Ringsherum tobt der Verkehr, Autofahrer hupen. Falls die zwei sich prügeln wollen, sollen sie das doch bitte am Straßenrand machen und ihre Fahrzeuge gleich mitnehmen, ruft einer auf Englisch aus einem Auto. Muhammad Ali steuert seine Rikscha lächelnd an den beiden Streithähnen vorbei, hält mitten auf der Straße an und sagt zu mir: "One moment, Sir." Ich lehne mich aus der Rikscha um besser sehen zu können was jetzt passiert.
Autorikschas im Verkehr von Hyderabad
Aufrecht und zielstrebig schreitet Ali ins Gefecht. Oder besser: Zwischen das Gefecht. Er fasst den Motorradfahrer an der Hand, spricht mit ihm und lächelt. Dann nimmt er den Autofahrer an den Schultern und führt ihn behutsam zurück zum Auto, öffnet die Fahrertür und setzt ihn hinein. "No speed, no danger, Sir", sagt Ali als er sich wieder in die Rikscha setzt und ordentlich Gummi gibt. Dass er am Schluss für etwa 12 Kilometer 200 Rupien will, finde ich zwar überhaupt nicht in Ordnung. Aber ich weiß: Diesem lächelnden, bärtigen Typen kann eh keiner was abschlagen. Muhammad Ali muss der reichste Autorikscha-Fahrer Hyderabads sein.
