Hamburg, Schwäbisch Hall, Künzelsau – das sind Cristinas Fernández-Aparicio Ruiz’ bisherige Stationen in Deutschland gewesen. Nach ihrer Ankunft hier im Februar des vergangenen Jahres absolvierte die Wirtschaftsingenieurin zunächst einen Sprachkurs am Goethe-Institut Hamburg. Fünf Monate Deutschlernen, das war ziemlich anstrengend. „Aber es hat sich gelohnt“, sagt Cristina heute. Nach dem Sprachkurs folgte eine weitere Etappe zusammen mit dem Goethe-Institut: In Schwäbisch-Hall nahm die 36-Jährige am Programm „Deutsch plus Berufspraktikum“ teil. Inzwischen arbeitet sie als Ingenieurin in einem Unternehmen in Künzelsau, das unter anderem Motoren für Rolltreppen und Fahrstühle herstellt und diese in die ganze Welt exportiert.
Ursprünglich stammt Cristina aus Madrid, das ungefähr 220 Mal so groß ist wie Künzelsau, das in der Nähe von Stuttgart liegt. Während in Madrid rund 3,3 Millionen Menschen leben, hat Künzelsau gerade einmal um die 15.000 Einwohner. Trotzdem fühlt sich Cristina an ihrem neuen Wohnort wohl. „Es ist sehr schön hier und in der Arbeit hilft man mir sehr, auch die Atmosphäre unter den Kollegen ist sehr angenehm“, erzählt sie. Dabei erinnert sie sich noch gut daran, wie holprig ihr Start in Deutschland war. „Das größte Problem war die Sprache“, erinnert sie sich. Denn am Anfang konnte sie noch kein Deutsch, sie musste praktisch von Null anfangen. Die deutsche Sprache mag Cristina inzwischen sehr: „Ich finde sie strukturiert, schön und interessant.“ Auch das Leben in Deutschland gefällt ihr gut. Zwar hat sie erst wenige Freunde hier gefunden, dafür sind aber die Freundschaften, die sie pflegt, besonders intensiv. Auch das ist „typisch deutsch“ für sie. Außerdem hält sie für landestypisch: Qualitäts- und Leistungsansprüche, Sicherheit und Pünktlichkeit und natürlich das Bier und den häufigen Regen.
Für alle Landsleute, die ebenfalls nach Deutschland kommen wollen, um hier zu arbeiten, hat sie folgenden Rat: „Versucht es, denn Deutschland ist eine sehr gute Wahl! Natürlich muss man erst die Sprache lernen, aber das ist überall auf der Welt so. Besonders dem Goethe-Institut verdanke ich hier viel. Dank der Kurse, die ich dort gemacht habe, ist mein Traum in Erfüllung gegangen: Ich lebe und arbeite in Deutschland!“
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