„Kulturschock Mumbai“ steht auf dem Reiseführer. Wie groß wird der Kulturschock sein? Wie werde ich mich zurecht finden? Wie werde ich das Elend erleben? Wie funktioniert die Boomtown Mumbai? Vier spannende Wochen liegen vor mir.
Unser Winter war kalt. Bitterkalt. Am Abreisetag habe ich morgens zum ersten Mal die Vögel singen hören. Es hat um die 11 Grad, und Frühling liegt in der Luft. Drei Mal so warm ist es 22 Stunden später in Mumbai. Die Luft ist feucht. Die Mumbaikar kennen keinen Frühling. Sie kennen eigentlich nur zwei Jahreszeiten: die mit und die ohne Monsun.
Die Airline-Mitarbeiterin fragt am Stuttgarter Flughafen: „Waren Sie schon einmal dort?“ „Nein. Noch nie.“ „Das wird bestimmt eine tolle Erfahrung“, sagt sie und pappt den „Heavy Weight“-Aufkleber auf den Koffer. Indien liebt oder hasst man, heißt es immer.
Erste Station ist der Flughafen Heathrow. London im Nebel. Kein Blick auf die Tower-Bridge. Schicke Restaurants und Boutiquen im neuen Terminal 5. Von dort aus geht es weiter nach Mumbai, obwohl als Abkürzung für das Ziel „Bom“ auf dem Ticket steht. Für Bombay, wie viele immer noch die Megastadt Mumbai nennen.
Reisen ist aufregend. Reisen ist inspirierend. Im Ausland zu arbeiten, ist Chance und Herausforderung zugleich. Und: Eine Reise ist danach nie so, wie man sie sich vorgestellt hat. Der Kulturschock wartet.

Allerdings würde mich auch mal interessieren,
was Ihre indische Kollegin in Stuttgart im fernen,exotischen "Germanistan" den Lesern der "Times of India" über uns berichtet.
Ich hoffe, diese Artikel werden irgendwann
auch in den Stuttgarter Nachrichten publiziert.