In Hamburg leben ca. 1,8 Millionen Menschen - 25,8% von ihnen besitzen einen Migrationshintergrund. Die Bücherhallen Hamburg* setzen deshalb in ihrer interkulturellen Bibliotheksarbeit einen Schwerpunkt bei der Vermittlung von Schrift- und Sprachkompetenz. Allein in der Zentralbibliothek umfasst der Bereich »Sprache und fremdsprachige Literatur« einen Bestand von circa 33.000 Medien. Angebote für über 130 Sprachen ermöglichen in Form von Sprachkursen, Belletristik und Sachliteratur einen »Einstieg« in nahezu alle Sprachräume der Welt. Als besonders wichtig für die interkulturelle Arbeit gelten dabei das Segment »Deutsch als Zweitsprache« und der Bestand an zweisprachiger Literatur. Darüber hinaus engagieren sich viele dezentrale Standorte im Bereich der sprachfördernden Vermittlungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern – wie beispielsweise die Bücherhalle Wilhelmsburg, in deren Einzugsgebiet viele türkisch-stämmige Einwohner leben.
Aus diesen vielfältigen interkulturellen »Angebotssolitären« soll zukünftig eine aufeinander abgestimmte Produktpalette für das gesamte Bibliothekssystem entstehen. Sie berücksichtigt dabei sowohl den Aspekt der Integration als auch den der kulturellen Vielfalt.
Die Bücherhallen Hamburg stehen am Anfang dieser Planungen. Deshalb möchte ich mich während meines Aufenthalts in Queens besonders mit folgenden Aspekten beschäftigen:
- Erwerbung und Erschließung fremdsprachiger Medien // Austausch über Kooperationsmöglichkeiten
- Entwicklung von zentralen Dienstleistungsfunktionen für alle Standorte
- Webbasierte Angebote einschließlich e-learning
- Vermittlung: Führungen, Bestandspräsentation und Leitsysteme
- Entwicklung von Standards zur Sekundäranalyse demografischer Daten
- Diversity-Management // Mitarbeiterqualifizierung
- pragmatische und kreative Methoden der Projektmittelakquise
*Jahresergebnis 2007:
4,2 Mio. Besucher // 12 Mio. Entleihungen in 37 Standorten, 2 Bücherbussen und der Zentralbibliothek
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