„Ohhh... Alright...“ oder doch eher „Whaam! Bratatat! Varoom!“ ?!
Ab 22. Mai zeigt das Art Institute Chicago eine Retrospektive von Roy Lichtenstein und ich war schon vorab dort und konnte die Ausstellung in Ruhe bewundern.
In den letzten 5 Jahren hat sich das Art Institute Chicago um mehr als 160 Werke bemüht und eine faszinierende Ausstellung auf die Beine gestellt. Seit Lichtensteins Tod 1997, ist dies in dieser ausführlichen Form die erste Ausstellung seines Gesamtkunstwerks. Private Sammler, wie auch internationale Museen haben dazu beigetragen, eine chronologisch und thematisch aufgebaute Retrospektive zusammenzustellen.
Von abstrakten Anfängen, die den Museumsbesucher nicht sofort an Lichtenstein denken lassen, über „Look Mickey“ aus dem Jahr 1961, dem ersten von Comics inspirierten Bild, bis hin zur weltberühmten Serie „War and Love“, ist alles vertreten. Während ich als Besucher durch zahlreiche Räume des Art Institutes Chicago schlendere, fällt mir sofort ins Auge, wie Lichtensteins Kunst schnell abweicht von abstrakten Kompositionen und sich durch zeitgenössische Comic-Strips inspirieren lässt. Die Zeichnungen werden in ihren Pinselstrichen klarer definiert, genauer und kantiger in der Ausführung. Dicke schwarze Linien umranden jeden Gegenstand und Körperteile. Da muss ich schon zweimal hinsehen, um zu erkennen, dass es kein Posterdruck ist sondern handgemalt. Neben der Formensprache werden auch die feldfüllenden Punkte immer exakter. Schnell kommt mir folgender Gedanken: „Also ich würde ja einen Stempel benutzen!“ - Lichtenstein hat jedoch in der Tat eine Metallschablone entwickelt um nicht jeden Punkt einzeln zeichnen zu müssen und eine exakte Symmetrie herzustellen.
Lichtenstein lädt ein, in eine andere Welt der Comics und der Pop Art einzutauchen. Mein absolutes Lieblingsbild ist jedoch das anfängliche und noch nicht so kantige „Look Mickey“ – vielleicht aber auch aus dem Grund, dass ich ein absoluter Disney-Fan bin. Aber durch die Inspiration dieser Ausstellung, habe ich gleich Lust weitere Bilder von Andy Warhol und Willem de Kooning anzuschauen und werde mich mal auf die Suche nach weiteren spannenden Ausstellungen machen.
















Kommentare