Besuch der Jesuiten-Missionen. An der Bushaltestelle: völlig unbeachtet ein Tier auf dem Boden. Eine Art Motte, so groß wie ein Vogel, liegt auf dem Rücken. Der kalte Wind löst schon winzige federartige Teilchen aus ihrer Brust, während Beine und Fühler noch schwach zucken.
Die Jesuiten-Missionen: Im 16. Jahrhundert kommen die Jesuiten. Bauen nach und nach riesige Kirchen mitten in den Urwald. Lernen die Sprache der Guarani. Bauen Dörfer. Insgesamt über dreißig im Dreiländereck Brasilien-Paraguay-Argentinien. Immer selber Grundriss. Große Kirche, großer Platz, drumherum in Reihen: Wohnhäuser. Nehmen Indianervölker bei sich auf. Ein Geschäft: Missionierung für den Schutz vor Sklavenjägern. Manche Stämme (Familien) halten es nicht aus. Kehren zurück in die Wälder. Es funktioniert, bis die Spanische Krone die Jesuiten vertreibt. In späteren Kriegen werden die Jesuiten-Niederlassungen bis auf die Grundmauern zerstört.
Im kleinen Museum vor Ort: Skulpturen. Tonbandaufnahmen der Musik, die die Guarani gespielt haben. Die Tonbandaufnahmen der Guarani-Musik funktionieren nicht.
Laufe zwischen den Ruinen umher. Roter, aufeinander geschichteter Stein. Vor dem Tor: Guarani, die ihre Produkte verkaufen. Und Kinder, die nach Dollars fragen.
14-08-10
Rückfahrt nach Posadas über San Ignacio
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks



