Dienstag, 19. Februar 2008
 Die schönsten Momente finde ich, sind die, wenn man von sich selbst erstaunt ist. Wenn man ganz unerwartet etwas schafft, das man sich gar nicht zugetraut hat. Dann bekommt man das Lächeln gar nicht mehr von den Lippen, es stellt sich dieses berühmte Kribbeln im Bauch ein und man denkt, die Sonne scheint einem den ganzen Tag und sogar bis tief in die Nacht ins Gesicht.
Genau solche Momente hatte Pola auf der Berlinale.
Das fing mit dem Einreichen des Films an. Sie hätte nie gedacht, dass sie es auf die Filmfestspiele schaffen würde. Ihr Team musste sie zur Bewerbung regelrecht überreden. Dann stand der Film auf einmal im offiziellen Programm.
"Zeit für den Abspann - Das war´s" vollständig lesen
Montag, 18. Februar 2008
 Während im Fernsehen die Stars auf dem roten Teppich glänzten, die Zeitungen über die neuen Filme berichteten und ich mich voll und ganz auf Pola und ihr Team konzentrierte, sind hinter der auf Hochglanz polierten Berlinale Kulisse Dinge passiert, von denen noch niemand berichtet hat. Aber weil vieles davon gleichzeitig erschreckend wie auch irgendwie faszinierend ist, wäre es schade, nicht davon zu erzählen. Drei Beispiele.
"Neben dem roten Teppich, da wo es weh tut" vollständig lesen
Sonntag, 17. Februar 2008
 „Wir haben gestern Abend den Tipp bekommen, dass wir auf keinen Fall die Sieger in unserer Sektion sind und wir mussten endlich mal wieder ausschlafen“, erzählt mir Tilman am Telefon. Es ist Samstag 12 Uhr mittags, die Preisverleihung der Perspektive Deutsches Kino findet in einem kleinen Saal unweit des Berlinale Geländes statt. Auch Pola ist nicht hier. „Die letzten Tage, hatte ich echt das Gefühl, als müsste ich mich in fünf Teile teilen“, so Pola, „überall musste ich anwesend sein, ich habe einfach Schlaf gebraucht.“ So ging diese Veranstaltung komplett an ihnen vorbei.
"Stell dir vor es ist Preisverleihung und alle verschlafen" vollständig lesen
Samstag, 16. Februar 2008
Die Premierenparty ging bis morgens um fünf. Und am nächsten Tag stand gleich noch eine Premiere an. Nur diesmal war es kein Film, sondern eine Veranstaltung: der Berlinale Empfang der deutschen Filmhochschulen. Dieser fand dieses Jahr zum ersten Mal statt, soll aber in Zukunft ein fester Bestandteil des Festivals werden. Organisiert von Studenten für Studenten, wird hier der Nachwuchs mit etablierten Vertretern der Branche zusammen gebracht. Das Prinzip der Veranstaltung ist einfach: Die Studenten zeigen Filmauschnitte aus aktuellen Projekten und die Profis können sich diese ansehen und direkt danach mit den Machern ins Gespräch kommen.
"Und in der Hauptrolle: der Nachwuchs" vollständig lesen
Freitag, 15. Februar 2008
 Spät am Abend wird die Sektionsleiterin der Perspektive Deutsches Kino sagen: „Wir machen die offizielle Fragestunde mit den jungen Filmemachern extra nicht nach der Premiere. Erst nach der Wiederholung am nächsten Tag. Direkt nach dem Film müssen sie nur kurz auf die Bühne und sich vorstellen. Für alles andere sind die immer noch zu aufgeregt.“ Und Pola wird ihr dankbar dafür sein. Aber von vorne.
"Licht aus, Vorhang auf: Premiere! " vollständig lesen
Donnerstag, 14. Februar 2008
 Während Madonna auf der großen Berlinale- Pressekonferenz vor hunderten von Journalisten über ihren Film spricht, kommt Pola mit dem Klapprad vor einem regionalen TV Studio angefahren. Auch sie wird ein Interview geben. Der Rahmen ist zwar etwas kleiner, doch die Fragen sind ähnlich.
"Frag! Mich! Nicht! Das Ende eines Interviewmarathons" vollständig lesen
Mittwoch, 13. Februar 2008
 Und weil bei Projekten ständig die Besetzung wechselt, ist das was in dieser Branche zählt, die richtigen Kontakte und ein möglichst weites Netzwerk. Wo könnten Nachwuchsfilmemacher besser mit dem Netzwerken anfangen als auf der Berlinale? Denn nirgendwo und nirgendwann sonst in Deutschland kommen so viele Filmfachleute zusammen. So mutiert die Berlinale zu einer Art riesiger Singlebörse, wo sich alle anpreisen, toll verkaufen und Telefonnummern sammeln wollen. Ich habe das Ganze mal einen Tag lang beobachtet.
"Beamte haben Arbeit, Filmleute haben Projekte" vollständig lesen
Dienstag, 12. Februar 2008
 Gestern Abend habe ich auf keiner Berlinale Party gefeiert. Heute werde ich die gesund aussehende Frau auf dem Festivalgelände sein, die ohne Augenringe. Ein guter Zeitpunkt um eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Fünf Tage Berlinale sind vorbei, fünf werden noch kommen. Obwohl wir fast ohne Unterbrechung auf irgendeiner Veranstaltung oder in irgendwelchen Kinosälen waren, sind da noch Unmengen von Dingen, die es zu sehen gibt. Ein Event jagt das nächste und die meisten finden auch noch gleichzeitig statt.
"Halbzeit!" vollständig lesen
Montag, 11. Februar 2008
 Ich habe mir das folgendermaßen vorgestellt: Zuerst stand für In deiner Haut das Drehbuch, dann suchten die Regisseurin und der Produzent die passenden Schauspieler, dann die Kamera-, Ton- und sonstigen Technikleute und dann haben sie zusammen den Dreh geplant. Ich lag damit völlig falsch.
"Absehbare Happy Ends sind sowieso langweilig" vollständig lesen
Sonntag, 10. Februar 2008
Dieses Wochenende war die Premierenparty des Films Berlin - 1. Mai. Mit diesem Filmteam sind Pola und Tilman befreundet, deshalb wurde da natürlich mitgefeiert. Der Film läuft außerdem in derselben Sektion wie In deiner Haut, in der Perspektive Deutsches Kino. Diese Sektion will laut Programmheft „die neuen Trends im deutschen Film zeigen“. Einen einheitlichen Trend kann ich - zumindest inhaltlich - aber kaum erkennen. Die Themen der 13 Filme könnten unterschiedlicher nicht sein: Gezeigt werden zum Beispiel Filme über Berliner Beatboxer, über iranische Fußballerinnen, über die neuen Kinder vom Bahnhof Zoo oder über die Krawalle am 1. Mai in Kreuzberg. Und dann gibt es natürlich noch Polas Film.
"Hart aber sonnig" vollständig lesen
Samstag, 9. Februar 2008
 Es ist wirklich nicht einfach. Freitag Abend, Berlinale Wochenende: Es sind so viele Partys angekündigt, dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst soll. Zum einen sind die großen offiziellen Veranstaltungen, wie die Deutsche Filme Party oder die Movie meets Media und dann sind zum anderen noch unzählige kleinere Partys; von Filmcrews die Premiere feiern, von Schauspielagenturen oder anderen Unternehmen, die irgendwie mit Filmen zu tun haben. Alle feiern die Berlinale und das artet in Partystress aus. Die große Frage ist: Wohin?
"Die perfekt passende Party" vollständig lesen
Freitag, 8. Februar 2008
 Zuerst die gute Nachricht: Polas Film ist fertig! Und jetzt die Schlechte: Sie haben ihren Namen falsch geschrieben. Auf ihrem Festivalausweis. Aber so ging es bestimmt auch vielen anderen Nachwuchsregisseuren zu Beginn ihrer Karriere. Manchen passiert das vielleicht noch immer. Vielleicht auch Martin „Skorsiesie“ und der eröffnete am Abend mit seiner Dokumentation über die Rolling Stones sogar die Berlinale. Muss also gar kein schlechtes Omen sein.
"Und action! " vollständig lesen
Donnerstag, 7. Februar 2008
 Nachtschichten machen keinen Spaß. Sie kommen auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala gleich nach kaltem Kaffee und dem Frühlingsfest der Volksmusik. Ein Glück also, dass ich vorletzte Nacht nichts zu tun hatte, zum Frühstück heißen Kaffee trinken und dabei meinen Lieblingssender hören konnte. Ganz entspannt rief ich bei Pola an.
"Tonlöcher, Nachtschichten und andere Schwierigkeiten" vollständig lesen
Mittwoch, 6. Februar 2008
 Morgens, halb elf in Kreuzberg: Ich treffe mich mit Pola und Tilman, der Regisseurin und dem Produzenten von In deiner Haut, in einem kleinen Café. Das heißt, eigentlich treffe ich zuerst nur Tilman. Pola ist spät dran. Aber das ist verständlich. Denn wer als Regisseurin einen Film auf der Berlinale zeigen darf, weiß momentan nicht wo einem der Kopf steht. Vor allem, wenn man wie Pola noch Filmstudentin und es die erste große Festivalteilnahme überhaupt ist.
"Klappe, die erste! Neulinge auf der Berlinale" vollständig lesen
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