Zum 8. Mal organisiert Bobbi Newmann das Projekt "Library Day in the Life" .
Beim Frühstück blättere ich nochmal durch die Wochenendausgabe der New York Times durch. Barnes & Noble und wohin die Zukunft wohl geht…
In der U-Bahn lese ich Zeitung. Während ich mit den auseinanderfallenden Blättern jongliere, überlege ich, ob Zeitung auf iPad nicht doch eine Alternative wäre.
Um 9 Uhr gibt es die erste Besprechung: der Kulturattache des deutschen Generalkonsulats und seine Mitarbeiter kommen und tauscht sich mit den Goethe-Instituts-Kollegen über Projekte und Planungen aus. Gemeinsam mit dem Konsulat machen wir das Festival Neue Literatur, das nächste Woche losgeht. Da muss ich also gar nicht viel erzählen. Ein weiteres Großereignis wird die Reise von Herta Müller, die Ende April nach New York kommen wird um am PEN World Voices Festival teilzunehmen. Anschließend reist sie nach Chicago, Boston und Washington. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen, aber die Eckdaten für New York nehmen langsam Gestalt an. Außerdem informiere ich über den weiteren Verlauf unseres Projekts German Traces und bitte die Kollegen vom Konsulat auch Werbung für unsere Onleihe zu machen. Seit Oktober 2011 bietet das Goethe-Institut New York e-Medien zur Ausleihe in den ganzen USA an. Nachdem die anfänglichen technischen Schwierigkeiten beseitigt sind, machen wir nun überall Werbung dafür. Der DAAD hat gerade in seinem Newsletter darauf aufmerksam gemacht, die GIs in den USA setzen die Infos auf ihre Webseiten und nun hoffen wir, dass auch die Generalkonsulate ihren Kundenkreis darauf aufmerksam machen.
Während mein Kollege anschließend von den Planungen der Programmabteilung berichtet, muss ich schon die Sitzung verlassen, da ein Conference Call ansteht, der weitere Infos über die Zusammenführung der neuen Verwaltungsstruktur des GI (mit dem schönenen Namen DAISY) und unsere Planungssoftware erläutert. Die gute Nachricht: für 2011 müssen doch nicht so viele Berichte geschrieben werden wie befürchtet und für 2013 müssen nicht mehr alle Aktivitäten in dem Planungsinstrument eingegeben werden. Weniger Verwaltungsarbeit also – wow, das ist mal was neues.
Anschliessend schreibe ich eine Stellungnahme zu einem Projekt meiner Kollegin in Mexiko, die eine große Konferenz zum Thema Leseförderung plant. Der “call for ideas” soll so schnell wie möglich veröffentlicht werden, schliesslich ist die Konferenz für Mai oder Juni geplant.
Danach ist kurz Zeit um an der Ausformulierung der Anforderungen für unseren Marketing Plan 2012 weiter zu arbeiten. In diesem Jahr wollen wir eine große Initiative starten um unsere kleine Bibliothek bekannter zu machen. Wir haben einen Etat um eine externen Marketingberater dazu zu ziehen. Je genauer wir unsere Vorstellungen formulieren, desto zielgerichteter kann auch der Berater arbeiten. Also “feilen” wir zur Zeit täglich an dem Papier und langsam nimmt es Formen an, mit denen wir zufrieden sind.
Am Nachmittag gibt es noch ein Treffen mit Mitarbeitern des MFA Writing Program der Columbia University School of the Arts. Sie möchten mit uns bei einem Projekt zusammenarbeiten, das deutsche und amerikanische junge Autoren, die auch Übersetzungen erstellen, zusammenbringen soll. Das passt wunderbar in unsere sonstigen Aktivitäten zur Übersetzungsförderung und wir vereinbaren ein Treffen mit allen Beteiligten im April.
Jetzt muss ich wenigstens ein paar meiner e-mails noch erledigen. Es ist schon halb sechs und um 18:00 startet unser deutscher Buchclub. Schon merkwürdig – der Buchclub ist die einzige deutschsprachige Veranstaltung, die das GI New York bietet. Da wir davon ausgehen, dass die Mehrzahl der Personen, die sich für die deutsche Kultur interessieren, kein Deutsch verstehen, finden alle unsere Veranstaltungen auf Englisch statt und es gibt höchstens kleine Kostproben auf deutsch. Der Buchclub ist die Ausnahme und möchte Amerikanern, die gut deutsch können, die Anregung geben deutsch zu lesen und Gelegenheit geben, deutsch zu sprechen. Die Gruppe ist klein, aber sehr enthusiastisch. Heute sprechen wir über Monica Cantieni`s Buch “Grünschnabel”. Die Autorin nimmt nächste Woche an dem "Festival Neue Literatur" teil und ich bin gespannt, ob jemand vom Buchclub kommt um einige der Fragen, die in der Diskussion aufgetaucht sind, der Autorin zu stellen.
Um 9 Uhr bin ich dann endlich zu Hause und das Sofa lockt... Aber erst muss ich noch die Vorbereitungen für das Dinner für die Crew von “German Traces” treffen. Alle, die daran mitgearbeitet haben, kommen am Freitag zum typische deutschen Essen zu uns. Es gibt typisch deutschen Sauerbraten - und das bedeutet lange Vorbereitung. Tja und dann muss ich mich noch hinsetzen und den Beitrag für “A Day in the Life of a Librarian” schreiben. Und dieser Tag endet jetzt. Um 23:07.
About the project

Our students at Fordham are gearing up for the discussion of Herta Müller's Atemschaukel in the Goethe Institute's Book Club. We are about halfway through the novel, and it isn't an easy read for second-year German learners. Please keep us posted about Herta Müller's appearances in NY - it would be great if the students could actually see her after spending so much time working on her. By the time they have mastered figuring out what a "Mondsichelmadonna" and an "Erdhund" are, they have deserved a little treat.....
Best wishes, Susanne