Durch die Stadt fließen fünf Flüsse, die fast alle mit dem Schiff befahrbar sind. Unser Besuch beginnt am Alexanderplatz, wo wir unsere Reiseleiterin Angela treffen, die uns voller Begeisterung detaillierte Informationen vermittelt und die Besonderheiten jedes einzelnen Gebäudes in Berlin kennt. Wir beginnen mit dem Fernsehturm, der sein Funksignal über die gesamte Stadt verbreitet. Er ist 350 m hoch und unterhalb der Antennenanlage befindet sich eine Kugel mit einer Panorama-Bar, die in einer Stunde zwei Umdrehungen absolviert.
Fontana di Nettuno in Alexanderplatz
Am Alexanderplatz befindet sich auch der Neptunbrunnen, einer der schönsten Brunnen Berlins, sowie das rote Rathaus, dessen Name keine Anspielung an den Kommunismus ist, sondern sich auf die rote Fassade bezieht. Eine Tatsache, die mich besonders beeindruckt hat, ist, dass Berlin auf einem Sumpf erbaut wurde: Der Name Berlin geht nämlich auf die Bezeichnung „Berl“ zurück, was Sumpf bedeutet. Gemeinhin wird angenommen, dass sich der Name Berlin von Bär ableitet, da auf der Landesflagge Berlins ein Bär abgebildet ist.
In Berlin gibt es 180 Museen! Mehr als Regentage pro Jahr - eine wahre Stadt der Künste also!
Ein Teil von Berlin nennt sich Museumsinsel, da er sich oberhalb eines Flusses befindet. Die Museumsinsel wurde aufgrund der fünf verschiedenen Museen mit Funden aus über 600.000 Jahre Menschheitsgeschichte zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt. Am bekanntesten ist die Statue von Nofretete, die von einem deutschen Archäologen in Ägypten gefunden wurde. Auf der Insel befindet sich auch der Dom, die evangelische Kirche des einstigen Schlosses.
"Altes Museum", uno dei musei dell'Isola dei Musei
Auch wenn Berlin eine Metropole ist, fehlt es nicht an grünen Oasen, wie die Prachtstraße „Unter den Linden“, die das Schloss mit dem Brandenburger Tor verband, und im 17. Jh. mit 1000 Linden bepflanzt wurde.
Die Figur Friedrichs des Großen war zweifelsohne sehr bedeutsam für Berlin: Das heutige Gebäude der Humboldt-Universität wurde von ihm erbaut sowie die erste Bibliothek Berlins.
So ungewöhnlich es einem erscheinen mag, stand Berlin im 18. Jh. unter der Herrschaft von Friedrich II. sämtlichen Religionen offen gegenüber. Diese Anmerkung hat mich über die dunkle Vergangenheit Deutschlands unter der Diktatur und dem Wahnsinn von Hitler nachdenken lassen. Das, was in Deutschland passiert ist, hätte in jedem anderen Teil der Welt geschehen können!
Unser Besuch endet am Brandenburger Tor: Man hat Berlin nicht besucht, wenn man nicht durch das Brandenburger Tor gegangen ist. Als im Kalten Krieg in Berlin die Mauer stand, die Ost- und Westberlin teilte, befand sich das Tor im Osten und zeigte mit seinen Schultern in den Westen der Stadt.
Das Brandenburger Tor ist wahrhaftig schön und durch das Tor hindurchzugehen war sehr bewegend! Hier haben wir auch unsere Reiseleiterin Angela verabschiedet und nach einem schnellen Mittagessen haben wir unser Gepäck aus dem Hotel geholt und sind mit dem Bus die lange Strecke zum Flughafen von Berlin gefahren. Nächster Halt: ROM!
Die deutschen Schüler waren schon total aufgeregt, nach Italien zu fahren. Sobald wir gelandet waren, habe ich sie auf Deutsch begrüßt: Herzlich Willkommen in Italien! (Deutschland ist das einzige Land, das dem „Willkommen“ noch das „Herz“ hinzufügt.)
L'intero gruppo davanti alla porta di Brandeburgo
Nach unserer Ankunft im Hotel sind wir eine (relativ) gute Pizza essen gegangen! Am Lustigsten war es, auch Timm und Lukas italienisch reden zu hören, und ihre Bitte, ihnen italienische Wörter beizubringen: Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie (absichtlich?) noch kein Wort Italienisch gesprochen. Nach dem Abendessen sind wir gleich ins Bett gegangen, zu müde, um noch einmal auszugehen. Dieses Posting schließe ich mit den Worten „italienisches Ingenieurswesen“. Ich hoffe, mich verstehen diejenigen, an die es gerichtet ist!









