Zum vierten Mal hat das Goethe-Institut New York zwei deutsche Bibliothekarinnen als „Librarian in Residence“ 2011 ausgewählt. Die Wahl fiel dieses Jahr auf Kathrin Besier, stellvertretende Leiterin der Bereichsbibliothek Philosophicum an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Britta Schmedemann, Leiterin der Stadtteilbibliothek Bremen-Vegesack. Beide bringen ganz eigene und unterschiedliche Fragestellungen mit, zu denen sie sich in den USA mit Kolleginnen und Kollegen austausche möchten und von denen sie sich Impulse für ihre eigene Arbeit und die weitere Entwicklung des Bibliothekswesens in Deutschland versprechen.
Britta Schmedemann stellte ihre Bewerbung unter die Überschrift „“To be or not to be“ das ist für immer mehr Zweigstellen von Bibliotheken die Frage!“ Die Antworten, die ihr selbst dazu einfallen, möchte sie in „zukunftsfähige Konzepte“ verpacken und ein „Blick über den Tellerrand“ zu anderen Bibliotheken scheint ihr dafür unerlässlich. In New York, wo sie ihren Aufenthalt absolvieren möchte, sieht sie die zahlreichen Zweigstellen der drei New Yorker Bibliothekssysteme vor ähnlichen Herausforderungen und möchte die Konzepte zur Lösung mit ihren eigenen Ansätzen vergleichen.
Auch die ‚Bereichsbibliothek Philosophicum‘ an der Kathrin Besier arbeitet steht vor großen Herausforderungen: „Baulich und organisatorisch wird im Zuge eines Neubaus für die Zentralbibliothek eine Zusammenlegung mit der Bereichsbibliothek Philosophicum angestrebt, durch die ab 2016 nach dem Vorbild des Grimm-Zentrums in Berlin ein großes geisteswissenschaftliches Bibliothekszentrum geschaffen werden soll.“ Zum einen soll daher die Anforderungen an Bibliotheksneubauten eine Fragestellung sein, mit der sie sich bei ihrem Aufenthalt in den USA beschäftigen möchte. Auf der anderen Seite möchte sie mit Kollegen ins Gespräch kommen um die „Auswirkungen der elektronischen Medien auf die Bibliotheken und unseren Berufsstand“ und die daraus resultierende konzeptionelle Neuaufstellung einiger Bibliotheken in den USA kennenzulernen. In den USA, wo bereits ca. 70% aller Bibliotheken e-books anbieten, wird sie bestimmt auf eine breite Palette an Erfahrungen stoßen.
Wir freuen uns, dass wir zwei jungen und engagierten Kolleginnen diesen Aufenthalt ermöglichen können und ich möchte an dieser Stelle nochmal allen Bewerbern danken. Es war wirklich extrem schwierig eine Entscheidung zu treffen und sowohl die Kollegen von ‚Bibliothek & Information International‘ (die das Programm mitfinanzieren) als auch alle Kollegen vom Goethe-Institut, die über die Bewerbungen geschaut haben, waren sehr beeindruckt vom Engagement der Kollegen und dem Niveau der Bewerbungen.
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