Bei der gestrigen Demonstration hatte ich mich geirrt und auch nicht. Es waren viele Leute da, auch Leute mit Hunden (an der Leine) und Kinderwagen und Großeltern und ganze Familien mit Ratschen, Trillerpfeifen und diesen Trompeten, die bei der letzten Fußballweltmeisterschaft zu hören waren (viele hatten Stöpsel in den Ohren). Die Leute hatten auch Luftballons, in grün. Ich habe mehrere Fahrräder gesehen und einige Trommeln und Plakate, und dann hat jemand eine Parole gerufen und die Leute haben sie im Sprechchor ein, zwei Mal wiederholt. Die Stimmung war wie auf einem Volksfest. Ich vermute, dass in unserer Zeit der menschlichen Hypervernetzung – mit Mobiltelefonen, Netbooks, iPads, Internet, Skype und anderem – eine einfache Aktion wie diese eine Sehnsucht anspricht und die Leute es genießen. Der Marsch endete auf dem Schlossplatz mit Ansprachen, von denen ich nichts verstand, die ich mir aber bei einem Eis angehört habe. Aus irgendeinem Grund hat die politische Rede in deutscher Sprache – und in aufgebrachtem Tonfall – vage Erinnerungen in mir wachgerufen, so dass ich Angst verspürte. Kann die Sprache eines Landes von dem verseucht bleiben, was mit ihr geschehen ist? Als die Ansprachen vorbei waren, ist eine Rock-Gruppe aufgetreten und sang auf Englisch. Die Erste Welt ist undurchschaubar.
Übersetzung: Elisabeth Müller