Die Milchkühe sollen die Übeltäter sein, die hinter dem Treibhauseffekt stecken? Das ist kein Scherz, es ist eine Tatsache.
Einem Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO zufolge („FAO“: „Food and Agriculture Organisation“) hat die Viehwirtschaft einen Anteil von 18% am globalen Ausstoß von Treibhausgasen.
Und gerade in einigen im Umweltschutz so fortschrittlichen Ländern wie beispielsweise der Schweiz sind Wiederkäuer - wie z.B. die Milchkühe - für 80% des Ausstoßes von Methan verantwortlich.
Das ist zwar ein natürliches Phänomen, doch durch die Bevölkerungszunahme expandiert auch die Viehwirtschaft und so haben wir ein Problem.
Sollen die Rinder jetzt weniger pupsen? Das schafft niemand, es sei denn, man greift von außen ein.
Eine Forschergruppe an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist zu einem erstaunlichen Ergebnis gelangt: wenn dem Futter Gerbsäure zugesetzt wird, dann sinkt der Methanausstoß um 30-40%. Auch die Früchte einiger tropischer Pflanzen wie der Gleditschie oder von Leinsamen führen zu guten Ergebnissen.
Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass die Beigabe von geschroteten Leinsamen zum Futter zu einer Verbesserung der Milchqualität führen kann, da diese die für den menschlichen Körper vorteilhaften Omega-3-Fettsäuren enthalten. Gleichzeitig stellte die Zürcher Forschergruppe fest, dass die Gerbsäure keinerlei nachteiligen Auswirkungen auf die Fleischqualität oder die Milchmenge hat.
Auch wenn die Beigabe von Methan-Neutralisationsmitteln die Verdauung der Wiederkäuer beeinflussen kann, so gibt es noch keine perfekte Rezeptur dafür. Alles hängt von der Dosierung ab. Wenn zuviel Neutralisationsmittel beigemischt wird, kann es zur Zerstörung der für die Verdauung der Zellulose notwendigen Mikroorganismen kommen.
Doch zumindest ist dieser Ansatz, der von den Futtermitteln ausgeht, noch eine recht sanfte Vorgehensweise. Einige Länder wie Australien und Neuseeland entwickeln zurzeit Impfstoffe, die die Bakterien beseitigen sollen, die bei den Wiederkäuern zur Erzeugung von Methan führen. Aber ist das nicht vielleicht doch eine zu drastische Vorgehensweise? Die noch mehr in Widerspruch zur Natur steht?
Die natürlichste Weise wäre es wohl, die Viehwirtschaft zu besteuern. Doch das würde die Lebenshaltungskosten der Fleischesser in die Höhe treiben, womit sicherlich wiederum viele Menschen nicht einverstanden sein werden.
gT, 18. K 2010
Eine kleine Zwischenbilanz
Die erste Hälfte des Jahres, welches für das Goethe-Institut das erste klimaneutrale sein soll, ist schon verstrichen. Und das heißt: Zeit für eine Zwischenbilanz.
Wie viel Strom haben wir tatsächlich einsparen können?
Das Ergebnis lässt sich sehen: So haben wir zum Beispiel in den Sommermonaten Juni und Juli im Vergleich zum letzten Jahr etwa 20 Prozent weniger Strom verbraucht.
Wir finden, das ist schon ein guter Erfolg und betrachten diesen als Motivation, in Zukunft noch mehr Strom zu sparen. Denn wir haben gesehen: Unsere Maßnahmen haben sich jetzt schon gelohnt.
Wie viel Strom haben wir tatsächlich einsparen können?
Das Ergebnis lässt sich sehen: So haben wir zum Beispiel in den Sommermonaten Juni und Juli im Vergleich zum letzten Jahr etwa 20 Prozent weniger Strom verbraucht.
Wir finden, das ist schon ein guter Erfolg und betrachten diesen als Motivation, in Zukunft noch mehr Strom zu sparen. Denn wir haben gesehen: Unsere Maßnahmen haben sich jetzt schon gelohnt.
作者 Goethe-Institut Taipei
時間
09:06
g|, 5. K 2010
Papier ist geduldig, oder?
Der Weg zur Klimaneutralität ist weit. Ein wichtiger Punkt, den wir jetzt in Angriff nehmen wollen, ist unser Papierverbrauch.
Welche Art von Papier wollen wir zukünftig verwenden? Recycling- oder FSC-Papier?
Das FSC-Siegel (FSC= Forest Stewardship Council) ist ein internationales Zertifizierungssytem, das garantiert, dass das Holz, aus dem das Papier hergestellt wird, aus verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Dabei werden neben Umwelt- auch Sozialstandards eingehalten, die durch eine unabhängige Instanz regelmäßig kontrolliert werden. Hauptkriterium ist, dass das Ökosystem Wald möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Beim Papierkauf muss man außerdem aufpassen, nicht in eine der vielen Fallen zu tappen, die sich einige Papierhersteller haben einfallen lassen um besonders umweltschonend zu wirken. Der Ausdruck „holzfrei“ auf der Verpackung bedeutet beispielsweise nicht, dass das Papier nicht aus Holz gewonnen wurde. Vielmehr ist mit holzfrei „holzstofffrei“ gemeint, was bedeutet, dass das Papierprodukt kein Lignin oder ähnliche Zusatzstoffe enthält, die das Papier schneller vergilben lassen. Auch der Ausdruck „chlorfrei gebleicht“ weist so einige Tücken auf. Denn chlorfrei ist nicht gleich chlorfrei. So wird häufig „elementar-chlorfreies Papier“ (ECF) als chlorfrei vermarktet, obwohl es mit dem sehr schädlichen Chlordioxid gebleicht wird. Besser sind da Produkte mit dem TCF-Zeichen (TCF= total chlorfrei).
Außerdem müssen wir zukünftig noch mehr darauf achten, wie viel Papier wir eigentlich verbrauchen. Dabei spielt vor Allem Drucker- und Kopierpapier eine Rolle. Wichtige Fragen dabei sind: Ist es wirklich notwendig, dieses Dokument auszudrucken? Kann man das Blatt Papier auch zweiseitig bedrucken und/oder sogar mehrere Dokumentseiten auf ein Blatt Papier drucken? Was passiert mit Fehldrucken?
Ähnliche Überlegungen stellen wir zum Toilettenpapier und auch den Papierhandtüchern an, die bei uns momentan noch in den Toiletten zum Hände abtrocknen genutzt werden. Alternativen dazu zu finden, ist aber gar nicht so leicht. Nutzt man besser einen elektrischen Händetrockner oder doch lieber eine Textilhandtuchrolle?
Nachteile des elektrischen Handtrockners sind vor Allem der langsame Trockenvorgang und der hohe Stromverbrauch. Nachteil der Textilhandtuchrolle ist, dass das Stoffhandtuch regelmäßig gereinigt werden muss, was Mühe macht und auch wieder viel Strom verbraucht. Eine Alternative zu beiden Geräten wäre ein schnelleres elektrisches Handtrockengerät, welches etwa viermal so schnell wie ein herkömmliches Gerät trocknet, stromsparender und auch hygienischer ist. Diese Geräte sind bereits seit einiger Zeit auf dem Markt zu finden.
Alternativen zu Papier aus Holz gibt es übrigens auch: So wurde hier in Taiwan ein Papier erfunden, das aus zermahlenem Kalkstein produziert wird. Weitere Infos dazu gibt es unter Stone Papermaking Technology.
Weitere Infos kann man unter Papierspartipps oder Papierkauf nachlesen.
Welche Art von Papier wollen wir zukünftig verwenden? Recycling- oder FSC-Papier?
Das FSC-Siegel (FSC= Forest Stewardship Council) ist ein internationales Zertifizierungssytem, das garantiert, dass das Holz, aus dem das Papier hergestellt wird, aus verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Dabei werden neben Umwelt- auch Sozialstandards eingehalten, die durch eine unabhängige Instanz regelmäßig kontrolliert werden. Hauptkriterium ist, dass das Ökosystem Wald möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Beim Papierkauf muss man außerdem aufpassen, nicht in eine der vielen Fallen zu tappen, die sich einige Papierhersteller haben einfallen lassen um besonders umweltschonend zu wirken. Der Ausdruck „holzfrei“ auf der Verpackung bedeutet beispielsweise nicht, dass das Papier nicht aus Holz gewonnen wurde. Vielmehr ist mit holzfrei „holzstofffrei“ gemeint, was bedeutet, dass das Papierprodukt kein Lignin oder ähnliche Zusatzstoffe enthält, die das Papier schneller vergilben lassen. Auch der Ausdruck „chlorfrei gebleicht“ weist so einige Tücken auf. Denn chlorfrei ist nicht gleich chlorfrei. So wird häufig „elementar-chlorfreies Papier“ (ECF) als chlorfrei vermarktet, obwohl es mit dem sehr schädlichen Chlordioxid gebleicht wird. Besser sind da Produkte mit dem TCF-Zeichen (TCF= total chlorfrei).
Außerdem müssen wir zukünftig noch mehr darauf achten, wie viel Papier wir eigentlich verbrauchen. Dabei spielt vor Allem Drucker- und Kopierpapier eine Rolle. Wichtige Fragen dabei sind: Ist es wirklich notwendig, dieses Dokument auszudrucken? Kann man das Blatt Papier auch zweiseitig bedrucken und/oder sogar mehrere Dokumentseiten auf ein Blatt Papier drucken? Was passiert mit Fehldrucken?
Ähnliche Überlegungen stellen wir zum Toilettenpapier und auch den Papierhandtüchern an, die bei uns momentan noch in den Toiletten zum Hände abtrocknen genutzt werden. Alternativen dazu zu finden, ist aber gar nicht so leicht. Nutzt man besser einen elektrischen Händetrockner oder doch lieber eine Textilhandtuchrolle?
Nachteile des elektrischen Handtrockners sind vor Allem der langsame Trockenvorgang und der hohe Stromverbrauch. Nachteil der Textilhandtuchrolle ist, dass das Stoffhandtuch regelmäßig gereinigt werden muss, was Mühe macht und auch wieder viel Strom verbraucht. Eine Alternative zu beiden Geräten wäre ein schnelleres elektrisches Handtrockengerät, welches etwa viermal so schnell wie ein herkömmliches Gerät trocknet, stromsparender und auch hygienischer ist. Diese Geräte sind bereits seit einiger Zeit auf dem Markt zu finden.
Alternativen zu Papier aus Holz gibt es übrigens auch: So wurde hier in Taiwan ein Papier erfunden, das aus zermahlenem Kalkstein produziert wird. Weitere Infos dazu gibt es unter Stone Papermaking Technology.
Weitere Infos kann man unter Papierspartipps oder Papierkauf nachlesen.
作者 Goethe-Institut Taipei
時間
08:05
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Jade Y. Chen


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