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    <title type="html">Literaturstadt Reykjavik – von innen betrachtet</title>
    <subtitle type="html">My little place on the web...</subtitle>
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    <updated>2013-05-17T17:07:28Z</updated>
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            <name>Dirk Schwieger </name>
                    </author>
    
        <published>2013-05-14T21:46:15Z</published>
        <updated>2013-05-17T17:07:28Z</updated>
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        <title type="html">Synecdoche, Reykjavík</title>
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                Die Anfangszeit in Island: ein Vexierspiel der Wirklichkeiten.<br />
<br />
Siðurdur im Kringlan-Einkaufszentrum ist der erste tiefe Schreck: <br />
Kurz nach Ladenöffnung, die meisten Rolltore noch unten, nimmt der hoch nervöse Krankenhauspsychiater aus meinem noch gar nicht gezeichneten Kapitel über Wahnsinn hier seinen ersten Samstagmorgenkaffee zu sich. <br />
Der steif gebügelte Ärztekittel, den ich ihm verpasst hatte, ist zu meinem Missfallen gegen grell-zerknautschtes Gore-Text eingetauscht.<br />
<!-- s9ymdb:283 --><img class="serendipity_image_center" width="350" height="320"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/personal1.jpg"  alt="" /><br />
Unvergessen Siðurdurs Antwort auf meine Frage nach dem Umgang seiner psychiatrischen Abteilung mit Menschen, die behaupten, Elfen gesehen zu haben:<br />
– Ich begegne diesen Hellsichtigen mehr im sozialen als im professionellen Rahmen.<br />
– In jeder Familie gibt es einen.<br />
– Und was wirklich faszinierend ist: sie sind normalerweise nicht psychotisch, und ihre „Halluzinationen" - wenn man sie so nennen kann - drehen sich für gewöhnlich nur um Elfen. <br />
<br />
Oder Jörmundur, der ehemalige Obergode der heidnischen Ásatrú-Gemeinschaft, der mich durch mein erstes Útiseta gecoacht hat, mein introspektives Sitzen an einer Kreuzung bei Akureyri in der Mittwinternacht. <br />
Seelenruhig und mit frisch gezwirbeltem, schlohweißem Rauschebart spazierstockt er ausgerechnet am Þjóðleikhúsið, dem Volkstheater aus dem Reykjavík-Kapitel, vorbei.<br />
<br />
<img class="serendipity_image_center" width="350" height="283"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/theater.jpg" title="Þjóðleikhúsið" alt="" /><br />
<br />
Am selben Tag ein langes Gespräch über Metafiktion mit Björn Unnar Valsson von der Stadtbibliothek. <br />
Ich bin eingeladen worden, Jurymitglied beim diesjährigen Comicwettbewerb zu sein – Thema ist das Marvel-Universum – und wir küren eine Antikriegsgeschichte zum Sieger: den gedanklichen Brief eines sterbenden Soldaten an Captain America (die schwarzweiße Seite rechts oben im Bild).<br />
<br />
<!-- s9ymdb:282 --><img class="serendipity_image_center" width="400" height="284"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/IMG_1733.JPG"  alt="" /><br />
<br />
(Rechts unten übrigens „Deadpool“, ein Marvel-Schurke, dessen psychotische Störungen durch seine Einsicht illustriert werden, eine Comicfigur zu sein.) <br />
<br />
Björn Unnar hat seinen BA in Literaturwissenschaft über Metafiktion im Werk des Comicautors Grant Morrison verfasst. <br />
– Bei Animal Man ist es am augenfälligsten.<br />
– In Heft 19 durchbricht er zum ersten Mal die vierte Wand.<br />
– In Ausgabe 24 zertrümmert er ein Panel und entkommt in den weißen Zwischenraum zwischen den Bildern.<br />
– Er besiegt dort auch den Supermann-Verschnitt Overman, indem er ihn erst in den Whitespace zerrt und dann in einem immer kleiner werdenden Panel zerquetscht.<br />
– Schließlich trifft er auf Morrison und beginnt mit ihm eine Diskussion über Realismus in Comics.<br />
<br />
Ähnliches steht auch mir bald bevor – denn Magnús, der Leiter der Reykjavíker Elfenschule, hat angekündigt, mich nach all der Zeit treffen zu wollen.<br />
<br />
<!-- s9ymdb:278 --><img class="serendipity_image_center" width="450" height="308"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/magnus.jpg"  alt="" /><br />
<br />
Und sein Kapitel ist eigentlich längst abgeschlossen.<br />
 
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            <name>Dirk Schwieger </name>
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        <published>2013-05-15T16:06:00Z</published>
        <updated>2013-05-17T16:10:44Z</updated>
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            <name>Beate Detlefs</name>
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        <published>2013-05-01T13:42:00Z</published>
        <updated>2013-05-15T07:10:39Z</updated>
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        <title type="html">Dirk Schwieger bloggt in Island</title>
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                Seit dem 1. Mai 2013 ist der Comicautor Dirk Schwieger als Writer-in-residence in Island und schreibt an seiner Geschichte „People nor seen“, einer Story, die er 2002/2003 bei seinem ersten Islandaufenthalt begonnen hat.<br />
Worum es geht sieht man hier: <br />
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<!-- s9ymdb:267 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="99"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/Galerie13/dirkschwieger_3_is.serendipityThumb.jpg"  alt="" /><!-- s9ymdb:266 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="101"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/Galerie13/dirkschwieger_2_is.serendipityThumb.jpg"  alt="" /><!-- s9ymdb:265 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="101"  src="http://blog.goethe.de/reykjavik/uploads/Galerie13/dirkschwieger_1_is.serendipityThumb.jpg"  alt="" /> 
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