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    <title>Nahaufnahme - Journalistenaustausch (Artikel mit Tag Journalistenaustausch)</title>
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    <pubDate>Mon, 18 Mar 2013 20:46:22 GMT</pubDate>

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    <title>Alles so digital hier...</title>
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    <author>nospam@example.com (Monika Griebeler, Vilnius)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Drucker, Drucker, wo ist eigentlich der Drucker?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 595px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Blick in den Newsroom von Delfi&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi01.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/delfi01.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=966,width=4422,top=-175.5,left=-1691.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:356 --&gt;&lt;img width=&quot;595&quot; height=&quot;130&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi01.jpg&quot; title=&quot;Blick in den Newsroom von Delfi&quot; alt=&quot;Blick in den Newsroom von Delfi (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alle Redakteure sitzen in einem Raum und schreiben zu Politik, Wirtschaft, Sport, &lt;br /&gt; Kriminalität, Promis, Autos... - nur einen Drucker, den gibt&#039;s nicht&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Ich glaube, wir haben im ganzen Büro zwei, nein, drei Drucker&amp;quot;, sagt Monika Garbačiauskaitė-Budrienė, Chefredakteurin bei Delfi. Einer beim Geschäftsführer, einer in der Marketingabteilung und einer am Empfang. So sieht es also aus, das &amp;quot;paperless office&amp;quot;. In Deutschland kenne ich mehrere Firmenbosse und Angestellten, die genau das fordern. Die &amp;quot;think before you print&amp;quot; unter ihre Emails schreiben. Die über all die gefällten Bäume klagen. Und dann den seitenlangen Pressespiegel ausdrucken (lassen).&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 320px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Blick auf die Klickzahlstatistik am Empfang von Delfi&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi02.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/delfi02.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:357 --&gt;&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;320&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi02.jpg&quot; title=&quot;Blick auf die Klickzahlstatistik am Empfang von Delfi&quot; alt=&quot;Blick auf die Klickzahlstatistik am Empfang von Delfi (Foto: Monika Griebler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Delfi kennt alle Klicks&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Bei &lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;a href=&quot;http://www.delfi.lt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Delfi.lt&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; wird &amp;quot;Online gemacht&amp;quot; - das ist gleich am Eingang klar: Für jeden sichtbar hängt dort ein großer Monitor mit den aktuellen Klick-, Leser- und Referenzzahlen. Sekündlich ändert sich die Anzeige. &amp;quot;Wenn ein Artikel nicht läuft, obwohl es um ein Topthema geht, dann passen wir die Überschrift oder die Tags an&amp;quot;, erklärt Vytene, meine Austauschpartnerin. Was gut funktioniert sind dreht sich meist um Schlagworte wie: Sex, BMW, Nordkorea.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit ist auf Klicks ausgerichtet, auf Verkauf, schließlich finanziert sich Delfi hauptsächlich über Werbung. Dafür müssen die Redakteure mitunter vergessen, was sie im Journalistikstudium oder bei Zeitungen gelernt haben - und trickreich arbeiten, erzählt Vytene: &amp;quot;Einmal habe ich über Syrien geschrieben. Das hab ich in der Überschrift aber nicht erwähnt, sondern nur gesagt &#039;Explosion im Fußballstadion&#039;. So haben die Leute das wenigstens gelesen!&amp;quot;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Grundsätzlich laufen Auslandsnachrichten nicht unbedingt gut. Litauische Medien beschäftigen quasi keine Auslandskorrespondenten. &amp;quot;Es wird nicht geklickt, es lohnt sich nicht&amp;quot;, heißt es dazu lapidar. Die Nachrichten kommen über Agenturen oder werden aus anderen Medien adaptiert. Auch in Brüssel waren litauische Medien bisher nicht vertreten - das ändert sich jetzt, kurzzeitig, wenn Litauen die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Das Hochhaus, in dem u.a. Delfi sitzt&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi04.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/delfi04.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;320&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/delfi04.jpg&quot; title=&quot;Das Hochhaus, in dem u.a. Delfi sitzt&quot; alt=&quot;Blick auf das Hochhaus, in dem u.a. Delfi sitzt (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Unser Halt: 7. Stock&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;Und sonst? Alles ganz dynamisch. Alles ganz digital. Und jung! Der Altersschnitt liegt gefühlt bei Anfang 30. Der älteste Redakteur ist Mitte 40. Interviews werden auch mal per Skype angefragt und geführt. Das überrascht mich ohnehin hier: Fast jeder Interviewpartner ist telefonisch am Besten erreichbar, selbst Parlamentsabgeordnete kann man mal eben auf dem Handy anrufen. &amp;quot;Nur der Premierminister geht nicht selbst dran&amp;quot;, sagt eine Kollegin. Vielleicht geht das in einem kleinen Land einfach besser - Deutschland ist da weit umständlicher, weit sicherheitsbedürftiger. &amp;quot;Schreiben Sie mir bitte erstmal ne Mail&amp;quot;, heißt es fast immer. Pfuh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: Im Februar feierte Delfi seinen 13. Geburtstag. Die Kollegen von Delfi.TV bieten in ihrem Geburstagsvideo &amp;quot;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://tv.delfi.lt/video/iU2DkPL5/&quot;&gt;Endless DELFI Day&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&amp;quot; einen Blick hinter die Kulissen - und haben dafür sogar eine Kamera in einem Joghurtbecher im Kühlschrank versteckt...&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Was bleibt da noch zu sagen? Auf Wiedersehen! Es war interessant bei euch!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;blockquote lang=&quot;de&quot; class=&quot;twitter-tweet&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Letzter Tag bei &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23delfi&quot;&gt;#delfi&lt;/a&gt;. Now, that was fun! Ačiū! &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23nahaufnahme&quot;&gt;#nahaufnahme&lt;/a&gt; &lt;a title=&quot;http://vine.co/v/bdpVteTHUK2&quot; href=&quot;http://t.co/R41vxmIHUU&quot;&gt;vine.co/v/bdpVteTHUK2&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;— Monika Griebeler (@mogriebeler) &lt;a href=&quot;https://twitter.com/mogriebeler/status/312519626435215360&quot;&gt;15. März 2013&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt; &lt;script charset=&quot;utf-8&quot; src=&quot;/platform.twitter.com/widgets.js&quot; async=&quot;true&quot;&gt;&lt;/script&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 15 Mar 2013 20:35:00 +0100</pubDate>
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    <category>journalismus</category>
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    <title>Der 11. März und die litauische Unabhängigkeit</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/178-Der-11.-Maerz-und-die-litauische-Unabhaengigkeit.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Monika Griebeler, Vilnius)</author>
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    &lt;blockquote class=&quot;twitter-tweet&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;&lt;p&gt;Nationalistisch? Patriotisch? Staatsbürgerlich? Marsch am &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23Independence&quot;&gt;#Independence&lt;/a&gt; Day in &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23Vilnius&quot;&gt;#Vilnius&lt;/a&gt;. &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23Litauen&quot;&gt;#Litauen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23nahaufnahme&quot;&gt;#nahaufnahme&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://t.co/rBiSmYu3BP&quot; title=&quot;http://twitter.com/mogriebeler/status/311128072793489408/photo/1&quot;&gt;twitter.com/mogriebeler/st…&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&amp;mdash; Monika Griebeler (@mogriebeler) &lt;a href=&quot;https://twitter.com/mogriebeler/status/311128072793489408&quot;&gt;11. März 2013&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;script async src=&quot;//platform.twitter.com/widgets.js&quot; charset=&quot;utf-8&quot;&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das ist für mich nach diesem Tag die Frage: Wo ist die Grenze zwischen Patriotismus, Nationalismus und schlichtem Stolz, ein &amp;quot;eigenes&amp;quot; Land zu haben, nachdem man 50 Jahre lang okkupiert war?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
Am 11. März feiert Litauen die &lt;u&gt;&lt;strong&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Litauens#Unabh.C3.A4ngigkeit_seit_1990&quot;&gt;Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt;. (Fast) alle haben frei. Viele gehen in die Stadt, die litauische Flagge am Revers oder gleich großformatig in der Hand. Und sie marschieren durch die Innenstadt. 2008, gleich beim ersten Mal, hatten Teilnehmer des Marsches rassistische Parolen skandiert. Seitdem sind üblicherweise Nationalisten, Neo-Nazis mit dabei. Kein Wunder also, dass es jedes Mal im Vorfeld große Diskussionen gibt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
Die wurden in diesem Jahr durch zwei Dinge befeuert. Zum einen: In einem Interview mit der Chefredakteurin von Delfi.lt nannte Staatspräsidentin Grybauskaitė die Teilnehmer &amp;quot;&lt;u&gt;&lt;strong&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.delfi.lt/news/daily/lithuania/dgrybauskaite-jus-sakote-nacionalistai-o-as-juos-pavadinciau-tautiniu-jaunimu.d?id=60850015&quot;&gt;patriotische Jugend&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt;&amp;quot;. Jeder, mit dem ich darüber sprach, hielt diese Einschätzung für unverantwortlich. Und, zweitens, ein Gericht hatte den Marsch über den Vilnius&#039;schen Prachtboulevard Gedimino Prospekt verboten. Stattdessen hätten die Leute an der Uferstraße auf der anderen Seite des Flusses Neris marschieren können.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;&amp;quot;So viele Polizisten, das ist Wahnsinn&amp;quot;, meinte mein Kollege Mindaugas, der für Delfi berichtete&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march08.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march08.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:351 --&gt;&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;320&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march08.jpg&quot; title=&quot;&amp;quot;So viele Polizisten, das ist Wahnsinn&amp;quot;, meinte mein Kollege Mindaugas, der für Delfi berichtete&quot; alt=&quot;Polizisten stehen in Reih und Glied am Rande der Versammlung zum Marsch am litauischen Unabhängigkeitstag (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&amp;quot;Soooo viele Polizisten, das ist Wahnsinn&amp;quot;, meinte mein Kollege Mindaugas, der für Delfi vom Marsch berichtete&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wollten sie aber nicht. Und so trafen sich Hunderte - Gerichtsentscheid hin oder her - auf dem Platz an der Kathedrale: viele alte Leute, einige Jugendliche, Parlamentsabgeordnete, zahlreiche Journalisten. Und solche Typen (und Frauen!), denen ich nicht allein im Dunkeln begegnen wollte: kahlrasierte Schädel, massive Stiefel, schwarze Klamotten. Nazis. Auch einer der Organisatoren passte in diese Reihe. Einige der Typen wurden interviewt - auch einer, dessen Partei wegen ihrer Gesinnung verboten wurde, wenn ich es richtig verstanden habe. In Deutschland würde man solchen Leuten eher keine Sendezeit geben. Mit Irren kann man nicht argumentieren. Kritisch beäugt wurde die ganze Versammlung von der Polizei. Ein Großaufgebot vor Ort, mit Kameras, Pferden, dicht geschlossenen Reihen grimmig dreinschauender Einsatzkräfte. &amp;quot;Halten Sie sich an die Regeln&amp;quot;, sagte die Polizei über Lautsprecher durch. Gegen den Marsch selbst, der dann startete, unternahm jedoch keiner was.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Hunderte Menschen sammelten sich auf dem Kathedralen-Platz&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march09.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march09.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:352 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march09.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Hunderte Menschen sammelten sich auf dem Kathedralen-Platz&quot; alt=&quot;Versammlung auf dem Kathedralen-Platz in Vilnius (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Interview mit einem der Organisatoren des Marsches&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march05.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march05.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:348 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march05.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Interview mit einem der Organisatoren des Marsches&quot; alt=&quot;Mehrere Journalisten interviewen einen der Organisatoren des Marsches (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Polizeigeleit auf der ganzen Strecke&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march03.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march03.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:346 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march03.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Polizeigeleit auf der ganzen Strecke&quot; alt=&quot;Polizisten begleiten den Marsch durch die Innenstadt (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Ansteckflaggen für alle!&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march06.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march06.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:349 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march06.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ansteckflaggen für alle!&quot; alt=&quot;Eine Frau teilt die litauische Flagge zum Anstecken aus (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march10.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march10.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:353 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march10.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; alt=&quot;Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march04.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march04.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:347 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march04.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; alt=&quot;Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march01.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march01.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:344 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march01.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; alt=&quot;Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march02.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march02.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:345 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march02.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eindrücke vom Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit&quot; alt=&quot;Marsch in Vilnius zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Lietuva! Lietuva!&amp;quot; - fast wie Fußballfangesänge hallte es von den Hauswänden wider. Klang es bedrohlich? Oder einfach nur stolz? Es kommt drauf an, wer schrie und wie. Rechtsextrem sicher diejenigen, die die Endung abwandelten und &amp;quot;Lietuva Lietuviams!&amp;quot; riefen: &amp;quot;Litauen den Litauern!&amp;quot; Der Unterschied ist kaum zu hören, ich konnte ihn aber ein paar Mal an den Lippen ablesen. Und: Nazis sehen beim Schreien immer so aggressiv aus. Können die nicht anders?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Gegenprogramm: &amp;quot;Litauen für alle! Litauen für alle!&amp;quot; Zweistimmig gerufen von einem kleinen Häufchen Jugendlicher, die den Marsch am Straßenrand verfolgten. Finde ich persönlich schöner, definitiv nicht bedrohlich. Beachtet wurden sie leider kaum. Mediale Aufmerksamkeit bekam immerhin ein junger Mann für seine wundervolle Idee, einfach vor der ganzen Bagage herzumarschieren, den Blick stolz nach vorne, mit ernstem Gesichtsausdruck und geradem Kreuz, in den Händen ein Schild: &amp;quot;Zirkus&amp;quot;, stand darauf. Yay!&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 320px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Ein Schauspiel, ein Zirkus - stilvoller Protest&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march07.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/11march07.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:350 --&gt;&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;320&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/11march07.jpg&quot; title=&quot;Ein Schauspiel, ein Zirkus - stilvoller Protest&quot; alt=&quot;Junger Mann an der Spitze des Marsches trägt Schild mit der Aufschrift &amp;quot;Zirkus&amp;quot; vor sich her (Foto: Monika Griebeler)&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Schauspiel, ein Zirkus - stilvoller Protest gegen den Marsch&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt erinnerte mich die Veranstaltung überwiegend mehr an einen Sonntagsspaziergang durch die Innenstadt. Der endete nach knapp einer Stunde am Platz vor dem KGB-Museum, natürlich, mit Reden und der Nationalhymne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Gefahr liegt vermutlich darin, dass sich alles so mischt. Dass Nazis Teil der Gruppe sind. Dass einige der Organisatoren kein unterstützenswertes Gedankengut vertreten - und den Rechtsstaat missachten. Das darf nicht sein, finde ich. Das muss man kritisieren, boykottieren, bloßstellen. Rechtsextremisten dürfen sich nicht durchsetzen - ob sie nun als Nationalisten oder Patrioten daherkommen. Aber das ist ja eigentlich klar.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Mar 2013 21:14:00 +0100</pubDate>
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    <title>Sowjetische Reste - der Glanz ist ab</title>
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    <author>nospam@example.com (Monika Griebeler, Vilnius)</author>
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    &lt;p&gt;Eine Zahl geht mir nicht aus dem Kopf: Seit 1990 hat Litauen etwa ein Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Ausgewandert zum Studieren, Arbeiten, Überleben. Wer verstehen will, welche Folgen das hat, muss aufs Land fahren. Nach Bridai zum Beispiel, im Norden Litauens, nahe Šiauliai.&lt;br /&gt;Die Fahrt dorthin führt durch Litauens endlose Weite. Das Land ist zersiedelt, hat etwa so viele Einwohner wie Berlin – aber auf einer Fläche, die 73 Mal so groß ist. Die Natur ist wundervoll - wäre es nur gerade nicht so kalt... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;blockquote class=&quot;twitter-tweet&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;&lt;p&gt;Viel Natur, wenige Menschen. Fahrt durch &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23Litauens&quot;&gt;#Litauens&lt;/a&gt; große Weite. &lt;a href=&quot;https://twitter.com/search/%23nahaufnahme&quot;&gt;#nahaufnahme&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://t.co/Tn3MUMRtG7&quot; title=&quot;http://vine.co/v/bHtZqlD0ija&quot;&gt;vine.co/v/bHtZqlD0ija&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&amp;mdash; Monika Griebeler (@mogriebeler) &lt;a href=&quot;https://twitter.com/mogriebeler/status/309403453183098880&quot;&gt;6. März 2013&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;script async src=&quot;//platform.twitter.com/widgets.js&quot; charset=&quot;utf-8&quot;&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;u&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://lt.wikipedia.org/wiki/Bridai&quot;&gt;Bridai&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt; selbst war früher ein Juwel sowjetischer Produktivität: die Kolchose galt als eine der erfolgreichsten im Land, es gab einen Kindergarten, eine Schule, ein Altenheim und ein Gesundheitszentrum. Neben der Straße ins Zentrum sprudelten Fontänen. Im Park wurden seltene Bäume gepflanzt und speziell desingte Laternen zierten die Straßen. Junge Leute zogen hier her. In den 70er und 80er Jahren wurchs die Bevölkerung rasant: mehr als 400 Leute lebten hier. Zählt man die umliegenden Orte dazu, waren es mehr als 2000 – und Bridai war das kulturelle Zentrum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 240px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Jonas Klusas in seinem Wohnzimmer&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai10.JPG&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai10.JPG&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=2194,width=2194,top=-789.5,left=-577.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:341 --&gt;&lt;img width=&quot;240&quot; height=&quot;240&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai10.JPG&quot; title=&quot;Jonas Klusas in seinem Wohnzimmer&quot; alt=&quot;Jonas Klusas in seinem Wohnzimmer&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bei ihm saß Gorbatschow auf dem Sofa: &amp;quot;Ich hatte ja keine Wahl&amp;quot;, sagt Jonas Klusas.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;a href=&quot;http://www.delfi.lt/news/daily/lithuania/ko-mgorbaciovas-lietuvos-pavyzdiniame-sovietmecio-kaime-ieskojo.d?id=60870867&quot;&gt;Als Michael Gorbatschow 1990 Litauen besuchte, kam er auch nach Bridai.&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; Damals erstarkte die Unabhängigkeitsbewegung – Gorbatschow wollte sehen, was noch zu retten war. Und die litauischen Politiker sich natürlich von ihrer Schokoladenseite zeigen. Bridai war da das beste Beispiel für sowjetischen Glanz im Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Heute ist es vielleicht das beste Beispiel für den Zerfall Litauens nach der Sowjetzeit. Die Menschen zogen weg. 1998 wurde die Schule geschlossen, der Kindergarten. Die Bevölkerungszahl sank auf den Stand von 1980. „Der Altersdurchschnitt liegt zwischen 50 und 60“, erzählt die Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė.&lt;br /&gt; Aus deutscher Sicht finde ich es erstaunlich, dass ein Ort, der nur wenige Kilometer vor der viertgrößten Stadt Litauens liegt, so leidet. Wäre hier zu leben nicht ein guter Kompromiss zwischen Stadt- und Landleben?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Vielleicht kommt das noch, denn langsam scheinen auch die Städter zu merken, dass Bridai eigentlich gut gelegen ist. „Alle Häuser sind bewohnt“, erzählt Rasa Šiškuvienė stolz. „Und sobald eines zum Verkauf steht, ist es schon in neuen Händen.“ Es gibt eine kleine Bibliothek mit Internetcafé. Engagiert kümmert sich ein Team von Frauen aus dem Ort um die Sammlung, organisiert spezielle Buch-Ausstellungen. Ab und zu finden Filmabende im Gemeindehaus statt, im alten Spiegelsaal, wo damals schon Gorbatschow zu Mittag aß. Und mit Hilfe der EU wurde aus der alten Schule ein Altenheim gebaut. Seit Januar ist es geöffnet, bisher sind vier der 40 Plätze belegt. Und ganz allmählich fängt der kleine Ort wieder an, zu glänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Mit Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė unterwegs in Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai05.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai05.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:337 --&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Sie engagiert sich in der Bibliothek von Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai09.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai09.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:340 --&gt;&lt;/a&gt; &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė im Spiegelsaal von Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai01.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai01.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai01.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė im Spiegelsaal von Bridai&quot; alt=&quot;Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė im Spiegelsaal von Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Der ehemalige Kindergarten von Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai02.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai02.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai02.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der ehemalige Kindergarten von Bridai&quot; alt=&quot;Der ehemalige Kindergarten von Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Blick in den früheren Kindergarten von Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai03.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai03.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai03.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Blick in den früheren Kindergarten von Bridai&quot; alt=&quot;Blick in den früheren Kindergarten von Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Mit Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė unterwegs in Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai05.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai05.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;);&amp;lt;span id=&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai05.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Mit Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė unterwegs in Bridai&quot; alt=&quot;Mit Ortsvorsteherin Rasa Šiškuvienė unterwegs in Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Straßenlaterne in Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai07.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai07.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai07.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Straßenlaterne in Bridai&quot; alt=&quot;Straßenlaterne in Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;See in Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai04.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai04.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai04.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;See in Bridai&quot; alt=&quot;See in Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai08.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;);&amp;lt;span id=&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai08.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In den Straßen von Bridai&quot; alt=&quot;In den Straßen von Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Sie engagiert sich in der Bibliothek von Bridai&quot; href=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai09.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/bridai09.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1295,top=-340,left=-128,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/bridai09.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Sie engagiert sich in der Bibliothek von Bridai&quot; alt=&quot;Sie engagiert sich in der Bibliothek von Bridai&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Mar 2013 11:00:55 +0100</pubDate>
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    <title>Die Zeit steht still</title>
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    <author>nospam@example.com (Lukas Bay, Budapest)</author>
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    &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/zeitrad2.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/nahaufnahme/uploads/zeitrad2.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=246,width=565,top=396.5,left=365,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:166 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;550&quot; height=&quot;231&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/zeitrad.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal im Jahr sollte Budapest eigentlich am Rad drehen. Und das im ganz wörtlichen Sinne: Jedes Jahr an Silvester sollte nahe dem Heldenplatz die größten Sanduhr der Welt umgedreht werden. Am 1. Mai 2004, dem Beitritt Ungarns, wurde die Sanduhr in Betrieb genommen. Doch aus dem acht Meter hohen Zeitrad (ungarisch: Időkerék), das eigentlich zum Denkmal für den europäischen Aufbruch werden sollte, ist nun ein Mahnmal des Stillstands geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich das Gelände des Zeitrads hinter der Kunsthalle betrete, liegt Schnee. Wenigstens ist so von der schlammigen Umgebung, über die sich einige Besucher im Internet beschweren, nichts zu sehen. Ein paar Kinder bewerfen sich mit Schneebällen. Während nebenan auf der Eislaufbahn das Winterleben von Budapest tobt, steht das Zeitrad verloren da. Kein Sand rieselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz anders war es noch 2004, als 30.000 Menschen auf dem benachbarten Platz der Helden jeweils einen Löffel Glasgranulat in einen europabeflaggten Trichter füllten. Das Glasgranulat, versprach Zeitrad-Erfinder János Herner, erlaube es, die Sanduhr computergenau zu steuern. Um Feuchtigkeit im Inneren der Zylinder zu vermeiden, wurde der Behälter mit Stickstoff gefüllt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ernüchterung folgte nur ein Jahr später am Silvesterabend: Die Uhr stand still. Absichtlich, wie die Konstrukteure bis heute beteuern. Man habe eine undichte Stelle gefunden. Das Gas, das das Granulat rieselfähig halten sollte. Mit drei Tagen Verspätung und nach einer teuren Reparatur wurde das Rad wieder in Gang gesetzt. Doch lange hielt dieser Zustand nicht. Seit 2011 steht das Rad wegen Problemen mit der Elektronik und Wasserablagerungen still, gewendet wird es nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/AmfYb-pJvG8&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt für als Symbol für  EU-Osterweiterung ist die Sanduhr mittlerweile ein Symbol die Vernichtung von Steuergeldern geworden. 350 Millionen Forint (ca. 1,18 Millionen Euro) kostete alleine die Errichtung der gewaltigen Konstruktion aus rotem Granit, Panzerglas und Edelstahl. Hinzu kommen jedes Jahr Wartungskosten von 37 Millionen Forint (ca. 125.000 Euro). Allein das Umdrehen des Rads, das mit 60 Tonnen etwa so schwer ist wie acht ausgewachsene afrikanische Elefanten, verschlingt nach Angaben des Kanzleramts in Budapest jährlich bis zu 10 Millionen Forint (ca. 34.000 Euro). In einem Land, in dem das Durchschnittseinkommen pro Monat 155.000 Forint (rund 400 Euro) beträgt, sorgen solche Summen für Unmut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Betreiber haben die Proteste zur Kenntnis genommen. Ihr letzte Stellungnahme stammt aus dem Jahr 2011: Momentan, hieß es damals, sei das Rad nicht wirtschaftlich zu betreiben. Doch man arbeite bereits an einem Konzept, um die kulturellen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Kommt Zeit, kommt Rad. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 25 Jan 2013 13:17:10 +0100</pubDate>
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    <category>budapest</category>
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<category>Id?kerék</category>
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    <title>Kunst überall </title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/48-Kunst-ueberall.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:25 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC04199.JPG&quot; title=&quot;Tobias Megerle&quot; alt=&quot;Tobias Megerle&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Tobias Megerle&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museen und Galerien sind Rückzugsorte aus der Hektik der Großstadt. Wahrscheinlich bin ich das vergangene Jahr nicht so oft in Ausstellungen gewesen wie jetzt in diesen paar Wochen in Mumbai. Weil die Stadt eben voller und hektischer ist als jede andere Stadt, die ich bisher erlebt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der National Gallery Of Modern Art wird eine Retrospektive von Homai Vyarawalla gezeigt. Die Fotografin - geboren 1913 - war die erste Frau, die sich mit Sari bekleidet mit ihrer Kamera in das Zeitgeschehen stürzte. Und in was für eines: Sie erlebte die letzten Tage des Britischen Empires und den Aufstieg einer neuen Nation. Sie fotografierte die Großen und Mächtigen, aber auch die Mitte der Gesellschaft in der 60er und 70er Jahren in Mumbai und Delhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber nicht nur die großen Museen, sondern auch kleine Galerien. Das ist für Mumbai viel erstaunlicher, als es für unsereins scheinen mag. Aber Mumbai hat ein eminentes Platzproblem. Raum kostet. Die Mietpreise in der Stadt sind mit denen in London, New York oder Tokio vergleichbar. Heute wurde eine neue Statistik veröffentlich: Die Immobilienpreise sind in Shanghai um 21 Prozent angestiegen, gleich dahinter kommt Mumbai mit 20 Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Loft ist einer dieser raren Off-Spaces. Hier wird gerade „The Final Cut“ gezeigt, eine Ausstellung initiiert und kuratiert von Tobias Megerle. Seit zwei Jahren lebt er nun in Mumbai - und auch ihm sind die eindrucksvollen Holzschnitzer, die am Straßenrand in Mahim ihre Werkstätten haben, aufgefallen. Sie alle kommen aus einem „Dorf“ in Nordindien, wie die Holzschnitzer es selbst bezeichnen. Dieses Dorf Saharanpur hat immerhin eine halbe Million Einwohner. Ursprünglich haben sie dort Holzhäuser geschnitzt, als es keine Arbeit mehr für sie gab, kamen sie nach Mumbai, die Migrantenstadt, die so viele Menschen anzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tobias Megerle. Er wollte die Tradition der Holzschnitzer mit etwas Westlichem verbinden. Warum also nicht Skateboards? Keiner der Holzschnitzer hat jemals zuvor eine Skateboard gesehen. Die erste Reaktion? „Wir können alles schnitzen.“ Als Tobias Megerle aber von der Idee erzählte, dass sie alles machen dürfen, dass dies dann in einer Galerie ausgestellt werden würde, wussten sie nicht so recht, was sie davon halten sollten. Zwölf von ihnen machten mit, zwölf wunderbare Exponate sind entstanden. Die Skateboards sind zugleich auch ein Statement. Man kann erahnen, warum es diese Sport-Trend-Art nie nach Mumbai geschafft hat. Es gibt verstopfte Straßen und Löcher im Asphalt, keine Freiflächen und keine öffentlichen Plätze. Dafür ist Kunst hier an jeder Straßenecke. Wie etwa in den offenen Werkstätten von Mahim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:26 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;847&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/IrfanKhan_76x36cm_30x14.25inch.JPG&quot; title=&quot;IrfanKhan_76x36cm_30x14.25inch.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Irfan Khan, einer der Holzschnitzer.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 07 Apr 2011 05:23:24 +0200</pubDate>
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    <category>Galerien</category>
<category>Holzschnitzer</category>
<category>Journalistenaustausch</category>
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<category>Mumbai</category>
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<category>Off-Space</category>

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    <title>Go India Go!</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/47-Go-India-Go!.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:23 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC04047.JPG&quot; title=&quot;DSC04047.JPG&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Indien ist Cricket-Weltmeister.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Und einer, an den ich mich gewöhnen könnte. Es ist Cricket-Weltmeisterschaft. Erst das Halbfinale, das Indien gegen seinen Erzfeind Pakistan gewann, dann das Finale. Die jeweils acht bis neun Stunden waren Erholung pur. Auf den Straßen? Kaum Autos. Die Menschen sind noch freundlicher, als sie es sowieso schon sind. Und jetzt ist Indien Cricket-Weltmeister und ganz Mumbai feiert. Die Menschen singen und tanzen auf der Straße. Irgendwie wirkt das sehr viel entspannter als in Deutschland. Im Fernsehen tanzt Bollywood-Übersuperstar Shah Rukh Khan mit den Cricket-Spielern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:24 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/DSC03498.JPG&quot; title=&quot;DSC03498.JPG&quot; alt=&quot;Dhobi Ghat&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dhobi Ghat&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr Verrücktheiten, die in die „neu entdeckt“-Liste eingehen: die riesige Open-Air-Wäscherei Dhobi Ghat, direkt an der Mahalaxmi Station gelegen. Von der Brücke hat man einen guten Blick auf dieses Faszinosum. 10 000 Menschen arbeiten hier für Hungerlöhne und bekommen täglich etwa 200 000 Kleidungsstücke geliefert. Von den Hotels und Krankenhäusern. Die Preise sind mal wieder absolut lächerlich für unser Verständnis. Eine Hose waschen zu lassen, kostet 25 Rupien, ein Oberteil 10 Rupien. Ob die Wäsche aus meinem Hotel auch in Dhobi Ghat gewaschen wird? Wie gerne hätte ich meine Kurta auf ihrer Reise begleitet. Sie kam auf alle Fälle blitzsauber zurück. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 03 Apr 2011 11:28:05 +0200</pubDate>
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    <category>cricket</category>
<category>dhobi ghat</category>
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<category>mumbai</category>

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    <title>Verrückt nach Cricket</title>
    <link>http://blog.goethe.de/nahaufnahme/archives/44-Verrueckt-nach-Cricket.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:18 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/ImNewsroomderTimesofIndia.JPG&quot; title=&quot;Im Newsroom der Times of India.&quot; alt=&quot;Im Newsroom der Times of India.&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Im Newsroom der Times of India.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag war das Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Im Cricket. Australien gegen Indien. Die Stimmung war in ungefähr so, wie man sich das bei uns bei einer Fussball-Welmeisterschaft vorstellen kann. Nur ohne dämliche Gesichtsbemalungen. Cricket ist der Lieblingssport der Inder. Austragungsort sind dieses Jahr die südasiatschen Länder. Viele gingen am Tag des Viertelfinales anscheinend gar nicht zur Arbeit, wie die Kollegen bei der Times of India am nächsten Tag berichten wollen. So genau weiss man das nicht, was morgen in der Zeitung steht. Konferenzen gibt es keine. Für die neue Redakteurin, die sich fühlt wie eine Praktikantin, ist das alles noch etwas undurchschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz praktisch war, dass das Internet stundenlang nicht funktionierte. Die Inder sind die Ruhe selbst. Da kann man schon ungestört Cricket gucken. Von den Regeln habe ich zu Beginn nicht viel verstanden, außer dass es so ein bisschen wie Baseball ist. Ich hatte aber jede Menge Zeit, mich diesem Spiel anzunähern. Beginn war am Nachmittag um 14.30 Uhr. Ende? „Vielleicht so um 10 Uhr“, sagt ein Kollege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indien hat gewonnen. Nach acht Stunden. Am Schluss wurde es ein bisschen spannend, auch wenn ich das Spiel immer noch nicht ganz verstehe. Jetzt spielt Indien gegen Pakistan im Halbfinale, was das Traumduell sei, sagte man mir.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Sportredakteure hasst Cricket, weil sich so niemand für die anderen Sportarten in Indien interessiert. Er liebt aber Fussball. Er mag Klinsmann, Podolski, Özil. Hier gäbe es auch so etwas wie eine Bundesliga, in der mehrere Clubs aus Mumbai spielen. Ein Ticket zu einem Spiel koste 20 Rupees (ca. 30 Cent).  
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    <pubDate>Fri, 25 Mar 2011 07:37:31 +0100</pubDate>
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    <category>cricket</category>
<category>journalistenaustausch</category>
<category>mumbai</category>
<category>times of india</category>

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    <title>Mukesh is happy to help - oder wie ich versucht habe, eine Sim-Karte zu kaufen</title>
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/sms.jpg&#039; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:14 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;266&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/sms.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Mann schreibt eine SMS am Gateway  of India, dem Tor zu Indien.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonieren ist wichtig in Indien. Sehr wichtig. Die Inder telefonieren ständig und überall. Oder sie schreiben SMS. Natürlich gibt es Internet. Doch bevor die Inder eine Mail schreiben, rufen sie lieber an. Oder schreiben eine SMS. Auch in die Chefetage. Dann weiß man, dass der Chef direkt kontaktiert wird. Und nicht die Sekretärin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: eine indische SIM-Karte ist das „Must Have“. Ohne geht es nicht. Eine SIM-Karte für Indien zu kaufen, hört sich einfach an, ist es aber nicht.  Mir wurde schon im Vorfeld mitgeteilt, dass man dafür zwei Passfotos und den Reisepass braucht. Im Handy-Laden heißt es Nummer ziehen und warten, Antrag ausfüllen und warten, SIM-Karte bestellen und wieder warten, um zu bezahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Berater ist ein freundlicher Mann. „Mukesh is happy to help“, steht auf seinem Namensschild an der Brust. Gar nicht so happy ist er, da ich hinter das Feld „Date“ das Datum geschrieben habe. Also noch einmal von vorne. Den Namen meines Vaters will er auch wissen. Und jede meiner Unterschriften muss genau so wie im Reisepass aussehen. Ich solle noch ein bisschen üben, meint Mukesh. Jaja, versprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Hürde ist genommen, also stoisches Schlange stehen im gefühlt 40 Grad warmen Laden, in dem die Ventilatoren gegen Goliath kämpfen und die warme Luft im Raum verteilen. Schlange stehen ist anders. Man merkt, dass alle nervös werden. Ist man dann endlich an der Kasse angelangt, stellt sich der Hintermann neben einen. In etwa so als würde man ein Bier am Tresen bestellen. I‘m happy to go. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 16 Mar 2011 18:18:19 +0100</pubDate>
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    <category>Journalistenaustausch</category>
<category>Mumbai</category>

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    <title>Mumbai calling oder London im Nebel</title>
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    <author>nospam@example.com (Anja Wasserbäch, Mumbai )</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:13 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot;  src=&quot;http://blog.goethe.de/nahaufnahme/uploads/stutt-bom.serendipityThumb.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kulturschock Mumbai“ steht auf dem Reiseführer. Wie groß wird der Kulturschock sein? Wie werde ich mich zurecht finden? Wie werde ich das Elend erleben? Wie funktioniert die Boomtown Mumbai? Vier spannende Wochen liegen vor mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Winter war kalt. Bitterkalt. Am Abreisetag habe ich morgens zum ersten Mal die Vögel singen hören. Es hat um die 11 Grad, und Frühling liegt in der Luft. Drei Mal so warm ist es 22 Stunden später in Mumbai. Die Luft ist feucht. Die Mumbaikar kennen keinen Frühling. Sie kennen eigentlich nur zwei Jahreszeiten: die mit und die ohne Monsun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Airline-Mitarbeiterin fragt am Stuttgarter Flughafen: „Waren Sie schon einmal dort?“ „Nein. Noch nie.“ „Das wird bestimmt eine tolle Erfahrung“, sagt sie und pappt den „Heavy Weight“-Aufkleber auf den Koffer. Indien liebt oder hasst man, heißt es immer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Station ist der Flughafen Heathrow. London im Nebel. Kein Blick auf die Tower-Bridge. Schicke Restaurants und Boutiquen im neuen Terminal 5. Von dort aus geht es weiter nach Mumbai, obwohl als Abkürzung für das Ziel „Bom“ auf dem Ticket steht. Für Bombay, wie viele immer noch die Megastadt Mumbai nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reisen ist aufregend. Reisen ist inspirierend.  Im Ausland zu arbeiten, ist Chance und Herausforderung zugleich. Und: Eine Reise ist danach nie so, wie man sie sich vorgestellt hat. Der Kulturschock wartet. &lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 15 Mar 2011 07:11:49 +0100</pubDate>
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