Nun ist er also da, mein letzter Eintrag.
Was hat diese Reise mir gebracht? Ich habe vielerlei Dinge erfahren; hanseatische Trockenheit, milanesischen Humor, nepolitanische Herzlickeit und römische Gemütlickeit. Ich habe eine Woche lang mit vollkommen Fremden, inzwischen Freunden, verbracht. Ich habe in Hamburg Kartoffel gegessen und in Carfizzi mit kleinen Grundschülern getanzt. Ich habe deutsches Bier und italienischen Vino getrunken. Ich habe deutsche Unpünktlichkeit und italienische Bescheidenheit erlebt. Kurz: Ich habe eine andere Kultur kennengelernt und darüber meine Eigene um so besser verstehen gelernt. Die Gegensätze zwischen den Kulturen mögen zwar existieren, doch wenn man mit gutem Willen und offenen Geist durch das Leben schreitet, kann man so viel mehr entdecken. Ich will diese Woche auf gar keinen Fall mehr missen und richte hiermit ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten:
An unsere unermüdliche Organisatorin Gerdis, die allesvollbringende Soledad, an unsere beiden Lehrkräfte Simona und Benedicta, an die Nordlichter Lukas und Timm, an unsere italienischen Kameraden und an meinen treuen Luke. Was nehme ich also mit? Ein gutes Gefühl, Freunde kennen gelernt zu haben.
In diesem Sinne: We will rock you!
Tuesday, 1. November 2011
Mir gehen langsam die Titel aus
Uff. Was für ein Akt. Eigentlich hätte dieser Eintrag schon gestern online gehen sollen, aber wie wir alle wissen, können Computer manchmal äußerst launische Geschöpfe sein.
Ich gebe zu, auch gestern ist ein ziemlich spätes Datum dafür, dass ich bereits Samstag zurückgekommen bin, aber es gab hier so viel zu tun (Bier). Zu allem Überfluss wollte mich meine Muse auch nicht rechtzeitig küssen, typisch Frau halt. Aber nun präsentiere ich stolz:
Meinen vorletzten Blogeintrag!
Nun also der Reihe nach: Nach dem herrlichen Nachmittag in Rom sollte laut Programm ein gemütliches Abendessen in einer Pizzeria sowie der anschließende Transfer per Taxi zum Flughafen folgen. Denkste. Dank des vorzüglichen Nahverkehrsnetzes verzögerte sich die Ankunft eines Großteils der Gruppe (eine wenige Glückliche hatten in einem Taxi Platz gefunden) nicht unerheblich und als sich dann noch die Taxen zum Flughafen reichlich verspäteten, brach die gute Gerdis fast schon in Panik aus. Der Pizzeria-Besuch fiel natürlich unter den Tisch, stattdessen gab es (sehr gute, wenn auch kalte) Pizza im Taxi. Also sei dies noch nicht genug gerieten wir, man ahnt es wohl, in einen Stau. So langsam wurden auch wir unruhig, eine Nacht am römischen Flughafen stand auf unserer Prioritätenliste irgendwo zwischen Fußpilz und Weltkrieg.
Als wir dann gesättigt und angespannt am Check-In standen, ereignete sich mein persönliches Highlight des Abends. Die Damen am Check-In hatten eine derart buddhistische Ruhe an sich, dass ich meinen Impuls, ihnen wüste Beleidigungen an den Kopf zu schmeißen (Marke: „Kein Wunder, dass ihr bei der Arbeitsgeschwindigkeit alle Kriege seit der Antike verloren habt!“) nur schwer zügeln konnte. Als sie dann auch noch anfingen, gemütlich zu tratschen, fiel ich fast in Ohnmacht. Ich hasse es, nicht irgendwo zumindest pünktlich zu sein.
Aller Widerstände zum Trotz (und einem atemlosen Sprint später) saßen wir schließlich im Flieger Rom-Crotone. Der Abend wurde leider nicht dadurch besser, dass unser Taxi, das uns eigentlich abholen sollte, sich einfach dazu entschied, nicht da zu sein. Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den „Amici tedesci“ die uns trotz fortgeschrittener Stunde noch abholten. So verließen wir den im Übrigen äußerst putzigen (weil winzig) Flughafen von Crotone.
Der nächste Morgen begann mit einem italienischen Früstück. Danach wurde der Tag allerdings besser. Erst hatten wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Melissa (zu müde gewesen um viel dazu sagen zu können). Danach brachen wir mit einem Bus ins malerische Hinterland Crotones auf, um dort Carfizzi, eines der wenigen Arberesche sprechenden Dörfer zu besuchen. Nach einem sehr süßen Willkommen durch die I-Dötzchen der Dorf-Grundschule folgte eine Führung durch das Dorf. Im Anschluss durften wir ein ausgiebiges Mahl mit typisch kalabrischer Gerichten wie Chili, Chili und Chili (aber sehr schmackhaft) und Vino aus der Region (Phänomenal!) genießen. Im Bezug auf Vino ereignete sich während dieses Essens eine amüsante Begebenheit. Während der gute Vincenzo in den höchsten Tönen vom italienischen Wein schwärmte, der ja Italiens Ersatz für gutes Bier sei, ging ich auf den Balkon um etwas Luft zu schnappen und was erblickte ich da? Zwei Kästen Bitburger. In einem Dorf in Kalabrien. Es gibt Sachen, die gibt’s gar nicht.
Der Abend an der Anne-Frank Schule war gnädigerweise nicht allzu lange. Nach einer erschöpfenden Rede des Schweizer Honorarkonsuls folgte eine Referatsreihe über Irgendetwas und ein Zungenbrecher-Wettbewerb, bei dem die Jury einfach alle gewinnen ließ. Das Büffet verdarb mir dann völlig Laune und stellte meine Liebe zu Italien auf eine harte Probe. Selbst der Sekt schmeckte scheußlich.
Der Ausklang des Abends stimmte mich dann doch versöhnlicher. Mit billigem Rotwein, einer Flasche Wodka, schalem italienischem Bier und guter Laune bewaffnet besetzten wir den Strand von Crotone und ließen diese rasante Woche noch einmal zusammen Revue passieren. Dieser wunderbare Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn er zeigt ganz deutlich, dass Menschen nicht die selbe Sprache sprechen müssen, um sich gut zu verstehen.
Der nächste Tag bestand dann hauptsächlich aus Fliegen und geflogen werden. In Hass und Ablehung bleibe ich dem Flughafen Fimincino verbunden, dessen Personal es selbst bei Hauptstoßzeiten und halbstündigen Wartezeiten nicht für nötig hält, weitere Türen zu öffnen. Der endgültige Flug nach Düsseldorf erfolgte bei wolkenlosem Himmel und ermöglichte atemberaubende Blicke auf Deutschland, Italien und die Alpen.
Doch letzen Endes war es doch am schönsten wieder meinen geliebten Niederrhein zu sehen.
Letzter Eintrag folgt morgen Abend!
Ich gebe zu, auch gestern ist ein ziemlich spätes Datum dafür, dass ich bereits Samstag zurückgekommen bin, aber es gab hier so viel zu tun (Bier). Zu allem Überfluss wollte mich meine Muse auch nicht rechtzeitig küssen, typisch Frau halt. Aber nun präsentiere ich stolz:
Meinen vorletzten Blogeintrag!
Nun also der Reihe nach: Nach dem herrlichen Nachmittag in Rom sollte laut Programm ein gemütliches Abendessen in einer Pizzeria sowie der anschließende Transfer per Taxi zum Flughafen folgen. Denkste. Dank des vorzüglichen Nahverkehrsnetzes verzögerte sich die Ankunft eines Großteils der Gruppe (eine wenige Glückliche hatten in einem Taxi Platz gefunden) nicht unerheblich und als sich dann noch die Taxen zum Flughafen reichlich verspäteten, brach die gute Gerdis fast schon in Panik aus. Der Pizzeria-Besuch fiel natürlich unter den Tisch, stattdessen gab es (sehr gute, wenn auch kalte) Pizza im Taxi. Also sei dies noch nicht genug gerieten wir, man ahnt es wohl, in einen Stau. So langsam wurden auch wir unruhig, eine Nacht am römischen Flughafen stand auf unserer Prioritätenliste irgendwo zwischen Fußpilz und Weltkrieg.
Als wir dann gesättigt und angespannt am Check-In standen, ereignete sich mein persönliches Highlight des Abends. Die Damen am Check-In hatten eine derart buddhistische Ruhe an sich, dass ich meinen Impuls, ihnen wüste Beleidigungen an den Kopf zu schmeißen (Marke: „Kein Wunder, dass ihr bei der Arbeitsgeschwindigkeit alle Kriege seit der Antike verloren habt!“) nur schwer zügeln konnte. Als sie dann auch noch anfingen, gemütlich zu tratschen, fiel ich fast in Ohnmacht. Ich hasse es, nicht irgendwo zumindest pünktlich zu sein.
Aller Widerstände zum Trotz (und einem atemlosen Sprint später) saßen wir schließlich im Flieger Rom-Crotone. Der Abend wurde leider nicht dadurch besser, dass unser Taxi, das uns eigentlich abholen sollte, sich einfach dazu entschied, nicht da zu sein. Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den „Amici tedesci“ die uns trotz fortgeschrittener Stunde noch abholten. So verließen wir den im Übrigen äußerst putzigen (weil winzig) Flughafen von Crotone.
Der nächste Morgen begann mit einem italienischen Früstück. Danach wurde der Tag allerdings besser. Erst hatten wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Melissa (zu müde gewesen um viel dazu sagen zu können). Danach brachen wir mit einem Bus ins malerische Hinterland Crotones auf, um dort Carfizzi, eines der wenigen Arberesche sprechenden Dörfer zu besuchen. Nach einem sehr süßen Willkommen durch die I-Dötzchen der Dorf-Grundschule folgte eine Führung durch das Dorf. Im Anschluss durften wir ein ausgiebiges Mahl mit typisch kalabrischer Gerichten wie Chili, Chili und Chili (aber sehr schmackhaft) und Vino aus der Region (Phänomenal!) genießen. Im Bezug auf Vino ereignete sich während dieses Essens eine amüsante Begebenheit. Während der gute Vincenzo in den höchsten Tönen vom italienischen Wein schwärmte, der ja Italiens Ersatz für gutes Bier sei, ging ich auf den Balkon um etwas Luft zu schnappen und was erblickte ich da? Zwei Kästen Bitburger. In einem Dorf in Kalabrien. Es gibt Sachen, die gibt’s gar nicht.
Der Abend an der Anne-Frank Schule war gnädigerweise nicht allzu lange. Nach einer erschöpfenden Rede des Schweizer Honorarkonsuls folgte eine Referatsreihe über Irgendetwas und ein Zungenbrecher-Wettbewerb, bei dem die Jury einfach alle gewinnen ließ. Das Büffet verdarb mir dann völlig Laune und stellte meine Liebe zu Italien auf eine harte Probe. Selbst der Sekt schmeckte scheußlich.
Der Ausklang des Abends stimmte mich dann doch versöhnlicher. Mit billigem Rotwein, einer Flasche Wodka, schalem italienischem Bier und guter Laune bewaffnet besetzten wir den Strand von Crotone und ließen diese rasante Woche noch einmal zusammen Revue passieren. Dieser wunderbare Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn er zeigt ganz deutlich, dass Menschen nicht die selbe Sprache sprechen müssen, um sich gut zu verstehen.
Der nächste Tag bestand dann hauptsächlich aus Fliegen und geflogen werden. In Hass und Ablehung bleibe ich dem Flughafen Fimincino verbunden, dessen Personal es selbst bei Hauptstoßzeiten und halbstündigen Wartezeiten nicht für nötig hält, weitere Türen zu öffnen. Der endgültige Flug nach Düsseldorf erfolgte bei wolkenlosem Himmel und ermöglichte atemberaubende Blicke auf Deutschland, Italien und die Alpen.
Doch letzen Endes war es doch am schönsten wieder meinen geliebten Niederrhein zu sehen.
Letzter Eintrag folgt morgen Abend!
Saturday, 29. October 2011
Rom und so
11.00 Uhr
22° Grad und Sonnenschein! Wer hätte gedacht, dass ich dieses Jahr noch einmal in den Genuss eines solchen Wetters kommen würde, besonders nach dem der Sommer Deutschland dieses Jahr einfach elegant umgangen hat.
Unser kleiner Reise Bus schlängelt sich im Moment durch die Serpentinen einen Hügel hinauf. Wir befinden uns in Kalabrien, im kleinen Dorf Melissa. Die Aussicht ist überwältigend. Am Horizont sehen wir das blaue Mittelmeer, welches mit dem azurnerem Himmel verschmilzt. Von da an schneiden hohe Hügelketten (man möchte fast Berge sagen) tief in die Landschaft ein. Malerische Dörfer schmiegen sich vereinzelt an die Flanken mancher Erhebungen. Kleine Kirchtürme, bunt verputzte Häuser und verdammt enge Straßen prägen das Bild.
Der Großteil der Landschaft ist jedoch unberührt, von vereinzelten eingezäunten Feldern einmal abgesehen. Die Vegetation aus Fichten- und Pinienhainen verschmilzt auf manchen Bergen zu ausgeprägten Wäldern, die sich mit ihrem smaragdgrünen Schimmer beeindruckend von den allgegenwärtigen Olivenbäumen abheben. Selbst in den schroffen Klippenabstürzen entdecken wir mannigfaltige Busch- und Straucharten.
Der Bewuchs lockert das gelbliche Profil dieser trockenen Gegend auf. Tatsächlich ist dies die grünste mediterrane Gegend die ich bis jetzt besucht hab, viel grüner als zum Beispiel Malta oder Marseille. Bemerkenswert ist das Fehlen hoher Baumarten, was uns jedoch eine grandiose Weitsicht erlaubt.
Wendet man den Blick ins Landesinnere, wird das Land öder, die Hügel höher und die Grate steiler. Es ist eine Landschaft von wilder Schönheit.
Was wir hier gerade erleben, ist das totale Kontrastprogramm zu Rom. Die spärliche Besiedlung, die unberührte Natur, die ästhetische Kargheit, all das beeindruckt mich zutiefst.
Rom. Drei Buchstaben und viele viele Eindrücke.
Den wohl bleibensten Eindruck haben bei mir die Mofas und ihre tollkühnen Fahrern hinterlassen. Mit dem Selbsterhaltungstrieb von depressiven Lemmingen ausgestattet, jagen diese Zweiradterroristen durch die Straßenschluchten, scheren sich weder um rote Ampeln, Autos oder Fußgänger und qualmen was das Zeug hält. Wer bremst, verliert. Ich empfinde aufrichtige Ehrfurcht vor unserem Taxifahrer, der mehrfach von allen Seiten von blutrünstigen Mofas eingekreist worden war (Abstand zwischen Autotür und Vespa betrug gefühlte 2mm) und es trotzdem fertigbrachte, keinen Rollerpiloten unter die Reifen zu bekommen.
Auch Überholmanöver, die Raumlücken auf mikroatomarer Ebene ausnutzen, tragen nicht gerade zur Verkehrssicherheit bei. Dementsprechend sind Fahrradfahrer in Rom so häufig wie Yetis.
Doch was ist die alternative. Sicherlich kein Busfahren! Ich dachte, ich hätte in Deutschland schon alles erlebt, was man in einem Bus erleben kann, doch der öffentliche Nahverkehr in bella Roma spottet jeder Beschreibung:
Freie Sitzplätze existieren grundsätzlich nicht, Leute ohne Stehvermögen sollten die Bussen schon deswegen meiden. In den Augen jener privilegierten Sitzplatz-Bourgeoisie spiegelt sich blanker Hohn über das Steh-Proletariat wieder. Römische Busse werden grundsätzlich bis auf den letzten Millimeter mit Menschen vollgestopft. Wenn an den Eingängen kein Platz mehr ist, wird einfach geschoben und gedrückt, bis etwas Platz frei ist. Die armen Teufel in der Mitte werden so im Laufe der Fahrt immer mehr komprimiert, Quetschungen und Knochenbrüche dürften keine Seltenheit sein. Wenn man dann irgendwann aussteigen will, so darf man keine Skrupel haben, Knie, Ellenbogen, Zähne und Klauen einzusetzen, denn anders kann man sich nicht aus der kompakten Masse Mensch lösen.
Ein ständiges Stöhnen und Ächzen, Jammern und Wimmern erfüllt die verbrauchte Luft, man sieht in ausgemergelte, verzweifelte und ängstliche Gesichter. Es ist, als sei man in ein Gemälde Hieronymus Boschs hinein versetzt worden.
Ich weiß nicht, ob ich diese Bilder je wieder werde verdrängen können.
Dem Herrn sei Dank besteht Rom nicht nur aus Bussen und Mofas, auch wenn dies der erste Eindruck ist. Tatsächlich ist Rom eine hübsche Stadt, die vor Sehenswürdigkeiten und Charme nur so platzt. Unter Soledad kundiger Führung sahen wir so zum Beispiel das Pantheon, die spanische Treppe und die Trajan-Säule.
Interessanterweise kann man in Rom zu jeder Jahreszeit, selbst in der brütensten Sommerhitze geröstete Kastanien kaufen. Dies gehört anscheinend genau so zur Stadt wie die omnipräsenten Straßenmusiker, die teilweise sehr eindrucksvoll ihr Können beweisen. Ähnlich wie Paris verfügt auch die Stadt des Romulus über unzählige Maler und Karikaturisten, die an jeder Straßenecke ihre Bilder anbieten.
Architektonisch macht Rom, ähnlich wie Hamburg einen sehr harmonischen Eindruck, alles ist wie aus einem Guss (leider verläuft man sich dadurch auch ziemlich fix).
Wonach ich beim nächsten Aufenthalt in Rom suchen werde, sind die mysteriösen fliegenden Tiber-Ratten, von denen Soledad steif und fest behauptet, dass es sie wirklich gibt. Angeblich haben sich eine Art Membran zwischen Körper und Beinen, die ihnen eine Art Gleiten nach einem Hüpfer erlaubt. Zudem sollen sie groß und äußerst aggressiv sein. Nächstes Mal lass‘ ich Kolosseum und Petersdom links liegen, gleitende Riesenratten sind um einiges cooler!
Gerade für Deutsche ist auch das Goethe-Institut Rom einen Blick wert. Nach einem Gespräch mit der Direktorin, das uns auch neue Perspektiven vermittelt, speisen wir im hübschen Garten des Instituts. Mein zweiter Eindruck der italienischen Küche ist ein sehr guter (über das Frühstück legen wir lieber mal den Mantel des Schweigens).
Am Abend geht Gerdis leider von uns, um ihren 60.ten angemessen feiern zu können.
Rom war definitiv eine Reise Wert.
22° Grad und Sonnenschein! Wer hätte gedacht, dass ich dieses Jahr noch einmal in den Genuss eines solchen Wetters kommen würde, besonders nach dem der Sommer Deutschland dieses Jahr einfach elegant umgangen hat.
Unser kleiner Reise Bus schlängelt sich im Moment durch die Serpentinen einen Hügel hinauf. Wir befinden uns in Kalabrien, im kleinen Dorf Melissa. Die Aussicht ist überwältigend. Am Horizont sehen wir das blaue Mittelmeer, welches mit dem azurnerem Himmel verschmilzt. Von da an schneiden hohe Hügelketten (man möchte fast Berge sagen) tief in die Landschaft ein. Malerische Dörfer schmiegen sich vereinzelt an die Flanken mancher Erhebungen. Kleine Kirchtürme, bunt verputzte Häuser und verdammt enge Straßen prägen das Bild.
Der Großteil der Landschaft ist jedoch unberührt, von vereinzelten eingezäunten Feldern einmal abgesehen. Die Vegetation aus Fichten- und Pinienhainen verschmilzt auf manchen Bergen zu ausgeprägten Wäldern, die sich mit ihrem smaragdgrünen Schimmer beeindruckend von den allgegenwärtigen Olivenbäumen abheben. Selbst in den schroffen Klippenabstürzen entdecken wir mannigfaltige Busch- und Straucharten.
Der Bewuchs lockert das gelbliche Profil dieser trockenen Gegend auf. Tatsächlich ist dies die grünste mediterrane Gegend die ich bis jetzt besucht hab, viel grüner als zum Beispiel Malta oder Marseille. Bemerkenswert ist das Fehlen hoher Baumarten, was uns jedoch eine grandiose Weitsicht erlaubt.
Wendet man den Blick ins Landesinnere, wird das Land öder, die Hügel höher und die Grate steiler. Es ist eine Landschaft von wilder Schönheit.
Was wir hier gerade erleben, ist das totale Kontrastprogramm zu Rom. Die spärliche Besiedlung, die unberührte Natur, die ästhetische Kargheit, all das beeindruckt mich zutiefst.
Rom. Drei Buchstaben und viele viele Eindrücke.
Den wohl bleibensten Eindruck haben bei mir die Mofas und ihre tollkühnen Fahrern hinterlassen. Mit dem Selbsterhaltungstrieb von depressiven Lemmingen ausgestattet, jagen diese Zweiradterroristen durch die Straßenschluchten, scheren sich weder um rote Ampeln, Autos oder Fußgänger und qualmen was das Zeug hält. Wer bremst, verliert. Ich empfinde aufrichtige Ehrfurcht vor unserem Taxifahrer, der mehrfach von allen Seiten von blutrünstigen Mofas eingekreist worden war (Abstand zwischen Autotür und Vespa betrug gefühlte 2mm) und es trotzdem fertigbrachte, keinen Rollerpiloten unter die Reifen zu bekommen.
Auch Überholmanöver, die Raumlücken auf mikroatomarer Ebene ausnutzen, tragen nicht gerade zur Verkehrssicherheit bei. Dementsprechend sind Fahrradfahrer in Rom so häufig wie Yetis.
Doch was ist die alternative. Sicherlich kein Busfahren! Ich dachte, ich hätte in Deutschland schon alles erlebt, was man in einem Bus erleben kann, doch der öffentliche Nahverkehr in bella Roma spottet jeder Beschreibung:
Freie Sitzplätze existieren grundsätzlich nicht, Leute ohne Stehvermögen sollten die Bussen schon deswegen meiden. In den Augen jener privilegierten Sitzplatz-Bourgeoisie spiegelt sich blanker Hohn über das Steh-Proletariat wieder. Römische Busse werden grundsätzlich bis auf den letzten Millimeter mit Menschen vollgestopft. Wenn an den Eingängen kein Platz mehr ist, wird einfach geschoben und gedrückt, bis etwas Platz frei ist. Die armen Teufel in der Mitte werden so im Laufe der Fahrt immer mehr komprimiert, Quetschungen und Knochenbrüche dürften keine Seltenheit sein. Wenn man dann irgendwann aussteigen will, so darf man keine Skrupel haben, Knie, Ellenbogen, Zähne und Klauen einzusetzen, denn anders kann man sich nicht aus der kompakten Masse Mensch lösen.
Ein ständiges Stöhnen und Ächzen, Jammern und Wimmern erfüllt die verbrauchte Luft, man sieht in ausgemergelte, verzweifelte und ängstliche Gesichter. Es ist, als sei man in ein Gemälde Hieronymus Boschs hinein versetzt worden.
Ich weiß nicht, ob ich diese Bilder je wieder werde verdrängen können.
Dem Herrn sei Dank besteht Rom nicht nur aus Bussen und Mofas, auch wenn dies der erste Eindruck ist. Tatsächlich ist Rom eine hübsche Stadt, die vor Sehenswürdigkeiten und Charme nur so platzt. Unter Soledad kundiger Führung sahen wir so zum Beispiel das Pantheon, die spanische Treppe und die Trajan-Säule.
Interessanterweise kann man in Rom zu jeder Jahreszeit, selbst in der brütensten Sommerhitze geröstete Kastanien kaufen. Dies gehört anscheinend genau so zur Stadt wie die omnipräsenten Straßenmusiker, die teilweise sehr eindrucksvoll ihr Können beweisen. Ähnlich wie Paris verfügt auch die Stadt des Romulus über unzählige Maler und Karikaturisten, die an jeder Straßenecke ihre Bilder anbieten.
Architektonisch macht Rom, ähnlich wie Hamburg einen sehr harmonischen Eindruck, alles ist wie aus einem Guss (leider verläuft man sich dadurch auch ziemlich fix).
Wonach ich beim nächsten Aufenthalt in Rom suchen werde, sind die mysteriösen fliegenden Tiber-Ratten, von denen Soledad steif und fest behauptet, dass es sie wirklich gibt. Angeblich haben sich eine Art Membran zwischen Körper und Beinen, die ihnen eine Art Gleiten nach einem Hüpfer erlaubt. Zudem sollen sie groß und äußerst aggressiv sein. Nächstes Mal lass‘ ich Kolosseum und Petersdom links liegen, gleitende Riesenratten sind um einiges cooler!
Gerade für Deutsche ist auch das Goethe-Institut Rom einen Blick wert. Nach einem Gespräch mit der Direktorin, das uns auch neue Perspektiven vermittelt, speisen wir im hübschen Garten des Instituts. Mein zweiter Eindruck der italienischen Küche ist ein sehr guter (über das Frühstück legen wir lieber mal den Mantel des Schweigens).
Am Abend geht Gerdis leider von uns, um ihren 60.ten angemessen feiern zu können.
Rom war definitiv eine Reise Wert.
Thursday, 27. October 2011
Fliegen und anderer Kappes
19.20 Uhr Irgendwo über Berlin
Der erste Abschnitt unserer Reise ist zu Ende. Wir wenden Deutschland den Rücken zu und begeben uns nach Bella Italia, in die ewige Stadt um genau zu sein.
Berlin, samt Alexanderplatz, Brandenburger Tor und dem vermaledeiten Hardrock Cafe (Wieso will immer irgendjemand diesen überteuerten, gehypeten und nutzlosen Laden besuchen?! 1 ½ Stunden Fahrt für den Allerwertesten!) liegt hinter uns. Was bleibt?
Was mich sehr beeindruckt hat, ist das Profil der beiden Metropolen, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite Hamburg, die altehrwürdige Hansestadt mit ihren majestätischen Kontoren, großzügigen Straßen und der gelungenen Symbiose aus neuen, kühlen Glas/Stahl-Kolossen und klassischer, erhabenen Häuserfronten, auf der anderen Seite Berlin, das quirlige Spree-Chicago, wo Kulturen und Architekturstile aus aller Herren Länder verschmelzen, wo ständig neue Trends und Sub-Kulturen entstehen und vergehen, wo sich Bohémiens und Avantgardekünstler die Klinke in die Hand geben, wo die Gegensätze das Geschehen der Zeit diktieren.
Ich bin Hamburgs Charme erlegen, Luke dem Berlins. Berlin ist mir zu hektisch, zu extrem, zu heterogen; die Stadt lässt einem kaum Gelegenheit Luft zu holen. Ich kann dem zweifellos allgegenwärtigen Underground, der Szene der Stadt kaum etwas abgewinnen, zu kitschig und kommerzialisiert ist inzwischen alles, als das es noch zu beeindrucken wüsste.
Die Stadt Helmuth Schmidts ist familiärer, konservativer und in gewisser Weise auch herzlicher (Wobei ich hier nicht nur St.Pauli meine).
Über diesen Punkt werden wir wohl keinen westphälischen Frieden mehr erzielen, aber wie sagt der alte Fritz doch so schön, das „jeder nach seiner Facon selig werden soll“.
Während ich diese Zeilen tippe, hebt die Easy Jet- Maschine gerade ab und ich habe das Glück, einen Fensterplatz ergattert zu haben. Ich liebe das Fliegen bei Nacht und Berlin bietet mit seinem leuchtenden Lichtermeer einen ganz besonderen Augenschmaus:
Nachdem wir das grell-helle Licht der Startbahn hinter uns gelassen haben, funkeln uns die oktarinenen und smaragdenen Positionsleuchten noch einmal mahnend hinterher. Wir überfliegen eine Autobahn, auf der sich noch zahlreiche Nachtfahrer tummeln. Die Lichter ihrer Scheinwerfer verschmelzen und so durchzieht ein goldenes Band die schwarz daliegende Umgebung. Einzelne kleine und mehrere größere Lichtansammlungen deuten auf Besiedlung hin und einem Spinnennetz gleich bedecken sie unregelmäßig das ganze Land, wobei sie gen Norden hin dichter werden und schließlich in einem einzigen, unirdisch orangen Glühen aufgehen, welches die Position der Hauptstadt markiert, Berlin liegt unter einer riesigen, kupfergleichen Glocke. Das ewige Zwielicht der Metropole wird durch die einmütige Schwärze des Umlandes nur betont.
Wir durchstoßen die Wolkendecke und die Nacht verschluckt die das Land klammernde Patina menschlicher Be- und Erleuchtung. Nach ein paar Minuten nimmt man das schwache, monotone Aufleuchten an den Flügelspitzen nicht mehr wahr und die perfekte Dunkelheit der Nacht kühlt das erschöpfte Auge.
Das Fliegen bei Nacht ist herrlich, es inspiriert sogar Poesie-Legastheniker wie mich zum schreiben.
Die Stimmung regt zum Philosophieren an und hätte ich einen prasselnden Kamin und einen guten Vino zur Hand wäre es perfekt, doch so muss ich mich mit lauwarmer Cola Light und den schon erwähnten Flügelleuchten vorlieb nehmen.
Was hat diese Reise mir persönlich, geistig bisher gebracht?
Zweifelsohne ist es anstrengend und auslaugend, jeden Moment von Menschen umgeben zu sein, fast immer einen Termin im Hinterkopf haben zu müssen oder schade, großartige Städte wie Hamburg (♥) in „nur“ zwei Tagen abklappern zu müssen, doch die Gruppe entschädigt für fast alles.
Jeder gibt sich Mühe, keiner stellt sich quer, die Stimmung ist herzlich. Wir bekommen von Seiten unserer Capo-Quadriga aus Gerdis, Benedicta, Simone und Soledad keine Einschränkungen oder Denkverbote, was keinesfalls selbstverständlich ist.
Bezeichnend für die gute Chemie innerhalb unserer Gemeinschaft ist die Kommunikation. Speziell Luke und ich versuchen, unseren bescheidenen Italienisch-Kenntnissen zum Trotz, in der Sprache Dantes und Petraccas zu reden Unsere vier Amigos versuchen das Selbe. Selbst, wenn es nach zwei Versuchen nicht klappt, einen ordnungsgemäßen, grammatikalisch richtigen Satz zu formulieren, werden wir freundlich verbessert. Englisch, obwohl es alle beherrschen, ist nur zweite Wahl. Es hört sich bestimmt kurios an, wenn wir auf Italienisch fragen und deutsche Antworten bekommen (Umgekehrt genauso).
Mit dieser tollen Gruppe reise ich gerne ins Mutterland des Mauer-Fußballs und bin sehr guter Dinge, dass unsere letzten drei Tage heiter bis fröhlich werden.
Nun genug geschwafelt, andere wollen auch an diesem Rechner noch schreiben und ich fühle langsam, wie die Kreativität gleich einer Mahlzeit nach zu viel Asbach aus mir hinaus gleitet. Philosophie ist eben doch was für Profis.
In diesem Sinne: Barba non facunt philosopham.
Der erste Abschnitt unserer Reise ist zu Ende. Wir wenden Deutschland den Rücken zu und begeben uns nach Bella Italia, in die ewige Stadt um genau zu sein.
Berlin, samt Alexanderplatz, Brandenburger Tor und dem vermaledeiten Hardrock Cafe (Wieso will immer irgendjemand diesen überteuerten, gehypeten und nutzlosen Laden besuchen?! 1 ½ Stunden Fahrt für den Allerwertesten!) liegt hinter uns. Was bleibt?
Was mich sehr beeindruckt hat, ist das Profil der beiden Metropolen, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite Hamburg, die altehrwürdige Hansestadt mit ihren majestätischen Kontoren, großzügigen Straßen und der gelungenen Symbiose aus neuen, kühlen Glas/Stahl-Kolossen und klassischer, erhabenen Häuserfronten, auf der anderen Seite Berlin, das quirlige Spree-Chicago, wo Kulturen und Architekturstile aus aller Herren Länder verschmelzen, wo ständig neue Trends und Sub-Kulturen entstehen und vergehen, wo sich Bohémiens und Avantgardekünstler die Klinke in die Hand geben, wo die Gegensätze das Geschehen der Zeit diktieren.
Ich bin Hamburgs Charme erlegen, Luke dem Berlins. Berlin ist mir zu hektisch, zu extrem, zu heterogen; die Stadt lässt einem kaum Gelegenheit Luft zu holen. Ich kann dem zweifellos allgegenwärtigen Underground, der Szene der Stadt kaum etwas abgewinnen, zu kitschig und kommerzialisiert ist inzwischen alles, als das es noch zu beeindrucken wüsste.
Die Stadt Helmuth Schmidts ist familiärer, konservativer und in gewisser Weise auch herzlicher (Wobei ich hier nicht nur St.Pauli meine).
Über diesen Punkt werden wir wohl keinen westphälischen Frieden mehr erzielen, aber wie sagt der alte Fritz doch so schön, das „jeder nach seiner Facon selig werden soll“.
Während ich diese Zeilen tippe, hebt die Easy Jet- Maschine gerade ab und ich habe das Glück, einen Fensterplatz ergattert zu haben. Ich liebe das Fliegen bei Nacht und Berlin bietet mit seinem leuchtenden Lichtermeer einen ganz besonderen Augenschmaus:
Nachdem wir das grell-helle Licht der Startbahn hinter uns gelassen haben, funkeln uns die oktarinenen und smaragdenen Positionsleuchten noch einmal mahnend hinterher. Wir überfliegen eine Autobahn, auf der sich noch zahlreiche Nachtfahrer tummeln. Die Lichter ihrer Scheinwerfer verschmelzen und so durchzieht ein goldenes Band die schwarz daliegende Umgebung. Einzelne kleine und mehrere größere Lichtansammlungen deuten auf Besiedlung hin und einem Spinnennetz gleich bedecken sie unregelmäßig das ganze Land, wobei sie gen Norden hin dichter werden und schließlich in einem einzigen, unirdisch orangen Glühen aufgehen, welches die Position der Hauptstadt markiert, Berlin liegt unter einer riesigen, kupfergleichen Glocke. Das ewige Zwielicht der Metropole wird durch die einmütige Schwärze des Umlandes nur betont.
Wir durchstoßen die Wolkendecke und die Nacht verschluckt die das Land klammernde Patina menschlicher Be- und Erleuchtung. Nach ein paar Minuten nimmt man das schwache, monotone Aufleuchten an den Flügelspitzen nicht mehr wahr und die perfekte Dunkelheit der Nacht kühlt das erschöpfte Auge.
Das Fliegen bei Nacht ist herrlich, es inspiriert sogar Poesie-Legastheniker wie mich zum schreiben.
Die Stimmung regt zum Philosophieren an und hätte ich einen prasselnden Kamin und einen guten Vino zur Hand wäre es perfekt, doch so muss ich mich mit lauwarmer Cola Light und den schon erwähnten Flügelleuchten vorlieb nehmen.
Was hat diese Reise mir persönlich, geistig bisher gebracht?
Zweifelsohne ist es anstrengend und auslaugend, jeden Moment von Menschen umgeben zu sein, fast immer einen Termin im Hinterkopf haben zu müssen oder schade, großartige Städte wie Hamburg (♥) in „nur“ zwei Tagen abklappern zu müssen, doch die Gruppe entschädigt für fast alles.
Jeder gibt sich Mühe, keiner stellt sich quer, die Stimmung ist herzlich. Wir bekommen von Seiten unserer Capo-Quadriga aus Gerdis, Benedicta, Simone und Soledad keine Einschränkungen oder Denkverbote, was keinesfalls selbstverständlich ist.
Bezeichnend für die gute Chemie innerhalb unserer Gemeinschaft ist die Kommunikation. Speziell Luke und ich versuchen, unseren bescheidenen Italienisch-Kenntnissen zum Trotz, in der Sprache Dantes und Petraccas zu reden Unsere vier Amigos versuchen das Selbe. Selbst, wenn es nach zwei Versuchen nicht klappt, einen ordnungsgemäßen, grammatikalisch richtigen Satz zu formulieren, werden wir freundlich verbessert. Englisch, obwohl es alle beherrschen, ist nur zweite Wahl. Es hört sich bestimmt kurios an, wenn wir auf Italienisch fragen und deutsche Antworten bekommen (Umgekehrt genauso).
Mit dieser tollen Gruppe reise ich gerne ins Mutterland des Mauer-Fußballs und bin sehr guter Dinge, dass unsere letzten drei Tage heiter bis fröhlich werden.
Nun genug geschwafelt, andere wollen auch an diesem Rechner noch schreiben und ich fühle langsam, wie die Kreativität gleich einer Mahlzeit nach zu viel Asbach aus mir hinaus gleitet. Philosophie ist eben doch was für Profis.
In diesem Sinne: Barba non facunt philosopham.
Wednesday, 26. October 2011
Nächtliche Notizen
Der menschliche Geist ist ein wunderliches Ding. Erstaunlich, wie festgefahren Vorurteile selbst bei uns nun doch noch jungen Menschen sein können. Als ich im Programm das erste Mal „Campus Rütli“ las, dachte ich: „Das wird nie im Leben diese Problemschule sein, das tun die uns nicht an.“ Als ich mich dann heute Morgen näher erkundigte, klappte mir wortwörtlich das Maul auf. Diese Schule, die 2006 fast von verzweifelten Lehrern aufgegeben worden wäre?
Das Mittagessen in der „Ständigen Vertretung“ gab da nur geringen Aufschub, obwohl der ausgezeichnete Pfälzer Saumagen und der Krug Kölsch sich redlich Mühe gaben, meine Sorgen zu zerstreuen.
Doch bei der Ankunft in Neu-Köln die erste Überraschung. Keine brennenden Mülltonnen, keine randalierenden, orientalische Gangs und kein Müll auf der Straße. Stattdessen schmucke arabische Lebensmittelläden, Straßenkunst und Szenekneipen. Unsere etablierten Medien berichten von Neu-Köln immer noch als Problembezirk, doch jeder Neu-Köllner, mit dem wir gesprochen haben, behauptet das Gegenteil. Die müssen es ja wissen. Neu-Köln hat sich tatsächlich immer mehr zum Szenebezirk gemausert. Gentrifizierung funktioniert.
Auch die Schule überraschte. Alles sauber und rein, die noch anwesenden Lehrer keinesfalls verzweifelt und die Direktorin selbst sehr motiviert. Ich für meinen Teil muss ehrlich zugeben, dass ich keine Ahnung über die Reformen nach 2006 hatte.
Das Konzept will ich hier kurz umreißen: Mehr Gelände, mehr AGs, mehr Lehrer, mehr Einbindung der Eltern, mehr Angebote. Ziel: Kein Kind soll verloren gehen. Nun hört sich das ja theoretisch sehr schön an, jedoch SCHEINT das Konzept aufzugehen, so hat sich die Zahl der Schulabbrecher hat sich verringert. Natürlich müssen wir uns hier auf die Worte der Schulleiterin verlassen, aber das tuen wir einfachheitshalber mal.
Was mich wirklich fasziniert hat, ist das scheinbar so simple Konzept. Mit etwas Geld, etwas Elan und etwas Mut kann man selbst in Problemschulen viel erreichen. Ich würde es dem Rütli-Campus wünschen, dass er als Blaupause für weitere Schulreformen dieser Art dient.
In diesem Sinne: Non vitae, sed scholae discimus.
Das Mittagessen in der „Ständigen Vertretung“ gab da nur geringen Aufschub, obwohl der ausgezeichnete Pfälzer Saumagen und der Krug Kölsch sich redlich Mühe gaben, meine Sorgen zu zerstreuen.
Doch bei der Ankunft in Neu-Köln die erste Überraschung. Keine brennenden Mülltonnen, keine randalierenden, orientalische Gangs und kein Müll auf der Straße. Stattdessen schmucke arabische Lebensmittelläden, Straßenkunst und Szenekneipen. Unsere etablierten Medien berichten von Neu-Köln immer noch als Problembezirk, doch jeder Neu-Köllner, mit dem wir gesprochen haben, behauptet das Gegenteil. Die müssen es ja wissen. Neu-Köln hat sich tatsächlich immer mehr zum Szenebezirk gemausert. Gentrifizierung funktioniert.
Auch die Schule überraschte. Alles sauber und rein, die noch anwesenden Lehrer keinesfalls verzweifelt und die Direktorin selbst sehr motiviert. Ich für meinen Teil muss ehrlich zugeben, dass ich keine Ahnung über die Reformen nach 2006 hatte.
Das Konzept will ich hier kurz umreißen: Mehr Gelände, mehr AGs, mehr Lehrer, mehr Einbindung der Eltern, mehr Angebote. Ziel: Kein Kind soll verloren gehen. Nun hört sich das ja theoretisch sehr schön an, jedoch SCHEINT das Konzept aufzugehen, so hat sich die Zahl der Schulabbrecher hat sich verringert. Natürlich müssen wir uns hier auf die Worte der Schulleiterin verlassen, aber das tuen wir einfachheitshalber mal.
Was mich wirklich fasziniert hat, ist das scheinbar so simple Konzept. Mit etwas Geld, etwas Elan und etwas Mut kann man selbst in Problemschulen viel erreichen. Ich würde es dem Rütli-Campus wünschen, dass er als Blaupause für weitere Schulreformen dieser Art dient.
In diesem Sinne: Non vitae, sed scholae discimus.
Tuesday, 25. October 2011
Zeitungen, Kartoffeln und Grog- Ein Tag in Hamburg (+ ein bisschen Berlin)
23.00 Uhr:
Was für ein Tag! Völlig geschlaucht liegen Luke und Ich, mehr tot als lebendig, in unseren Kojen. Aber der Reihe nach:
Unser Tag begann um 08.00 Uhr (ja, wahrhaftig grausam) mit einer erfrischenden Dusche und danach mit einem ordentlichen Frühstück. Was allerdings nun ein ordentliches Frühstück ist, daran scheiden sich die Geister von Deutschen und Italienern. Während das Frühstück unserer Stiefelbewohner mit „leicht“ noch eher wohlwollend umschrieben ist, ernteten wir, für die schiere „Masse“ an Essen (ein Ei, zwei Brote und eine Schale Müsli) ziemliche verblüffte Blicke.
Wie man mit einem Keks und einer Tasse Kaffee Energie für mehr als ein Mal Recken und Strecken kriegen soll, bleibt mir eher gesagt schleierhaft, aber sei es drum, jedem das Seine.
Energie haben wir für diesen Tag auf jeden Fall gebraucht, denn unser Programm war voll besetzt mit interessanten Terminen.
Den Anfang machte der Besuch beim Hamburger Abendblatt. Nach einer eingehenden Untersuchung (man könnte ja ein kleines Bömbchen mitgeschmuggelt haben) hielt der Presse- und Öffentlichkeitsmensch einen doch recht interessanten Vortrag über die Arbeit und Entstehung des Abendblattes, anschließend durften wir den guten Mann mit Fragen löchern. Dass die Italiener hier nicht außenvorblieben, ist der wunderbaren Soledad zu verdanken, die in ihrer Funktion als Dolmetscherin unseren verwegen Haufen endlich komplettierte.
Nach einem Mittagsmahl in der Redaktionskantine machten wir uns auf zum Spiegel, unserer nächsten Redaktion. Man kann der Springerpresse ja vorwerfen was man will, von Trivialjournalismus über Meinungsmache bis hin zu Volksverhetzung, aber ich habe selten so ein gutes Stück Wildschwein gegessen.
Also wie gesagt, auf zum Spiegel! Mit einer kleinen Verspätung (man ahnt gar nicht, wie schwer es sein kann, einen gläsernen Bürokasten mit titanischen Ausmaßen zu finden) erreichten wir endlich besagte Redaktion. Auch hier hatten wir die Gelegenheit, im Gespräch mit der stellvertretenden Leiterin des Auslandsresorts, Einblicke in den journalistischen Alltag eines Magazins zu bekommen. Besonders der Vergleich zwischen Tageszeitung und Magazin zeigte uns die große Bandbreite des Journalistentums auf.
Unsere letze „dienstliche“ Station war der Besuch der „Zeit“. Mit der selbigen als Wochenzeitung hatten wir also nun ein interessantes Kaleidoskop der deutschen Printmedienlandschaft gesehen. Die Atmosphäre hier war wieder eine ganze andere als beim „Spiegel“ oder „HA“. Inzwischen wussten wir was uns auch hier erwarten würde und so konnten wir auch hier im Gespräch mit dem Leiter des Auslandsresorts die interessanten Fragen stellen. Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre bei der Zeit, die sich komplett von den anderen beiden Redaktionen unterschied. Es lässt sich schwer beschreiben, vielleicht am besten mit dem Wort „Erhabenheit“. Ein Hauch von alter, guter Journalistenarbeit lag in der Luft.
Doch genug rumgesäuselt und geschwärmt, die Pflicht, so interessant sie auch war, war vorbei und nun ging es zur Kür, zum Kern des Pudels, zum gemeinsamen Abendessen im „Kartoffelkeller“, wo es, unschwer zu erraten, Kartoffelspezialitäten gab. Das zweite Abendessen wird mir aus vielerlei Gründen in Erinnerung bleiben: Italiener, die nach viel gutem Zureden Geschmack am Grog finden, Deutsche die in italienischen Zungenbrechern ihr linguistisches Stalingrad erleben und natürlich die ausgezeichneten Kartoffelklöße. Wenn das Niveau der Beköstigung so gut bleibt, mache ich mir ernsthaft Sorgen um meinen Adoniskörper.
Bleibt also zu sagen: Ein interessanter Tag mit schönem Ende, schade dass er vorbei ist. Aber wie wir alle wissen: Sic gloria mundi transit.
In diesem Sinne: Gute Nacht!
11.30 Uhr:
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Na gut, um der Wahrheit die Ehre zu geben sind wir schon da. Wir hocken gerade alle in der Lobby des Motel One und schreiben unsere Blogeinträge.
Nach einer verflucht kurzen Nacht (5.45 Uhr klingelte der Wecker, um 6.15 aufgestanden (Schlummermodi bei Weckern sind BÖSE!)) schlurften wir in tumben Halbschlaf, Zombies aus einem schlechten Horrorfilm gleich, zum Frühstücksbuffet, verschlangen dort Brot und Ei und fuhren schließlich zum Bahnhof. Die Fahrt nach Berlin verlief relativ ruhig, man versuchte zu schlafen, doch trotz heftigen Pochens öffnete der alte Morpheus seine Arme nicht und es kam nur ein ungesundes Dösen im grauen Zwielicht der ostdeutschen Sonne zustande.
Nun harren wir der Dinge die da kommen mögen, auf dem Programm steht als nächstes ein Besuch der Rütlischule (jetzt Rütli-Campus). Ich bin ernsthaft gespannt.
Was für ein Tag! Völlig geschlaucht liegen Luke und Ich, mehr tot als lebendig, in unseren Kojen. Aber der Reihe nach:
Unser Tag begann um 08.00 Uhr (ja, wahrhaftig grausam) mit einer erfrischenden Dusche und danach mit einem ordentlichen Frühstück. Was allerdings nun ein ordentliches Frühstück ist, daran scheiden sich die Geister von Deutschen und Italienern. Während das Frühstück unserer Stiefelbewohner mit „leicht“ noch eher wohlwollend umschrieben ist, ernteten wir, für die schiere „Masse“ an Essen (ein Ei, zwei Brote und eine Schale Müsli) ziemliche verblüffte Blicke.
Wie man mit einem Keks und einer Tasse Kaffee Energie für mehr als ein Mal Recken und Strecken kriegen soll, bleibt mir eher gesagt schleierhaft, aber sei es drum, jedem das Seine.
Energie haben wir für diesen Tag auf jeden Fall gebraucht, denn unser Programm war voll besetzt mit interessanten Terminen.
Den Anfang machte der Besuch beim Hamburger Abendblatt. Nach einer eingehenden Untersuchung (man könnte ja ein kleines Bömbchen mitgeschmuggelt haben) hielt der Presse- und Öffentlichkeitsmensch einen doch recht interessanten Vortrag über die Arbeit und Entstehung des Abendblattes, anschließend durften wir den guten Mann mit Fragen löchern. Dass die Italiener hier nicht außenvorblieben, ist der wunderbaren Soledad zu verdanken, die in ihrer Funktion als Dolmetscherin unseren verwegen Haufen endlich komplettierte.
Nach einem Mittagsmahl in der Redaktionskantine machten wir uns auf zum Spiegel, unserer nächsten Redaktion. Man kann der Springerpresse ja vorwerfen was man will, von Trivialjournalismus über Meinungsmache bis hin zu Volksverhetzung, aber ich habe selten so ein gutes Stück Wildschwein gegessen.
Also wie gesagt, auf zum Spiegel! Mit einer kleinen Verspätung (man ahnt gar nicht, wie schwer es sein kann, einen gläsernen Bürokasten mit titanischen Ausmaßen zu finden) erreichten wir endlich besagte Redaktion. Auch hier hatten wir die Gelegenheit, im Gespräch mit der stellvertretenden Leiterin des Auslandsresorts, Einblicke in den journalistischen Alltag eines Magazins zu bekommen. Besonders der Vergleich zwischen Tageszeitung und Magazin zeigte uns die große Bandbreite des Journalistentums auf.
Unsere letze „dienstliche“ Station war der Besuch der „Zeit“. Mit der selbigen als Wochenzeitung hatten wir also nun ein interessantes Kaleidoskop der deutschen Printmedienlandschaft gesehen. Die Atmosphäre hier war wieder eine ganze andere als beim „Spiegel“ oder „HA“. Inzwischen wussten wir was uns auch hier erwarten würde und so konnten wir auch hier im Gespräch mit dem Leiter des Auslandsresorts die interessanten Fragen stellen. Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre bei der Zeit, die sich komplett von den anderen beiden Redaktionen unterschied. Es lässt sich schwer beschreiben, vielleicht am besten mit dem Wort „Erhabenheit“. Ein Hauch von alter, guter Journalistenarbeit lag in der Luft.
Doch genug rumgesäuselt und geschwärmt, die Pflicht, so interessant sie auch war, war vorbei und nun ging es zur Kür, zum Kern des Pudels, zum gemeinsamen Abendessen im „Kartoffelkeller“, wo es, unschwer zu erraten, Kartoffelspezialitäten gab. Das zweite Abendessen wird mir aus vielerlei Gründen in Erinnerung bleiben: Italiener, die nach viel gutem Zureden Geschmack am Grog finden, Deutsche die in italienischen Zungenbrechern ihr linguistisches Stalingrad erleben und natürlich die ausgezeichneten Kartoffelklöße. Wenn das Niveau der Beköstigung so gut bleibt, mache ich mir ernsthaft Sorgen um meinen Adoniskörper.
Bleibt also zu sagen: Ein interessanter Tag mit schönem Ende, schade dass er vorbei ist. Aber wie wir alle wissen: Sic gloria mundi transit.
In diesem Sinne: Gute Nacht!
11.30 Uhr:
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Na gut, um der Wahrheit die Ehre zu geben sind wir schon da. Wir hocken gerade alle in der Lobby des Motel One und schreiben unsere Blogeinträge.
Nach einer verflucht kurzen Nacht (5.45 Uhr klingelte der Wecker, um 6.15 aufgestanden (Schlummermodi bei Weckern sind BÖSE!)) schlurften wir in tumben Halbschlaf, Zombies aus einem schlechten Horrorfilm gleich, zum Frühstücksbuffet, verschlangen dort Brot und Ei und fuhren schließlich zum Bahnhof. Die Fahrt nach Berlin verlief relativ ruhig, man versuchte zu schlafen, doch trotz heftigen Pochens öffnete der alte Morpheus seine Arme nicht und es kam nur ein ungesundes Dösen im grauen Zwielicht der ostdeutschen Sonne zustande.
Nun harren wir der Dinge die da kommen mögen, auf dem Programm steht als nächstes ein Besuch der Rütlischule (jetzt Rütli-Campus). Ich bin ernsthaft gespannt.
Monday, 24. October 2011
Erste Eindrücke
Im Rheinland haben wir ein schönes Sprichwort:" Kinder und Besoffene sagen immer die Wahrheit". Wenn sich nun also ein Kind und ein Besoffener unterhalten, müsste dies ja eine Offenbarung an Ehrlichkeit und Aurfrichtigkeit sein. Dergleichen ist uns leider nicht zu Teil geworden, da wir bis auf "Apfel" (beim Kind) und "Neger" und "Scheiße" (beim Betrunkenen), nichts verstanden. So präsentierte sich Hamburg direkt bei unserem ersten Zusammentreffen von seiner besten Seite. Doch von hier an wurde der Tag immer besser. Nachdem wir eingecheckt hatten und um 18.45 in der Lobby warteten, wurden wir schnell des Besten belehrt. Durch die Bank weg sind unsere Wegbegleiter nett und freundlich, die Reise verspricht gut zu werden.
Sobald machte sich unserer Trupp auf zum Abendessen in der Gröninger Brauerei. Der ganze Trupp? Nein, zwei Neapolitaner leisten Zeitplan und Nahverkehrsnetz erfolgreich Widerstand. Nachdem auch Vincenzo und Rossana endlich eingetroffen waren, konnte das Mahl beginnen.
Nach der zweiten (oder vierten) Maß Bier lockert sich die Zunge und ein babylonisches Sprachengewirr entsteht. Neben Deutsch, Italienisch und Englisch wehen auch Fetzen von Chinesisch (!), Latein (!!) oder Französisch (!!!) über den Tisch. Alles in allem ein bisher gelungener Abend. Ein Besuch mit "unseren" Italienern auf der Reeperbahn rundete alles ab. Schließlich will man den Gästen ja auch was typisch Deutsches bieten. So endet dieser lustige Abend ("Rollmops" und "
Laufhaus" lassen sich so herrlich schlecht ins Italienische übersetzten).
So harren wir nun der Dinge (vor allem dem Morgen), die da kommen mögen.
In diesem Sinne: Cin Cin! ("Prost!" oder "Prostata" wie man am Rhein sagt!)
Sobald machte sich unserer Trupp auf zum Abendessen in der Gröninger Brauerei. Der ganze Trupp? Nein, zwei Neapolitaner leisten Zeitplan und Nahverkehrsnetz erfolgreich Widerstand. Nachdem auch Vincenzo und Rossana endlich eingetroffen waren, konnte das Mahl beginnen.
Nach der zweiten (oder vierten) Maß Bier lockert sich die Zunge und ein babylonisches Sprachengewirr entsteht. Neben Deutsch, Italienisch und Englisch wehen auch Fetzen von Chinesisch (!), Latein (!!) oder Französisch (!!!) über den Tisch. Alles in allem ein bisher gelungener Abend. Ein Besuch mit "unseren" Italienern auf der Reeperbahn rundete alles ab. Schließlich will man den Gästen ja auch was typisch Deutsches bieten. So endet dieser lustige Abend ("Rollmops" und "
Laufhaus" lassen sich so herrlich schlecht ins Italienische übersetzten).
So harren wir nun der Dinge (vor allem dem Morgen), die da kommen mögen.
In diesem Sinne: Cin Cin! ("Prost!" oder "Prostata" wie man am Rhein sagt!)
Sunday, 23. October 2011
Auf gehts!
Nun ist es endlich soweit. Die Taschen sind gepackt, die Erwartungen gespannt und das wohlige Kribbeln der Neugier ist da.
Luke und ich machen uns jetzt auf den Weg zum Duisburger Hauptbahnhof und so wahr Gott uns helfe (und die deutsche Bahn es zulässt), werden wir bald pünktlich in Hamburg eintreffen. Ich freu mich auf die vor uns liegende Woche und sage in diesem Sinne schonmal:
In bocca al lupo! (Für uns Teutonen: Hals- und Beinbruch!) Auf eine tolle Reise!
Luke und ich machen uns jetzt auf den Weg zum Duisburger Hauptbahnhof und so wahr Gott uns helfe (und die deutsche Bahn es zulässt), werden wir bald pünktlich in Hamburg eintreffen. Ich freu mich auf die vor uns liegende Woche und sage in diesem Sinne schonmal:
In bocca al lupo! (Für uns Teutonen: Hals- und Beinbruch!) Auf eine tolle Reise!
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