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Montag, 21. März 2011
Alles Müller, oder was?
Mumbai oder Bombay? Viele sagen immer noch Bombay. Und das Goethe-Institut heißt hier Max Mueller Bhavan. Max Müller, der am 6. Dezember 1823 in Dessau geboren wurde, war ein Indologe. Heute noch ein Star im intellektuellen Indien, weil er als Begründer der Sanksritforschung gilt.
Deutsche Namen findet man auch im aktuellen „Time Out“, dem Stadtmagazin von Mumbai. Es ist die Ankündigung von „The Halfmoon Files“, eine Videoinstallation von Britta Lange und Philip Scheffner. Stimmen im dunklen Raum, Projektionen an den Wänden. Man hört die Stimme von Mall Singh. Er erzählt von einem Mann, der nach Indien zurückkehren und seinen Frieden finden will. Gesprochen wurden diese Worte 1916 in Wünsdorf. Im Soundarchiv der Humboldtuniversität in Berlin fanden Scheffner und Lange Aufnahmen von Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs. In der Project 88-Galerie, die sehr versteckt in Colaba liegt, hört man die Lieder und Geschichten der Soldaten. Und während die Aufnahmen damals von Linguisten nach Spracheigenschaften untersucht wurden, erzählen sie heute ihre ganz eigene Geschichte von Hoffnungslosigkeit und Sehnsucht.
Der Besuch einer Ausstellung hat hier in der Hektik von Mumbai noch einen anderen Stellenwert als bei uns. Er ist Inspiration für den Kopf, Kühlung für den Körper. Es wurden Rekordtemperaturen von über 40 Grad gemessen. Auf den Straßen von Mumbai ist es laut, eng und stickig. Westler erkennt man nicht nur an ihrem Aussehen, sondern auch, weil sie wie ängstliche Gazellen über die Straßen springen, da sich kein Motorisierter für Ampelschaltungen, Zebrastreifen oder Straßenschilder interessiert.
Das youtube-Video Mumbai Madness (einfach auf den Namen klicken) gibt einen ganz guten Eindruck.
Und auch Stuttgart 21 ist ein Thema, wie das Video „Oben bleiben in Mumbai“ (auf den Namen klicken) zeigt.
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