
Goiaba schmeckt auch lecker. Als Saft. Später wage ich mich auch an die Frucht. Die Kerne sind gar nich mal sooo schlimm.

Am Samstag fahren wir nach Novo Hamburgo, die Mutti von Greta hat Geburtstag und die halbe Verwandschaft feiert. Am Freitag war hier Kindertag, deswegen kriegen Rodrigo, Mateus und Davi noch voll viel Geschenke. Die Jungs sprechen fliessend englisch und ich muss noch viel lernen über Angry Birds und Magic Beans. Später zeichne ich ihnen Custom-Made-Pokemonkarten.


Noch mehr Verwandschaft: am Sonntag besuchen wir Júnior (einen Freund von Augusto) und seine noch grössere Familie. Ich soll einmal das Meer sehen. Alle erzählen andauernd dass Rio Grande do Sul (so heisst der Bundesstaat hier) den hässlichsten Strand von ganz Brasilien hat, aber wenn man dann endlich da ist ist es garnich so schlimm. Zum Trost krieg ich eine Kokusnuss.



Und dann lerne ich nochmal die zwei wichtigsten Zutaten eines perfekten Familien-Sonntags kennen: 1. Chimarrão. Das ist dieser Mate-tee, der hier heiss serviert wird. Alle trinken aus dem selben Gefäss (ein ausgehöhlter Flaschenkürbis), in dem Metallstrohhalm ist unten ein Sieb (damit man die Fussel nich in den Mund kriegt) , mit der Thermoskanne wird immer neu aufgegossen und falls man unterwegs ist, nimmt man den ganzen Krempel in der stilechten Gaucho-Tasche mit.

2. Churrasco. Jede Familie die etwas auf sich hält, hat einen eigenen Grill im Garten oder auf dem Balkon. Es gibt wieder ganz viel Fleisch mit Maniokmehl (lecker) und Maniokmatsch (noch leckerer). Ich darf Mittagsschlaf machen und dann guckt die ganze Familie Fussball. Es gibt brasilianischen Underberg und Cachaça (den Zuckerrohrschnaps) mit Honig und Eis, die Frauen kochen schon wieder was und der Chimarrão wird rumgereicht. Nur Gremio verliert diesmal.

