Rebellische Pianistin von Moritz von Bredow vorgestellt durch Jessika Krohne
Buchclub
08.01.2013, 19:00 Uhr
Goethe-Institut Chile, Bibliothek
Deutsch
+56 2 29528050
Frau Jessika Krohne hat den Kinderarzt und Buchautor Moritz von Bredow des Buches die "Rebellische Pianistin" in Hamburg besucht. Wie nun das Buch nach Chile kommt und was es mit der rebellischen Pianistin auf sich hat, dass wird uns Frau Krohne am 08.01.2013, ab 19:00 Uhr am GI Santiago erzählen. Soviel sei erzählt, es handelt sich um eine deutsch-jüdische Geschichte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Montag, 10. Dezember 2012
Gelesen & empfohlen: Ich bin hier bloß der Hund

Die heitere Erzählung in erster Person schafft es schon nach den ersten Seiten, dass ich mich in den ungarischen Hütehund Brendon (der von seinen Menschen "Anton" genannt wird) versetze.
Die im Flattersatz gesetzten kurzen Sätze verleihen der Lektüre einen angenehmen Rhythmus: am Ende von jedem Kapitelchen mutet mich eine kleine Scharzweißzeichnung des sympathischen Tiers, mit dem Rücken zu mir, sonderbar an. Irgendwie ist Brandon (Entschuldigung... Anton) alleine...
Nicht dass er sich beklagen wolle
Im großen Ganzen habe er es gut getroffen
(Mit seinen Menschen Friedebert, Emily und besonders mit seiner kleinen...
sogar mit der Katze Mitzi lässt sich gut zusammenleben. )
Aber er hat Sehnsucht nach Ungarn, nach den Zackelschafen, nach allem, was sein Onkel Ferenc ihm erzählte... wann und wo?
Endlich gelange ich ans Ende des Buchs und kann es nicht vermeiden: ich habe mich mit dem Hund befreundet, und ich weine, als ich erfahre, wann und wo. Als seine Menschen erzählen, wie Anton (Entschuldigung... Brendon) zu Ihnen gekommen ist.
Das Buch von Jutta Richter, mit Gestaltung und Illustrationen von Hildegard Müller steht in unserer Bibliothek zur Ausleihe bereit.
Die spanische Übersetzung gehört zur Auswahl 2012 des Banco del Libro in Venezuela.
Ich bin hier bloß der Hund
Eintrag im Bibliothekskatalog
Geschrieben von Raul Escalante
in Banco del Libro, Belletristik, Gelesen & empfohlen, Kinder- und Jugendliteratur
um
20:57
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Mittwoch, 14. November 2012
Momme Brodersen: Klassenbild mit Walter Benjamin
Aus dem Klappentext
Eine Momentaufnahme, die das Drama des 20. Jahrhunderts erzählt Für das Abitur 1912 an der Charlottenburger Kaiser-Friedrich-Schule meldeten sich 22 junge Männer an, unter ihnen Walter Benjamin. Der bedeutende deutsch-jüdische Schriftsteller war aber nicht der einzige, der sich in seinem weiteren Leben einen Namen machen konnte. Eine faszinierende Spurensuche durch die Wirren des 20. Jahrhunderts beginnt. Einige von Benjamins Klassenkameraden wurden später bekannte Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Publizisten und Wissenschaftler. Fünf seiner Mitschüler kamen bereits im Ersten Weltkrieg um; sie hatten sich als Freiwillige zu den Waffen gemeldet. Manche drifteten an den rechten Rand der Gesellschaft, ein Mitschüler wurde im "Dritten Reich" einer der Hauptlieferanten für Zyklon B. Andere wurden später von den Nazis deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Walter Benjamin selbst nahm sich auf der Flucht vor seinen Verfolgern 1940 in Portbou an der spanisch-französischen Grenze das Leben.
Eine Momentaufnahme, die das Drama des 20. Jahrhunderts erzählt Für das Abitur 1912 an der Charlottenburger Kaiser-Friedrich-Schule meldeten sich 22 junge Männer an, unter ihnen Walter Benjamin. Der bedeutende deutsch-jüdische Schriftsteller war aber nicht der einzige, der sich in seinem weiteren Leben einen Namen machen konnte. Eine faszinierende Spurensuche durch die Wirren des 20. Jahrhunderts beginnt. Einige von Benjamins Klassenkameraden wurden später bekannte Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Publizisten und Wissenschaftler. Fünf seiner Mitschüler kamen bereits im Ersten Weltkrieg um; sie hatten sich als Freiwillige zu den Waffen gemeldet. Manche drifteten an den rechten Rand der Gesellschaft, ein Mitschüler wurde im "Dritten Reich" einer der Hauptlieferanten für Zyklon B. Andere wurden später von den Nazis deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Walter Benjamin selbst nahm sich auf der Flucht vor seinen Verfolgern 1940 in Portbou an der spanisch-französischen Grenze das Leben.
Dienstag, 30. Oktober 2012
Die zweiteilige ARD-Verfilmung des Romans "Der Turm" nach der Vorlage von Uwe Tellkamp hievt den Titel erneut in die Taschenbuch-Bestsellerliste: Platz elf.
...Da hatte selbst König Fußball keine Chance. Als der Deutsche Meister Borussia Dortmund beim englischen Titelträger Manchester City antrat, fesselte der zeitgleich ausgestrahlte, erste Teil der Literaturverfilmung "Der Turm" (ARD) mehr Zuschauer als die Partie in der Champions League. Tellkamp spielt halt selbst in der Königsklasse - von "Der Turm" wurden 750.000 Exemplare verkauft, die Lizenz ging in 15 Länder. Und dank der Verfilmung ist der Titel nun erneut in die Taschenbuch-Bestsellerliste eingestiegen, auf Platz elf. Vor allem in ostdeutschen Städten findet das Buch reißenden Absatz und ist fast vergriffen.
Vor vier Jahren erhielt der Schriftsteller den Deutschen Buchpreis für "Der Turm". In dem 1000-Seiten-Epos beschreibt er am Beispiel des bildungsbürgerlichen Milieus seiner Heimatstadt Dresden die letzten Jahre der DDR. Tellkamp wurde 1968 als Sohn eines Arztes geboren und hatte ebenfalls eine Medizinerkarriere im Blick. Nach dem Abitur verpflichtete er sich in der NVA, um studieren zu können. Doch der Studienplatz wurde ihm wegen "politischer Unzuverlässigkeit" verweigert. Als er auch noch einen Marschbefehl verweigerte, landete Tellkamp in Haft. Die Wende ermöglichte es ihm schließlich, zu studieren und anschließend als Arzt zu arbeiten. Sein Bestseller ist autobiografisch geprägt. Der "Zeit" verriet der Autor, dass er beim Ansehen der Verfilmung zu Tränen gerührt gewesen sei: "Man schaut einer Geschichte zu und weiß: Da steckt viel von deinem eigenen Leben drin. Und die Figuren handeln, weil du sie zu Papier gebracht hast." ...
Christina Reinke, buchreport
aus Spiegel-Online, 30.10.2012: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/taschenbuch-bestseller-der-turm-von-uwe-tellkamp-auf-platz-elf-a-861422.html
Das Buch kann bei uns in der Bibliothek ausgeliehen werden.
Vor vier Jahren erhielt der Schriftsteller den Deutschen Buchpreis für "Der Turm". In dem 1000-Seiten-Epos beschreibt er am Beispiel des bildungsbürgerlichen Milieus seiner Heimatstadt Dresden die letzten Jahre der DDR. Tellkamp wurde 1968 als Sohn eines Arztes geboren und hatte ebenfalls eine Medizinerkarriere im Blick. Nach dem Abitur verpflichtete er sich in der NVA, um studieren zu können. Doch der Studienplatz wurde ihm wegen "politischer Unzuverlässigkeit" verweigert. Als er auch noch einen Marschbefehl verweigerte, landete Tellkamp in Haft. Die Wende ermöglichte es ihm schließlich, zu studieren und anschließend als Arzt zu arbeiten. Sein Bestseller ist autobiografisch geprägt. Der "Zeit" verriet der Autor, dass er beim Ansehen der Verfilmung zu Tränen gerührt gewesen sei: "Man schaut einer Geschichte zu und weiß: Da steckt viel von deinem eigenen Leben drin. Und die Figuren handeln, weil du sie zu Papier gebracht hast." ...
Christina Reinke, buchreport
aus Spiegel-Online, 30.10.2012: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/taschenbuch-bestseller-der-turm-von-uwe-tellkamp-auf-platz-elf-a-861422.html
Das Buch kann bei uns in der Bibliothek ausgeliehen werden.
Samstag, 13. Oktober 2012
Gelesen & empfohlen: Die Moldau im Schrank, der Erstling von Nina Maria Marewski
Nach den ersten Seiten habe ich mir schon gesagt: wenn das hier ein phantastischer Roman ist, wird es interessant, wenn die Phantastik anfängt. Und meine Erwartungen wurden übertroffen.Es handelt sich nämlich um einen spannenden Krimi, mit einem raffinierten Serienmörder in der Hauptrolle, samt Detektiv, der hinter ihm her ist. Aber auch um eine (sehr feminine), in erster Person erzählte Liebesgeschichte, bei der wir außerdem auf mystischer Weise mit der Tatsache konfrontiert werden, dass die Konsequenzen bestimmter Entscheidungen nicht nur das eigene Leben, sondern das Leben der anderen bestimmen.
Und letztendlich ist die Geschichte tatsächlich phantastisch: bei ihr lernen wir unter anderen einen dünnen, kleinen Mann mit koboldhaft spitzen Ohren kennen, der einen "illegalen" Weinkeller in den zwei Parallelwelten gleichzeitig betreibt, zwischen denen wir ständig mit der femininen Hauptfigur hin und her wandern. Denn am Anfang des Romans erfährt sie, dass sie eine "Grenzgängerin" ist.
In einem Interview erzählt die Autorin Nina Maria Marewski, sie hätte das fertige Manuskript eine lange Zeit bei keinem Verlag eingereicht, weil sie schon an der Frage scheiterte, welches Genre sie geschrieben habe.
Gut, dass der kleine Bilgerverlag diese "Grenzüberschreitung der literarischen Gattungen" annehmen wollte und so schön präsentiert hat: Ein schwarz-lila Cover mit dem Titel in gelben Großbuchstaben und einem verdoppelten Raubvogelauge im Hintergrund, Zitaten aus dem Buch auf der breiten Buchrücken, wie zum Beispiel: "kein Grenzgänger würde jemals eingreifen, niemals. Wir spielen nicht Schicksal oder Gott. Wenn jemand eingreifen kann, dann nur du!".
Am Ende des Romans möchte man im Nachwort das Versprechen einer Fortsetzung sehen. Ich hoffe, dass dem tatsächlich so ist.
Der Roman steht in unserer Bibliothek zur Ausleihe bereit.
Die Moldau im Schrank
Eintrag im Bibliothekskatalog
Geschrieben von Raul Escalante
in Belletristik, Gelesen & empfohlen, Krimi, Phantastik, Seraph Phantastik-Literaturpreis
um
20:52
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Donnerstag, 1. Dezember 2011
Buchbesprechung "Genzgang" von Matthäus Kubli
Verheißungsvoller Titel - wer fühlt sich nicht in seinem Leben auf einem Grenzgang zwischen Alltag und glücklichen Momenten oder, wie Goethe sagt, zwischen sauren Wochen und frohen Festen?
Der Grenzgang ist ein traditionelles Fest in Bergenstadt: Alle sieben Jahre versammelt sich das ganze Volk, um während drei Tagen die Gebietsgrenze abzuschreiten.
Die Hauptakteure heißen Kerstin Werner, eine geschiedene Mitvierzigerin, die ihre demenzkranke Mutter versorgt und sich mit mehr oder weniger Erfolg um ihren pubertierenden Sohn Daniel kümmert und Thomas Weidmann, der nach nicht geglückter Universitätskarriere als Gymnasiallehrer in Bergenstadt sein Brot verdient. Die erste Hälfte des Buches geht im Schneckentempo vorwärts. Doch dann begegnen sich die Beiden an einem sehr komischen Ort und ob Sie sich finden das wird nicht verraten.
Buchbesprechung von Matthäus Kubli am 18.11.2011
Das Buch kann bei uns in der GI Bibliothek ausgeliehen werden
Der Grenzgang ist ein traditionelles Fest in Bergenstadt: Alle sieben Jahre versammelt sich das ganze Volk, um während drei Tagen die Gebietsgrenze abzuschreiten.
Die Hauptakteure heißen Kerstin Werner, eine geschiedene Mitvierzigerin, die ihre demenzkranke Mutter versorgt und sich mit mehr oder weniger Erfolg um ihren pubertierenden Sohn Daniel kümmert und Thomas Weidmann, der nach nicht geglückter Universitätskarriere als Gymnasiallehrer in Bergenstadt sein Brot verdient. Die erste Hälfte des Buches geht im Schneckentempo vorwärts. Doch dann begegnen sich die Beiden an einem sehr komischen Ort und ob Sie sich finden das wird nicht verraten.
Buchbesprechung von Matthäus Kubli am 18.11.2011
Das Buch kann bei uns in der GI Bibliothek ausgeliehen werden
(Seite 1 von 1, insgesamt 6 Einträge)
Raúl Escalante leitet die Abteilung Information & Bibliothek am Goethe-Institut Venezuela. Er ist Wirtschafts-
Alexander Schultheis leitet die Abteilung Information & Bibliothek am Goethe-Institut Chile. Er ist ausgebildeter Bibliothekar und Historiker und liest gerne Geschichtsromane.
Nicole Thomas

