
Ich gehe weiter, bis die Stadt ganz hinter mir liegt, oder zumindest der Teil auf dem zerknitterten Stadtplan, der in meiner Hosentasche steckt. Links von mir erhebt sich eine Mauer aus Bäumen und verdeckt den Fluss, zu meiner Rechten führt eine Autostraße entlang. Hier gibt es keine Fußgänger mehr, bloß Radfahrer. Ein Eichhörnchen rettet sich im letzten Moment, bevor ein gelbes Fahrrad ihm über den Schwanz fährt. Ich will es fotografieren, aber es huscht hinter diesen Baum:

Jeder Baum trägt eine Nummer auf einem kleinen grünen Schildchen, das mit Schrauben festgemacht ist.
Die Radfahrer nutzen die Gelegenheit, dass ich als einziger Spaziergänger unterwegs bin, und versuchen mich zu überfahren. Wahrscheinlich, so stelle ich mir vor, liegen schon ein paar unschuldige Fußgänger im Gebüsch, vielmehr deren Knochen. Die Einwohner von Frankfurt sind zu Fuß gehorsam und am Steuer gelassen, aber mit einem Lenker in der Hand sind sie zum Fürchten.
Als ich es leid bin ihnen auszuweichen, kehre ich wieder um.
Übersetzung: Elisabeth Müller



