
Es muss gar nicht erst gesagt werden, dass jede Idee, die mit der Welt in Berührung kommt, einen dann verfolgt, wenn darin etwas mitschwingt, das Widerhall im Menschen findet. Das klingt wie eine komplizierte Anhäufung von Worten? Es tut mir leid. Ich musste den Anfang einfach etwas verkomplizieren, damit es nicht – zu einfach wird.
Ich beginne von Neuem: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Das hat König Salomon gesagt, und da hatte er wohl Recht, wie immer. Und siehe da, auch ich folgte dem Ruf meines Herzens und kaufte mir ein neues Fahrrad. Einige werden vielleicht sagen, dass ich es mir einfach mache und einem Trend folge, wie man ihn gerade zuhauf auf Israels Straßen beobachten kann: Es geht zurück zum Fahrrad, mit einer Verspätung von einigen Jahrzehnten gegenüber Europa und von 100 Jahren gegenüber dem Fernen Osten. Aber nein! Schon Ende 2007, als ich gerade in Jerusalem ankam, setzte ich mir in den Kopf, dass ich mir eines Tages ein Fahrrad kaufen und damit durch die Straßen dieser großen Stadt fahren würde, während ich den Jerusalemer Verkehr belächele, der nicht jeden Tag, sondern eigentlich jede Stunde schlimmer wird.
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Ann-Kathrin Seidel





