statt Integration&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einige der Redner stellten aber genau diesen Zusammenhang in Frage: Was sagen denn eigentlich Sprachkenntnisse (aber auch Gesellschaftskunde-Wissen) über den Willen des Migranten zur Integration oder seinen Integrations-Erfolg aus, fragte Philia Thalglott von der Europäischen Kommission. Alan Davies von der Universität Edinburgh sieht in den Sprachtests ein Mittel, das weniger Integration befördert, sondern das Gegenteil – nämlich den Ausschluss von Bevölkerungsgruppen – zur Folge hat. Damit führte er auch ethische Fragen ins Feld, die sich nicht nur die Verantwortlichen für Sprachpolitik stellen sollten, sondern auch die Entwickler von Sprachtests, so sein Plädoyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px; &quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:77 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/Bildergalerie1/thalgott.JPG&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Philia Thalgott von der Abteilung Sprachenpolitik des Europarats.&lt;br /&gt;Foto: Petra Siewert&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den positiven Effekt eines Sprachkurses, der den Migranten die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll, waren sich alle Redner einig. Doch sollte dieser Lernerfolg, gemessen durch eine Prüfung, über das Recht und die Eignung zur Einbürgerung entscheiden dürfen? Alan Davies machte deutlich: Eine gemeinsame Sprache ist nicht zwangsläufig ein Katalysator für einen Zusammenhalt in der Bevölkerung, wie die Beispiele Nord-Irland, Nord- und Südkorea sowie die ehemalige DDR und die BRD zeigen. Philia Thalglott hob hervor: Erfolgreiche Integration ist ein zweiseitiger Prozess, der nicht die Anpassung der Migranten zum Ziel haben darf (zitiert nach ECRI, Annual Report 2008). Wer also testet die Fähigkeit der aufnehmenden Bevölkerung, Integration zuzulassen und aktiv voranzubringen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Controlling my mouth&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Elana Shohamy von der Universität Tel Aviv fragte: Ist das Erlernen der Nationalsprache in allen Kontexten essentiell, um in einer Gesellschaft zurecht zu kommen? Sollte es nicht eine individuelle Entscheidung sein, welche Sprache ich lerne und für nützlich halte? Wird durch die Sprachprüfungen nicht gerade die Diversität einer Gesellschaft in Bezug auf Kultur und Sprachen verneint? Auch Alan Davies hält die Koppelung von Sprache und nationaler Identität für ein konservatives Modell, das jedoch dem Selbstverständnis der Sprachprüfungen zu Einbürgerungszwecken zu Grunde liege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px; &quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:79 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/Bildergalerie2/Shohamy.JPG&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Elana Shohamy&lt;br /&gt;Foto: Petra Siewert&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unterstützung für ein Jahr?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elana Shohamy prangerte an, dass man Migranten bei dem Erlernen der neuen Sprache nur ein Jahr lang unterstützt. Ihre Untersuchungen unter Schülern mit Migrationshintergrund in Israel haben ergeben, dass es bis zu 9 Jahre dauert, bis die Schüler im Unterricht das sprachliche Niveau eines gleichaltrigen Muttersprachlers erreichen. Doch gleichzeitig gibt sie zu bedenken, dass ein solcher Vergleich den mehrsprachig aufwachsenden Schülern nie gerecht werden wird. Die Studien Shohamys ergaben auch, dass die monolingualen Strukturen in der Schule Kinder mit Migrationshintergrund benachteiligen. Am Beispiel von mathematischen Aufgaben konnte sie zeigen, dass die jungen Migranten bei zweisprachig verfassten Aufgabenstellungen deutlich besser abschnitten, als bei einsprachig hebräischen Aufgaben. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wer bisher Sprachtests zur Einbürgerung als Selbstverständnis hingenommen hatte, dem war spätestens nach diesem Vormittag klar, wie folgenreich die aktuelle Sprachen- und Integrationspolitik für den einzelnen Migranten sein kann. Die Beachtung von Ethik und Fairness bei der Entwicklung von Sprachtests war daher der Grundsatz, dem sich wohl die meisten Redner anschließen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 19 Sep 2009 11:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>alan davies</category>
<category>alte</category>
<category>elana shohamy</category>
<category>phila thalgott</category>
<category>sprachtests</category>

</item>
<item>
    <title>Unserdeutsch – Ein dokumentarisches Südseemärchen</title>
    <link>http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/26-Unserdeutsch-Ein-dokumentarisches-Suedseemaerchen.html</link>
            <category>18.09.2009, Freitag</category>
            <category>19.09.2009, Samstag</category>
            <category>Rahmenprogramm</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ich erzähle euch jetzt eine wahre Geschichte.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten beginnt das Theaterstück &lt;em&gt;Unserdeutsch – ein dokumentarisches Südseemärchen&lt;/em&gt; in der Black Box der Akademie der Künste, eindrucksvoll gespielt von der aus Südafrika stammenden Schauspielerin Yvette Coetzee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:88 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/Bildergalerie1/04_WeihnachtenPapuaNeuguine.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Weihnachten auf Papua-Neuguinea&lt;br /&gt;© Harry Hoerler&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte handelt vom deutschen Kolonialismus in Papua-Neuguinea, von den Kindern deutscher Kolonialherren und einheimischer Frauen, von der Suche nach Identität und von einer Kreol-Sprache: &lt;a title=&quot;Ethnologue&quot; href=http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=uln target=&quot;blank&quot;&gt;Unserdeutsch&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine Schultafel in der Mitte des Raums malt Coetzee Kreidezeichnungen, die plötzlich animiert werden, alte Fotos erscheinen, kurze Videosequenzen, Interviews von den jetzt erwachsenen Sprechern von Unserdeutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erfahren aus Sicht der sich Erinnernden vieles über die Zwänge der Missionarsschule, ausgedrückt in dem notorischen Wiederholen deutscher Verbkonjugationen. Familien und der Zusammenhalt unter den so genannten &amp;quot;half-caste-children&amp;quot; werden sichtbar, aber auch das Leben zwischen zwei Welten, die Frage nach der Zugehörigkeit werden thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Wechsel zwischen den Sprachen Deutsch, Unserdeutsch und Englisch: Ein Stück über die Mehrsprachigkeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählende kommuniziert mit den Unserdeutsch-Sprechern über die Schultafel: Einige Erinnerungen verblassen, der Kontakt bricht ab, aus fotografierten Personen werden Leerstellen, verbildlicht als umrisshafte Flecken des nassen Schwamms auf der hellen Tafel. Andere Erinnerungen werden vehement mit dem Schwamm gelöscht oder weggeschoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was passiert mit der Kreolsprache Unserdeutsch aus Vunapope? Ist sie bald auch eine Leerstelle in der Liste der Sprachen weltweit oder wird sie Bestand haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Stücks ist noch Zeit für ein Gespräch mit dem Linguisten Craig A. Volker und dem Zeitzeugen und Sprecher von Unserdeutsch, Harry Hoerler aus Papua-Neuguinea. Eine Frage nach der anderen stellte das Publikum den beiden Gästen. Schließlich meldet sich auch eine ältere Frau zu Wort und beginnt völlig unvermittelt den Namen, das Geburtsdatum und den Geburtsort ihres Großvaters aufzuzählen: Er lebte als Deutscher während der Kolonialzeit in Vunapope, Papua-Neuguinea. Plötzlich rückte der Wirklichkeits-Bezug des Stücks noch einmal deutlich in das Bewusstsein der Zuschauer und die geografische Distanz zwischen Berlin (Deutschland) und Berlinhafen (Papua-Neuguinea) verschwindet in den schwarzen Wänden der Black Box. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stück ist noch bis zum 29. September 2009 in Deutschland zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Link-Tipps&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.goethe.de/bilder2/symbole/intern-gruen.gif&quot;&gt;&lt;a title=&quot;Weitere Vorstellungstermine und Informationen&quot; href=http://www.unserdeutsch.com target=&quot;blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Weitere Vorstellungstermine und Informationen zum Stück „Unserdeutsch“&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.goethe.de/bilder2/symbole/intern-gruen.gif&quot;&gt;&lt;a title=&quot;Weitere Hintergrundinfos mit Audiobeispielen (goethe.de)&quot; href= http://www.goethe.de/ges/spa/prj/sog/pjs/udt/deindex.htm target=&quot;blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Weitere Hintergrundinfos mit Audiobeispielen (goethe.de)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 21 Sep 2009 15:24:00 +0200</pubDate>
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    <category>kreol-sprache</category>
<category>mehrsprachigkeit</category>
<category>theaterstück</category>
<category>unserdeutsch</category>

</item>
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    <title>Tests auf dem Prüfstein</title>
    <link>http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/23-Tests-auf-dem-Pruefstein.html</link>
            <category>18.09.2009, Freitag</category>
            <category>Integration</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;„Sind Tests bei Abschluss des Sprachkurses im Rahmen der Einbürgerung Ihrer Meinung nach&lt;/li&gt; &lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;nützlich,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;notwendig,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;fair,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;bedeutungsvoll,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;angemessen?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt; &lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Hatten Sie Angst bei der Beantwortung der Fragen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hatte der Test einen Einfluss auf Ihr Familienleben?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Können Sie sich Alternativen zu dem Test vorstellen?“&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;In etwas diese Fragen stellte Szilvia Papp den Teilnehmern des „Cambridge ESOL“-Tests in Großbritannien im Rahmen einer Wirkungsanalyse. In kurzen Videosequenzen präsentierte sie nun einzelne Ergebnisse. Auf die Frage nach der Nützlichkeit der Tests beschrieb eine Migrantin ihre Kenntnisse bei der Ankunft in Großbritannien: „We don&#039;t know nothing about this country!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann fügte Sie ergänzend hinzu: In dem Kurs habe sie nützliches Wissen erhalten, zum Beispiel die Information, wann im Jahr die Schule für die Kinder beginnt. Eine andere Teilnehmerin im Interview hielt die landeskundlichen Informationen, wenn es sich um Politik oder Geschichte handelte, für überflüssig. Am Nachmittag – immer dann, wenn dieser landeskundliche Teil des Kurses stattfinde – sei irgendwie niemand mehr anwesend.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Wirkungsanalyse in Italien, vorgestellt von Guiliana Grego-Bolli (Universität Perugia), nannte Effekte von Sprachkursen zur Einbürgerung, denen Teilnehmer in hoher Zahl zugestimmt hatten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Mehr Interessen zu haben&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mehr Zeitung zu lesen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Leichter Freunde zu finden&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
Auch die Annahme des Sprachtests durch die Immigranten wurde untersucht. Einige Teilnehmer äußerten sich positiv und hoben das Zertifikat bei Abschluss des Tests als anerkannten und nützlichen Nachweis bei der Arbeitssuche hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kurs wichtiger als der Test?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonja Haug vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wies in ihrer Studie &lt;em&gt;Integrationspanel&lt;/em&gt; nach, dass von den Teilnehmern an Sprachkursen zur Einbürgerung diejenigen am meisten profitierten, die jung waren, schon Vorkenntnisse mitbrachten, einen längeren Aufenthalt in der neuen Sprachumgebung aufwiesen und bereits in die Gesellschaft integriert waren. Für Ältere, Immigranten mit geringer Schulbildung und einer kurzen Aufenthaltszeit war es vergleichsweise schwieriger das Sprachniveau B1 zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width: 500px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:61 --&gt;&lt;img height=&quot;333&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/Bildergalerie1/_MG_8844.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; / alt=&quot;Sonja Haug bei der Präsentation des Integrationspanels&lt;br /&gt;Foto: Petra Siewert&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sonja Haug bei der Präsentation des Integrationspanels&lt;br /&gt;Foto: Petra Siewert&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich die Antworten der Teilnehmer in den drei Wirkungsanalysen auf die Beurteilung des Sprachkurses konzentrieren und weniger auf ihre Einschätzung der abschließenden Tests. Handelt es sich hier um ein Verständnisproblem sprachlicher Art, oder lautet das Resultat, dass der Sprachkurs im Bewusstsein der befragten Immigranten einen viel höheren Stellenwert einnimmt als der Abschlusstest?&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 19 Sep 2009 10:47:00 +0200</pubDate>
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    <title>Bollywood macht Schule</title>
    <link>http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/28-Bollywood-macht-Schule.html</link>
            <category>19.09.2009, Samstag</category>
            <category>Integration</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;Wie lernt man am einfachsten Hindi? Viele Inder haben die Frage für sich so beantwortet: Mit Bollywood-Filmen! Der Dokumentationsfilm des Regisseurs Armin Paul Hampel &lt;em&gt;Zubaan: Hindi&lt;/em&gt; trägt den Untertitel &lt;em&gt;Der Zungenschlag Bollywoods&lt;/em&gt; und berichtet über eine unglaubliche Ausbreitung einer Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Land mit &lt;a title=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachen_Indiens&quot; href=http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachen_Indiens target=&quot;blank&quot;&gt;über 100 gesprochene Sprachen&lt;/a&gt;, dürfte es schwierig sein, in Sachen Filmsprache die richtige Wahl zu treffen, wenn man nicht nur eine kleine Minderheit an Sprechern erreichen will. Denn selbst die Amtssprache Englisch lernt in den häufigsten Fällen nur die Bildungsschicht. Lange Zeit war trotzdem Englisch die Sprache der Kinofilme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dann begann der Erfolg der Bollywood-Filme, die tausende Kinogänger wegen ihrer Mischung aus Action, Herz-Schmerz, Tanz- und Musikeinlagen in die Kinos trieb. Mit diesen Filmen verbreitete sich durch berühmte, Hindi-sprechende Bollywood-Schauspieler wie beispielsweise Shahrukh Khan auch die Sprache im Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br clear=&quot;all&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinofilme verursachten eine so großflächige Sprachverbreitung, wie sie kein Politiker zuvor in der Lage war durchzusetzen. Immer noch strömen die Fans in die Bollywood-Filme, egal, ob sie nun Hindi verstehen oder nicht. Oft zeigen die Filme Wirkung, wie die, von der ein Mann in einem Interview des Dokumentarfilms berichtet: „I started learning Hindi through the (Hindi-)films!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hindi der Bollywoodmovies hat noch einige Besonderheiten: Es ist eher das Hindi der Straße als eine Standardsprache und es nimmt Einsprengsel aus anderen indischen Sprachen auf, die die Schauspieler mit einbringen. So trägt das Kino einerseits zu einer für Hindi-Sprecher erfreulichen Verbreitung der eigenen Sprache bei, andererseits verändert es die Sprache auch so sehr, dass mancher Angst um „seine“ Sprache bekommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:83 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/krumm.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hans Jürgen Krumm von der Universität Wien bei der Podiumsdiskuission im Anschluss an die Bollywood-Dokumentation.&lt;br /&gt;Foto: Petra Siewert&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 19 Sep 2009 23:36:39 +0200</pubDate>
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<category>kino</category>

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    <title>Am Rande</title>
    <link>http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/archives/27-Am-Rande.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br clear=all /&gt;Nach einem interessanten Vortrag entwickelt sich im Raum noch eine lebhafte Diskussion über die gehörten Inhalte. Person X im Publikum macht gegenüber der Vortragenden Y einen fachlichen Einwand. Daraufhin entwickelt sich folgendes kurzes Gespräch:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vortragende Y: „Diesen Einwand kann ich verstehen, er bezieht sich auf die Kategorisierung, die X auch vornimmt ...“&lt;br /&gt;
Person X (unterbricht): „Ja, das bin ich.“&lt;br /&gt;
Vortragende Y (völlig überrascht): „Ach, das sind Sie?!“&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 19 Sep 2009 23:25:00 +0200</pubDate>
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    <title>Berlin - Die Stadt der vielen Sprachen</title>
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            <category>18.09.2009, Freitag</category>
            <category>Rahmenprogramm</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Victoria Voll)</author>
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    &lt;br clear=all /&gt;Die Stadtführung unter dem Motto „Sprachenvielfalt in Berlin“ macht mir eins deutlich: Wenn Goethe vor allem wegen seiner Kenntnisse in mehreren Sprachen als Weltbürger verstanden wurde, dann kann Berlin ohne Umschweife als Weltstadt bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:80 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;335&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/sprachen-ohne-grenzen/uploads/BBTor.jpg&quot; alt=&quot;Das Brandenburger Tor&lt;br /&gt;Foto: Christoph Brammertz&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Brandenburger Tor&lt;br /&gt;Foto: Christoph Brammertz&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Brandenburger Tor schwappt unserer Gruppe schon das Stimmengewirr der Touristen in unterschiedlichen Sprachen entgegen, doch auch die Gebäude rund um den Pariser Platz erzählen ihre Geschichte in mehr als einer Sprache: Die französische, amerikanische und die russische Botschaft in Sichtweite, dann das Hotel Adlon mit seinen internationalen Gästen und das Europäische Haus (Sitz der Europäischen Kommission in Deutschland). Überall dort lässt sich Einsprachigkeit schlecht vorstellen, denn dort findet Austausch statt: zwischen Ländern und zwischen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück weiter kommt man ins Gespräch über das Stelenfeld, dem Mahnmal für die ermordeten Juden Europas. Versteht man auch ohne Sprache? Oder spricht die Formgebung des Künstlers eine eigene Sprache? Eine, die nachdenkliche und explizite Sprache überflüssig macht? Sprachgewandt kann man wohl den Umgang der Berliner mit unterschiedlichen Fremdsprachen und Dialekten nennen, die in Wörtern wie &lt;i&gt;dufte&lt;/i&gt; (jidisch), &lt;i&gt;Fisimatenten&lt;/i&gt; (französisch) oder im Stadtnamen &lt;i&gt;Berlin&lt;/i&gt; (slawisch) weiterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Ministergärten kommt Melanie Hillmann, die unsere Gruppe begleitet, dann auf die Bildungspolitik und Förderung von Mehrsprachigkeit in den einzelnen Bundesländern zu sprechen. Wer hätte gedacht, dass es allein in Berlin etwa 75 bilinguale Kindertagesstätten gibt. Von Englisch über Türkisch bis zu Chinesisch wird schon den kleinsten Berlinern ordentlich was geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur für die Fahrt in die Stadtviertel von Berlin, in denen Mehrsprachigkeit kein Begriff, sondern gelebte Realität ist, dafür hat die Zeit leider nicht gereicht. Dabei hätten wir dort wohl gut erleben können, was es heißt, in eine andere sprachliche Umgebung einzutauchen, in der man nicht jedes Wort versteht, ja vielleicht sogar gar keins. Und in der selbst die sonst so selten beachteten, oft schnell überflogenen Werbeschilder zu einer sprachlichen Herausforderung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachen ohne Grenzen – ein Motto, dass man sich zu Herzen nehmen sollte: Indem man die eigenen, begrenzten Fremdsprachenkenntnisse durch die vielen Sprachen der Stadt bereichert. Wir jedenfalls haben beim Abendessen gleich einen Anfang gemacht: Mit der Speisekarte auf Japanisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 19 Sep 2009 11:24:00 +0200</pubDate>
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    <category>berlin</category>
<category>dialekte</category>
<category>stadtspaziergang</category>

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