
Ihr wollt eure Deutschkenntnisse verbessern und gleichzeitig eure Jobchancen durch ein Praktikum erhöhen? Ihr könnt euch vorstellen, nach dem Studium für ein deutsches Unternehmen in Deutschland oder in eurem Heimatland zu arbeiten? Dann haben wir hier einen Tipp für euch: Das Goethe-Institut in Schwäbisch-Hall bietet ein einzigartiges Programm, das einen Deutsch-Intensivkurs mit Berufserfahrung verknüpft. „Deutsch plus Berufspraktikum“ heißt das Projekt. Es gliedert sich in zwei Phasen: Zuerst findet ein vierwöchiger Sprachkurs in kleiner Gruppe statt, anschließend starten die Teilnehmer in ein ebenfalls vierwöchiges Praktikum in einem deutschen Unternehmen.
Zusätzlich zum Sprachkurs, für den das Niveau B1 bis C2 vorausgesetzt wird, enthält das Programm außerdem Extramodule, in denen ihr unter anderem Informationen zum deutschen Arbeitsmarkt oder auch ein Bewerbungstraining auf Deutsch erhaltet. Auch dem Arbeitsamt statten die Kursteilnehmer gemeinsam einen Besuch ab. An diesen Intensivkurs schließt sich dann das Berufspraktikum an, während dessen jeder Teilnehmer in seiner jeweiligen Branche Erfahrung sammeln kann. Das Praktikum wird durch gemeinsame Treffen mit dem Begleitlehrer ergänzt, bei denen die Praktikanten von ihren Erfahrungen berichten können und bei eventuellen Problemen Hilfe finden.
„Wir vermitteln Praktika in den unterschiedlichsten Bereichen, von Maschinenbau bis Kultur und von Marketing bis zum Tourismus“, erklärt Dr. Barbara Malchow-Tayebi, Leiterin des Goethe-Instituts Schwäbisch-Hall. In der Region rund um die baden-württembergische Stadt gibt es sowohl Niederlassungen internationaler Großkonzerne als auch zahlreiche mittelständische Unternehmen. Die Firmen in der Region profitieren von den Sprach- und Ortskenntnissen ihrer ausländischen Praktikanten.
Obwohl das Praktikum zunächst unbezahlt ist, werden Teilnehmer des Programms nicht selten nach Ablauf der vier Wochen gegen Bezahlung weiterbeschäftigt. „Gerade für Fachkräfte aus dem Ingenieur-, Vertrieb- oder IT-Bereich kann sich hier leicht eine Chance auf einen Job ergeben“, berichtet Malchow-Tayebi. Besonders für Bewerber, die von außerhalb der EU kommen, bietet das Programm „Deutsch plus Berufspraktikum“ einen weiteren Vorteil: Da sie als Studenten eingeschrieben sind, benötigen sie für das Praktikum keine Arbeitserlaubnis. Bürokratische Hürden werden so umgangen.
Die Erfahrung zeigt: Meist sind die Teilnehmer des Programms zwischen 22 und 35 Jahren alt. Doch die Institutsleiterin in Schwäbisch-Hall hat in der vergangenen Zeit auch eine Veränderung bei den Interessenten beobachtet: „Seit etwa eineinhalb Jahren kommen vor allem Bewerber, die ihr Studium bereits beendet haben und nun auf Jobsuche sind.“ Sie schätzt, dass etwa 70 Prozent derjenigen, die nach dem Praktikum einen Job in Deutschland suchen, hier auch eine Stelle finden.
Übrigens, Interessenten sollten sich mindestens drei bis vier Monate vor dem gewünschten Kursbeginn bewerben und angeben, in welchem Bereich sie Berufserfahrung sammeln möchten. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm findet ihr hier.

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