Tausende von New Yorkern, die sich gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit ein Exemplar der kostenlosen Zeitung „AM New York“ nahmen – die immerhin in einer Auflag von über 340.000 erscheint – bekamen als Titelgeschichte die Meldung zu lesen: „Libraries Big Comeback is… Long Overdue“. In dem Artikel wurde dann unter der Überschrift „Library is a best-seller“ von dem Erfolg der New York Public Library (NYPL) berichtet, die 2009 3 Millionen aktive Mitglieder, 18 Millionen Bibliotheksbesuche und 22 Millionen Ausleihen aufweisen konnte. Vor fünf Jahren waren es ‚nur‘ 2,2 Millionen Nutzer, 13 Millionen Besuche und 15,5 Millionen Ausleihen. Die Wirtschaftskrise wird allgemein als Ursache für den Boom der NYPL gesehen. Aber man muss auch berücksichtigen, dass die Bibliothek ständig ihre Dienstleistungen ausbaut. Heute findet man im Netz der NYPL, das Manhattan, die Bronx und Staten Island versorgt, 3.627 Computer - im Jahr 2006 waren es nur 2.328. Auch im Bereich der e-books legte man kräftig zu: 33.661 elektronische Bücher sind heute im Bestand – ein gewaltiger Zuwachs von den 13.135, die man im Jahr 2006 im Bestand hatte. Trotz dieses Erfolgs wird es für die New Yorker Bibliotheken nicht einfacher: die drei Bibliothekssysteme der New York Public Library, Brooklyn Public Library und Queens Library, müssen gemeinsam eine Budgetkürzung von 16 Millionen Dollar verkraften. Der Popularität der Bibliotheken in New York wird das keinen Abbruch tun. „Bibliotheken geben den Leuten die Möglichkeiten zu sehen, was im Rest der Welt los ist“ wird ein Benutzer der Bibliothek in der Zeitung zitiert.
About the project

Kommentare / Comments