
Ziemlich genau drei Jahre ist es jetzt her, dass María Izquierdo Burgues zum ersten Mal nach Deutschland kam. Sie machte damals für einen Monat einen Deutschkurs in München, lebte mit einer deutschen Mitbewohnerin und machte ihre ersten Erfahrungen auf deutschem Boden. „Mit der Sprache war es besonders schwierig, ich konnte noch kaum Deutsch, konnte den Ticketautomaten an der U-Bahn nicht bedienen und auch im Supermarkt hatte ich Probleme“, erinnert sich die 23-Jährige. Trotzdem habe sie damals in München viele nette Leute kennen gelernt und die ersten Erfahrungen in dieser Stadt haben sie motiviert, weiter Deutsch zu lernen.
Im vergangenen Oktober kam sie dann zurück, dieses Mal nach Freiburg. Am dortigen Goethe-Institut nahm sie an einem Deutschkurs teil. Nach zwei Monaten Kurs bestand sie die Prüfung für das Niveau B1. In Freiburg begann María auch, Deutsch mit zwei Tandem-Partnern zu lernen. Bei ihren regelmäßigen Treffen übten sie, auf Deutsch und Spanisch zu sprechen, verbesserten sich gegenseitig und halfen sich, wenn es irgendwo Probleme gab. „Die beiden waren sehr nett und bei unserem Tandem habe ich sehr viel gelernt“, erzählt María.
„Anfangs hatte ich Angst“
Ursprünglich kommt sie aus einem Dorf in Katalonien, etwa 150 Kilometer von Barcelona entfernt. Nach ihrem Deutschkurs in Freiburg kehrte sie erst einmal dorthin zurück. Allerdings nur für ein paar Monate. Denn schon im Februar dieses Jahres flog María wieder nach Deutschland. Ihr Ziel dieses Mal: Schwäbisch-Hall. Hier nahm sie am Programm „Deutsch plus Berufspraktikum“ des Goethe-Instituts teil. Neben einem Sprachkurs beinhaltet dieses Programm auch ein vierwöchiges Praktikum, das María in der Stadtverwaltung absolvierte.
„Dort hatte ich sehr viel Kontakt mit Deutschen. Anfangs hatte ich wirklich Angst, den ganzen Tag Deutsch reden zu müssen, aber am Ende habe ich dabei sehr viel gelernt“, sagt sie. Während ihrer Zeit in Schwäbisch-Hall lebte María in einem Wohnheim. Für sie sei es immer wichtig, zusammen mit anderen Studenten zu wohnen. „Wir können zusammen kochen, essen und die Hausaufgaben machen. Und es ist lustiger“, erklärt sie.
Ziel: In Deutschland leben
Ihr eigenes Studium in Soziologie hat María im vergangenen Jahr abgeschlossen. Nun überlegt sie, ob sie noch einen Master in Spanien studieren und dann nach Deutschland zurückkehren soll. „Viele von den Autoren, die ich während meines Studiums gelesen habe, waren Deutsche. Deshalb ist Deutsch für mich eine sehr wichtige Sprache“, erklärt María.
Ihr Plan ist es, nach dem Master für vier oder fünf Jahre in Deutschland zu leben und zu arbeiten. „Mir gefällt es gut in Deutschland, ich mag die Leute, die Landschaft – vor allem im Frühling und im Herbst – und auch die Kneipen, Parks und Biergärten. Jede Stadt, in der ich bisher war, ist anders, aber ich habe in allen Städten positive Erfahrungen gemacht.“
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