Bootsfahrt auf dem Paraná. Fünf Touristen plus Bootsführer und J. Das Haus direkt am Fluss: das ehemalige Haupthaus des Anwesens. Nicht weit davon die Kapelle der Familie. Wir fahren schnell, stromaufwärts. Links Paraguay – Rinder und Kiefern, rechts Argentinien – das Reservat. Steile Ufer. Zu viele Strudel. Kein zum Schwimmen verlockender Fluss. Wir fahren in einen Seitenarm. Zu einem Wasserfall. Etwa 30 m hoch. Wir bleiben eine Weile. Wie kommt der Plastikmüll in die Baumkronen und Büsche entlang des Ufers? Durch die Flut. Wenn es mal regne, schwelle der Fluss sofort an. Und bringe Müll mit.
Besuch der „Nursery”. Mit dabei ein Professor aus C. und seine Frau.
E. führt uns. Das Vergnügliche an einem Spaziergang mit einem Professor: He’ll do all the talking. Man erfährt die Fakten. Präzise Fragestellungen. Und: Oh, you are a writer – so you are here because of the feel of this place.
„Das Schöne“, sagt E., „ist, dass hier einfach alles wächst. Fast all die tausend Baumarten Argentiniens kommen vor.“
In der Baumschule werden Regenwaldbäume herangezogen. Die Besitzer sehen es als Aufgabe an, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Schönheit und Notwendigkeit der ursprünglichen Flora überhaupt erst zu schaffen. Die Einwanderer aus Europa haben den Regenwald abgeholzt, verbrannt, zerstört wo sie nur konnten. Sie brachten eigene Pflanzen mit und versuchten sie heimisch zu machen. Die Transportmaschine Mensch. Die Mehrwertmaschine. Wenn alles vom Mehrwert besetzt ist, beginnt die Maschine sich selbst zu fressen.



