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    <title>Nahaufnahme - Journalistenaustausch (Artikel mit Tag Mumbai)</title>
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    <pubDate>Tue, 26 Apr 2011 05:34:13 GMT</pubDate>

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    <title>Aus und vorbei</title>
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:29 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03949.JPG&quot; title=&quot;Zeitungskiosk.&quot; alt=&quot;Zeitungskiosk.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zeitungskiosk.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der „Kulturschock“ war groß, wie es mir einer der &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/KulturSchock-Mumbai-Bombay-Rainer-Krack/dp/3831716986&quot; title=&quot;Reiseführer&quot;&gt;Reiseführer&lt;/a&gt; auf dem Hinflug schon im Titel nahelegte. Jetzt nach vier Wochen gestehe ich mir ein: Der Kulturschock hätte womöglich nirgends größer sein können als in Mumbai. Es ist eine der gegensätzlichsten Städte der Welt. Die Armut, der Reichtum – von allem gibt es sehr viel und das alles sehr eng aufeinander. Ich war beispielsweise mit Shailesh, einem 21-jährigen Chemiestudenten zuhause in Dharavi, dem größten Slum in Asien. Shailesh wohnt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in einem zweistöckigen Häuschen, das gerade mal zwei auf drei Meter misst. An einem der darauf folgenden Tage war ich zu einem Interviewtermin im Taj Mahal-Hotel, einem großen Luxushotel. Die Präsidentensuite war gerade frei, und ich konnte einen Blick auf die zig Zimmer und Riesensofas erhaschen, in denen schon Carla Bruni und ihr Nic sowie Michelle und Barack Obama rumfläzten. Das alles ist Mumbai – und noch viel mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:28 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03446.JPG&quot; title=&quot;Typisches Thali.&quot; alt=&quot;Typisches Thali.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Typisches Thali.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe sehr viel gelernt in diesen vier Wochen. Ich kann nur mit der rechten Hand essen, ohne die linke zu verwenden. Ich habe bemerkt, wie angenehm eine Kurta (eine Art Tunika) zu tragen ist, ohne dass man sich dabei verkleidet vorkommt. Weil sie vor der Hitze und den Blicken schützt. Ich weiß nun, dass das Kopfwackeln – der „Indian Head Nod“ – so ziemlich alles zwischen „ja“, „nein“, „vielleicht“ heißen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe – auch wenn es sich pathetisch anhört – viele tolle, spannende, nette Menschen kennen gelernt. Und die machen nunmal eine Stadt aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Literaturliste für alle Mumbai- oder Indien-Reisende sollte übrigens neben „Der weiße Tiger“ von Aravind Adiga, auch Suketa Mehtas bombastisches Stadtporträt „Bombay – Maximum City“ stehen. Sehr amüsant zu lesen, war „Shiva Moon“ von Helge Timmerberg. Und Stefan Loose Travelhandbuch „Indien“ habe ich den Tipp mit dem All Stir Fry im Gordon House Hotel zu verdanken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht mehr lange, da kommt Sukhada Tatke nach Stuttgart. Wetten, dass für sie der Kulturschock mindestens genauso groß sein wird?&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 26 Apr 2011 07:25:00 +0200</pubDate>
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    <category>&quot;der weiße tiger&quot;</category>
<category>&quot;indian head nod&quot;</category>
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<category>&quot;shiva moon&quot;</category>
<category>mumbai</category>
<category>times of india</category>
<category>zeitung</category>

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    <title>Kunst überall </title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/48-Kunst-ueberall.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:25 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC04199.JPG&quot; title=&quot;Tobias Megerle&quot; alt=&quot;Tobias Megerle&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Tobias Megerle&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museen und Galerien sind Rückzugsorte aus der Hektik der Großstadt. Wahrscheinlich bin ich das vergangene Jahr nicht so oft in Ausstellungen gewesen wie jetzt in diesen paar Wochen in Mumbai. Weil die Stadt eben voller und hektischer ist als jede andere Stadt, die ich bisher erlebt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der National Gallery Of Modern Art wird eine Retrospektive von Homai Vyarawalla gezeigt. Die Fotografin - geboren 1913 - war die erste Frau, die sich mit Sari bekleidet mit ihrer Kamera in das Zeitgeschehen stürzte. Und in was für eines: Sie erlebte die letzten Tage des Britischen Empires und den Aufstieg einer neuen Nation. Sie fotografierte die Großen und Mächtigen, aber auch die Mitte der Gesellschaft in der 60er und 70er Jahren in Mumbai und Delhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber nicht nur die großen Museen, sondern auch kleine Galerien. Das ist für Mumbai viel erstaunlicher, als es für unsereins scheinen mag. Aber Mumbai hat ein eminentes Platzproblem. Raum kostet. Die Mietpreise in der Stadt sind mit denen in London, New York oder Tokio vergleichbar. Heute wurde eine neue Statistik veröffentlich: Die Immobilienpreise sind in Shanghai um 21 Prozent angestiegen, gleich dahinter kommt Mumbai mit 20 Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Loft ist einer dieser raren Off-Spaces. Hier wird gerade „The Final Cut“ gezeigt, eine Ausstellung initiiert und kuratiert von Tobias Megerle. Seit zwei Jahren lebt er nun in Mumbai - und auch ihm sind die eindrucksvollen Holzschnitzer, die am Straßenrand in Mahim ihre Werkstätten haben, aufgefallen. Sie alle kommen aus einem „Dorf“ in Nordindien, wie die Holzschnitzer es selbst bezeichnen. Dieses Dorf Saharanpur hat immerhin eine halbe Million Einwohner. Ursprünglich haben sie dort Holzhäuser geschnitzt, als es keine Arbeit mehr für sie gab, kamen sie nach Mumbai, die Migrantenstadt, die so viele Menschen anzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tobias Megerle. Er wollte die Tradition der Holzschnitzer mit etwas Westlichem verbinden. Warum also nicht Skateboards? Keiner der Holzschnitzer hat jemals zuvor eine Skateboard gesehen. Die erste Reaktion? „Wir können alles schnitzen.“ Als Tobias Megerle aber von der Idee erzählte, dass sie alles machen dürfen, dass dies dann in einer Galerie ausgestellt werden würde, wussten sie nicht so recht, was sie davon halten sollten. Zwölf von ihnen machten mit, zwölf wunderbare Exponate sind entstanden. Die Skateboards sind zugleich auch ein Statement. Man kann erahnen, warum es diese Sport-Trend-Art nie nach Mumbai geschafft hat. Es gibt verstopfte Straßen und Löcher im Asphalt, keine Freiflächen und keine öffentlichen Plätze. Dafür ist Kunst hier an jeder Straßenecke. Wie etwa in den offenen Werkstätten von Mahim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:26 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;847&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/IrfanKhan_76x36cm_30x14.25inch.JPG&quot; title=&quot;IrfanKhan_76x36cm_30x14.25inch.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Irfan Khan, einer der Holzschnitzer.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 07 Apr 2011 05:23:24 +0200</pubDate>
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    <category>Galerien</category>
<category>Holzschnitzer</category>
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<category>Off-Space</category>

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    <title>Go India Go!</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/47-Go-India-Go!.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:23 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC04047.JPG&quot; title=&quot;DSC04047.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Indien ist Cricket-Weltmeister.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Und einer, an den ich mich gewöhnen könnte. Es ist Cricket-Weltmeisterschaft. Erst das Halbfinale, das Indien gegen seinen Erzfeind Pakistan gewann, dann das Finale. Die jeweils acht bis neun Stunden waren Erholung pur. Auf den Straßen? Kaum Autos. Die Menschen sind noch freundlicher, als sie es sowieso schon sind. Und jetzt ist Indien Cricket-Weltmeister und ganz Mumbai feiert. Die Menschen singen und tanzen auf der Straße. Irgendwie wirkt das sehr viel entspannter als in Deutschland. Im Fernsehen tanzt Bollywood-Übersuperstar Shah Rukh Khan mit den Cricket-Spielern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:24 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03498.JPG&quot; title=&quot;DSC03498.JPG&quot; alt=&quot;Dhobi Ghat&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dhobi Ghat&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr Verrücktheiten, die in die „neu entdeckt“-Liste eingehen: die riesige Open-Air-Wäscherei Dhobi Ghat, direkt an der Mahalaxmi Station gelegen. Von der Brücke hat man einen guten Blick auf dieses Faszinosum. 10 000 Menschen arbeiten hier für Hungerlöhne und bekommen täglich etwa 200 000 Kleidungsstücke geliefert. Von den Hotels und Krankenhäusern. Die Preise sind mal wieder absolut lächerlich für unser Verständnis. Eine Hose waschen zu lassen, kostet 25 Rupien, ein Oberteil 10 Rupien. Ob die Wäsche aus meinem Hotel auch in Dhobi Ghat gewaschen wird? Wie gerne hätte ich meine Kurta auf ihrer Reise begleitet. Sie kam auf alle Fälle blitzsauber zurück. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 03 Apr 2011 11:28:05 +0200</pubDate>
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    <category>cricket</category>
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    <title>Bollywood, Pünktlichkeit und ein bisschen Ruhe. Halbzeit in Mumbai.</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/46-Bollywood,-Puenktlichkeit-und-ein-bisschen-Ruhe.-Halbzeit-in-Mumbai..html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:21 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03482.JPG&quot; title=&quot;Ganesh, der Gott, den alle mögen.&quot; alt=&quot;Ganesh, der Gott, den alle mögen.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ganesh, der Gott, den alle mögen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hielt es für ein Gerücht. Einmal den Colaba Causeway hinunter gehen, die Hauptverkehrstraße in dem Viertel mit den Backpacker-Hostels und Krimskrams-Ständen, vor dem Café Leopold stehen und schon würde man angesprochen werden, von einem „Model-Scout“. So steht es in jedem „Lonely Planet“. Und ja, es war in etwa so in der Art. Etwas zögerlich war ich zu Beginn. Die Neugierde aber ließ mich am nächsten Tag um 8 Uhr vor dem McDonalds warten. So wie zwanzig andere „Western looking people“. Es war, nun ja, lustig. Die meiste Zeit aber doch sehr langweilig. Bericht vom Bollywood-Set folgt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeden Tag wehre ich mich gegen noch mehr Casting-Agenten. „No, no“, sage ich. „Danke, ich habe schon in meinem Bollywood-Film mitgespielt.“ Hier im Touristenviertel Colaba ganz im Süden der Stadt sind aber auch viele Bettler. „Wo Touristen sind, sind die Bettler“; sagt Sunil, ein Guide von Realitytours, die im übrigen einen respektablen Job machen und die Einnahmen in Bildungseinrichtungen im Slum investieren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Bettler haben ihre Arbeit hier angeblich sehr professionell aufgezogen. Es heisst, dass sich die Frauen Babies leihen. Dass manche unter Drogen gesetzt werden. Und schlimmeres. Ich solle Milch für das Baby kaufen, sagt eine. Ein paar Kinder wollen Kinder-Überraschungen vom Kiosk. Ich kaufe ihnen Wasser und Vollkornkekse. Das macht das Elend aber eben auch keinen Deut besser, beruhigt zumindest für wenige Sekunden das Gewissen. Und wenn man einem Kind etwas gibt, stehen auf einmal zwanzig andere um einen herum und zupfen am Oberteil. Wie auswählen? Nur den sehr dünnen Kindern etwas geben? Denen mit den traurigsten Augen? Den Leprösen? Den Verstümmelten?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es ist jeden Tag eine Herausforderung auf der Strasse durchzukommen. „Madame, money“. „Madame jewellery.“ Madame sagt: „No no, thank you.“ Es wird besser. Mit der Zeit.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ach, die Zeit. Die „Indian Standard Time“ ist vielleicht so etwas wie die „Indian Subjective Time“. Die Inder haben ein, sagen wir mal, anderes Verhältnis zur Zeit. Pünktlichkeit ist hier eher ein Fauxpas denn eine Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 266px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:20 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;266&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03324.JPG&quot; title=&quot;Gerüstbau zu Mumbai.&quot; alt=&quot;Gerüstbau zu Mumbai.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gerüstbau zu Mumbai.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es ist Halbzeit. Viel ist passiert, viel habe ich gelernt. Wie man beispielsweise Taxi fährt, ohne jedes Mal dabei übers Ohr gehauen zu werden. Natürlich sind die Preise für uns geradezu lächerlich. Die Taxifahrer sind aber gesetzlich dazu verpflichtet keine Fantasiepreise zu bestimmen, sagen die indischen Kollegen. Sobald ein Europäer im Taxi sitzt, schein die Fantasie mit ihnen durchzugehen, und sie verlangen das Doppelte, wenn nicht das Dreifache. Meine indischen Kollegen mahnen mich immer auf den Preis zu bestehen, der in einer Tariftabelle abzulesen ist. Als ich es mal gemacht habe, als der Taxifahrer sehr dreist war, waren sie sehr stolz auf mich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was ich noch gelernt habe? Ich weiß nun, dass man nicht alles glauben kann, was in „Slumdog Millionaire“ gezeigt wird. Das meiste aber schon. Ich verstehe ein bisschen etwas von Cricket. Ich weiß, wo ich einen anständigen Kaffee in meinem Viertel bekommte Ich habe so viel SMS geschrieben, wie vermutlich das ganze vergangene Jahr nicht, weil man hier nur per Handy kommuniziert. Und das ständig. Ich kann mindestens drei Götter benennen. Ganesh ist ein Toptyp. Der elefantenköpfige Gott bringt Glück und ist der „Überwinder aller Schwierigkeiten“. Sein Reittier ist eine Ratte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Und ich bin immer wieder auf der Suche nach stillen Plätze in der so unfassbar lauten Stadt. Einer, der recht nah dran ist, ist das prachtvolle Prince of Wales-Museum, in dem man allerlei Götterskulpturen, Kalligraphie-Kunst, Waffen, Rüstungen und sogar Renaissance-Gemälde anschauen kann. Und: Es war fast ruhig. Das Hupen von der Straße hört man kaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:19 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03144.JPG&quot; title=&quot;Prince of Wales-Museum.&quot; alt=&quot;Prince of Wales-Museum.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Prince of Wales-Museum.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 28 Mar 2011 05:58:05 +0200</pubDate>
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    <category>bollywood</category>
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<category>taxi</category>

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    <title>Verrückt nach Cricket</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/44-Verrueckt-nach-Cricket.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:18 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/ImNewsroomderTimesofIndia.JPG&quot; title=&quot;Im Newsroom der Times of India.&quot; alt=&quot;Im Newsroom der Times of India.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Im Newsroom der Times of India.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag war das Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Im Cricket. Australien gegen Indien. Die Stimmung war in ungefähr so, wie man sich das bei uns bei einer Fussball-Welmeisterschaft vorstellen kann. Nur ohne dämliche Gesichtsbemalungen. Cricket ist der Lieblingssport der Inder. Austragungsort sind dieses Jahr die südasiatschen Länder. Viele gingen am Tag des Viertelfinales anscheinend gar nicht zur Arbeit, wie die Kollegen bei der Times of India am nächsten Tag berichten wollen. So genau weiss man das nicht, was morgen in der Zeitung steht. Konferenzen gibt es keine. Für die neue Redakteurin, die sich fühlt wie eine Praktikantin, ist das alles noch etwas undurchschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz praktisch war, dass das Internet stundenlang nicht funktionierte. Die Inder sind die Ruhe selbst. Da kann man schon ungestört Cricket gucken. Von den Regeln habe ich zu Beginn nicht viel verstanden, außer dass es so ein bisschen wie Baseball ist. Ich hatte aber jede Menge Zeit, mich diesem Spiel anzunähern. Beginn war am Nachmittag um 14.30 Uhr. Ende? „Vielleicht so um 10 Uhr“, sagt ein Kollege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indien hat gewonnen. Nach acht Stunden. Am Schluss wurde es ein bisschen spannend, auch wenn ich das Spiel immer noch nicht ganz verstehe. Jetzt spielt Indien gegen Pakistan im Halbfinale, was das Traumduell sei, sagte man mir.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Sportredakteure hasst Cricket, weil sich so niemand für die anderen Sportarten in Indien interessiert. Er liebt aber Fussball. Er mag Klinsmann, Podolski, Özil. Hier gäbe es auch so etwas wie eine Bundesliga, in der mehrere Clubs aus Mumbai spielen. Ein Ticket zu einem Spiel koste 20 Rupees (ca. 30 Cent).  
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    <pubDate>Fri, 25 Mar 2011 07:37:31 +0100</pubDate>
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    <title>Alles Müller, oder was?</title>
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Max Mueller Bhavan&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/maxmueller.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:15 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/maxmueller.JPG&quot; title=&quot;Max Mueller Bhavan&quot; alt=&quot;Max Mueller Bhavan&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Max Mueller Bhavan, das Goethe-Institut in Mumbai.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Mumbai oder Bombay? Viele sagen immer noch Bombay. Und das Goethe-Institut heißt hier Max Mueller Bhavan. Max Müller, der am 6. Dezember 1823 in Dessau geboren wurde, war ein Indologe. Heute noch ein Star im intellektuellen Indien, weil er als Begründer der Sanksritforschung gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03206.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:17 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03206.JPG&quot;  alt=&quot;Project 88&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Project 88, eine Galerie in Colaba.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Namen findet man auch im aktuellen „Time Out“, dem Stadtmagazin von Mumbai. Es ist die Ankündigung von „The Halfmoon Files“, eine Videoinstallation von Britta Lange und Philip Scheffner.  Stimmen im dunklen Raum, Projektionen an den Wänden. Man hört die Stimme von Mall Singh. Er erzählt von einem Mann, der nach Indien zurückkehren und seinen Frieden finden will. Gesprochen wurden diese Worte 1916 in Wünsdorf. Im Soundarchiv der Humboldtuniversität in Berlin fanden Scheffner und Lange Aufnahmen von Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs. In der Project 88-Galerie, die sehr versteckt in Colaba liegt, hört man die Lieder und Geschichten der Soldaten. Und während die Aufnahmen damals von Linguisten nach Spracheigenschaften untersucht wurden, erzählen sie heute ihre ganz eigene Geschichte von Hoffnungslosigkeit und Sehnsucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besuch einer Ausstellung hat hier in der Hektik von Mumbai noch einen anderen Stellenwert als bei uns. Er ist Inspiration für den Kopf, Kühlung für den Körper. Es wurden Rekordtemperaturen von über 40 Grad gemessen.  Auf den Straßen von Mumbai ist es laut, eng und stickig. Westler erkennt man nicht nur an ihrem Aussehen, sondern auch, weil sie wie ängstliche Gazellen über die Straßen springen, da sich kein Motorisierter für Ampelschaltungen, Zebrastreifen oder Straßenschilder interessiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das youtube-Video &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=fkikPFdY_-E&amp;feature=related&lt;br /&gt;
&quot; title=&quot;Mumbai Madness&quot;&gt;Mumbai Madness&lt;/a&gt; (einfach auf den Namen klicken) gibt einen ganz guten Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch Stuttgart 21 ist ein Thema, wie das Video &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=3znFg__6PL8&lt;br /&gt;
&quot; title=&quot;Oben bleiben&quot;&gt;„Oben bleiben in Mumbai“&lt;/a&gt; (auf den Namen klicken) zeigt.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 21 Mar 2011 06:39:08 +0100</pubDate>
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    <category>goethe-institut</category>
<category>hitze</category>
<category>max mueller bhavan</category>
<category>mumbai</category>
<category>oben bleiben</category>

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    <title>Mukesh is happy to help - oder wie ich versucht habe, eine Sim-Karte zu kaufen</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/42-Mukesh-is-happy-to-help-oder-wie-ich-versucht-habe,-eine-Sim-Karte-zu-kaufen.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/sms.jpg&#039; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:14 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/sms.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Mann schreibt eine SMS am Gateway  of India, dem Tor zu Indien.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonieren ist wichtig in Indien. Sehr wichtig. Die Inder telefonieren ständig und überall. Oder sie schreiben SMS. Natürlich gibt es Internet. Doch bevor die Inder eine Mail schreiben, rufen sie lieber an. Oder schreiben eine SMS. Auch in die Chefetage. Dann weiß man, dass der Chef direkt kontaktiert wird. Und nicht die Sekretärin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: eine indische SIM-Karte ist das „Must Have“. Ohne geht es nicht. Eine SIM-Karte für Indien zu kaufen, hört sich einfach an, ist es aber nicht.  Mir wurde schon im Vorfeld mitgeteilt, dass man dafür zwei Passfotos und den Reisepass braucht. Im Handy-Laden heißt es Nummer ziehen und warten, Antrag ausfüllen und warten, SIM-Karte bestellen und wieder warten, um zu bezahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Berater ist ein freundlicher Mann. „Mukesh is happy to help“, steht auf seinem Namensschild an der Brust. Gar nicht so happy ist er, da ich hinter das Feld „Date“ das Datum geschrieben habe. Also noch einmal von vorne. Den Namen meines Vaters will er auch wissen. Und jede meiner Unterschriften muss genau so wie im Reisepass aussehen. Ich solle noch ein bisschen üben, meint Mukesh. Jaja, versprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Hürde ist genommen, also stoisches Schlange stehen im gefühlt 40 Grad warmen Laden, in dem die Ventilatoren gegen Goliath kämpfen und die warme Luft im Raum verteilen. Schlange stehen ist anders. Man merkt, dass alle nervös werden. Ist man dann endlich an der Kasse angelangt, stellt sich der Hintermann neben einen. In etwa so als würde man ein Bier am Tresen bestellen. I‘m happy to go. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 16 Mar 2011 18:18:19 +0100</pubDate>
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    <category>Journalistenaustausch</category>
<category>Mumbai</category>

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    <title>Mumbai calling oder London im Nebel</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/41-Mumbai-calling-oder-London-im-Nebel.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:13 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/stutt-bom.serendipityThumb.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kulturschock Mumbai“ steht auf dem Reiseführer. Wie groß wird der Kulturschock sein? Wie werde ich mich zurecht finden? Wie werde ich das Elend erleben? Wie funktioniert die Boomtown Mumbai? Vier spannende Wochen liegen vor mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Winter war kalt. Bitterkalt. Am Abreisetag habe ich morgens zum ersten Mal die Vögel singen hören. Es hat um die 11 Grad, und Frühling liegt in der Luft. Drei Mal so warm ist es 22 Stunden später in Mumbai. Die Luft ist feucht. Die Mumbaikar kennen keinen Frühling. Sie kennen eigentlich nur zwei Jahreszeiten: die mit und die ohne Monsun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Airline-Mitarbeiterin fragt am Stuttgarter Flughafen: „Waren Sie schon einmal dort?“ „Nein. Noch nie.“ „Das wird bestimmt eine tolle Erfahrung“, sagt sie und pappt den „Heavy Weight“-Aufkleber auf den Koffer. Indien liebt oder hasst man, heißt es immer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Station ist der Flughafen Heathrow. London im Nebel. Kein Blick auf die Tower-Bridge. Schicke Restaurants und Boutiquen im neuen Terminal 5. Von dort aus geht es weiter nach Mumbai, obwohl als Abkürzung für das Ziel „Bom“ auf dem Ticket steht. Für Bombay, wie viele immer noch die Megastadt Mumbai nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reisen ist aufregend. Reisen ist inspirierend.  Im Ausland zu arbeiten, ist Chance und Herausforderung zugleich. Und: Eine Reise ist danach nie so, wie man sie sich vorgestellt hat. Der Kulturschock wartet. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 15 Mar 2011 07:11:49 +0100</pubDate>
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    <category>Journalistenaustausch</category>
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