Von Miguel A. Zamorano
Neulich. Ich war auf dem Weg zum Damaskustor. Eine Demo zur Unterstützung der Proteste in Ägypten sollte dort stattfinden. Nichts wie hin, hatte ich gedacht und mir meine Kamera geschnappt. Muss ja schöne Motive geben.
Ich eilte den Hügel – Jerusalem besteht nur aus Hügeln – im Stadtteil Morascha hinunter. Am Hang vernahm man schon aus der Ferne die Trillerpfeifen, die Rufe und das Hupen der Autos vor dem Kreisel am Damaskustor. Doch etwas anderes lenkte meine Aufmerksamkeit ab.
Eine Frau schien am rechten Straßenrand auf jemand zu warten. Sie hatte ihr gesamtes Haar unter einem Kopftuch versteckt, nichts war zu sehen. An ihren Beinen tollten einige Kinder umher. Die Jungen unter ihnen trugen auch Kopfbedeckung, als ich näher kam, sah ich, dass es Kippas waren.
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Sonntag, 5. Dezember 2010
Jerusalem aufschreiben II

Ann-Kathrin Seidel, Matt Beynon Rees, Miriam Woelke, Gil Yaron
Jerusalem, der heilige Zankapfel der drei Religionen, das Brennglas des Nahostkonflikts, Mikrokosmos und Meinungslabyrinth. Drei Schreiber – ein Krimiautor, ein Journalist und eine Bloggerin – erzählten bei einer Podiumsdiskussion im Jerusalemer Goethe-Institut, was ihnen die Stadt in die Kladde diktiert, wie und warum sie versuchen, ihr Ausdruck zu geben.
Teil 2 – Was verbindet Sie mit Jerusalem?
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Dienstag, 5. Oktober 2010
Jerusalem aufschreiben

Ann-Kathrin Seidel, Matt Beynon Rees, Miriam Woelke, Gil Yaron
Jerusalem, der heilige Zankapfel der drei Religionen, das Brennglas des Nahostkonflikts, Mikrokosmos und Meinungslabyrinth. Drei Schreiber – ein Krimiautor, ein Journalist und eine Bloggerin – erzählten bei einer Podiumsdiskussion im Jerusalemer Goethe-Institut, was ihnen die Stadt in die Kladde diktiert, wie und warum sie versuchen, ihr Ausdruck zu geben.
Teil 1 – Ja, warum überhaupt Jerusalem?
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Mittwoch, 4. August 2010
Entscheidungsfreiheit
Es hat mehrere Wochen gedauert, bis sich Ayman endlich zu einem Treffen überreden ließ. Er ist kein Mensch, der gerne über sein Leben erzählt und schon gar nicht: Position bezieht. Und das hat seine Gründe. Aber wenn er es doch tut, dann nicht auf direktem Wege. Jeden Umweg kündigt er mit einem Lächeln an, das mich auf seine Fährte lockt.
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Ann-Kathrin Seidel




