
Wenn wir uns jetzt gegenüberstehen würden, würde ich euch bitten, die Hand zu heben: Wer von euch hat spanische Erasmusstudenten in Deutschland über die sozialen Netzwerke kontaktiert? Ich bin mir sicher, dass viele von euch antworten würden, dass sie das zumindest einmal versucht haben, bevor sie an ihr Ziel aufgebrochen sind. Wahrscheinlich über Facebook, einem besonderen Phänomen bei den sozialen Netzwerken.
Statistiken belegen, dass persönliche Blogs, Chats, Foren und die erwähnten sozialen Netzwerke die Webseiten sind, die Erasmusstudenten in Deutschland am meisten besuchen. Und das liegt daran, dass hier die häufigsten Fragen beantwortet werden, die kein Formular der Uni beantworten könnte. Aber wie war das früher, vor – sagen wir – sechs Jahren?
Ganz einfach: In Spanien war Facebook noch nicht besonders bekannt. Nur ein paar wenige besaßen dort ein Konto. Die große Mehrheit der spanischen Erasmusstudenten war in Tuenti, einem spanischen Netzwerk, das dort noch immer relativ wichtig ist. Der Rest der Studenten suchte direkt in den Foren von Seiten wie erasmusworld.com, wo man noch immer die alten Beiträge lesen kann.
Was aber wurde aus diesen Foren? Nun, sie hatten ein großes Problem, das die sozialen Netzwerke lösen konnten: In den Foren wurde weder sofort geantwortet, noch wurden Beiträge von den Teilnehmern kontrolliert.
So gelang es Facebook und aktuellen Blogs all jene zusammenzubringen, die viele Fragen hatten. Mit einem klaren Ziel: Sie stellten eine Konversation in Echtzeit her, wenn auch nur mittels Nachrichten oder Kommentaren.
Heute fühlen sich viele ausländische Studenten nicht mehr so allein, wenn sie an ihrem Erasmus-Ziel ankommen. Denn die Universitäten selbst besitzen Facebook-Gruppen, in denen täglich Fragen beantwortet werden. Aber nicht nur das, es ist auch leichter geworden, Menschen in bestimmten Städten zu finden. Und auch wenn es manchmal unserer Vorstellung von Privatsphäre widerspricht, helfen die sozialen Netzwerke dennoch manchmal einem Verzweifelten dabei, wenn er in einer neuen Stadt nichts und niemanden kennt.
Zur Zeit gibt es keine Party, kein Treffen und keine Sportveranstaltung unter Studenten, die nicht über das Netz verbreitet würde. Kennt ihr Fälle, in denen euch die sozialen Netzwerke geholfen haben, Probleme im Auslandssemester zu lösen? Zögert nicht, sie hier oder in Facebook: Todo Alemán mit uns zu teilen!
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