„Der Klimawandel ist kein direkter Verursacher von Konflikten“, erklärte der ehemalige Direktor des Zürcher „Center for Security Studies“ (CSS), Professor Spillmann, gegenüber den Medien. „Doch er beginnt schon in Afrika, Südostasien und auf dem amerikanischen Kontinent den Druck zu verstärken, der zu Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Regionen führt. Dies löst schließlich Ströme von Umweltflüchtlingen großen Ausmaßes aus. Dies führt entsprechend zu Unsicherheit zwischen den Bevölkerungsgruppen. Und wir haben kaum Erfahrung mit dieser Art von Sicherheitsbedrohung,“ sagt er.
Spielmanns Aussage greift die Diskussion im Sicherheitsrat der UNO auf, die diesen Monat stattfindet. Sie wird dieser Tage durch Deutschland eröffnet, das diesen Monat den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat.
Der Sprecher der UNO gab an, dass eine Ursache der Konflikte in der Region Darfur im Sudan und in Somalia in der durch Klimaveränderungen verursachten Dürre besteht. Gerade erst veröffentlichten Daten zufolge ist es nach Auftreten einer katastrophalen Dürre in den südlichen Regionen zu Hungersnöten gekommen.
Der Leiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, Steiner, hat dem Sicherheitsrat schon berichtet, dass die globale Erwärmung sich beschleunigt mit unabsehbaren Folgen.

Jade Y. Chen

