Erster Eindruck von Stuttgart. Ist so wohl Bahía Blanca? Bei meinem ersten Spaziergang habe ich keinen einzigen verlassenen, streunenden Hund gesehen. Ganze Familien mit Hund, ja, junge Frauen und lesbische Pärchen mit Hund, ja, Männer alleine mit Hund, ja, aber alle an der unvermeidlichen Leine. Ich habe auch keine verlassenen Autos, verlassenen Häuser oder verlassenen Personen gesehen, Leute, die ihr Zelt unter irgendeiner Brücke aufschlagen, dort grillen und schließlich für immer dort wohnen bleiben. Es wäre gut zu wissen, welche Dinge hier verlassen werden. Irgendetwas muss es schließlich geben. Vielleicht findet man in den Einkaufswägen der Supermärkte mit ihren 100-prozentigen „Bio”-Produkten eine Spur. Ich muss nachforschen. (Ich muss herausfinden, ob es auch „Bio”-Cola gibt.) Während ich dies hier schreibe, sitze ich in einem Café in der Fußgängerzone, unweit des Hauptbahnhofs (vergleichbar mit dem Bahnhof Plaza Constitución). Meine Kamera liegt auf dem Tisch. Jeder könnte sie klauen. Aber natürlich geschieht das nicht. Das einzige, was sich neben mir bewegt, sind ein paar orangefarbene Männer – sicher auch „Bio”-Männer – die mit Zangen den Müll einsammeln. Auch im globalen Dorf gibt es noch Unterschiede.
Übersetzung: Christin Kleinhenz