Dass Berlin hip ist und dass es dort total kreativ zugeht, dürfte sich nun wirklich schon fast bis in den letzten Winkel der Welt herumgesprochen haben. Der vom Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit geprägte Slogan „Berlin ist arm, aber sexy“ bezieht sich auf diese Anziehungskraft der ökonomisch zwar oft nicht so erfolgreichen, dafür aber touristisch wirkungsmächtigen Kreativszene der Stadt. Nun ist im Gestalten Verlag ein englischsprachiger „Berlin Design Guide" erschienen. Mit dem Büchlein kann man mittels diverser Touren verschiedene Berliner Stadtbezirke erkunden. Es werden ausgewählte Orte aus den Bereichen Architektur, Kunst, Mode, Design sowie Restaurants, Bars, Cafés und Hotels kurz vorgestellt. Es gibt in allen Kapiteln sog. „Field Notes“, die zwischen verschiedenen Orten Beziehungen herstellen und eine Auswahl zu einem bestimmten Thema bieten. So gibt es etwa „Field Notes“ zu der Geschichte der Stadtentwicklung, eine Auswahl an nicht-kommerziellen Kunstprojekten/-räumen oder ungewöhnlichen Mode-, Design- und Buchläden sowie Verlagsbuchhandlungen u.v.m. Außerdem gibt es in jedem Kapitel einen Abschnitt namens "My City", in dem in Berlin lebende Experten aus dem jeweiligen Bereich Orte, die sie besonders schätzen, kurz vorstellen. Der Kunstsammler Axel Haubrok empfiehlt die „Paris Bar“, den privaten Sammler und App-Entwickler Ivo Wessel sowie die kuratorische Arbeit von Udo Kittelmann, dem Direktor der Nationalgalerie. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Berliner Bauhaus-Archivs, stellt die Großsiedlung Siemensstadt, die Bundesschule Bernau und das Landhaus Lemke in Alt-Hohenschönhausen vor. Cory Andreen, der deutsche „Cup-Tasting-Meister 2012“ – Cup Tasting ist der Blindvergleich von verschiedenen Kaffeesorten, empfiehlt drei Lieblingscafés/-restaurants.Auf der Website thedesignguide.org findet man eine Leseprobe und weitere Informationen.
