Nun ist er also da, mein letzter Eintrag.
Was hat diese Reise mir gebracht? Ich habe vielerlei Dinge erfahren; hanseatische Trockenheit, milanesischen Humor, nepolitanische Herzlickeit und römische Gemütlickeit. Ich habe eine Woche lang mit vollkommen Fremden, inzwischen Freunden, verbracht. Ich habe in Hamburg Kartoffel gegessen und in Carfizzi mit kleinen Grundschülern getanzt. Ich habe deutsches Bier und italienischen Vino getrunken. Ich habe deutsche Unpünktlichkeit und italienische Bescheidenheit erlebt. Kurz: Ich habe eine andere Kultur kennengelernt und darüber meine Eigene um so besser verstehen gelernt. Die Gegensätze zwischen den Kulturen mögen zwar existieren, doch wenn man mit gutem Willen und offenen Geist durch das Leben schreitet, kann man so viel mehr entdecken. Ich will diese Woche auf gar keinen Fall mehr missen und richte hiermit ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten:
An unsere unermüdliche Organisatorin Gerdis, die allesvollbringende Soledad, an unsere beiden Lehrkräfte Simona und Benedicta, an die Nordlichter Lukas und Timm, an unsere italienischen Kameraden und an meinen treuen Luke. Was nehme ich also mit? Ein gutes Gefühl, Freunde kennen gelernt zu haben.
In diesem Sinne: We will rock you!
Tuesday, 1. November 2011
Mir gehen langsam die Titel aus
Uff. Was für ein Akt. Eigentlich hätte dieser Eintrag schon gestern online gehen sollen, aber wie wir alle wissen, können Computer manchmal äußerst launische Geschöpfe sein.
Ich gebe zu, auch gestern ist ein ziemlich spätes Datum dafür, dass ich bereits Samstag zurückgekommen bin, aber es gab hier so viel zu tun (Bier). Zu allem Überfluss wollte mich meine Muse auch nicht rechtzeitig küssen, typisch Frau halt. Aber nun präsentiere ich stolz:
Meinen vorletzten Blogeintrag!
Nun also der Reihe nach: Nach dem herrlichen Nachmittag in Rom sollte laut Programm ein gemütliches Abendessen in einer Pizzeria sowie der anschließende Transfer per Taxi zum Flughafen folgen. Denkste. Dank des vorzüglichen Nahverkehrsnetzes verzögerte sich die Ankunft eines Großteils der Gruppe (eine wenige Glückliche hatten in einem Taxi Platz gefunden) nicht unerheblich und als sich dann noch die Taxen zum Flughafen reichlich verspäteten, brach die gute Gerdis fast schon in Panik aus. Der Pizzeria-Besuch fiel natürlich unter den Tisch, stattdessen gab es (sehr gute, wenn auch kalte) Pizza im Taxi. Also sei dies noch nicht genug gerieten wir, man ahnt es wohl, in einen Stau. So langsam wurden auch wir unruhig, eine Nacht am römischen Flughafen stand auf unserer Prioritätenliste irgendwo zwischen Fußpilz und Weltkrieg.
Als wir dann gesättigt und angespannt am Check-In standen, ereignete sich mein persönliches Highlight des Abends. Die Damen am Check-In hatten eine derart buddhistische Ruhe an sich, dass ich meinen Impuls, ihnen wüste Beleidigungen an den Kopf zu schmeißen (Marke: „Kein Wunder, dass ihr bei der Arbeitsgeschwindigkeit alle Kriege seit der Antike verloren habt!“) nur schwer zügeln konnte. Als sie dann auch noch anfingen, gemütlich zu tratschen, fiel ich fast in Ohnmacht. Ich hasse es, nicht irgendwo zumindest pünktlich zu sein.
Aller Widerstände zum Trotz (und einem atemlosen Sprint später) saßen wir schließlich im Flieger Rom-Crotone. Der Abend wurde leider nicht dadurch besser, dass unser Taxi, das uns eigentlich abholen sollte, sich einfach dazu entschied, nicht da zu sein. Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den „Amici tedesci“ die uns trotz fortgeschrittener Stunde noch abholten. So verließen wir den im Übrigen äußerst putzigen (weil winzig) Flughafen von Crotone.
Der nächste Morgen begann mit einem italienischen Früstück. Danach wurde der Tag allerdings besser. Erst hatten wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Melissa (zu müde gewesen um viel dazu sagen zu können). Danach brachen wir mit einem Bus ins malerische Hinterland Crotones auf, um dort Carfizzi, eines der wenigen Arberesche sprechenden Dörfer zu besuchen. Nach einem sehr süßen Willkommen durch die I-Dötzchen der Dorf-Grundschule folgte eine Führung durch das Dorf. Im Anschluss durften wir ein ausgiebiges Mahl mit typisch kalabrischer Gerichten wie Chili, Chili und Chili (aber sehr schmackhaft) und Vino aus der Region (Phänomenal!) genießen. Im Bezug auf Vino ereignete sich während dieses Essens eine amüsante Begebenheit. Während der gute Vincenzo in den höchsten Tönen vom italienischen Wein schwärmte, der ja Italiens Ersatz für gutes Bier sei, ging ich auf den Balkon um etwas Luft zu schnappen und was erblickte ich da? Zwei Kästen Bitburger. In einem Dorf in Kalabrien. Es gibt Sachen, die gibt’s gar nicht.
Der Abend an der Anne-Frank Schule war gnädigerweise nicht allzu lange. Nach einer erschöpfenden Rede des Schweizer Honorarkonsuls folgte eine Referatsreihe über Irgendetwas und ein Zungenbrecher-Wettbewerb, bei dem die Jury einfach alle gewinnen ließ. Das Büffet verdarb mir dann völlig Laune und stellte meine Liebe zu Italien auf eine harte Probe. Selbst der Sekt schmeckte scheußlich.
Der Ausklang des Abends stimmte mich dann doch versöhnlicher. Mit billigem Rotwein, einer Flasche Wodka, schalem italienischem Bier und guter Laune bewaffnet besetzten wir den Strand von Crotone und ließen diese rasante Woche noch einmal zusammen Revue passieren. Dieser wunderbare Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn er zeigt ganz deutlich, dass Menschen nicht die selbe Sprache sprechen müssen, um sich gut zu verstehen.
Der nächste Tag bestand dann hauptsächlich aus Fliegen und geflogen werden. In Hass und Ablehung bleibe ich dem Flughafen Fimincino verbunden, dessen Personal es selbst bei Hauptstoßzeiten und halbstündigen Wartezeiten nicht für nötig hält, weitere Türen zu öffnen. Der endgültige Flug nach Düsseldorf erfolgte bei wolkenlosem Himmel und ermöglichte atemberaubende Blicke auf Deutschland, Italien und die Alpen.
Doch letzen Endes war es doch am schönsten wieder meinen geliebten Niederrhein zu sehen.
Letzter Eintrag folgt morgen Abend!
Ich gebe zu, auch gestern ist ein ziemlich spätes Datum dafür, dass ich bereits Samstag zurückgekommen bin, aber es gab hier so viel zu tun (Bier). Zu allem Überfluss wollte mich meine Muse auch nicht rechtzeitig küssen, typisch Frau halt. Aber nun präsentiere ich stolz:
Meinen vorletzten Blogeintrag!
Nun also der Reihe nach: Nach dem herrlichen Nachmittag in Rom sollte laut Programm ein gemütliches Abendessen in einer Pizzeria sowie der anschließende Transfer per Taxi zum Flughafen folgen. Denkste. Dank des vorzüglichen Nahverkehrsnetzes verzögerte sich die Ankunft eines Großteils der Gruppe (eine wenige Glückliche hatten in einem Taxi Platz gefunden) nicht unerheblich und als sich dann noch die Taxen zum Flughafen reichlich verspäteten, brach die gute Gerdis fast schon in Panik aus. Der Pizzeria-Besuch fiel natürlich unter den Tisch, stattdessen gab es (sehr gute, wenn auch kalte) Pizza im Taxi. Also sei dies noch nicht genug gerieten wir, man ahnt es wohl, in einen Stau. So langsam wurden auch wir unruhig, eine Nacht am römischen Flughafen stand auf unserer Prioritätenliste irgendwo zwischen Fußpilz und Weltkrieg.
Als wir dann gesättigt und angespannt am Check-In standen, ereignete sich mein persönliches Highlight des Abends. Die Damen am Check-In hatten eine derart buddhistische Ruhe an sich, dass ich meinen Impuls, ihnen wüste Beleidigungen an den Kopf zu schmeißen (Marke: „Kein Wunder, dass ihr bei der Arbeitsgeschwindigkeit alle Kriege seit der Antike verloren habt!“) nur schwer zügeln konnte. Als sie dann auch noch anfingen, gemütlich zu tratschen, fiel ich fast in Ohnmacht. Ich hasse es, nicht irgendwo zumindest pünktlich zu sein.
Aller Widerstände zum Trotz (und einem atemlosen Sprint später) saßen wir schließlich im Flieger Rom-Crotone. Der Abend wurde leider nicht dadurch besser, dass unser Taxi, das uns eigentlich abholen sollte, sich einfach dazu entschied, nicht da zu sein. Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den „Amici tedesci“ die uns trotz fortgeschrittener Stunde noch abholten. So verließen wir den im Übrigen äußerst putzigen (weil winzig) Flughafen von Crotone.
Der nächste Morgen begann mit einem italienischen Früstück. Danach wurde der Tag allerdings besser. Erst hatten wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Melissa (zu müde gewesen um viel dazu sagen zu können). Danach brachen wir mit einem Bus ins malerische Hinterland Crotones auf, um dort Carfizzi, eines der wenigen Arberesche sprechenden Dörfer zu besuchen. Nach einem sehr süßen Willkommen durch die I-Dötzchen der Dorf-Grundschule folgte eine Führung durch das Dorf. Im Anschluss durften wir ein ausgiebiges Mahl mit typisch kalabrischer Gerichten wie Chili, Chili und Chili (aber sehr schmackhaft) und Vino aus der Region (Phänomenal!) genießen. Im Bezug auf Vino ereignete sich während dieses Essens eine amüsante Begebenheit. Während der gute Vincenzo in den höchsten Tönen vom italienischen Wein schwärmte, der ja Italiens Ersatz für gutes Bier sei, ging ich auf den Balkon um etwas Luft zu schnappen und was erblickte ich da? Zwei Kästen Bitburger. In einem Dorf in Kalabrien. Es gibt Sachen, die gibt’s gar nicht.
Der Abend an der Anne-Frank Schule war gnädigerweise nicht allzu lange. Nach einer erschöpfenden Rede des Schweizer Honorarkonsuls folgte eine Referatsreihe über Irgendetwas und ein Zungenbrecher-Wettbewerb, bei dem die Jury einfach alle gewinnen ließ. Das Büffet verdarb mir dann völlig Laune und stellte meine Liebe zu Italien auf eine harte Probe. Selbst der Sekt schmeckte scheußlich.
Der Ausklang des Abends stimmte mich dann doch versöhnlicher. Mit billigem Rotwein, einer Flasche Wodka, schalem italienischem Bier und guter Laune bewaffnet besetzten wir den Strand von Crotone und ließen diese rasante Woche noch einmal zusammen Revue passieren. Dieser wunderbare Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn er zeigt ganz deutlich, dass Menschen nicht die selbe Sprache sprechen müssen, um sich gut zu verstehen.
Der nächste Tag bestand dann hauptsächlich aus Fliegen und geflogen werden. In Hass und Ablehung bleibe ich dem Flughafen Fimincino verbunden, dessen Personal es selbst bei Hauptstoßzeiten und halbstündigen Wartezeiten nicht für nötig hält, weitere Türen zu öffnen. Der endgültige Flug nach Düsseldorf erfolgte bei wolkenlosem Himmel und ermöglichte atemberaubende Blicke auf Deutschland, Italien und die Alpen.
Doch letzen Endes war es doch am schönsten wieder meinen geliebten Niederrhein zu sehen.
Letzter Eintrag folgt morgen Abend!
Sunday, 30. October 2011
Carfizzi
Es gibt Orte, die sich den Veränderungen in der Welt zu entziehen scheinen. Sie trotzen dem wandelnden Zeitgeist. Solch ein Ort ist Carfizzi. Das Dorf liegt in den abgelegen Hügeln Kalabriens, in Süditalien. 750 Bewohner hat die kleine Gemeinde. Im 15. Jahrhundert wanderten albanische Krieger hierhin aus, um Karl V. zu unterstützen. „Wir sind keine Italiener, aber Albaner sind wir auch nicht“, erklärt die ehemalige Bürgermeisterin Caterina Tascione. In Carfizzi spricht man Arberesche, eine Mischung aus Italienisch und Albanisch. Obwohl es weltweit nur etwas mehr als 2000 Menschen gibt, die der Arberesche Gemeinde angehören, wird sie als offizielle Sprache anerkannt. Tascione will dafür sorgen, dass die Sprache weiterhin überlebt, „aber in einer globalisierten Welt ist es schwierig, Minderheitensprachen zu schützen“. Als kleinen Beitrag hat sie in ihrer Amtszeit eine Stadtbibliothek gegründet, in der sämtliche Literatur auf Arberesche gesammelt wird. Das kleine Haus, in dem auch ein Museum über das traditionelle Leben der Gemeinde untergebracht ist, wirkt eher wie die Wohnung einer älteren Dame. In fünf Regalen sind die Bücher der Bibliothek untergebracht, zwei Tische laden zum Lesen ein. An der Wand hängt ein Loblied an die Frauen der Gemeinde. Tascione zieht sich ihre lila Jacke aus und setzt sich: „Unser Dorf wurde immer von uns Frauen getragen“. Die Mutter musste immer auch die Vaterrolle übernehmen, denn ursprünglich waren die Bewohner des Dorfes Soldaten. Die Männer mussten also in den Krieg ziehen, die Frauen blieben zurück. Unter Mussolini flüchteten die Männer dann vor der faschistischen Verfolgung ihrer Minderheit. In den 50ern und 60ern zogen sie als Gastarbeiter nach Deutschland. Deshalb gibt es auch dort eine Arberesche Gemeinde, nämlich in Ludwigshafen, die zweitgrößte weltweit. Die Auswanderung nach Deutschland ist auch ein Grund für den Wohlstand des Dorfes. Viele Einwohner, die früher nach Deutschland als Gastarbeiter gingen, kehrten im Ruhestand nach Carfizzi zurück und brachten ihr Erspartes mit.
Die örtliche Schule wird nur von etwa 30 Schülern besucht. Sie umfasst einen Kindergarten, die Grundschule und eine Mittelstufe. Zu weiterführenden Schulen müssen die Schüler in den Nachbarort Crotone fahren. Natürlich lernen die Schüler Italienisch, aber ein großer Teil des Unterrichts findet auch in Arberesche statt. Zur Begrüßung überreicht uns die Lehrerinn Marianna Leonetti die Gebäckspezialität „Mastacolla“, ein Teig aus Mehl und Honig. Ursprünglich wird es zur Feier einer Geburt hergestellt: „Für Jungen backen wir es in der Form eines Pferdes, für Mädchen in der Form eines Adlers“, erörtert Leonetti, „das symbolisiert unsere kriegerische Abstammung“. Zusammen mit einem Liedermacher aus Carfizzi hat sie Kinderlieder auf Arberesche produziert, die Texte dazu lieferten Gedichte ihrer Schüler. Wie Caterine Tascione will auch sie einen Beitrag für den Fortbestand der Sprache leisten. Allerdings wird dieses Vorhaben zunehmend erschwert. Für die Nachfolgerin von Caterine Tascione steht der Schutz von Arberesche nicht mehr an erster Stelle: Kopfschüttelnd zeigt Allesandro Constantino auf den Eingang zum Gemeindehaus. Dort wurde vor kurzem eine arberesche Innenschrift entfernt, „so etwas passiert zunehmend“. Der ältere Herr arbeitet als Übersetzer im Kosovo, er lebte auch schon in Argentinien und Deutschland. Trotzdem fühlt er sich dem Dorf immer noch verbunden. Ein weiteres Problem sei die Abwanderung von Jugendlichen. Spätestens für das Studium müssen sie das Dorf verlassen, nur wenige kehren zurück: „ Unsere Wirtschaft basiert vorwiegend auf der Landwirtschaft, wir haben einfach zu wenig Arbeit für junge Menschen“.
Vom Dorfplatz aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Landschaft und das Mittelmeer. Von jedem albanisch stämmige Dorf in Italien kann man das Meer sehen, denn die Bewohner hatten früher Angst vor einer Invasion der Türken, die zuvor schon ihr albanische Heimatland eingenommen hatten. Mittlerweile hat hier natürlich niemand mehr Angst vor einem Angriff. Geblieben ist der Blick in einer malerische Landschaft. Die Hügel sind von Wäldern bedeckt, nur unterbrochen von einzelnen Serpentinen und Windrädern.
Auf den ersten Blick scheint die Zeit Carfizzi tatsächlich vergessen zu haben. Auf der Straße sitzt eine Gruppe älterer Männer, trinkt Kaffee und führt Gespräche über Gott und die Welt. Die Szenerie könnte das Motiv für eine Postkarte sein. So stellt sich ein Deutscher ein verschlafenes Dörfchen in Italien vor. Aber der Wandel dringt in jedes noch so abgelegene Dorf vor. Das stellt die Arberesche Gemeinde vor eine entscheidende Frage: Wie viel Tradition wollen wir erhalten?
Die örtliche Schule wird nur von etwa 30 Schülern besucht. Sie umfasst einen Kindergarten, die Grundschule und eine Mittelstufe. Zu weiterführenden Schulen müssen die Schüler in den Nachbarort Crotone fahren. Natürlich lernen die Schüler Italienisch, aber ein großer Teil des Unterrichts findet auch in Arberesche statt. Zur Begrüßung überreicht uns die Lehrerinn Marianna Leonetti die Gebäckspezialität „Mastacolla“, ein Teig aus Mehl und Honig. Ursprünglich wird es zur Feier einer Geburt hergestellt: „Für Jungen backen wir es in der Form eines Pferdes, für Mädchen in der Form eines Adlers“, erörtert Leonetti, „das symbolisiert unsere kriegerische Abstammung“. Zusammen mit einem Liedermacher aus Carfizzi hat sie Kinderlieder auf Arberesche produziert, die Texte dazu lieferten Gedichte ihrer Schüler. Wie Caterine Tascione will auch sie einen Beitrag für den Fortbestand der Sprache leisten. Allerdings wird dieses Vorhaben zunehmend erschwert. Für die Nachfolgerin von Caterine Tascione steht der Schutz von Arberesche nicht mehr an erster Stelle: Kopfschüttelnd zeigt Allesandro Constantino auf den Eingang zum Gemeindehaus. Dort wurde vor kurzem eine arberesche Innenschrift entfernt, „so etwas passiert zunehmend“. Der ältere Herr arbeitet als Übersetzer im Kosovo, er lebte auch schon in Argentinien und Deutschland. Trotzdem fühlt er sich dem Dorf immer noch verbunden. Ein weiteres Problem sei die Abwanderung von Jugendlichen. Spätestens für das Studium müssen sie das Dorf verlassen, nur wenige kehren zurück: „ Unsere Wirtschaft basiert vorwiegend auf der Landwirtschaft, wir haben einfach zu wenig Arbeit für junge Menschen“.
Vom Dorfplatz aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Landschaft und das Mittelmeer. Von jedem albanisch stämmige Dorf in Italien kann man das Meer sehen, denn die Bewohner hatten früher Angst vor einer Invasion der Türken, die zuvor schon ihr albanische Heimatland eingenommen hatten. Mittlerweile hat hier natürlich niemand mehr Angst vor einem Angriff. Geblieben ist der Blick in einer malerische Landschaft. Die Hügel sind von Wäldern bedeckt, nur unterbrochen von einzelnen Serpentinen und Windrädern.
Auf den ersten Blick scheint die Zeit Carfizzi tatsächlich vergessen zu haben. Auf der Straße sitzt eine Gruppe älterer Männer, trinkt Kaffee und führt Gespräche über Gott und die Welt. Die Szenerie könnte das Motiv für eine Postkarte sein. So stellt sich ein Deutscher ein verschlafenes Dörfchen in Italien vor. Aber der Wandel dringt in jedes noch so abgelegene Dorf vor. Das stellt die Arberesche Gemeinde vor eine entscheidende Frage: Wie viel Tradition wollen wir erhalten?
Home sweet Home... "Ja!"... Aber total traurig!
Es ist genau eine Woche vergangen! Es ist eine Woche vergangen, seitdem Vincenzo und ich unsere Koffer gepackt und uns auf die Reise in das unbekannte Deutschland begeben haben!
Es ist nur eine Woche vergangen und ich kann es nicht glauben! Darauf war ich nicht vorbereitet, mit kommt es beinah wie ein Traum vor, wie etwas Irreales, jetzt wo ich mich wieder in meinem Alltag befinde. Was habe ich, um zu zeigen, dass es wirklich passiert ist? Wo sind die Beweise? Ich habe nur 394 Fotos auf meiner Digitalkamera und viele, viele Erinnerungen, die ich auf keinen Fall vergessen möchte! Als ich heute Morgen die Kleider ausgepackt habe, sind mir bei jedem Kleidungsstück ein Witz, eine Situation, wunderschöne Momente eingefallen, die wir gemeinsam erlebt haben: Lukas, der sagt: „Sono molto felice di essere stronzo“ (dt.: Ich freue mich, ein Arschloch zu sein) und mich so anschaut, als wäre ich zu blöd! Timm, der zwischendurch immer wieder „culo, culo“ (dt.: Hintern, Hintern) sagt und endlich versteht, was er da sagt, als Vincenzo ihm auf denselbigen klopft. Tommaso, der den neapolitanischen Dialekt nachahmen möchte, der das Trikot von Cavani möchte, der sagt, dass die vietnamesische Küche eine Beleidigung für unsere Küche ist. Luke, der singt und „molto molto“ sagt, wie nur er es sagen kann, der mir die Dinge auf Italienisch erklärt und mit mir „Ich sehe was, was du nichts siehst“ spielt. Tobias, der trinkt und trinkt und trinkt, der „suona bene“ (dt. klingt gut) und „perché non?“ (dt. warum nein?) sagt und mich veräppelt, der mit seiner tiefen Stimme singt, der immer noch trinkt und mich in den Arm nimmt, als wäre ich eine Feder. Valentina, die mich aus dem Zimmer aussperrt, die die gesamte Reise eine Sache unterstellt, die sich schließlich bewahrheitet, die immer einen Schritt voraus ist und mindestens genau so unordentlich ist wie ich! Und schließlich Gerdis, die alle unsere Probleme löst, die Lehrer, die sich an Vincenzo wenden, wenn sie Probleme mit dem Computer haben; Soledad, die dolmetscht und uns führt und mir den Rücken stärkt, wenn ich Vincenzo veräppeln muss. Und zu guter Letzt Vincenzo, mit dem ich diese Reise begonnen und beendet habe, der mich immer beschützt hat (außer, wenn er mich aufs Korn nehmen musste) und den ich als eine wunderbare Person in vielerlei Hinsicht kennengelernt habe und den ich sicherlich weiterhin sehen werde. Ob ich die anderen wiedersehen werde, weiß ich nicht, und das macht mich wahnsinnig traurig: Ich habe einen Kloß im Hals und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, da es eine unvergessliche Erfahrung war, eine einzigartige Erfahrung! Sie sagen, dass es normal ist, was ich empfinde, aber vielleicht ist es für diejenigen normal, die es gewohnt sind, für mich ist es das nicht: Ich war nicht darauf vorbereitet!
Ich hoffe nur, mit allen in Kontakt zu bleiben, sie wiederzusehen und früher oder später noch einmal Zeit miteinander zu verbringen! Ich fühle mich so blöd, da sie mir so sehr fehlen, obwohl ich nur eine Woche mit ihnen verbracht habe. Aber wie sagt man doch so schön? „Es ist nicht die Quantität, die zählt, sondern die Qualität“, und die Qualität dieser Woche hat meine Erwartungen bei Weitem überstiegen! Daher danke ich von Herzen allen, die diese Reise organisiert haben, aber insbesondere allen, die mit mir zusammen waren. Danke! Herzlichen Dank!
Es ist nur eine Woche vergangen und ich kann es nicht glauben! Darauf war ich nicht vorbereitet, mit kommt es beinah wie ein Traum vor, wie etwas Irreales, jetzt wo ich mich wieder in meinem Alltag befinde. Was habe ich, um zu zeigen, dass es wirklich passiert ist? Wo sind die Beweise? Ich habe nur 394 Fotos auf meiner Digitalkamera und viele, viele Erinnerungen, die ich auf keinen Fall vergessen möchte! Als ich heute Morgen die Kleider ausgepackt habe, sind mir bei jedem Kleidungsstück ein Witz, eine Situation, wunderschöne Momente eingefallen, die wir gemeinsam erlebt haben: Lukas, der sagt: „Sono molto felice di essere stronzo“ (dt.: Ich freue mich, ein Arschloch zu sein) und mich so anschaut, als wäre ich zu blöd! Timm, der zwischendurch immer wieder „culo, culo“ (dt.: Hintern, Hintern) sagt und endlich versteht, was er da sagt, als Vincenzo ihm auf denselbigen klopft. Tommaso, der den neapolitanischen Dialekt nachahmen möchte, der das Trikot von Cavani möchte, der sagt, dass die vietnamesische Küche eine Beleidigung für unsere Küche ist. Luke, der singt und „molto molto“ sagt, wie nur er es sagen kann, der mir die Dinge auf Italienisch erklärt und mit mir „Ich sehe was, was du nichts siehst“ spielt. Tobias, der trinkt und trinkt und trinkt, der „suona bene“ (dt. klingt gut) und „perché non?“ (dt. warum nein?) sagt und mich veräppelt, der mit seiner tiefen Stimme singt, der immer noch trinkt und mich in den Arm nimmt, als wäre ich eine Feder. Valentina, die mich aus dem Zimmer aussperrt, die die gesamte Reise eine Sache unterstellt, die sich schließlich bewahrheitet, die immer einen Schritt voraus ist und mindestens genau so unordentlich ist wie ich! Und schließlich Gerdis, die alle unsere Probleme löst, die Lehrer, die sich an Vincenzo wenden, wenn sie Probleme mit dem Computer haben; Soledad, die dolmetscht und uns führt und mir den Rücken stärkt, wenn ich Vincenzo veräppeln muss. Und zu guter Letzt Vincenzo, mit dem ich diese Reise begonnen und beendet habe, der mich immer beschützt hat (außer, wenn er mich aufs Korn nehmen musste) und den ich als eine wunderbare Person in vielerlei Hinsicht kennengelernt habe und den ich sicherlich weiterhin sehen werde. Ob ich die anderen wiedersehen werde, weiß ich nicht, und das macht mich wahnsinnig traurig: Ich habe einen Kloß im Hals und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, da es eine unvergessliche Erfahrung war, eine einzigartige Erfahrung! Sie sagen, dass es normal ist, was ich empfinde, aber vielleicht ist es für diejenigen normal, die es gewohnt sind, für mich ist es das nicht: Ich war nicht darauf vorbereitet!
Ich hoffe nur, mit allen in Kontakt zu bleiben, sie wiederzusehen und früher oder später noch einmal Zeit miteinander zu verbringen! Ich fühle mich so blöd, da sie mir so sehr fehlen, obwohl ich nur eine Woche mit ihnen verbracht habe. Aber wie sagt man doch so schön? „Es ist nicht die Quantität, die zählt, sondern die Qualität“, und die Qualität dieser Woche hat meine Erwartungen bei Weitem überstiegen! Daher danke ich von Herzen allen, die diese Reise organisiert haben, aber insbesondere allen, die mit mir zusammen waren. Danke! Herzlichen Dank!
Eine Reise endet nicht, solange man sie im Herzen behält
Es versteht sich von selbst, dass unsere Reise mit einem Artikel abzuschließen ist, der allen Mitgliedern dieses einzigartigen Teams gewidmet ist! Ich möchte erneut dem Goethe-Institut danken, das dieses Projekt finanziert hat, an dem ich mit Stolz teilgenommen habe. Gerdis, die hart dafür gearbeitet hat, diese Reise umzusetzen; Soledad, die der Rettungsanker der Gruppe war, nicht nur wegen ihrer Übersetzungen, sondern auch wegen ihrer Kenntnisse und mit ihrem Sinn fürs Praktische und schließlich den Jungs und Mädels, die einfach großartig waren: Gemeinsam haben wir eine einzigartige Erfahrung erlebt, die über die vielen erworbenen Kenntnisse herausgeht. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Ziel des Projekts erreicht wurde, dass das „Network“ (wie es Susanne Höhn, Direktorin des Goethe-Instituts, nennt) aufgebaut wurde.
Ich verabschiede mich mit einem letzten Bild, auf dem der Strand von Crotone abgebildet ist. Ich habe es aufgenommen, nachdem wir unsere deutschen Freunde und Soledad verabschiedet haben, die um 5:30 Uhr das Hotel verlassen haben.

Spiaggia di Crotone all'alba
P. S. Die Rückreise ist gut gegangen, aber Rosanna und ich waren wirklich traurig! Tschüss!
Ich verabschiede mich mit einem letzten Bild, auf dem der Strand von Crotone abgebildet ist. Ich habe es aufgenommen, nachdem wir unsere deutschen Freunde und Soledad verabschiedet haben, die um 5:30 Uhr das Hotel verlassen haben.
Spiaggia di Crotone all'alba
P. S. Die Rückreise ist gut gegangen, aber Rosanna und ich waren wirklich traurig! Tschüss!
Der letzte gemeinsame Tag: unterschiedliche Kulturen im Vergleich
Erinnerung. Wenn ich nur einen Begriff für alles verwenden dürfte, was ich in den Kommunen von Melissa und Carfizzi (Provinz von Crotone) gesehen habe, wäre es dieser: Erinnerung. Die kalabresische Landschaft unterscheidet sich natürlich stark davon, wie Rom sich präsentiert hat. Hier bleibt die Erinnerung an die Dinge und die Tradition haften, eine Tradition, die sich in Rom vielleicht aufgrund des herrschenden Chaos oder wegen der Ausdehnung der Stadt, die eine Touristenstadt ist, nur schwer spüren lässt. Kalabrien hingegen ist Tradition und hält diese vor allem auch aufrecht! Die Kommune von Melissa hat circa 3550 Einwohner und teilt sich in den Ortsteil an der Küste und die Hauptstadt in den Bergen. Zwischen den 1960er und 1980er Jahren emigrierten zahlreiche Einwohner von Melissa nach Deutschland, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Und obwohl sich einige fest dort ansiedelten, kehrten viele in ihr Geburtsland zurück und brachten in ihrem Herzen ein Stück Deutschland mit, sodass die heutige Bevölkerung von Melissa eine starke Bindung zu Deutschland und der deutschen Sprache hat, die hier aber der 5. Klasse unterrichtet wird. Carfizzi hingegen ist eine Kommune, die seit dem 15. Jh. Einwanderungsgebiet der Arbëresh, den Albanern, ist. Die kalabrische Kultur und die Kultur der Arbëresh sind miteinander verschmolzen und haben die heutige Kommune von Carfizzi gebildet, die ihre ganz eigene Geschichte hat. Die Kinder hier sprechen häufig besser Arbëresh als Italienisch und trotz der ständigen Kürzungen im Bildungswesen wird hier alles dafür getan, dass die Kinder nicht ihre eigenen Wurzeln vergessen. In der Grundschule von Carfizzi sind nur 24 Kindern und meisten sind Kinder von Einwanderern. Die Lehrer haben es sich zur Aufgabe gemacht, dass die Kinder mithilfe von eigenen Liedern, Reimen und Bildern ein Verständnis sowohl für Italienisch als auch für das Arbëresh entwickeln. Wir kommen in den Genuss, zwei dieser Lieder zu hören und einen Kreistanz zu improvisieren, ein wirklich bewegender Moment! Nachdem wir die Bibliothek von Carfizzi besucht, die Geschichte der Gegend gehört und zahlreiche Werkzeuge, Stoffe und für die Gegend typische Gebräuche kennengelernt haben, waren wir zu Gast im „Circolo degli Arbëreshë“. Dort haben wir von allem und noch mehr gegessen: typisch kalabresische Küche (mit viel Chili) und köstlichem Wein aus der Region! Unsere lieben Freunde aus Crema und unsere deutschen Freunde sind eine derart würzige Küche nicht gewohnt, sodass sie auf dem Rückweg ins Hotel in Morpheus' Arme gesunken sind, der sie für mindestens eine Stunde hat schlummern lassen! Die halbe Stunde Freizeit haben wir am Meer verbracht und die salzige Luft genossen. Danach sind wir zur Gesamtschule „Anna Frank“ gegangen, wo ein Wettbewerb im Aufsagen deutscher Zungenbrecher stattfand, an dem die Kinder der Grund- und Mittelschule abhängig vom Schwierigkeitsgrad teilgenommen haben. Auch Lukas und Luke haben sich mit hervorragenden Resultaten an italienischen Zungenbrechern versucht!
So endet unserer Reise ... und zwischen einem Lied, einem Witz und etwas zu trinken haben wir alle gemeinsam unseren letzten Abend am Strand verbracht, unter einem Sternenhimmel, der sich im vom Meer begrenzten Horizont verliert ...!
So endet unserer Reise ... und zwischen einem Lied, einem Witz und etwas zu trinken haben wir alle gemeinsam unseren letzten Abend am Strand verbracht, unter einem Sternenhimmel, der sich im vom Meer begrenzten Horizont verliert ...!
Saturday, 29. October 2011
Geliebter und verhasster Süden
Am Vormittag dieses letzten Tages haben wir uns im Hotel mit dem Bürgermeister von Melissa (einem Ort in der Nähe von Crotone) getroffen, der uns erklärt hat, wie wichtig Deutschland für sein Land war und immer noch ist. Melissa besteht aus dem höher gelegenen Teil in den Hügeln und dem ebenen Teil in der Nähe des Meeres. Es gibt 3550 Einwohner und der Großteil davon spricht Deutsch, da sie in Deutschland gelebt haben oder dort geboren sind. Vor einigen Jahren gab es eine große Auswanderungswelle nach Deutschland, um Arbeit zu finden, auch wenn es nur für wenige Monate im Jahr war. Aus diesem Grund fühlt sich dieser Ort noch heute eng mit Deutschland verbunden!
Nach dieser netten Begegnung haben wir uns zum Gesamtschulkomplex Istituto Comprensivo di Melissa begeben, der einzigen Schule, in der Deutsch in allen Klassen gelehrt wird, und die sich in einem wunderschönen Garten mit Olivenbäumen befindet. Dass hier so gut Deutsch gesprochen wird, ist Herrn Loris zu verdanken, der dem Verein „Amici del tedesco“ angehört und Deutschlehrer ist. Nach dem Besuch der Schule sind wir nach Carfizzi gefahren, ein Dorf mit albanischem Ursprung. Während der Fahrt im Bus bewundere ich die Schönheit Kalabriens, die Küste, das Meer, die Vegetation ... und die alten verlassenen Betriebe entlang der Küste, die einfach nur in der Sonne liegen! Mit Herrn Pino, ein weiteres Mitglied des Vereins „Amici del tedesco“, habe mich lange über die Schönheiten und die Probleme Süditaliens unterhalten: Sonne, Meer und ... organisierte Kriminalität und Schiebung; Farben, Essen ... Ignoranz und Untauglichkeit. Häufig hege ich meinem Land gegenüber einen gewissen Hass, vielleicht, weil ich es zu sehr liebe (Zitat R.P.).

Vista panoramica dai paesini di montagna in provincia di Crotone
Widmen wir uns also wieder unserem Tag in Carfizzi. Wir wurden in einer kleinen Grundschule begrüßt, in der Arbëresh (die albanische Sprache) gelehrt wird. Mit ihren traditionellen Liedern haben wir alle gemeinsam mit den Kindern einen großen Kreistanz improvisiert. Für die Kinder ist es wirklich wichtig, auch ihre ursprüngliche Sprache auf eine Art und Weise zu lernen, dass sie eine weniger heftige Begegnung mit dem Italienischen haben: In der gesamten Gegend wird heute Arbëresh gesprochen! Wir haben uns noch ein kleines Museum angesehen, das sich der Arbëresh-Kultur widmet und im „Circolo degli arbereshe” gegessen ... „e che vo raccont a'fà!“ (Das muss ich nicht erklären.) Wir haben die typische kalabresische Küche genossen mit Käse, Wurst und Schinken, Pasta mit Bohnen, Paprika, Ragout, Kastanien, Früchte der Saison ... das Ganze begleitet von einem ausgezeichneten Wein aus der Region! Endlich haben die Deutschen verstanden, warum wir nur so wenig frühstücken!
Tobias, der normalerweise unersättlich ist, schnappte nach Luft und lieft rot an (das müssen die Chilischoten gewesen sein!).

Durante il pranzo
Am Nachmittag waren wir die „Special Guests“ beim deutschen Zungenbrecherwettbewerb an der Gesamtschule „Anne Frank“. Der Jury saß auch der Schweizer Konsul bei.
Die Kinder waren sehr aufgeregt, haben aber ihr Aufgabe gemeistert. Darüber hinaus haben sich Lukas und Luke an zwei italienischen Zungenbrechern versucht, was sehr lustig war!
Luke nella sua performance
Wir Schüler haben den Abend gemeinsam am Strand verbracht, Lieder angestimmt, über die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland geredet und darüber, wie schön es war, diese großartige und einzigartige Erfahrung gemeinsam zu erleben. Schlussendlich haben wir die gedanklichen Mauern, die uns teilten, abgerissen, und ein hervorragendes freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und unsere Kulturen näher gebracht.
Nach dieser netten Begegnung haben wir uns zum Gesamtschulkomplex Istituto Comprensivo di Melissa begeben, der einzigen Schule, in der Deutsch in allen Klassen gelehrt wird, und die sich in einem wunderschönen Garten mit Olivenbäumen befindet. Dass hier so gut Deutsch gesprochen wird, ist Herrn Loris zu verdanken, der dem Verein „Amici del tedesco“ angehört und Deutschlehrer ist. Nach dem Besuch der Schule sind wir nach Carfizzi gefahren, ein Dorf mit albanischem Ursprung. Während der Fahrt im Bus bewundere ich die Schönheit Kalabriens, die Küste, das Meer, die Vegetation ... und die alten verlassenen Betriebe entlang der Küste, die einfach nur in der Sonne liegen! Mit Herrn Pino, ein weiteres Mitglied des Vereins „Amici del tedesco“, habe mich lange über die Schönheiten und die Probleme Süditaliens unterhalten: Sonne, Meer und ... organisierte Kriminalität und Schiebung; Farben, Essen ... Ignoranz und Untauglichkeit. Häufig hege ich meinem Land gegenüber einen gewissen Hass, vielleicht, weil ich es zu sehr liebe (Zitat R.P.).
Vista panoramica dai paesini di montagna in provincia di Crotone
Widmen wir uns also wieder unserem Tag in Carfizzi. Wir wurden in einer kleinen Grundschule begrüßt, in der Arbëresh (die albanische Sprache) gelehrt wird. Mit ihren traditionellen Liedern haben wir alle gemeinsam mit den Kindern einen großen Kreistanz improvisiert. Für die Kinder ist es wirklich wichtig, auch ihre ursprüngliche Sprache auf eine Art und Weise zu lernen, dass sie eine weniger heftige Begegnung mit dem Italienischen haben: In der gesamten Gegend wird heute Arbëresh gesprochen! Wir haben uns noch ein kleines Museum angesehen, das sich der Arbëresh-Kultur widmet und im „Circolo degli arbereshe” gegessen ... „e che vo raccont a'fà!“ (Das muss ich nicht erklären.) Wir haben die typische kalabresische Küche genossen mit Käse, Wurst und Schinken, Pasta mit Bohnen, Paprika, Ragout, Kastanien, Früchte der Saison ... das Ganze begleitet von einem ausgezeichneten Wein aus der Region! Endlich haben die Deutschen verstanden, warum wir nur so wenig frühstücken!
Tobias, der normalerweise unersättlich ist, schnappte nach Luft und lieft rot an (das müssen die Chilischoten gewesen sein!).
Durante il pranzo
Am Nachmittag waren wir die „Special Guests“ beim deutschen Zungenbrecherwettbewerb an der Gesamtschule „Anne Frank“. Der Jury saß auch der Schweizer Konsul bei.
Die Kinder waren sehr aufgeregt, haben aber ihr Aufgabe gemeistert. Darüber hinaus haben sich Lukas und Luke an zwei italienischen Zungenbrechern versucht, was sehr lustig war!
Luke nella sua performance
Wir Schüler haben den Abend gemeinsam am Strand verbracht, Lieder angestimmt, über die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland geredet und darüber, wie schön es war, diese großartige und einzigartige Erfahrung gemeinsam zu erleben. Schlussendlich haben wir die gedanklichen Mauern, die uns teilten, abgerissen, und ein hervorragendes freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und unsere Kulturen näher gebracht.
Rom und so
11.00 Uhr
22° Grad und Sonnenschein! Wer hätte gedacht, dass ich dieses Jahr noch einmal in den Genuss eines solchen Wetters kommen würde, besonders nach dem der Sommer Deutschland dieses Jahr einfach elegant umgangen hat.
Unser kleiner Reise Bus schlängelt sich im Moment durch die Serpentinen einen Hügel hinauf. Wir befinden uns in Kalabrien, im kleinen Dorf Melissa. Die Aussicht ist überwältigend. Am Horizont sehen wir das blaue Mittelmeer, welches mit dem azurnerem Himmel verschmilzt. Von da an schneiden hohe Hügelketten (man möchte fast Berge sagen) tief in die Landschaft ein. Malerische Dörfer schmiegen sich vereinzelt an die Flanken mancher Erhebungen. Kleine Kirchtürme, bunt verputzte Häuser und verdammt enge Straßen prägen das Bild.
Der Großteil der Landschaft ist jedoch unberührt, von vereinzelten eingezäunten Feldern einmal abgesehen. Die Vegetation aus Fichten- und Pinienhainen verschmilzt auf manchen Bergen zu ausgeprägten Wäldern, die sich mit ihrem smaragdgrünen Schimmer beeindruckend von den allgegenwärtigen Olivenbäumen abheben. Selbst in den schroffen Klippenabstürzen entdecken wir mannigfaltige Busch- und Straucharten.
Der Bewuchs lockert das gelbliche Profil dieser trockenen Gegend auf. Tatsächlich ist dies die grünste mediterrane Gegend die ich bis jetzt besucht hab, viel grüner als zum Beispiel Malta oder Marseille. Bemerkenswert ist das Fehlen hoher Baumarten, was uns jedoch eine grandiose Weitsicht erlaubt.
Wendet man den Blick ins Landesinnere, wird das Land öder, die Hügel höher und die Grate steiler. Es ist eine Landschaft von wilder Schönheit.
Was wir hier gerade erleben, ist das totale Kontrastprogramm zu Rom. Die spärliche Besiedlung, die unberührte Natur, die ästhetische Kargheit, all das beeindruckt mich zutiefst.
Rom. Drei Buchstaben und viele viele Eindrücke.
Den wohl bleibensten Eindruck haben bei mir die Mofas und ihre tollkühnen Fahrern hinterlassen. Mit dem Selbsterhaltungstrieb von depressiven Lemmingen ausgestattet, jagen diese Zweiradterroristen durch die Straßenschluchten, scheren sich weder um rote Ampeln, Autos oder Fußgänger und qualmen was das Zeug hält. Wer bremst, verliert. Ich empfinde aufrichtige Ehrfurcht vor unserem Taxifahrer, der mehrfach von allen Seiten von blutrünstigen Mofas eingekreist worden war (Abstand zwischen Autotür und Vespa betrug gefühlte 2mm) und es trotzdem fertigbrachte, keinen Rollerpiloten unter die Reifen zu bekommen.
Auch Überholmanöver, die Raumlücken auf mikroatomarer Ebene ausnutzen, tragen nicht gerade zur Verkehrssicherheit bei. Dementsprechend sind Fahrradfahrer in Rom so häufig wie Yetis.
Doch was ist die alternative. Sicherlich kein Busfahren! Ich dachte, ich hätte in Deutschland schon alles erlebt, was man in einem Bus erleben kann, doch der öffentliche Nahverkehr in bella Roma spottet jeder Beschreibung:
Freie Sitzplätze existieren grundsätzlich nicht, Leute ohne Stehvermögen sollten die Bussen schon deswegen meiden. In den Augen jener privilegierten Sitzplatz-Bourgeoisie spiegelt sich blanker Hohn über das Steh-Proletariat wieder. Römische Busse werden grundsätzlich bis auf den letzten Millimeter mit Menschen vollgestopft. Wenn an den Eingängen kein Platz mehr ist, wird einfach geschoben und gedrückt, bis etwas Platz frei ist. Die armen Teufel in der Mitte werden so im Laufe der Fahrt immer mehr komprimiert, Quetschungen und Knochenbrüche dürften keine Seltenheit sein. Wenn man dann irgendwann aussteigen will, so darf man keine Skrupel haben, Knie, Ellenbogen, Zähne und Klauen einzusetzen, denn anders kann man sich nicht aus der kompakten Masse Mensch lösen.
Ein ständiges Stöhnen und Ächzen, Jammern und Wimmern erfüllt die verbrauchte Luft, man sieht in ausgemergelte, verzweifelte und ängstliche Gesichter. Es ist, als sei man in ein Gemälde Hieronymus Boschs hinein versetzt worden.
Ich weiß nicht, ob ich diese Bilder je wieder werde verdrängen können.
Dem Herrn sei Dank besteht Rom nicht nur aus Bussen und Mofas, auch wenn dies der erste Eindruck ist. Tatsächlich ist Rom eine hübsche Stadt, die vor Sehenswürdigkeiten und Charme nur so platzt. Unter Soledad kundiger Führung sahen wir so zum Beispiel das Pantheon, die spanische Treppe und die Trajan-Säule.
Interessanterweise kann man in Rom zu jeder Jahreszeit, selbst in der brütensten Sommerhitze geröstete Kastanien kaufen. Dies gehört anscheinend genau so zur Stadt wie die omnipräsenten Straßenmusiker, die teilweise sehr eindrucksvoll ihr Können beweisen. Ähnlich wie Paris verfügt auch die Stadt des Romulus über unzählige Maler und Karikaturisten, die an jeder Straßenecke ihre Bilder anbieten.
Architektonisch macht Rom, ähnlich wie Hamburg einen sehr harmonischen Eindruck, alles ist wie aus einem Guss (leider verläuft man sich dadurch auch ziemlich fix).
Wonach ich beim nächsten Aufenthalt in Rom suchen werde, sind die mysteriösen fliegenden Tiber-Ratten, von denen Soledad steif und fest behauptet, dass es sie wirklich gibt. Angeblich haben sich eine Art Membran zwischen Körper und Beinen, die ihnen eine Art Gleiten nach einem Hüpfer erlaubt. Zudem sollen sie groß und äußerst aggressiv sein. Nächstes Mal lass‘ ich Kolosseum und Petersdom links liegen, gleitende Riesenratten sind um einiges cooler!
Gerade für Deutsche ist auch das Goethe-Institut Rom einen Blick wert. Nach einem Gespräch mit der Direktorin, das uns auch neue Perspektiven vermittelt, speisen wir im hübschen Garten des Instituts. Mein zweiter Eindruck der italienischen Küche ist ein sehr guter (über das Frühstück legen wir lieber mal den Mantel des Schweigens).
Am Abend geht Gerdis leider von uns, um ihren 60.ten angemessen feiern zu können.
Rom war definitiv eine Reise Wert.
22° Grad und Sonnenschein! Wer hätte gedacht, dass ich dieses Jahr noch einmal in den Genuss eines solchen Wetters kommen würde, besonders nach dem der Sommer Deutschland dieses Jahr einfach elegant umgangen hat.
Unser kleiner Reise Bus schlängelt sich im Moment durch die Serpentinen einen Hügel hinauf. Wir befinden uns in Kalabrien, im kleinen Dorf Melissa. Die Aussicht ist überwältigend. Am Horizont sehen wir das blaue Mittelmeer, welches mit dem azurnerem Himmel verschmilzt. Von da an schneiden hohe Hügelketten (man möchte fast Berge sagen) tief in die Landschaft ein. Malerische Dörfer schmiegen sich vereinzelt an die Flanken mancher Erhebungen. Kleine Kirchtürme, bunt verputzte Häuser und verdammt enge Straßen prägen das Bild.
Der Großteil der Landschaft ist jedoch unberührt, von vereinzelten eingezäunten Feldern einmal abgesehen. Die Vegetation aus Fichten- und Pinienhainen verschmilzt auf manchen Bergen zu ausgeprägten Wäldern, die sich mit ihrem smaragdgrünen Schimmer beeindruckend von den allgegenwärtigen Olivenbäumen abheben. Selbst in den schroffen Klippenabstürzen entdecken wir mannigfaltige Busch- und Straucharten.
Der Bewuchs lockert das gelbliche Profil dieser trockenen Gegend auf. Tatsächlich ist dies die grünste mediterrane Gegend die ich bis jetzt besucht hab, viel grüner als zum Beispiel Malta oder Marseille. Bemerkenswert ist das Fehlen hoher Baumarten, was uns jedoch eine grandiose Weitsicht erlaubt.
Wendet man den Blick ins Landesinnere, wird das Land öder, die Hügel höher und die Grate steiler. Es ist eine Landschaft von wilder Schönheit.
Was wir hier gerade erleben, ist das totale Kontrastprogramm zu Rom. Die spärliche Besiedlung, die unberührte Natur, die ästhetische Kargheit, all das beeindruckt mich zutiefst.
Rom. Drei Buchstaben und viele viele Eindrücke.
Den wohl bleibensten Eindruck haben bei mir die Mofas und ihre tollkühnen Fahrern hinterlassen. Mit dem Selbsterhaltungstrieb von depressiven Lemmingen ausgestattet, jagen diese Zweiradterroristen durch die Straßenschluchten, scheren sich weder um rote Ampeln, Autos oder Fußgänger und qualmen was das Zeug hält. Wer bremst, verliert. Ich empfinde aufrichtige Ehrfurcht vor unserem Taxifahrer, der mehrfach von allen Seiten von blutrünstigen Mofas eingekreist worden war (Abstand zwischen Autotür und Vespa betrug gefühlte 2mm) und es trotzdem fertigbrachte, keinen Rollerpiloten unter die Reifen zu bekommen.
Auch Überholmanöver, die Raumlücken auf mikroatomarer Ebene ausnutzen, tragen nicht gerade zur Verkehrssicherheit bei. Dementsprechend sind Fahrradfahrer in Rom so häufig wie Yetis.
Doch was ist die alternative. Sicherlich kein Busfahren! Ich dachte, ich hätte in Deutschland schon alles erlebt, was man in einem Bus erleben kann, doch der öffentliche Nahverkehr in bella Roma spottet jeder Beschreibung:
Freie Sitzplätze existieren grundsätzlich nicht, Leute ohne Stehvermögen sollten die Bussen schon deswegen meiden. In den Augen jener privilegierten Sitzplatz-Bourgeoisie spiegelt sich blanker Hohn über das Steh-Proletariat wieder. Römische Busse werden grundsätzlich bis auf den letzten Millimeter mit Menschen vollgestopft. Wenn an den Eingängen kein Platz mehr ist, wird einfach geschoben und gedrückt, bis etwas Platz frei ist. Die armen Teufel in der Mitte werden so im Laufe der Fahrt immer mehr komprimiert, Quetschungen und Knochenbrüche dürften keine Seltenheit sein. Wenn man dann irgendwann aussteigen will, so darf man keine Skrupel haben, Knie, Ellenbogen, Zähne und Klauen einzusetzen, denn anders kann man sich nicht aus der kompakten Masse Mensch lösen.
Ein ständiges Stöhnen und Ächzen, Jammern und Wimmern erfüllt die verbrauchte Luft, man sieht in ausgemergelte, verzweifelte und ängstliche Gesichter. Es ist, als sei man in ein Gemälde Hieronymus Boschs hinein versetzt worden.
Ich weiß nicht, ob ich diese Bilder je wieder werde verdrängen können.
Dem Herrn sei Dank besteht Rom nicht nur aus Bussen und Mofas, auch wenn dies der erste Eindruck ist. Tatsächlich ist Rom eine hübsche Stadt, die vor Sehenswürdigkeiten und Charme nur so platzt. Unter Soledad kundiger Führung sahen wir so zum Beispiel das Pantheon, die spanische Treppe und die Trajan-Säule.
Interessanterweise kann man in Rom zu jeder Jahreszeit, selbst in der brütensten Sommerhitze geröstete Kastanien kaufen. Dies gehört anscheinend genau so zur Stadt wie die omnipräsenten Straßenmusiker, die teilweise sehr eindrucksvoll ihr Können beweisen. Ähnlich wie Paris verfügt auch die Stadt des Romulus über unzählige Maler und Karikaturisten, die an jeder Straßenecke ihre Bilder anbieten.
Architektonisch macht Rom, ähnlich wie Hamburg einen sehr harmonischen Eindruck, alles ist wie aus einem Guss (leider verläuft man sich dadurch auch ziemlich fix).
Wonach ich beim nächsten Aufenthalt in Rom suchen werde, sind die mysteriösen fliegenden Tiber-Ratten, von denen Soledad steif und fest behauptet, dass es sie wirklich gibt. Angeblich haben sich eine Art Membran zwischen Körper und Beinen, die ihnen eine Art Gleiten nach einem Hüpfer erlaubt. Zudem sollen sie groß und äußerst aggressiv sein. Nächstes Mal lass‘ ich Kolosseum und Petersdom links liegen, gleitende Riesenratten sind um einiges cooler!
Gerade für Deutsche ist auch das Goethe-Institut Rom einen Blick wert. Nach einem Gespräch mit der Direktorin, das uns auch neue Perspektiven vermittelt, speisen wir im hübschen Garten des Instituts. Mein zweiter Eindruck der italienischen Küche ist ein sehr guter (über das Frühstück legen wir lieber mal den Mantel des Schweigens).
Am Abend geht Gerdis leider von uns, um ihren 60.ten angemessen feiern zu können.
Rom war definitiv eine Reise Wert.
Crotone Ende der Reise - Fine del Viaggio
Bevor wir totmuede, aber zufrieden ins Bett fallen, wollen wir doch von diesem wunderschoenen Tag in Crotone, durch den uns Loris Rossetto, Vorsitzender des Vereins "Amici del Tedesco", begleitete, berichten. Nachdem wir ein Interview mit dem Buergermeister von Melissa, Peppino Vallone, gefuehrt haben, sind wir in das albanisch-italienisch staemmige Dorf Carfizzi gefahren. Hier hat uns die fruehere Buergermeisterin des 750 Einwohner zaehlenden Ortes und engagierte Mathelehrerin Caterina Tascione gezeigt, wie man seit Jahrhunderten die Sprache und die Gebraeuche Albaniens lebendig haelt. Am Nachmittag haben wir die Moeglichkeit gehabt, an der Mittelschule "Anna Frank", unter Vorsitz des schweizerischen Honorar Konsuls, Renato Vitetta, an einem sehr witzigen und unterhaltsamen Zungenbrecherwettbewerb teil zu nehmen, den Loris Rossetto zur Foerderung der deutschen Sprache in der hiesigen Schule schon mehrfach organisiert hat.
Die Reise ist nun zu Ende. Wir verabschieden uns mit dem traurigen Gefuehl, dass man sich leider von den gerade neu gewonnenen Freunden schon wieder trennen muss, aber gluecklich ueber die vielfaeltigen Eindruecke und Erfahrungen, die uns diese einmalige Woche geschenkt hat.
BeneSimo (Benedikta&Simona)
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Così finisce il nostro viaggio! Tappa conclusiva, Crotone, dove ci accoglie Loris Rossetto, presidente della fortunata associazione "Amici del tedesco". Dopo l' intervista a Peppino Vallone, sindaco del piccolo paesino chiamato Melissa, contrassegnato da una forte storia di emigrazione, siamo stati ospiti della scuola media del paese. Quando si dice che il mondo è piccolo... La figlia della Preside della scuola lavora a Crema... va bene, direte voi, trascurabile coincidenza il fatto che anche io abiti a Crema! Procediamo con la nostra visita a Carfizzi, comune di 750 abitanti di origine albanese, dove l' ex sindaco e insegnante di matematica, Caterina Tascione, ci mostra come si fa a tenere in vita lingua, costumi e tradizioni di un popolo lontano dal Paese di origine. Dopo un pranzo, che non fatichiamo a chiamare luculliano, ma che abbiamo faticato a digerire - e non per la pesantezza delle squisite pietanze ma per la mancanza di tempo relax - abbiamo visitato la scuola "Anna Frank" dove alla presenza del console onorario svizzero, Renato Vitetta, abbiamo partecipato ad una gara di scioglilingua in tedesco, una delle tante attività per la promozione di questa lingua organizzato da Loris Rossetto.
Bene, il viaggio è giunto al suo termine. Domani il gruppo si scioglierà e sarà triste lasciare i nuovi amici, ma ci accopagnerà il ricordo di questa avventura sorprendente e unica.
Ciao
BeneSimo (Benedikta&Simona)
Die Reise ist nun zu Ende. Wir verabschieden uns mit dem traurigen Gefuehl, dass man sich leider von den gerade neu gewonnenen Freunden schon wieder trennen muss, aber gluecklich ueber die vielfaeltigen Eindruecke und Erfahrungen, die uns diese einmalige Woche geschenkt hat.
BeneSimo (Benedikta&Simona)
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Così finisce il nostro viaggio! Tappa conclusiva, Crotone, dove ci accoglie Loris Rossetto, presidente della fortunata associazione "Amici del tedesco". Dopo l' intervista a Peppino Vallone, sindaco del piccolo paesino chiamato Melissa, contrassegnato da una forte storia di emigrazione, siamo stati ospiti della scuola media del paese. Quando si dice che il mondo è piccolo... La figlia della Preside della scuola lavora a Crema... va bene, direte voi, trascurabile coincidenza il fatto che anche io abiti a Crema! Procediamo con la nostra visita a Carfizzi, comune di 750 abitanti di origine albanese, dove l' ex sindaco e insegnante di matematica, Caterina Tascione, ci mostra come si fa a tenere in vita lingua, costumi e tradizioni di un popolo lontano dal Paese di origine. Dopo un pranzo, che non fatichiamo a chiamare luculliano, ma che abbiamo faticato a digerire - e non per la pesantezza delle squisite pietanze ma per la mancanza di tempo relax - abbiamo visitato la scuola "Anna Frank" dove alla presenza del console onorario svizzero, Renato Vitetta, abbiamo partecipato ad una gara di scioglilingua in tedesco, una delle tante attività per la promozione di questa lingua organizzato da Loris Rossetto.
Bene, il viaggio è giunto al suo termine. Domani il gruppo si scioglierà e sarà triste lasciare i nuovi amici, ma ci accopagnerà il ricordo di questa avventura sorprendente e unica.
Ciao
BeneSimo (Benedikta&Simona)
Trentatre Trentini.
Erst spätabends landet der Allitalia-Flieger im winzig kleinen Flughafen. Erst nach langem Warten kommen wir im Palazzo Foti Hotel in Crotone an. Es wirkt von allen Hotels am gemütlichsten; auch, dass die einzigen deutschen Fernsehsender im Zimmer Sat.1 und Vox sind, kann die Freude über ein frisch bezogenes Bett nicht bändigen.
Unser letzter Tag beginnt früh mit einem Interview. Der Bürgermeister der Kommune Melissa erwartet uns in der Hotellobby; bemerkenswert ist, dass die meisten Bürger des 3550-Seelen-Dorfes Deutsch sprechen. Die vielen Familien, die vor Jahren nach Deutschland auswanderten, kehren allmählich in ihre Heimat zurück. Auch er selbst war in Deutschland, und bis auf das Sauerkraut hatte er keinen Grund zur Beschwerde. Mit dem Autobus fahren wir schließlich in die Berge nach Melissa, wo uns die Direktorin der ansässigen Schule empfängt. Sie berichtet uns von den vielen deutschsprachigen Schülern, die sie hat; es ist die einzige Schule in Kalabrien, die Deutsch fest im Stundenplan verankert hat.

Der Bürgermeister von Melissa.
Unsere nächste Station ist eine Gemeinschaftsschule in einem albanischstämmigen Dorf. Die 24 Schüler begrüßen uns mit Gesang und Tänzen; auch bieten sie uns einen Anblick in ihre Kultur, in ihre eigene Sprache (Arbëresh, eine Mischung aus Albanisch und Italienisch), in ihre Traditionen, die sie den ganzen Tag lang begleiten. Der anschließende Besuch im örtlichen Museum, welches von der ehemaligen Bürgermeisterin eröffnet wurde, zeigt uns auf, was das Leben in diesem Ort ausmacht; so spielen Frauen aufgrund der vielen Soldaten und ausgewanderten Gastarbeiter eine wichtige Rolle, die Zustände nennt die Ex-Bürgermeisterin "fast matriarchisch"; die relativ kleine Bibliothek, die Teil des Museums ist, bietet einen umwerfenden Ausblick auf die hügelige Landschaft an der italienischen Küste. Das gesamte Dorf wirkt wie aus einem Italofilm, und das großartige Essen im örtlichen Gemeindehaus ist wie die Atmosphäre Melissas - bezaubernd.

Die Gemeinschaftsschule.

Der Ausblick vom Dach der Bibliothek.
Ricotta, Bohneneintopf und Rotwein stärken uns für den nächsten Besuch; die Schule Anna Frank (ja, Anne Frank ist gemeint) kann als eine Art Partnerschule der Schule in Melissa angesehen werden. Der Grund für unseren Besuch ist die Austragung eines Zungenbrecherwettbewerbs zwischen den Schülern und Schülerinnen. Sätze wie "Wilde Wiesel wollen wissen, wo warme Würstchen wachsen", "Zwischen zwei Zwiebeln zischen zwei Schlangen" oder auch der Klassiker, "Fischers Fritz fischt frische Fische", erfüllen den überfüllten Klassenraum. Auch wir müssen uns schlussendlich an die italienischen Sprachgoliaths wagen. Mein "Trentatre trentini entrano a Trento, tutti i trentatre trotterelando" muss ich sogar auswendig aufsagen; dafür ernte ich aber auch viel Applaus und fühle mich wie der Star des Abends.

Moderation beim Zungenbrecherwettbewerb.
Dem anschließenden Büffet schenkt unsereins keine große Beachtung; das deftige Mittagessen raubt einem jegliches Hungergefühl. Wir kehren ein letztes Mal zu unserem Hotel zurück und sammeln unsere Kräfte für die letzte Nacht; denn so viel ist allen klar: Kurz und langweilig wird sie nicht sein.
Unser letzter Tag beginnt früh mit einem Interview. Der Bürgermeister der Kommune Melissa erwartet uns in der Hotellobby; bemerkenswert ist, dass die meisten Bürger des 3550-Seelen-Dorfes Deutsch sprechen. Die vielen Familien, die vor Jahren nach Deutschland auswanderten, kehren allmählich in ihre Heimat zurück. Auch er selbst war in Deutschland, und bis auf das Sauerkraut hatte er keinen Grund zur Beschwerde. Mit dem Autobus fahren wir schließlich in die Berge nach Melissa, wo uns die Direktorin der ansässigen Schule empfängt. Sie berichtet uns von den vielen deutschsprachigen Schülern, die sie hat; es ist die einzige Schule in Kalabrien, die Deutsch fest im Stundenplan verankert hat.

Der Bürgermeister von Melissa.
Unsere nächste Station ist eine Gemeinschaftsschule in einem albanischstämmigen Dorf. Die 24 Schüler begrüßen uns mit Gesang und Tänzen; auch bieten sie uns einen Anblick in ihre Kultur, in ihre eigene Sprache (Arbëresh, eine Mischung aus Albanisch und Italienisch), in ihre Traditionen, die sie den ganzen Tag lang begleiten. Der anschließende Besuch im örtlichen Museum, welches von der ehemaligen Bürgermeisterin eröffnet wurde, zeigt uns auf, was das Leben in diesem Ort ausmacht; so spielen Frauen aufgrund der vielen Soldaten und ausgewanderten Gastarbeiter eine wichtige Rolle, die Zustände nennt die Ex-Bürgermeisterin "fast matriarchisch"; die relativ kleine Bibliothek, die Teil des Museums ist, bietet einen umwerfenden Ausblick auf die hügelige Landschaft an der italienischen Küste. Das gesamte Dorf wirkt wie aus einem Italofilm, und das großartige Essen im örtlichen Gemeindehaus ist wie die Atmosphäre Melissas - bezaubernd.

Die Gemeinschaftsschule.

Der Ausblick vom Dach der Bibliothek.
Ricotta, Bohneneintopf und Rotwein stärken uns für den nächsten Besuch; die Schule Anna Frank (ja, Anne Frank ist gemeint) kann als eine Art Partnerschule der Schule in Melissa angesehen werden. Der Grund für unseren Besuch ist die Austragung eines Zungenbrecherwettbewerbs zwischen den Schülern und Schülerinnen. Sätze wie "Wilde Wiesel wollen wissen, wo warme Würstchen wachsen", "Zwischen zwei Zwiebeln zischen zwei Schlangen" oder auch der Klassiker, "Fischers Fritz fischt frische Fische", erfüllen den überfüllten Klassenraum. Auch wir müssen uns schlussendlich an die italienischen Sprachgoliaths wagen. Mein "Trentatre trentini entrano a Trento, tutti i trentatre trotterelando" muss ich sogar auswendig aufsagen; dafür ernte ich aber auch viel Applaus und fühle mich wie der Star des Abends.

Moderation beim Zungenbrecherwettbewerb.
Dem anschließenden Büffet schenkt unsereins keine große Beachtung; das deftige Mittagessen raubt einem jegliches Hungergefühl. Wir kehren ein letztes Mal zu unserem Hotel zurück und sammeln unsere Kräfte für die letzte Nacht; denn so viel ist allen klar: Kurz und langweilig wird sie nicht sein.
Goethe-Institut, Rom und der Tourismus-Marathon
Una simpatica immagine nel Goethe Institut di Roma
Es stimmt nicht, dass alle Deutschen genau und pünktlich sind! Das konnten wir in diesen fünf Tagen unserer Reise mit einer beachtlichen Verspätung der deutschen Jungs feststellen. Der Vormittag gehört dem Treffen mit Susanne Hohn, der Direktorin vom Goethe-Institut Rom. Das Goethe-Institut wurde 1951 nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und Italien war das zweite Land, in dem ein Goethe-Institut eröffnet wurde.
Das Institut entstand, um der deutschen Kultur die Gewalttätigkeiten des Krieges zu nehmen: ein edles Ziel, das in völliger Autonomie vorangetrieben wurde (das Goethe-Institut ist von keiner staatlichen oder politischen Institution abhängig). Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Goethe-Institut die deutsche Sprache mit Kursen für Jugendliche und Erwachsene, mit Programmen und kulturellen Austauschprogrammen sowie mit Informationen über die deutsche Situation. Heute gibt es 140 Institute in 80 Ländern weltweit, allein in Italien sind es fünf.
„Va Bene?!“ ist ein Projekt, das sehr erfolgreich ist: Man denke nur an die Reise von Berlin nach Palermo (nur im Zug) von Beppe Severgnini (Journalist vom Corriere della Sera) und Mark Spörrle (Journalist von der Zeit), die von der Dolmetscherin Soledad Ugolinelli begleitet wurden, die auch unsere nette und sympathische Dolmetscherin ist. Dieses Projekt wurde anhand einer genauen Analyse der deutsch-italienischen Beziehungen ausgearbeitet. In den Augen der Deutschen steht Italien nur für Berlusconi und die organisierte Kriminalität. Die Reise mit Beppe und Mark hat gezeigt, wie wichtig ein Austausch ist: Beppe hat das echte Deutschland kennengelernt, während Mark das echte Italien kennengelernt hat. Das Projekt war ein großer Erfolg und es folgten noch zahlreiche weitere Projekte, wie auch unser Projekt, die dazu dienen, die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien zu festigen, zwei Nationen, die im europäischen Zusammenhang mehr vereint, als man zunächst vermutet.

Il gruppo nel giardino del Goethe Institut di Roma
Nach einem guten Mittagessen im Goethe-Institut (welches das Glück hat, eine neapolitanische Köchin zu haben), hat Soledad die Rolle der Reiseleiterin für Rom übernommen.
Wie haben einiges gesehen: Piazza Venezia, den Trevi-Brunnen, die Trajanssäule, das Campidoglio, das Pantheon, Piazza Barberini, Piazza di Spagna
(Um nicht die „Seeschlacht“ zu erwähnen; ihr wisst schon, was ich meine).
Piazza Venezia
Noi ragazzi in Piazza di Spagna/em>
Die Deutschen sind von der Schönheit Roms und dem Reichtum an Kunstwerken beeindruckt, nur Schade, dass sie auf der Rückfahrt im Bus Blut und Wasser schwitzen mussten: Jetzt wissen sie zumindest, wie viele Personen wirklich in einen Bus passen! Ebenso abenteuerlich war unser Check-in am Flughafen Fiumicino: So langsam, dass wir beinah das Flugzeug verpasst hätten und einen Sprint wie Usain Bolt hinlegen mussten, um das Gate (was unglaublich weit weg war) noch rechtzeitig zu erreichen. Sozusagen ein Last-Minute-Flug! Und die Missgeschicke reißen nicht ab: Nach unserer Ankunft in Crotone haben wir den Shuttle-Bus zum Hotel nicht gefunden. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Flughafen von Crotone campiert, der übrigens kurz nach unserer Ankunft geschlossen wurde (wir waren ganz alleine), und erst nur circa zwei Stunden ist der Shuttle-Bus gekommen! Es tat mir vor allem für die deutschen Schüler leid, die nach den Problemen in Rom und in Crotone sicherlich einen schlechten Eindruck von Italien haben mussten. Es tut mir Leid!

Temporaneo "accampamento" davanti l'entrata dell'aeroporto di Crotone
Everything's Bigger in Rome!
Deutsche und unpünktlich? In den Augen vieler unvereinbare Gegensätze. Doch genau das passiert am heutigen Morgen im Hotel Lloyd in Rom: Vier Deutsche stolpern verschlafen und mit hastig zusammengewürfelten Koffern in die Lobby, wo die Italiener bereits warten. Über die engen Gassen der Lateinstadt schleppen wir unser Gepäck bis zum nahegelegenen Goethe-Institut, dem Initiator unserer Reise. Wir treffen Susanne im Institut. Vierzehn Schaffotografien in klassischem Schwarzweiß schmücken ihr Büro, sowie Märchenbücher und die Geschenke unserer "Vorgänger" auf dem Schreibtisch: Buchstabenzüge, welche die Namen "Beppe" und "Mark" formen. Susanne berichtet über ihren eigenen Werdegang, aber auch über die Geschichte und die Ideologie des Instituts. Draußen in der Sonne reden wir auch mit Ulrike. Sie präsentiert die neuesten Bücherprojekte; auch mit der Kantinenchefin dürfen wir ein Gespräch führen.

Susanne und die Pressearbeiterin.

Ulrike.

Die Küchenchefin Gioconda.
Der anfangs schöne Tag färbt sich mit einem Schlag in Trauerschwarz- und Alarmrottönen. Das plötzlich bemerkte Fehlen meiner Geldbörse löst eine kleine Massenpanik auf dem Gelände aus. Die Ereignisse überschlagen sich, doch dank der großen Hilfe von Gerdis und der Praktikantin (an dieser Stelle nochmals tausend Dank!) wird alles geklärt. Nach einer köstlichen Stärkung kann der Spaziergang durch Rom losgehen. Nur die Pilzlasagne habe ich verpasst.
Alte, efeuüberwucherte Fassaden, hölzerne Fensterläden und engste Steingassen schaffen das Flair, das Rom seit tausenden von Jahren so einzigartig macht. Antike Freskos und altrömische Statuen schmücken die gesamte Stadt. Touristen drängen sich an den schönsten Plätzen. Der Anblick des Neptunbrunnens ist umwerfend, tatsächlich lässt mich der Anblick der Wasserkaskaden, die marmorne Götterfiguren umspielen, einen Moment lang vor Faszination erstarren. Auch das gewaltige Pantheon erfüllt seine Piazza mit Erhabenheit. Ich liebe Verona für das leichte, romantische Gefühl in der Stadt; auch die malerischen Brücken Venedigs sind wundervoll. Die Straßen Mailands pulsieren vor Leben. Doch Rom stellt alles, was ich je in Italien gesehen habe, in den Schatten.

Der Trevi-Brunnen.

Am Brunnen des Pantheons.

Das Pantheon.

Der Ausblick auf Roms Dächer.
Doch auch der Besuch der ewigen Stadt hat ein Ende. Zurück am Goethe-Institut verabschieden wir uns von unserer wundervollen Gruppenleiterin Gerdis und brechen auf zum Flughafen. Es ist Zeit für die letzte Station unserer Reise; Kalabrien wartet bereits auf uns.

Susanne und die Pressearbeiterin.

Ulrike.

Die Küchenchefin Gioconda.
Der anfangs schöne Tag färbt sich mit einem Schlag in Trauerschwarz- und Alarmrottönen. Das plötzlich bemerkte Fehlen meiner Geldbörse löst eine kleine Massenpanik auf dem Gelände aus. Die Ereignisse überschlagen sich, doch dank der großen Hilfe von Gerdis und der Praktikantin (an dieser Stelle nochmals tausend Dank!) wird alles geklärt. Nach einer köstlichen Stärkung kann der Spaziergang durch Rom losgehen. Nur die Pilzlasagne habe ich verpasst.
Alte, efeuüberwucherte Fassaden, hölzerne Fensterläden und engste Steingassen schaffen das Flair, das Rom seit tausenden von Jahren so einzigartig macht. Antike Freskos und altrömische Statuen schmücken die gesamte Stadt. Touristen drängen sich an den schönsten Plätzen. Der Anblick des Neptunbrunnens ist umwerfend, tatsächlich lässt mich der Anblick der Wasserkaskaden, die marmorne Götterfiguren umspielen, einen Moment lang vor Faszination erstarren. Auch das gewaltige Pantheon erfüllt seine Piazza mit Erhabenheit. Ich liebe Verona für das leichte, romantische Gefühl in der Stadt; auch die malerischen Brücken Venedigs sind wundervoll. Die Straßen Mailands pulsieren vor Leben. Doch Rom stellt alles, was ich je in Italien gesehen habe, in den Schatten.

Der Trevi-Brunnen.

Am Brunnen des Pantheons.

Das Pantheon.

Der Ausblick auf Roms Dächer.
Doch auch der Besuch der ewigen Stadt hat ein Ende. Zurück am Goethe-Institut verabschieden wir uns von unserer wundervollen Gruppenleiterin Gerdis und brechen auf zum Flughafen. Es ist Zeit für die letzte Station unserer Reise; Kalabrien wartet bereits auf uns.
Hamburg 24.10
Lunedì 24.10.
Nelle centrali del potere (della cultura)
Tre redazioni diverse, tre ambienti diversi, ma la stessa calda accoglienza. Il reporter dell' Hamburger Abendblatt, Ralf Nehmzow, ci ha illustrato dettagliatamente come si svolge il lavoro al giornale. Ci ha anche raccontato delle sue esperienze personali. Tra i tanti aneddoti, indimenticabile resta quello che riguarda un' intervista fatta ad un (non più) aitante eroe del grande schermo. Non aveva ricevuto autorizzazione a farlo vis à vis perciò il reporter gli ha inviato le domande via e-mail. Soddisfatto, scorre la pagina delle risposte , ma si accorge di una piccola annotazione dopo la quarta domanda scritta dall' agente del famoso attore in questione: "He fully answered the first 4 questions then he got bored with the other ones..." Abbiamo tutti apprezzato l'umiltà di questo rappresentante del corrispettivo tedesco del nostro Corriere della Sera, che forse ha riproposto le stesse domande a qualcun altro che le ha trovate perfino divertenti (ce lo auguriamo per lui!). In una rapida successione di tappe, abbiamo raggiunto l' edificio maestoso che ospita la prestigiosa fucina di news del settimanale Der Spiegel per il quale Tiziano Terzani ha lavorato tanti anni. L' elegante signora responsabile del reparto, Britta Sandberg, ci ha spiegato come funziona la rete dei corrispondenti esteri che nel caso dello Spiegel copre tutti i continenti. Lavoro faticoso, coraggioso e appassionante. Ci addentriamo nel regno dell' italiano Giovanni Di Lorenzo, direttore del giornale settimanale Die Zeit. Qui il nostro cicerone, Jan Ross, un ex docente universitario di lingue classiche ormai permanentemente prestato alla professione di giornalista ha risposto con soavità, benvolenza e simpatia alle tante domande dei nostri curiosi corrispondenti in erba l' ultima delle quali riguardava la considerazione della stampa tedesca nei confronti di quella italiana. Responso: tutti salvi! Tranne la TV! Ma oggi tutto è discutibile, perfino i cari vecchi gusti di latina memoria a lungo ritenuti non disputabili.
BeneSimo (Benedikta&Simona)
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Montag 24 Oktober
In den Schaltzentralen der Macht
Drei verschiedene Redaktionen, drei verschiedene Umgebungen, aber der gleiche herzliche Empfang. Der Reporter des Hamburger Abendblattes, Ralf Nehmzow, hat uns genau erlaeutert wie der Redaktionsablauf bei der Zeitung funktioniert. Ausserdem hat er uns auch von seinen persoenlichen Erfahrungen berichtet. Unter den vielen Anekdoten bleibt eine unvergesslich: Er sollte einen (nicht mehr ganz so aktuellen) Prominenten interviewen. Da er ihn nicht persoenlich befrangen durfte, schickte er ihm die Fragen per e-mail. Beim Lesen der Antworten war er zufrieden bis auf die 4 Frage, nach dieser stand der Kommentar des Agenten: "He fully answered the first 4 questions then he got bored with the other ones..." Nach dem umfangreichen Gespraech, haben wir das eindrucksvolle neue Gebaeude der Spiegelredaktion erreicht, wo uns die Leiterin des Auslandsresort Britta Sandberg zu einem Interview zur Verfuegung stand. Unter anderem erlaeuterte sie uns das weltweite Korrespondentennetz des Magazins und verdeutlichte wie anstrengend, mutig aber auch bereichernd die Arbeit eines Journalisten sein kann. Um die Ecke befand sich "Die Zeit". Hier empfing uns Jan Ross, der unglaublich wohlwollend und geduldig die Fragen unserer Schueler beantwortete. Eine von diesen betraf das Bild der italienischen Presse in Deutschland und die Antwort war fast salomonisch: "Alles gut bis auf das Fernsehen!" Gut man kann nicht alles haben!
BeneSimo (Benedikta&Simona)
Nelle centrali del potere (della cultura)
Tre redazioni diverse, tre ambienti diversi, ma la stessa calda accoglienza. Il reporter dell' Hamburger Abendblatt, Ralf Nehmzow, ci ha illustrato dettagliatamente come si svolge il lavoro al giornale. Ci ha anche raccontato delle sue esperienze personali. Tra i tanti aneddoti, indimenticabile resta quello che riguarda un' intervista fatta ad un (non più) aitante eroe del grande schermo. Non aveva ricevuto autorizzazione a farlo vis à vis perciò il reporter gli ha inviato le domande via e-mail. Soddisfatto, scorre la pagina delle risposte , ma si accorge di una piccola annotazione dopo la quarta domanda scritta dall' agente del famoso attore in questione: "He fully answered the first 4 questions then he got bored with the other ones..." Abbiamo tutti apprezzato l'umiltà di questo rappresentante del corrispettivo tedesco del nostro Corriere della Sera, che forse ha riproposto le stesse domande a qualcun altro che le ha trovate perfino divertenti (ce lo auguriamo per lui!). In una rapida successione di tappe, abbiamo raggiunto l' edificio maestoso che ospita la prestigiosa fucina di news del settimanale Der Spiegel per il quale Tiziano Terzani ha lavorato tanti anni. L' elegante signora responsabile del reparto, Britta Sandberg, ci ha spiegato come funziona la rete dei corrispondenti esteri che nel caso dello Spiegel copre tutti i continenti. Lavoro faticoso, coraggioso e appassionante. Ci addentriamo nel regno dell' italiano Giovanni Di Lorenzo, direttore del giornale settimanale Die Zeit. Qui il nostro cicerone, Jan Ross, un ex docente universitario di lingue classiche ormai permanentemente prestato alla professione di giornalista ha risposto con soavità, benvolenza e simpatia alle tante domande dei nostri curiosi corrispondenti in erba l' ultima delle quali riguardava la considerazione della stampa tedesca nei confronti di quella italiana. Responso: tutti salvi! Tranne la TV! Ma oggi tutto è discutibile, perfino i cari vecchi gusti di latina memoria a lungo ritenuti non disputabili.
BeneSimo (Benedikta&Simona)
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Montag 24 Oktober
In den Schaltzentralen der Macht
Drei verschiedene Redaktionen, drei verschiedene Umgebungen, aber der gleiche herzliche Empfang. Der Reporter des Hamburger Abendblattes, Ralf Nehmzow, hat uns genau erlaeutert wie der Redaktionsablauf bei der Zeitung funktioniert. Ausserdem hat er uns auch von seinen persoenlichen Erfahrungen berichtet. Unter den vielen Anekdoten bleibt eine unvergesslich: Er sollte einen (nicht mehr ganz so aktuellen) Prominenten interviewen. Da er ihn nicht persoenlich befrangen durfte, schickte er ihm die Fragen per e-mail. Beim Lesen der Antworten war er zufrieden bis auf die 4 Frage, nach dieser stand der Kommentar des Agenten: "He fully answered the first 4 questions then he got bored with the other ones..." Nach dem umfangreichen Gespraech, haben wir das eindrucksvolle neue Gebaeude der Spiegelredaktion erreicht, wo uns die Leiterin des Auslandsresort Britta Sandberg zu einem Interview zur Verfuegung stand. Unter anderem erlaeuterte sie uns das weltweite Korrespondentennetz des Magazins und verdeutlichte wie anstrengend, mutig aber auch bereichernd die Arbeit eines Journalisten sein kann. Um die Ecke befand sich "Die Zeit". Hier empfing uns Jan Ross, der unglaublich wohlwollend und geduldig die Fragen unserer Schueler beantwortete. Eine von diesen betraf das Bild der italienischen Presse in Deutschland und die Antwort war fast salomonisch: "Alles gut bis auf das Fernsehen!" Gut man kann nicht alles haben!
BeneSimo (Benedikta&Simona)
Friday, 28. October 2011
Berlin 25 Oktober
Dienstag 25.10
Heute verlassen wir schon wieder Hamburg, um nach Berlin weiter zu fahren. Dort soll dasWetter auch besser sein... Der Kontrast ist schon gewaltig. Raus aus dem feinen, vornehmen und eleganten Hamburg, dem wir unter anderem in den Redaktionen der drei Zeitungen begegnet sind und rein nach Berli-Neukoelln. Hier ist viel im Um- und Aufbruch, dies verdeutlicht auch die Begegnung mit der Direktorin der Ruetli-Gemeinschaftsschule. Ausfuehrlich und engagiert erlaeutert sie uns das Leben, Arbeiten und Lernen in Ihrer Schule. Abschliessend besichtigen wir gemeinsam das Gebaeude, in dem sich in den Jahren nach dem Brandbrief sehr viel veraendert hat. Vor der Schule begegnen wir einigen Mitarbeitern vom Team der Sozialarbeiter, die bereitwillig vom nicht einfachen Leben im Neukoellner Kiez erzaehlen. Die Wachmaenner, die waehrend der Unterrichtszeit vor der Schule flanieren, sind verschwunden. Gerne haetten wir auch noch mit dem einen oder anderen Schueler gesprochen, aber sie waren schon weg, da wir ueber zweieinhalb Stunden mit der Direktorin, Cordula Heckmann, gesprochen haben.
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Martedì 25 Ottobre
Oggi lasciamo Amburgo per andare a Berlino. Qui il tempo sarà migliore. Il contrasto è forte tra Amburgo, città anseatica elegante e distinta e Berlin-Neukoeln. Qui molto è in fase di ristrutturazione, come ci racconta anche la preside della Ruetli-Gemeinschaftsschule durante il nostro incontro. (Nel 2006 i docenti di questa scuola berlinese di quartiere e di frontiera hanno scritto una lettera di protesta dandola alle stampe perchè era praticamente impossibile per loro continuare ad insegnare a ragazzi con gravi difficoltà di integrazione e comportamenti violenti. La vicenda ha avuto molta eco in Germania perchè, tra gli altri aspetti della questione, è stato sostanzialmente reso pubblico il fallimento della missione docente in questo caso.) L' attuale Preside della scuola, Cordula Heckmann ci spiega la vita quotidiana, il modo di lavorare e di studiare nella sua scuola che nel frattempo ha cercato e trovato nuove vie didattiche sperimentali per coinvolgere i ragazzi e le loro famiglie nel processo formativo. Davanti alla scuola incontriamo alcuni social worker che ci raccontano un po' della vita difficile in questo quartiere, testimoniata anche dalle guardie che durante le ore di insegnamento stanno davanti all'edificio. Benedikta ed io abbiamo subito pensato che sarebbe stato interessante poter parlare con qualche alunno della scuola o assistere ad una lezione sperimentale. Purtroppo, o per fortuna, l' intervista alla Preside è duranta più di due ore e mezzo e alla fine la vivace popolazione scolastica di Neukoelln era andata a casa.
Heute verlassen wir schon wieder Hamburg, um nach Berlin weiter zu fahren. Dort soll dasWetter auch besser sein... Der Kontrast ist schon gewaltig. Raus aus dem feinen, vornehmen und eleganten Hamburg, dem wir unter anderem in den Redaktionen der drei Zeitungen begegnet sind und rein nach Berli-Neukoelln. Hier ist viel im Um- und Aufbruch, dies verdeutlicht auch die Begegnung mit der Direktorin der Ruetli-Gemeinschaftsschule. Ausfuehrlich und engagiert erlaeutert sie uns das Leben, Arbeiten und Lernen in Ihrer Schule. Abschliessend besichtigen wir gemeinsam das Gebaeude, in dem sich in den Jahren nach dem Brandbrief sehr viel veraendert hat. Vor der Schule begegnen wir einigen Mitarbeitern vom Team der Sozialarbeiter, die bereitwillig vom nicht einfachen Leben im Neukoellner Kiez erzaehlen. Die Wachmaenner, die waehrend der Unterrichtszeit vor der Schule flanieren, sind verschwunden. Gerne haetten wir auch noch mit dem einen oder anderen Schueler gesprochen, aber sie waren schon weg, da wir ueber zweieinhalb Stunden mit der Direktorin, Cordula Heckmann, gesprochen haben.
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Martedì 25 Ottobre
Oggi lasciamo Amburgo per andare a Berlino. Qui il tempo sarà migliore. Il contrasto è forte tra Amburgo, città anseatica elegante e distinta e Berlin-Neukoeln. Qui molto è in fase di ristrutturazione, come ci racconta anche la preside della Ruetli-Gemeinschaftsschule durante il nostro incontro. (Nel 2006 i docenti di questa scuola berlinese di quartiere e di frontiera hanno scritto una lettera di protesta dandola alle stampe perchè era praticamente impossibile per loro continuare ad insegnare a ragazzi con gravi difficoltà di integrazione e comportamenti violenti. La vicenda ha avuto molta eco in Germania perchè, tra gli altri aspetti della questione, è stato sostanzialmente reso pubblico il fallimento della missione docente in questo caso.) L' attuale Preside della scuola, Cordula Heckmann ci spiega la vita quotidiana, il modo di lavorare e di studiare nella sua scuola che nel frattempo ha cercato e trovato nuove vie didattiche sperimentali per coinvolgere i ragazzi e le loro famiglie nel processo formativo. Davanti alla scuola incontriamo alcuni social worker che ci raccontano un po' della vita difficile in questo quartiere, testimoniata anche dalle guardie che durante le ore di insegnamento stanno davanti all'edificio. Benedikta ed io abbiamo subito pensato che sarebbe stato interessante poter parlare con qualche alunno della scuola o assistere ad una lezione sperimentale. Purtroppo, o per fortuna, l' intervista alla Preside è duranta più di due ore e mezzo e alla fine la vivace popolazione scolastica di Neukoelln era andata a casa.
Lasciatemi mangiare con la forchetta in mano, lasciatemi mangiare una pizza piano piano.
5:40 Uhr: Zeit zum Aufstehen, fertigmachen, frühstücken und aufbrechen: Berlin erwartet uns. Um 08:06 Uhr haben wir uns alle ein wenig fröstelnd und schläfrig auf der Bank im Bahnhof eingefunden, um auf den Zug zu warten, der uns in die Hauptstadt bringen soll. Nach dessen Ankunft haben wir es uns in dem ruhigen Zug bequem gemacht, wo einige von uns die eineinhalbstündige Fahrt genutzt haben, noch ein Nickerchen zu machen. Bei Ankunft sind wir unter dem wachsamen Auge von Frau Finocchiaro mit unserem Gepäck ausgestiegen, die trotz ihrer Aufmerksamkeit ihr eigenes Gepäck im Zug liegen gelassen hat.
Wir haben schnell unser Gepäck im Hotel abgegeben und sind sofort losgezogen, um in der berühmten Gaststätte „Ständige Vertretung“ etwas zu Mittag zu essen. Danach haben wir uns zum Campus Rütli aufgemacht, wo uns die Direktorin erwartete, um uns die Besonderheiten zu erklären.
„Kein Kind, kein Jugendlicher geht verloren“, so das Motto dieser öffentlichen Schule, die aus dem 2007 ins Leben gerufene Projekt „Mein Quartier“ entstanden ist. Dabei wurden drei Schulen, die nach einem Streik der Lehrerschaft geschlossen wurden, zusammengelegt. Die Lehrer drückten in einem Brief die Unmöglichkeit aus, weiterhin in diesem Umfeld arbeiten zu können, da es zu gefährlich geworden sei. Die Direktorin legte Wert darauf, zu betonen, dass die Lehrer ihre Schüler ausgehend von ihren persönlichen Biografien unterrichten möchten, bis diese sich eine Zukunft unabhängig von der sozialen Schicht, der sie entstammen, aufbauen können, und dabei auch ihrer Herkunft Bedeutung beimessen. Während der Beschreibung der Einrichtung sind mir zwei Dinge besonders positiv aufgefallen: Einmal das wöchentliche Treffen zwischen dem Schülerausschuss und der Direktorin, bei dem verschiedene Probleme des Instituts angesprochen werden oder neue Projekte, und zweitens die Art und Weise, auf die die Eltern der ausländischen Schüler in die Versammlungen eingebunden werden. Angesichts der Tatsache, dass diese formellen Zusammenkünften eher skeptisch gegenüberstehen, organisieren die Lehrer informelle Treffen (die Eltern werden beispielsweise zum Tee in die Schule eingeladen), um mit den Familien in Kontakt treten zu können. Ich fand die Direktorin sehr nett und ihre Erläuterungen ausführlich und ich danke ihr dafür, dass sie uns einen Einblick in diese ganz besondere Realität gewährt hat.
Nach diesem Treffen und einer langen Pause am Nachmittag sind wir um 20:00 Uhr in ein thailändisches Restaurant gegangen, wo sich mir wieder einmal bestätigt hat, dass diese besondere Küche aufgrund der Gewürze für mich nicht geeignet ist. Es war aber trotzdem ein nettes Essen, eine Art Vorspiel: Das Beste sollte noch kommen.
Wir haben die Lehrer verabschiedet und nach den üblichen Ermahnungen hat sich die Gruppe zur U-Bahn begeben, um zum Hard Rock Café zu fahren. Während der Fahrt hat unser lieber Thobias, neben dem anderen Geplappere, ein Lob auf die Früchte deutscher Ingenieurskunst gehalten: auf den Doppelknoten in den Schuhbändern. DANKE, DEUTSCHLAND! Unser Zwischenstopp im Hard Rock Café war ziemlich kurz, aber da es schon ganz schön spät war, sind wir zurück zur U-Bahn und ins Hotel gefahren. Während dieser kurzen Fahrt ist etwas passiert, was ich wohl mein Lebtag nicht vergessen werde: Eine italienisch-deutsche Gruppe in einer Berliner Metro, die fröhlich italienische Lieder singt, wie „Volare“ oder „Azzurro“ (und eine nicht veröffentlichte Version des Stücks „Lasciatemi cantare“, das für Luke und Thobias zu „Lasciatemi mangiare“ geworden ist) sowie internationale Songs wie „New York, New York“.
Diese Reise hält immer wieder Überraschungen für mich bereit und sorgt für Spaß und ordentliche Lacher!
Wir haben schnell unser Gepäck im Hotel abgegeben und sind sofort losgezogen, um in der berühmten Gaststätte „Ständige Vertretung“ etwas zu Mittag zu essen. Danach haben wir uns zum Campus Rütli aufgemacht, wo uns die Direktorin erwartete, um uns die Besonderheiten zu erklären.
„Kein Kind, kein Jugendlicher geht verloren“, so das Motto dieser öffentlichen Schule, die aus dem 2007 ins Leben gerufene Projekt „Mein Quartier“ entstanden ist. Dabei wurden drei Schulen, die nach einem Streik der Lehrerschaft geschlossen wurden, zusammengelegt. Die Lehrer drückten in einem Brief die Unmöglichkeit aus, weiterhin in diesem Umfeld arbeiten zu können, da es zu gefährlich geworden sei. Die Direktorin legte Wert darauf, zu betonen, dass die Lehrer ihre Schüler ausgehend von ihren persönlichen Biografien unterrichten möchten, bis diese sich eine Zukunft unabhängig von der sozialen Schicht, der sie entstammen, aufbauen können, und dabei auch ihrer Herkunft Bedeutung beimessen. Während der Beschreibung der Einrichtung sind mir zwei Dinge besonders positiv aufgefallen: Einmal das wöchentliche Treffen zwischen dem Schülerausschuss und der Direktorin, bei dem verschiedene Probleme des Instituts angesprochen werden oder neue Projekte, und zweitens die Art und Weise, auf die die Eltern der ausländischen Schüler in die Versammlungen eingebunden werden. Angesichts der Tatsache, dass diese formellen Zusammenkünften eher skeptisch gegenüberstehen, organisieren die Lehrer informelle Treffen (die Eltern werden beispielsweise zum Tee in die Schule eingeladen), um mit den Familien in Kontakt treten zu können. Ich fand die Direktorin sehr nett und ihre Erläuterungen ausführlich und ich danke ihr dafür, dass sie uns einen Einblick in diese ganz besondere Realität gewährt hat.
Nach diesem Treffen und einer langen Pause am Nachmittag sind wir um 20:00 Uhr in ein thailändisches Restaurant gegangen, wo sich mir wieder einmal bestätigt hat, dass diese besondere Küche aufgrund der Gewürze für mich nicht geeignet ist. Es war aber trotzdem ein nettes Essen, eine Art Vorspiel: Das Beste sollte noch kommen.
Wir haben die Lehrer verabschiedet und nach den üblichen Ermahnungen hat sich die Gruppe zur U-Bahn begeben, um zum Hard Rock Café zu fahren. Während der Fahrt hat unser lieber Thobias, neben dem anderen Geplappere, ein Lob auf die Früchte deutscher Ingenieurskunst gehalten: auf den Doppelknoten in den Schuhbändern. DANKE, DEUTSCHLAND! Unser Zwischenstopp im Hard Rock Café war ziemlich kurz, aber da es schon ganz schön spät war, sind wir zurück zur U-Bahn und ins Hotel gefahren. Während dieser kurzen Fahrt ist etwas passiert, was ich wohl mein Lebtag nicht vergessen werde: Eine italienisch-deutsche Gruppe in einer Berliner Metro, die fröhlich italienische Lieder singt, wie „Volare“ oder „Azzurro“ (und eine nicht veröffentlichte Version des Stücks „Lasciatemi cantare“, das für Luke und Thobias zu „Lasciatemi mangiare“ geworden ist) sowie internationale Songs wie „New York, New York“.
Diese Reise hält immer wieder Überraschungen für mich bereit und sorgt für Spaß und ordentliche Lacher!
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